Keine Fortbildungsmöglichkeiten

  • Guten Tag,


    ich bin gerade etwas hibbelig. Man kann mir natürlich sagen, dass es mich nichts angeht, aber es geht um folgendes: Die Tochter arbeitet in einer Arztpraxis, hat den Chef auf eine Fortbildung angesprochen und der stellt sich quer. Es sei ihm nicht wirtschaftlich genug. Nun ist sie 24 und traut sich nicht, zu kündigen, kann aber keine Fortbildung machen und ist völlig verzweifelt.

    Ich will ihr gern helfen, aber ich kann ihr schlecht einen Job suchen oder mit dem Chef sprechen.


    Gibt es eventuell eine Pflicht für die Arbeitgeber*innen, dass man den MA die Chance gibt, sich fortzubilden, ihnen Freiraum einräumt?

    Kafka: Ein Buch muss die Axt für das gefrorene Meer in uns sein.

  • Moin,

    Wenn das ne gute Praxis und Arzt ist, der schult doch freiwillig seine Angestellten weiter.

    Jedenfalls macht das mein Hausarzt derzeit.

    Da ist die Praxis dann 3 Tage zu und ein Zettel hängt draußen dran

    " Wir machen Fortbildung"

    sie kann doch bei der Bundesärztekammer mal fragen.

    Oder direkt bei der Ärztekammer der Stadt

    So würde ich das jedenfalls machen.


    Eigene Fortbildungen muss man soweit ich weiß selber bezahlen.

    Die laufen auch am WE bei der Ärztekammer.

    Vielleicht doch noch einmal ein ruhiges Gespräch suchen.

    Oder sich erst was neues suchen und dann kündigen.

    Wenn ich so den Spruch dieses Arztes wahrnehme würde ich mich für 2. Variante entscheiden.

    Habe ich eben noch gefunden :)

    https://link.springer.com/article/10.1007/s15012-019-3049-x

    LG

    Wenn du dir selber eine Freude machen willst, dann denk an die Vorzüge deiner Mitmenschen.:)

    (Mark Aurel)



  • Einen rechtlichen Anspruch auf Fortbildung im Bereich Sprechstundenhilfe gibt es m.E. nicht


    Wohl aber ein Eigeninteresse des Arztes auf gut ausgebildete Kräfte. Vielleicht sollte man ihm dies spiegeln!

    CAVE: Aber deine Tochter darf damit natürlich nicht schlauer werden als der Chef!!

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Die Kündigung wäre eine Alternative, die ich in Erwägung ziehen würde.

    Andererseits kann man ihm eben auch mit logischen Argumenten kommen, wie dass es durchaus wirtschaftlich ist, seine MA fortzubilden, weil sie dann vielfältiger und flexibler eingesetzt werden können, dass es die Motivation fördert, wenn man gefordert wird und dass eine Fortbildung ja nicht unbedingt heißt, dass man auf der Arbeit fehlt, weil man in eine andere Stadt fahren muss.

    Es gibt inzwischen auch Möglichkeiten der Online-Fortbildung und durch Fernlehrgänge. Das PKV-Institut bietet sowas zB an: https://www.pkv-institut.de/le…unsere-fortbildungsarten/

    An ihrer Stelle würde ich mir einen geeigneten Lehrgang raussuchen und dann mit konkreten Eckdaten und Argumenten zum Chef gehen und das 4-Augen Gespräch suchen! Initiative wird doch idR belohnt, oder nicht?


    Ansonsten zum Papier greifen und dem nächsten Chef von vorneherein sagen dass man sich weiterentwickeln will.