Hautjucken = Milben??

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Jetzt fand ich diesen spannenden Artikel dazu in DocCheckload:

    Skabies: Die Gucci-Milben sind da

    Bundesweit häufen sich die Skabies-Ausbrüche, wie zuletzt in Berlin un Brandenburg. Zahlen des statistischen Bundesamtes bestätigen die öffentliche Wahrnehmung: Seit 2010 ist der Anstieg der Krätze-Diagnosen in Krankenhäusern von rund 700 auf über 2600 Fälle im Jahr 2016 gestiegen.

    Danke für den Link, bzw. den Artikel. Für mich natürlich wieder mal ein gefundenes Fressen, nachdem ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe, findet man doch hierbei ähnliche Tricksereien wie bei den Impfstatistiken.


    So schreibt DocCheck, wie oben zu sehen ist, dass der Anstieg der Krätze-Diagnosen seit 2010 bis 2016 dramatisch angestiegen ist, was auch stimmt.

    Also von 700 Fällen in 2016 auf 2.600 Fälle in 2016.

    Aber - was DocCheck dabei geflissentlich schön verschweigt ist die Tatsache, dass es vorher schon, nämlich im Jahr 2000 nach Aussagen des RKI insgesamt 2.727 Fälle an Skabies in Kliniken gab.


    Soll heißen:

    2.727 Fälle im Jahr 2000

    700 Fälle bis zum Jahr 2010

    2.600 Fälle im Jahr 2016.


    Somit ergibt sich ein komplett anderes Bild, der Anstieg hat im Jahr 2016 noch nicht einmal das Niveau aus dem Jahr 2000 erreicht.

    Betrachtet man nun aber nur die beiden letzten Zeilen, kann sehr schön Panik betrieben werden.


    Aber auch kein Wunder, ist DocCheck doch ein kommerzieller Identifizierungsdienst, der ursprünglich mal Webseiten für die pharmazeutische Industrie entwickelt hat.

    Im Jahr 2000 stieg DocCheck dann in den Handel mit Praxisbedarf ein. Im Vorstand sitzt der Zahnarzt Frank Antwerpes, ab 1986 war er tätig als Berater für Pharmaunternehmen.

    Mit von der Partie ist unter anderem auch Thilo Kölzer, der, kommend aus der IT-Branche, beispielsweise auch auf den Alexa-Sprachassistenten setzt, um Leitlinien für Ärzte aufzubereiten und verfügbar zu machen. Kölzers Maxime: "Als Agentur ist es unsere Aufgabe, neue Themen am Köcheln zu halten. Und wenn der Trend dann losgeht, sind wir mit dabei."


    So betrachtet, erscheint der Artikel auf DocCheck in einem ziemlich diffusen Licht.

    Die einzige Waffe gegen Corona ist der gesunde Menschenverstand. Leider sind die meisten Menschen unbewaffnet.

    Wem aber bereits ein Licht aufgegangen ist, den kann man nicht mehr so schnell hinter´s Licht führen!



    4 Mal editiert, zuletzt von bermibs ()

  • Tja, sollte man nicht glauben, ich habe auch gestaunt. Das Problem ist einfach die Meldesituation:


    Bis zur Novellierung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Juli 2017 galt die Meldepflicht für Skabies für Einrichtungen nach § 33 IfSG, das sind Einrichtungen, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden, insbesondere Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen oder sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen.


    Mit der IfSG-Novellierung von 2017 gilt die Meldepflicht nun auch für Skabiesfälle oder Verdachtsfälle in voll- und teilstationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen (ausgenommen Krankenhäuser), Obdachlosenunterkünften, Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern, sonstigen Massenunterkünften und Justizvollzugsanstalten (§ 36 (3a) IfSG).


    Trotzdem ist Skabies nicht vollumfänglich meldepflichtig, die Daten werden nicht immer bis ans RKI gemeldet, sondern nur den zuständigen Gesundheitsämtern. Die wiederum melden dann eben nicht jeden Skabiesfall ans RKI.

    Die einzige Waffe gegen Corona ist der gesunde Menschenverstand. Leider sind die meisten Menschen unbewaffnet.

    Wem aber bereits ein Licht aufgegangen ist, den kann man nicht mehr so schnell hinter´s Licht führen!



  • Rechtsregulat von Dr. Niedermaier

  • Meine Tochter hatte es leider vor 2 Jahren, und da hieß es beim Hautarzt, es sei nicht meldepflichtig, und auch nicht weiter tragisch, da es nicht anstecken sei, solange wir unsere Tochter nicht längere Zeit umarmen. Durch kurzen Körperkontakt, oder alltäglichen Kontakt in Form von Türklinken, oder sonstigen Berührungen seien die Milben nicht lang genug überlebensfähig.

    Und an der Schule war erst ein beschwichtigendes Theater los, als wir es melden wollten.


    Mir kam es vor, als wolle man es möglichst verschweigen, ebenso, wie den Verdacht, daß unsere Tochter sich in der Schule einen Keuchhusten eingefangen hatte, da mehrere Jugendliche andauernd mit Husten krank gewesen sind.

    Mich regt sowas natürlich enorm auf.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Es sollen Schwefelbäder helfen..und mal wieder: Symbioselenkung des Darms! Weil: eine defekte Darmflora erzeugt andere Ausdünstungen auf der Haut, so dass diese für Parasiten( Läuse, Flöhe, Würmer, Milben) " lecker" riecht.