Das alles sind doch keine Argumente. Menschen ernähren sich heute eben so gut oder so schlecht, wie sie sich ernähren - aus Zeitgründen, weil sie mitten in der Stadt wohnen und keinen eigenen Garten besitzen oder auch einfach aus mangelndem Wissen heraus.
Und wie ich schon mehrfach erwähnt hatte, leben die Menschen heute komplett anders als noch vor hundert oder zweihundert Jahren. Damals war der Kontakt zu Natürlichem weitaus größer als heute. Unsere Vorfahren futterten Fleisch von wild lebenden Tieren, die sonnengereiftes Gras gerupft haben. Deren Fett bestand zur Hälfte noch
aus gutem Omega 3. Wo findet man das heute noch? Damals gab es keine Industrie- und Autoabgase, keine Pestizide, keine Mobilfunkstrahlung, keine erhöhte Radioaktivität, die Menschen hatten weniger Stress. Das sind einfach Fakten, die sich nicht wegdiskutieren lassen.
Mit all dem müssen wir heute aber klarkommen, die Anforderungen an unsere Ernährung sind drastisch gestiegen. Wir brauchen daher von allem erheblich mehr - mehr Vitamine, mehr Antioxidantien, mehr Mineralstoffe, mehr Spurenlemente. Diese Mengen sind durch eine normale Ernährung heute aber nicht mehr zu decken, wo sollen diese Mengen auch herkommen? Sollen die Menschen jetzt massenweise Äpfel, Birnen, Salat futtern? Oder Fisch von morgens bis abends? Zudem ernähren wir uns heute eben nicht mehr so wie es sein sollte - frisch gepflückt und ab in die Futterluke.
Hinzu kommt, dass viele Menschen zwar ganz besonders darauf achten, dass sie gut mit Vitaminen versorgt sind, dennoch zeigen die Nationalen Verzehrstudien immer wieder, dass sowohl Frauen als auch Männer in Deutschland die empfohlenen Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr zu einem hohen Prozentsatz nicht mehr erreichen. Besonders dramatisch ist die Situation bei Vitamin D und bei Folsäure, wo 80-90% der Frauen und Männer unter den Referenzwerten bleiben:
Für den Normalbürger sind neben angereicherten Lebensmitteln daher Nahrungsergänzungen eine realistische Alternative, um in einer modernen Gesellschaft zu einer bedarfsdeckenden Versorgung mit Mikronährstoffen zu kommen.
Die Leitmedien greifen aber begierig unhaltbare Aussagen von "Experten" auf und beteiligen sich in unverantwortlicher Weise an Mobbing-Kampagnen gegen Vitamine & Co. Da werden Studienergebnisse fehlinterpretiert, sodass Vitamin C plötzlich zu einem gentoxischen Stoff erklärt wird. Da erhöht eine Zufuhr von Vitaminen plötzlich die Sterblichkeit, obwohl es dafür keinerlei Indizien gibt, ganz im Gegenteil. Da versteigt sich ein "Experte" zu der Aussage, dass Folsäure zu Darmkrebs führt, oder ein Gesundheitspolitiker negiert den im Winter unzweifelhaft bestehenden endemischen Vitamin-D-Mangel in Deutschland. Vitaminpillen taugen nichts, sind rausgeschmissenes Geld, heißt es dann.
Na, da ist es
ja nur gut, dass die "echten" Pillen, wie Schlaftabletten,
Blutdrucksenker, Betablocker, Antidepressiva, Diabetestabletten oder
auch die Chemotherapie mit ihren massiven Nebenwirkungen besser sind.
Gleichzeitig wird immer wieder angeführt, dass natürliche Vitamine besser seien als künstliche. Nichts falscher als das. Vitamine bestehen aus Molekülen. Also einzelnen Atomen in einer ganz bestimmten räumlichen Anordnung. Das wissen wir heute, ist längst Konsens. Für diese Entdeckungen gab es immer wieder Nobelpreise vor gut hundert Jahren. Und unser Körper kann nicht unterscheiden, ob diese Moleküle nun aus dem Labor kommen oder nicht. Ein Vitamin A sieht nun mal aus wie ein Vitamin A, egal ob künstlich geschaffen oder nicht. Wasserstoff-, Sauerstoff-, Kohlenstoff- und Stickstoffatome in einer ganz bestimmten Anordnung. Ein Wasserstoffatom ist ein Wasserstoffatom, ein Sauerstoffatom bleibt ein Sauerstoffatom. Punkt.
Selbstverständlich ist eine ausreichende Vitaminversorgung auf natürlichem Wege, also über Obst und Gemüse vorzuziehen. Deshalb, weil wir dabei Vitamine im Verbund und zusätzlich Pflanzenschutzstoffe zu uns nehmen. Aber genau so selbstverständlich ist die Feststellung, dass das heute nicht mehr genügt, wie wir ja durch ein Messen der Vitaminspiegel im Blut wissen. Mit der heutigen noch so gesunden Ernährung erreichen wir die notwendigen Vitaminmengen nicht mehr. Das ist Fakt. Darum gibt es Ergänzungsmittel, die die fehlenden Mengen ergänzen.
Und der Hinweis, dass Pharmafirmen Werbung für NEM machen, weil sie damit gutes Geld verdienen, ist ebenfalls nicht haltbar - warum wird dann seit Jahren, gerade auch von der Pharmabranche alles versucht, NEM zu verbieten? Weil die Pharma damit Wahnsinns-Umsätze macht? Ein Verbot der NEM wäre dann ja wohl mehr als kontraproduktiv.