Depressionen? Nur 15 Prozent der ärztlichen Diagnosen sind richtig

20. August 2013 | Von | Kategorie: Krankheit

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine „klinische Depression“ diagnostiziert hat und Ihnen dafür ein Medikament verschrieben hat, dann ist es Zeit für eine weitere Meinung. Denn die Chancen stehen gut, dass Sie überhaupt nicht an Depressionen leiden…

Denn: nur rund 15 Prozent der Diagnosen einer Depression sind korrekt. Das haben die Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health herausgefunden. Die Überdiagnostizierung dieser Erkrankung ist keine Seltenheit, beziehungsweise auf dem „Vormarsch“, sagt der Wissenschaftler Ramin Mojtabai.

Bei seinen Untersuchungen sah er, dass sechs von sieben Patienten, die als klinisch depressiv diagnostiziert worden waren, überhaupt nicht den Standardkriterien für eine Depression entsprachen. Die Resultate basierten auf der Analyse von 5.639 Patienten im Alter von 65 Jahren und älter.

Diese Patienten waren als klinisch depressiv über den Zeitraum der letzten 12 Monate diagnostiziert worden. Die meisten von ihnen nahmen Psychopharmaka und Antidepressiva, meistens auf der Basis der zuletzt durchgeführten Diagnose. Nur sehr wenige von den Patienten hatten zuvor schon eine Diagnose für Depression.

Aber gerade auch die Therapie mit den Antidepressive zeigt sich zunehmend als „Problem“, das ich ausführlicher in meinem Beitrag „Antidepressiva – Lebensgefährliche Placebos?“ beschreibe.

Achtung: Bevor Sie jetzt aber entsprechende Medikamente absetzen oder eine Diagnose in Zweifel ziehen: suchen Sie einen Therapeuten auf, um sich eine zweite Meinung zu holen.

Quelle: Psychotherapy and Psychosomatics, 2013; 82: 161-9

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René Gräber - Heilpraktiker & Sportpädagoge mit eigener Praxis. Sie finden mich unter anderem auch auf Google+, facebook, Xing oder Twitter. Ich schreibe und berichte regelmäßig zu den Themen Medizin, Fitness und Gesundheit. Wenn Sie dies interessiert, dürfen Sie gerne (siehe Box hier unten), meinen persönlichen Gesundheits-Newsletter anfordern. In den ersten 5 Teilen berichte ich über meine "5 Lieblings-Wundermittel".

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6 Kommentare
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  1. Wenn man eine zweite Meinung einholt ist leider eines meist klar: ein anderer Therapeut wird nur in den seltensten Fällen dazu raten Psychopharmaka abzusetzen. Dem möglichen Risiko (dass sich ein Patient etwas „antut“), will niemand eingehen. Deswegen rate ich dazu, bereits vor der Einnahme entsprechender Mittel, weitere Meinungen in Bezug auf die Diagnose „Depression“ einzuholen.

  2. Ich würde mich freuen auch einmal Ihre Meinung zur Chelat Therapie zu lesen.Mit freundlichem Gruß

    Heiser

    Antwort René Gräber:

    Zur Chelattherapie habe ich hier nur ein paar kurze Ausführungen geschrieben: http://www.yamedo.de/heilverfahren/chelattherapie.html

  3. Meine Frau hatte fast genau 2 Jahre eine endogene Depression. Ich hatte also reichlich Zeit Erfahrungen mit „der Depression“ zu sammeln.- Als erstes habe ich gelernt, dass „Depressionen“ überhaupt garnichts mit „der Depression“ zu tun haben! Depressionen sollte man besser als „Verstimmungen“ bezeichnen und beides begrifflich penibel trennen.- Zweitens habe ich gelernt, dass die Schulmedizin, die bei beiden, wie in in zahlreichen anderen Fällen auch, völlig hilflos reagiert, sodass sie die echte Depression sogar in die Psychiatrie verweist ! – Drittens hat „die Depression“ und deren Heilung durch einen alten Herren der als „klassischer Homöopath“ niedergelassen war, meine Einstellung zur klassischen Homöopathie gründlich geändert. Der alte erfahrene Arzt hat es nämlich fertiggebracht, dass meine Frau nach einer einmaligen Gabe von 5 Tropfen Lachesis muta LM 24, dem Verbot aller anderen Mittel oder Wiederholung des Lachesis, nach etwa einer Woche wie aus einem Schlaf schlagartig erwachte, als sei nichts gewesen,.- Danach habe ich das Organon von Hanemann in der letzten 6.Auflage (!) gelesen und bin heute der Meinung, dass fast alle Hersteller von Homöopathika und fast alle Homöopathen, die D-Potenzen benutzen, gegen den Grundsatz Hanemanns verstossen : Mach’s nach,aber mach’s GENAU nach ! Joachim Spiehs

  4. […] Depressionen? Nur 15 Prozent der ärztlichen Diagnosen sind richtig […]

  5. „Depression ist die abgebrochene Suche nach Lebenskraft“ schreibt Carlo Zumstein in seinem Buch „Reise hinter die Finsternis“ und nichts könnte wahrer sein: Wer depressiv ist, hat sehr viel Lebenskraft verloren und weiss nicht, wo er diese wieder finden kann. Da helfen keine Mittel, die das Leiden überdecken und ein scheinbares Glück wieder zurückbringen, sondern nur eine Reise in sich selbst hinein, in die eigene Seele, durch die Finsternis hindurch auf die andere Seite. Die Depression ist das beste Beispiel für ein Leiden, das man nicht durch Medikamente kurieren, sondern nur selbst in die Hand nehmen kann.

  6. Meine Depressionen verschwinden immer wieder ganz automatisch !!!
    Medikamenten wirken überhaupt nicht bei mir !!!
    Ich muss einfach durch diese schwere Zeit und mache soviel wie möglich !!!
    Im Laufe der Zeit sind meine Depressionen nicht mehr so schwerwiegend ; vor 15 Jahren habe ich einen Selbstmordversuch unternommen seitdem kommen die Depressionen immer wieder aber ich gehe nicht zu einem Arzt ; ich komme da ganz alleine durch weil ich genau weiß das sie vorüber gehen !!

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