MCV - Blutwerte
MCV Blutwert - Zu niedrig oder zu hoch?
Neben dem MCH Blutwert, dem MCHC
Blutwert und dem RDW gibt auch der MCV Blutwert Hinweise darauf, warum bei einem
Patienten eine Anämie (Blutarmut) vorliegt.
Bei einer Anämie besitzt der Körper zu wenig Erythrozyten (rote Blutkörperchen), zu wenig Hämoglobin
(Blutfarbstoff) oder zu wenig Hämatokrit (feste Blutbestandteile).
MCH, MCHC, RDW und MCV sind Abkürzungen für die
einzelnen Bestandteile der roten Blutkörperchen. Die Abkürzung MCV steht hier für "mean cell volume" und bezeichnet
das durchschnittliche Volumen eines roten Blutkörperchens.
Die roten Blutkörperchen sorgen im Organismus für den Transport des
Sauerstoffes. Die Erythrozyten entstehen im Knochenmark, haben eine
Lebensdauer von 120 Tagen und werden dann (vor allem in der Milz) wieder abgebaut.
Woraus wird der MCV Wert bestimmt?
Der MCV Wert wird, wie auch die Werte für MCH, MCHC, RDW durch Blutentnahme (siehe auch: Kleines Blutbild) aus dem Kapillarblut bestimmt. Aus dem MCV Wert kann der RDW
Wert berechnet werden. Der Normalwert beim MCV beträgt 81-96 µm3. Diese Referenzwerte sind jedoch nur als
Richtlinie zu sehen. Da die ermittelten Werte sich bei unterschiedlichen Laboren unterscheiden können, sollte man
seine individuellen Daten und Ergebnisse in einem persönlichen Gespräch mit seinem Arzt besprechen und eventuelle
Gefahren und Erkrankungen abklären.
Wann ist der MCV Wert zu niedrig oder zu hoch?
Sind neben dem MCV Wert auch alle anderen Werte (MCH, MCHC und RDW) zu niedrig, weist dies auf einen Eisenmangel hin, der zur Blutarmut führen
kann. Das Volumen der roten Blutkörperchen ist zu gering, die Anämie ist mikrozytär.
Niedrige Werte kommen beispielsweise bei Eisenmangel oder Vitamin B6-Mangel, bei einer Verwertungsstörung von Eisen bei der Blutbildung oder bei
Infektionen vor. Erhöhte MCV Werte können verschiedenste Erkrankungen zur Ursache haben. Die
roten Blutkörperchen sind hierbei in ihrem Volumen zu groß, die Anämie ist makrozytär. Ursachen sind zum Beispiel einen Mangel an Vitamin B12, ein Mangel an Folsäure, eine chronische Lebererkrankung, Leukämie oder Plasmozytom.
Aber: Der MCV Wert allein ist jedoch nur in geringem Maße aussagekräftig! Nur in
Kombination mit anderen Blutwerten kann ein aussagekräftigeres Ergebnis erzielt
werden.

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