Wie Sie sich mit Homöopathie auf eine Operation vorbereiten und die Wundheilung verbessern können...

Zur Förderung der Wundheilung bei einer Operation hat sich die Homöopathie sehr bewährt.

Unangenehme Folgen einer Operation sind häufig Schmerzen, Nachblutungen oder gar Infektionen. Rechzeitig vor einem Eingriff genommene Homöopathie-Mittel können wirksam vorbeugen und die Nachwirkungen einer Operation auf ein Minimum beschränken.

Homöopathie-Mittel rechtzeitig vor einer Operation genommen, können die Wundheilung erheblich fördern und bestimmte Nebenwirkungen der Narkose (wie Kopfschmerzen, Übelkeit) vorbeugen.

Arnika: ist das Wundheilungsmittel bei einer Operation

Das wertvollste Mittel bei Verletzungen und Operationstraumen ist Arnika sowohl für die innerliche, als auch äußerliche Anwendung. Arnika beschleunigt die Rückbildung von Blutergüssen und verhindert Nachblutungen nach Operationen. Somit wird Infektionen vorgebeugt und die Wundheilung beschleunigt.

Anwendung:
Vor einer Operation: am Abend vorher zwei Globuli Arnika D12, vor der Operation zwei weitere Globuli.
Nach dem Eingriff: je nach Beschwerden stündlich 1 Globuli Arnika D12 bis sich die Beschwerden bessern. Bei leichten Beschwerden einmalig ein Globuli D12.

Achtung: Verwenden Sie Arnika nicht niedriger als C6 oder D6, weil diese Potenz möglicherweise die Blutung fördern kann.

Bei schmerzhaften Unterleibsoperationen eher: Bellis perennis

Auch Wunden, bei denen Arnica seine Wirkung getan hat und keine weitere Besserung erzielt wird. Die Wunde fühlt sich immer noch "wie gequetscht oder geprellt" an. Bellis ist dann das richtige Mittel, wenn die Beschwerden durch leichte kontinuierliche Bewegung gebessert werden.

Anwendung: drei mal täglich 3 Globuli Bellis perennis D6 vier Tage lang. Während dieser Zeit muss eine weitere Besserung eintreten, sonst ist es das falsche Mittel.

Nach Darmoperationen: Collinsonia

Die Grießwurzel ist hervorragend geeignet zur Wundheilung bei verletzten Schleimhäuten im Darmbereich. Es hat sich auch zur Nachsorge nach Hämorrhoiden-Entfrenung (auch Verödung) bewährt.

Anwendung: drei mal täglich 3 Globuli D6 vier Tage lang. Während dieser Zeit muss eine weitere Besserung eintreten, sonst ist es das falsche Mittel.

Bei Verletzungen der Nerven oder Nervenoperationen: Hypericum

Ziehende Schmerzen nach einer Operation an und bei Nerven und in nervenreichem Gebiet wie Finger, Gehirn, Amputationen und auch Zahnextraktionen (ziehen des Zahns) erfordern (fast) immer die Gabe von Hypericum (Johanniskraut).

Anwendung: Hier ist es erforderlich nach der Operation Arnika und Hypericum einzunehmen. Nehmen Sie danach zuerst Arnika 3 Globuli D6, danach je nach Beschwerde Hypericum D6 3 Globuli. Je stärker die Beschwerden, desto häufiger (im stündlichen Wechsel), bei leichteren Beschwerden drei mal täglich (morgens Arnika, mittags und abends Hypericum)

Bei Knochenverletzungen zur schnelleren Heilung: Symphytum

Nehmen Sie bei Knochenbrüchen zur verbesserten Wundheilung des Knochens Symphytum D3 drei mal täglich 5 Globuli für mindestens drei Wochen.

Bei großen Schnitten wie zum Beispiel Bauchoperationen: Staphysagria

Wenn die Beschwerden durch die Schnittverletzung ausgelöst werden. Staphysagria ist auch geeignet, wenn Sie den Eindruck haben, Ihre Persönlichkeit (auch im betroffenen Körperteil) sei verletzt. Ich weiß, dass sich dies etwas merkwürdig anhört, aber wenn Sie so ein Gefühl nach einer Operation haben, wissen Sie was ich meine.

Anwendung: drei mal täglich 3 Globuli Staphysagria D6 vier Tage lang. Während dieser Zeit muss eine weitere Besserung eintreten, sonst ist es das falsche Mittel.

Starke Lichtempfindlichkeit nach Augenoperationen: Zincum metallicum

Wenn Sie nach der Augen-OP eine starke Lichtempfindlichkeit verspüren und auch noch evtl. Sehstörungen wie Blitze, farbige Ringe und Flecke sehen, sollten Sie dies nicht nur sofort Ihrem Arzt mitteilen, sondern auch Zincum metallicum einnehmen.

Anwendung: drei mal täglich 5 Globuli Zincum Metallicum D6 vier Tage lang. Während dieser Zeit muss eine weitere Besserung eintreten, sonst ist es das falsche Mittel.

Das sollten Sie beachten:

  1. Nehmen Sie das Mittel so lange, bis sich eine Besserung zeigt und sich diese stabilisiert hat.
  2. Eine Besserung sollte im allgemeinen bereits nach ein bis zwei Tagen, bei akuteren Dingen auch innerhalb von Stunden zu spüren sein.
  3. Bei schweren Verletzungen kann eine mehrwöchige Einnahme angeraten sein. Evtl. auch eine Behandlung mit höheren Potenzen.
  4. Konsultieren Sie eine(n) erfahrene(n) Homöopath(in) falls Sie sich nicht sicher sind.
  5. Falls bei Ihnen ein erhöhtes Blutungs- oder Thromboserisiko besteht, sollten Sie die Auswahl des passenden Mittels ebenfalls einem Homöopath überlassen.
  6. Wenn mehrere Gewebe verletzt wurden und Sie der Meinung sind, alles nehmen zu müssen: fragen Sie bitte ebenfalls eine(n) qualifizierte(n) Therapeut(in). Diese(r) wird dann nach einer Befragung die entsprechende und richtige Mittelabfolge für Sie festlegen.

Für ältere Wunden, die sich entzünden oder zu eitern beginnen, ist Mercurius solubilis D12 ein kräftiges Heilmittel.

Ist die Wunde blau-rot und stark entzündet: nehmen Sie im stündlichen Wechsel zuerst Lachesis D12, dann Arsenicum album D12 und dann Rhus toxicodendron D12. Natürlich sollten Sie zusätzlich einen Therapeuten aufsuchen

Alte, schlecht heilende Wunden werden oft durch Silicea D12 und Sulfur D12 ausgeheilt. Nehmen Sie beide Mittel im täglichen Wechsel drei mal täglich drei Globuli.



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Mit den besten Wünschen,

Ihr

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge der Sebastian Kneipp Akademie

 

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