Wie hoch ist Ihr IgE im Blut? Ein Allergie-Bluttest bringt Aufschluss

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die zuverlässigste Allergie Diagnose ist der RIST Test (Radio-Immuno-Sorbens-Test) und der kompliziertere RAST Test (Radio-Allergo-Sorbens-Test). Für beide Allergie-Diagnose-Tests schickt der Therapeut Ihre Blutprobe an ein Speziallabor. (siehe auch: Blutwerte)

Während der RIST Bluttest nur die Menge der IgE-Antikörper im Blut misst, lassen sich mit dem RAST-Bluttest sogar die spezifischen Allergene bestimmen. Dazu wird das Blut mit allergenbeschichteten Filterpapieren untersucht.

Enthält die Blutprobe z. B. Antikörper gegen Roggenpollen, binden diese an die Roggenpollen im Filterpapier. Diese Bindung lässt sich mit einem sehr aufwändigen chemischen Analyseverfahren zuverlässig nachweisen.

Ein ähnliches Prinzip liegt den seit einigen Jahren verwendeten Allergodip®-Teststreifen zugrunde. Allerdings wird der allergenbeschichtete Teststreifen nur mit dem Auge abgelesen, es erfolgt keine chemische Kontrolle. Das Verfahren erreicht somit nicht die hohe Zuverlässigkeit des RAST-Tests. Die Trefferquote liegt nach Herstellerangaben etwa gleich auf mit der des heute umstrittenen Prick-Tests.

Ich empfehle den sog. Prick-Test und Scratch-Test nicht - die Fehlerquote ist bei diesen Test viel zu hoch.

Das größte Problem bei den Bluttests ist jedoch die unermessliche Zahl möglicher Allergene. Nur ein Bruchteil aller Allergene steht derzeit als Testsubstanz zur Verfügung.

Mein Tipp: Lassen Sie zu einem RAST-Test immer auch einen RIST-Test machen. Wenn der RAST-Test kein Allergen identifizieren kann, erfahren Sie über den RIST-Test wenigstens, ob Ihr IgE-Spiegel überhaupt erhöht ist. Das hat eine wichtige Bedeutung etwa für die Behandlung mit Antihistaminika, die nur bei erhöhten IgE-Werten sinnvoll sind.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 06.06.2012 aktualisiert