Kefir

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Kefir ist in gewisser Weise Buttermilch sehr ähnlich: cremig und leicht säuerlich im Geschmack.

Kefir entsteht aus dem Gärungsprozess des Kefirpilzes in Milch.

Kefir wird manchmal auch als Getränk der Hundertjährigen bezeichnet: Im Kaukasus wurde er jeden Tag getrunken und die Menschen dort waren bekannt für ihre Gesundheit und ihre starke Widerstandskraft - beides angeblich Folgen des Kefirgenusses.

Bei welchen Beschwerden Kefir helfen kann

Kefir hat positive Auswirkungen auf den Blutdruck, wirkt entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Neben den Vitaminen A, Vitamin D und allen B-Vitaminen enthält es auch Kalzium, Eisen und Jod.

Durch die spezielle Struktur des Getränks ist es dem Verdauungstrakt zudem möglich, diese Vitamine besser aufzunehmen als aus normaler Milch.

Je nachdem, ob Sie Kefir 12 oder 48 Stunden lang in der Milch gären lassen, wirkt dieser verstopfungslösend oder stuhlfestigend.

Einen weiteren Vorteil hat Kefir Menschen mit einer Allergie. Der Milchzucker (der in jeder Milch enthalten ist), wird während der Gärungszeit des Kefirs in Milchsäure umgewandelt. So können auch Menschen, die unter einer Laktoseunverträglichkeit leiden, die positiven Wirkungen des Kefirs genießen.

Wie wertvoll ist Kefir aus dem Supermarkt?

Kefir finden Sie auch im Supermarkt - sogar in verschiedenen Varianten. Dieser Kefir hat aber nicht die gleichen positiven Wirkungen wie selbst zubereiteter und angesetzter Kefir. Im Supermarkt erhalten Sie ein Getränk, das aus speziellen Kulturen angesetzt wurde, die extra für die Großproduktion gezüchtet wurden.

Der Kefir bleibt so länger haltbar, die Kohlensäure fehlt und leider auch ein Teil der gesunden Inhaltsstoffe.

Eine Alternative ist: Machen Sie Ihren Kefir selbst

Wie Sie Kefir selbst herstellen können

Hierfür brauchen Sie:

1. eine Kefirkultur

2. einen Behälter in dem Sie den Kefir ansetzen

3. frische Milch, möglichst vom Bio-Bauern (H-Milch empfehle ich NICHT)

4. ein Küchensieb.

Eine Kefirkultur können Sie entweder in Naturkostläden finden oder Sie kennen jemanden, der eine Kefirkultur hat. So genannte "Kefir-Starterkulturen" kann ich nicht empfehlen, denn diese haben mit den ursprünglichen Kefirkulturen wenig gemeinsam. Diese wachsen nämlich nicht weiter oder Sie können die Pilze nur für eine bestimmte Anzahl von Ansatz-Vorgängen verwenden.

Als Gefäß eignet sich am besten ein großes Jogurtglas mit Schraubverschluss. Die Öffnung des Behälter sollte groß genug sein, dass Sie bequem das Glas reinigen können. Eine Flasche ist deshalb relativ ungeeignet.

Das Kefir-Rezept - In 3 einfachen Schritten zum Erfolg

1. Geben Sie einen Teelöffel der Kefir-Kultur in das Gefäß und schütten Sie die Milch dazu. Wenn Sie frische Milch benutzen, sollten Sie sie vorher auf ca. 65 Grad erhitzen. Lassen Sie die Milch abkühlen und füllen Sie das Glas nicht ganz bis zum Rand - lassen Sie circa 1 cm Luft oben, weil der Pilz Platz zum Wachstum braucht. Verschließen Sie das Glas.

2. Lassen Sie den verschlossenen Kefir 12 bis 48 Stunden an einem dunklen und zimmerwarmen Ort stehen. Ihr Kefir ist fertig, wenn die Milch dickflüssig geworden ist. Meistens ist dies bereits nach ca. 12 bis 24 Stunden der Fall. Der Kefir schmeckt jetzt nur leicht säuerlich. Je länger Sie ihn gären lassen, desto dickflüssiger, saurer, kohlensäure- und alkoholhaltiger wird er. Wie lange Sie den Kefirpilz in der Milch gären lassen, hängt also ganz von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

3. Ist Ihr Kefirgetränk fertig, dann schütten Sie es durch ein Sieb ab. Stellen Sie es bis zum endgültigen Verbrauch kalt - der Kefir hält sich im Kühlschrank bis zu 48 Stunden. Danach bildet sich eine feste Masse, die in einer gelblichen Flüssigkeit schwimmt - dann ist er nicht mehr genießbar.

Alle 7 bis 10 Tage sollten Sie Ihren Kefirpilz unter kaltem Wasser abspülen. Setzen Sie sich zur Gedankenstütze am besten einen regelmäßigen Termin. Dann ist zum Beispiel Samstags Kefir-Badetag.

Empfehlung

Seien Sie "nett" zu Ihrem Kefir. Schenken Sie Ihn anderen Menschen. Sie können diese ja zur Information auf diese Webseite verweisen...

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert