Roter Ginseng und Weißer Ginseng

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Im Handel für Ginseng werden zwei verschiedene Begriffe verwendet: roter Ginseng und weißer Ginseng.

Dabei bezeichnet Roter Ginseng und Weißer Ginsengnichts anderes, als zwei verschiedene Handelssorten der Ginseng-Wurzel. Die Ginsengart ist dieselbe: Panax ginseng.

Der Unterschied zwischen Roter Ginseng und Weißer Ginseng liegt lediglich in der unterschiedlichen Behandlung der Wurzel nach der Ernte.

Weißer Ginseng

Die Wurzel wird gleich nach dem Ausgraben gewaschen, die feinen Neben- und Haarwurzeln entfernt. Dann wird die dünne Rinde abgeschabt und die Ginseng - Wurzel zum Trocknen in die Sonne gelegt.

Die älteren und größeren Wurzeln werden meist einzeln verkauft und sind auch relativ teuer und begehrt. Mit Geschick und Können werden die Ginseng - Wurzeln durch Abbinden in eine lustige puppenähnliche Form gebracht, die wie ein kleines Männchen aussieht. Eine Ginseng-Wurzel wiegt durchschnittlich acht bis zehn Gramm. Die abgeschnittenen Neben- und Haarwurzeln worden als siender tails extra verkauft und verarbeitet.

Roter Ginseng

Weil die Ginseng - Wurzel recht schnell verdirbt, suchten die Sammler noch nach geeigneten anderen Methoden, um die kostbare Wurzel zu konservieren.

Beim roten Ginseng wird die geerntete Wurzel mit heißem Wasserdampf behandelt. Dabei wird die Wurzel eineinhalb bis vier Stunden lang bei 100°C behandelt und erst danach getrocknet.

Bei diesem Verfahren reagieren bestimmte Zucker der Wurzel mit Aminosäuren. Dies verleiht der Ginseng - Wurzel die typisch rote Farbe. Die chemischen Vorgänge entsprechen zum Beispiel denen beim Rösten von Kaffee, Backen von Brot oder beim Braten von Fleisch.

Das Ergebnis ist klar: Roter Ginseng

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert