Welche pflanzlichen Mittel helfen am besten bei innerer Unruhe – eure Erfahrungen?

  • bei meiner Hausärztin und werde eh eine Blutuntersuchung machen ... Da kann man sich dann mit anderen Werten ja dranhängen.

    In den meisten Fällen kennen sich die "schulmedizinischen" Ärzte mit orthomolekularer Medizin und somit entsprechend notwendigen Blutwerten faktisch nicht aus und tappen im Dunkeln. Zumal die Referenzbereiche oft nicht zielbringend sind und die Zusammenhänge dem Arzt nicht bekannt sind. Falsche Werte bzw. unnötige Werte oder ein unvollständiges Blutbild helfen wenig bis gar nicht.

    Das heißt, entweder man kennt sich als Patient sehr gut aus und hat Erfahrung, gibt konkrete Anweisungen oder man geht am besten gleich zu einem ganzheitlichen Arzt für orthomolekulare Medizin etc. In beiden Fällen ist die Mehrheit der notwendigen Blutwerte für die Feststellung von Mängeln an Nährstoffen keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, obgleich sehr sinnvoll.

    Die Blutdruckmedikamente nehme ich seit Mitte Dezember, Antidepressiva seit fast 2 Monaten.

    Die "Schulmedizin" ist bekanntlich nicht darauf ausgerichtet, den Patienten durch Ursachenforschung gesund zu machen, sondern schlicht durch Unterdrückung der Symptome (mittels verschreibungspflichtiger "Medikamente") mehr oder weniger symptomfrei zu bekommen. Da jedes Symptom aber Ursachen hat, die durch sogenannte „Medikamente“ nicht angegangen werden können, wird der physische Körper früh oder später sich erneut melden, meist mit noch heftigeren Symptomen …

    .

    Das Kollektive Bewusstsein - die maßgebende Kraft, die die Qualität unseres gesellschaftlichen Lebens bestimmt.
    Unsere Gedanken, Gefühle, Emotionen, Überzeugungen etc. fließen in das Kollektive Bewusstsein ein.
    Die Außenwelt ist ein Spiegel von uns selbst. Wollen wir im Außen etwas verändern, fangen wir bei uns selbst an.

    .

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Nein das sollte alles kein Problem sein, bin erst 39:)
    Handy und WLAN ja - aber ich bin da bisher ja auch nicht sensibel gewesen. Außerdem gibt es ja einen Auslöser mit dem Sturz

    Also ich reagierte auch viele Jahre nicht auf Mobilfunkstrahlung. Das einzige was mich schon seit jeher unruhig machte, und meine Nervenbahnen vom Handgelenk aus, unangenehm kribbeln ließ, waren Armbanduhren.

    Von einem Sturz wußte ich bieher nichts, aber diesen als Auslöser für innere Unruhe oder erhöhten Blutdruck zu sehen, halte ich für Käse. (Entschuldigung)

    Das du mit 39 noch keine Wechseljahresbeschwerden hast, kann ich nachvollziehen, möglich wäre es allerdings trotzdem, wenn zum Beispiel dein Hormonhaushalt durcheinander ist.

    Hast du vielleicht die Corona- Ompfung intus?

    "Egoismus ist nicht, wenn ich so lebe wie ich es wünsche, sondern wenn ich von Anderen verlange so zu leben wie ich es wünsche" Oscar Wilde

  • Emera, Du bist mir ja wegen dem Brotbacken gut in Erinnerung. Aber Du hast wie meine Tochter (36 und 3x gespritzt) an anderer Stelle auch zum Ausdruck gebracht, dass Du Schulmedizin ganz unkritisch für eine Alternative hältst, so wie es etwas "ernster" wird.

    Wenn ich mich vielleicht barsch anhören sollte, liegt es daran, dass nicht nur in diesem Forum Menschen sind, die durch Medikamente und gerade erst die Covid-Spritzen schwerst geschädigt wurden. Zudem gibt es eine Menge Menschen, die von AD abhängig wurden und werden.
    Bitte nicht naiv und leichtsinnig sein.

    Venlafab ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angsterkrankungen. Es enthält den Wirkstoff Venlafaxin.

    Bevor ein AD wirken kann, muss die körpereigene Biochemie praktisch chemisch umgebaut werden. Das dauert einige Zeit. Bei Dir hat man es sehr schnell erhöht und gewechselt. Gut, dass Du das schnell wieder abgesetzt hast.
    Hast Du es überhaupt abgesetzt oder nur gewechselt. Denn die vollständige Ausscheidung von Venlafaxin aus dem Körper dauert bei gesunden Nieren in der Regel etwa 5 bis 6 Tage nach der letzten Einnahme.

    Das aktuelle AD Bupropion wirkt dagegen eher konzentrations- und antriebssteigernd, ist chemisch ein Amphetamin und gehört zur gleichen Klasse wie Ritalin. Daher wird es in den USA auch bei ADHS eingesetzt.
    Damit soll die die körpereigene Biochemie chemisch auf eine ganz andere Art umgebaut werden als mit Venlafaxin.
    Und falls Du diesmal so schnell erhöhst wie beim letzten Mal bist Du bei 300 mg.
    Es gibt sogar Videos darüber, dass man Bupropion am Besten ganz früh am Morgen nimmt und tagsüber auf alles verzichten sollte, das ebenfalls aufputschend wirkt wie z.B. Kaffee, weil es sonst vor allem Abends zu starker Unruhe führen kann.
    Es soll auch Fälle geben, wo die Unruhe so groß wird, dass man es sofort absetzen muss.
    Nach meinem Verständnis nimmst Du ein AD, das sehr gut dafür bekannt ist, Unruhe auszulösen. Und genau um diese Unruhe geht es doch in diesem Thread.

    Dabei versuchst Du Dir diese Unruhe trotzdem völlig anders zu erklären.:
    Das ist halt der Grund wieso ich gerade keinen Sport machen kann bzw. zu wenig. Das wird mich unrund machen und deshalb diese innere Unruhe. Anders würde ich es mir nicht erklären können.

    Ich selbst hatte als Kind eine schlafgebundene Epilepsie bekommen und meine Mutter hat mich dann über Jahre zu diversen Neurologen geschleppt, die irgendwie ständig gewechselt haben. Mit Ende der Pubertät geht diese Form wie auch bei mir in der Regel von alleine weg.
    Ich kam mir mit diesen Medikamenten manchmal vor wie ein Zombie, denn das waren Medikamente, die man heute wegen der vielen Nebenwirkungen kaum noch einem schweren Epileptiker verschreibt und die nur noch als Reservemedikamente für spezifische, schwere Fälle verordnet werden.
    Meine Anfälle wurden damit auch häufiger und schwerer.

    Wenn Du also schreibst: .. als ich dann zum ersten Mal zum Kardiologen gegangen bin, hab ich ein anderes Mittel bekommen. Weils angeblich besser ist und man das jetzt verschreibt.
    musste ich genau daran denken. Denn genau das war später mein eigenes Fazit.
    Auch wenn es mir nicht geholfen hat, sondern das Gegenteil, haben sie mir als Kind mit einer milden schlafgebundenen Rolando-Epilepsie diese Mittel damals nur deshalb verschrieben, weil sie medizinisch gerade angesagt waren und man das damals verschrieben hat.

    Und waren nicht auch die Covidspritzen gut untersuchte, verträgliche und moderne Impfungen, wie der HA zum betagten Freund meines Vaters sagte, der seither eine ganze Kollektion an Medikamenten benötigt.8)

    Es gab zwar seit 2020 außer Aprocitentan für Therapiersistente keine neuen Blutdruckpillen, aber strengere Zielwerte:
    Die Definition von erfolgreich behandelter Hypertonie wurde verschärft.

    Bis Anfang der 80er Jahre galt die Faustformel „100 + Lebensalter" für den systolischen Blutdruck als akzeptierter Richtwert in der ärztlichen Praxis. Dann wurde er auf <160 mmHg gesenkt. 120/80 galt als optimal.
    Während zuletzt <140 mmHg reichten, empfehlen die Leitlinien 2024 nun für die behandelten Patienten einen Zielwert von 120–129 mmHg systolisch.

    Die Leitlinien unterscheiden jetzt feiner zwischen „normal“ und „hoch-normal“:

    • Optimal: < 120 / < 70 mmHg
    • Normal: 120–129 / 70–79 mmHg
    • Hoch-normal: 130–139 / 80–89 mmHg
    • Bluthochdruck (Grad 1): ≥ 140 / ≥ 90 mmHg

    Ein Wert von 130/80 mmHg fällt also in die Kategorie „hoch-normal“. Er ist noch keine diagnostizierte Hypertonie im engeren Sinne, gilt aber nicht mehr als „optimal“.
    Die Diagnose arterielle Hypertonie wird normalerweise offiziell erst gestellt, wenn der Blutdruck in der Praxis wiederholt ≥ 140/90 mmHg beträgt.
    Abstand zwischen den Besuchen:
    Die Leitlinien empfehlen einen Abstand von 1 bis 4 Wochen zwischen den Terminen.
    Ablauf: Wird beim ersten Besuch ein Wert ≥ 140/90 mmHg gemessen, wird ein Folgetermin vereinbart. Liegt der Wert auch beim zweiten (und ggf. dritten) Besuch in diesem Zeitraum im hohen Bereich, gilt die Diagnose als gesichert (sofern keine 24h-Messung erfolgt).
    Abstand innerhalb eines Besuchs: An einem einzelnen Termin wird nicht nur einmal gemessen. Es sollen drei Messungen im Abstand von 1–2 Minuten erfolgen. Der Mittelwert der 2. und 3. Messung zählt.

    Ab Werten von >180/110 mmHg spricht man von einer hypertensiven Entgleisung/Dringlichkeit.

    Ich habe ja schon die Panik bei meinen Mann überstanden, der sich vor Jahren eine Zeit lang laufend den Blutdruck gemessen hat. Ich denke daher auch, Angst kann den Blutdruck treiben. Deshalb ist die Regel mit den 3 Messungen in meinen Augen sinnvoll. Und plötzlich war sein Blutdruck wieder ganz normal.

    Deine Schilderung ohne den Sturz:
    Ein plötzlicher Blutdruck-Anstieg nach normalen Werten deutet oft auf einen spezifischen Auslöser hin.
    Prüfen Sie folgende Punkte vor dem Termin:
    - Medikamente: Haben Sie neue Medikamente genommen? (z. B. Schmerzmittel wie Ibuprofen/Diclofenac, Cortison, abschwellende Nasensprays, Antidepressiva oder die Pille). Diese können den Blutdruck massiv treiben.
    - Auch wenn keine „neuen“ Medikamente genommen wurden, können Wechselwirkungen oder langfristige Einnahmen plötzlich zum Problem werden:
    Hormonelle Verhütung (Pille): Kann auch nach Jahren der problemlosen Einnahme plötzlich zu Blutdruckanstieg führen.
    NSAR-Schmerzmittel: Regelmäßige Einnahme von Ibuprofen, Diclofenac etc. kann die Nierendurchblutung stören und den Blutdruck treiben.
    Abschwellende Nasensprays: Bei dauerhaftem Gebrauch.
    - Lebensstil: Gab es in der letzten Woche extremen Stress, wenig Schlaf, starken Alkoholkonsum oder sehr salzreiches Essen?
    - Schmerzen: Chronische oder akute Schmerzen (z. B. Rücken, Gelenke) halten den Blutdruck oben.
    - Nieren/Schilddrüse: Ein plötzlicher Anstieg kann auch ein Hinweis auf eine beginnende Nierenproblematik oder Schilddrüsenüberfunktion sein.
    - Störungen der Hormonproduktion in den Nebennieren sind klassische Auslöser für plötzlichen Bluthochdruck mit Begleitsymptomen wie Schwindel.
    - Innenohrprobleme: Der Schwindel könnte primär vom Innenohr kommen (z. B. Lagerungsschwindel) und der Blutdruck ist nur eine Stressreaktion des Körpers darauf.
    - Der Arzt wird wahrscheinlich ein EKG, eine Blutuntersuchung (Nieren, Elektrolyte, Schilddrüse) und ggf. eine 24-Stunden-Messung veranlassen, um zu entscheiden, ob nur Lebensstiländerungen oder bereits Medikamente nötig sind.

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

  • Vor einigen Tagen hatte ich Abends plötzlich durch die Hitze ganz schön dicke Füße bekommen und hab erstmal gedacht, Mist, was mache ich jetzt.
    Also die KI gefragt.8)
    Sie hat mir so gute Tipps gegeben, dass es schon am nächsten Tag fast weg war.
    Natürlich habe ich auch gleich diverse Regenaplexe genommen.:)

    Jedenfalls dachte ich da auch an Dich. Denn im Liegen Fahrradfahren (auf Dauer ganz schön anstrengend) und diverse Übungen mit den Beinen und Füßen im Liegen oder Sitzen machen, oder Dich für Übungen am Tisch abstützen, kannst Du sicher auch. Ganz auf sportliche Übungen musst Du doch nicht verzichten.

    Später hatte ich die Einschätzung der KI mit deiner Zustandsbeschreibung des plötzlichen Auftretens von hohem Blutdruck und Schwindel 1x ohne Sturz und 1x mit Sturz abgefragt.

    Überraschenderweise erklärt die Antwort auf Deine Schilderung "mit Sturz" dann auch gleich den Versuch mit den Psychopharmaka. Denn ich gehe davon aus, dass die KI zuerst das schulmedizinische Denken wiedergibt.

    Es handelt sich hierbei höchstwahrscheinlich nicht um einfachen Bluthochdruck, sondern um eine Regulationsstörung oder eine Folge des Sturzes.
    - Verdacht auf "Post-Sturz-Syndrom" oder Angst: Nach einem Sturz entwickeln viele Patienten eine "Sturzangst", die den Sympathikus aktiviert und den Blutdruck dauerhaft hochhält, während der Schwindel durch die Angst vor dem nächsten Sturz verstärkt wird.

    - Verdacht auf innere Verletzung: Ein Sturz kann zu einer leichten Gehirnerschütterung oder zu einer chronischen Subduralblutung führen, die sich erst Tage später durch Schwindel und Blutdruckentgleisung bemerkbar macht.

    - Verdacht auf orthostatische Dysregulation: Paradoxerweise kann der hohe Blutdruck eine Reaktion auf einen starken Blutdruckabfall beim Aufstehen sein (der Körper "panikt" und fährt den Druck hoch). Der Schwindel tritt dann beim Aufstehen auf.
    Beobachten Sie genau, wann der Schwindel auftritt:
    Lagewechsel-Test: Messen Sie den Blutdruck im Liegen (nach 5 Min Ruhe) und dann sofort nach dem Aufstehen (nach 1 Min und 3 Min Stehen).
    Fällt der Wert beim Aufstehen stark ab (z. B. um >20 mmHg systolisch) und steigt dann auf 160 hoch? Das deutet auf eine orthostatische Hypotonie hin. Der Körper versucht krampfhaft, den Abfall zu kompensieren, schießt aber übers Ziel hinaus.
    Stehen Sie nur langsam auf ("3-Sekunden-Regel": Erst sitzen, Beine bewegen, dann langsam aufstehen). Nutzen Sie ggf. einen Gehstock.

    Basierend auf der Symptomkombination kommen folgende Szenarien infrage:
    - Zentrale Ursache (Gehirn): Eine durch den Sturz verursachte Prellung oder kleine Blutung, die das Gleichgewichtszentrum oder die Druckregulation stört.
    - Vestibuläre Ursache (Innenohr): Durch den Sturz könnten sich Kristalle im Innenohr gelöst haben (Lagerungsschwindel/BPPV). Der heftige Schwindel löst dann sekundär Stress und Bluthochdruck aus.
    - Kardiovaskuläre Ursache: Eine Herzrhythmusstörung, die sowohl den Sturz verursacht hat als auch jetzt noch für Schwindel und Blutdruckschwankungen sorgt.

    Der Arzt wird wahrscheinlich ein EKG, eine neurologische Untersuchung und ggf. ein CCT/MRT des Kopfes veranlassen, um eine Blutung auszuschließen, bevor der Blutdruck möglichweise medikamentös gesenkt wird.

    Wie auch immer wurde bei deinen Untersuchungen bisher nichts Organisches gefunden, also wurden die AD wahrscheinlich versuchsweise wegen möglichem "Post-Sturz-Syndrom" oder Angst vor einem weiteren Sturz verschrieben, da das eine bekannte Angststörung sein soll, die ich zwar nicht kannte, die aber gleichzeitig deine beiden Hauptsymptome umfasst.
    Wobei aber auch dann nicht die Behandlung mit Blutdrucksenkern und AD im Vordergrund stehen sollte.

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

  • Was ist das Post-Sturz-Syndrom denn überhaupt? Tatsächlich noch nie gehört.:/

    Das Post-Sturz-Syndrom (oft auch als Sturzangst oder im Englischen als Post-Fall Syndrome bezeichnet) ist kein einzelnes Krankheitsbild mit einem spezifischen Organbefund, sondern ein psychophysischer Teufelskreis, der nach einem Sturzereignis entsteht.
    Es beschreibt den Zustand, bei dem die Angst vor einem erneuten Sturz so dominant wird, dass sie zu funktionellen Einschränkungen führt, die das Sturzrisiko paradoxerweise sogar erhöhen.

    1. Die drei Kernkomponenten

    Das Syndrom besteht aus dem Zusammenspiel von:
    Psychischer Komponente: Eine pathologische Angst (Phobie), erneut zu stürzen. Dies führt zu Vermeidungsverhalten (z. B. das Haus nicht mehr verlassen, sich nicht mehr trauen, Treppen zu steigen etc.).
    Motorischer Komponente: Durch die Angst verändert sich der Gang. Betroffene gehen oft vorsichtiger, steifer, kleinschrittiger und gebeugter. Diese „Vorsichtshaltung“ stört jedoch den natürlichen Gleichgewichtsreflex und macht den Gang unsicherer.
    Physiologischer Komponente: Der Abbau von Muskelkraft und Kondition durch die Bewegungseinschränkung (Teufelskreis aus Angst → weniger Bewegung → Muskelschwäche → höheres Sturzrisiko → mehr Angst).

    2. Zusammenhang mit Ihren Symptomen (Bluthochdruck & Schwindel)

    In Ihrem spezifischen Fall (plötzlicher Blutdruckanstieg + Schwindel nach Sturz) spielt das Post-Sturz-Syndrom eine wichtige Rolle als Verstärker:
    Bluthochdruck durch Angst: Die ständige innere Anspannung und die „Wachsamkeit“ des Körpers vor dem nächsten Sturz aktivieren das sympathische Nervensystem. Dies führt zu einer dauerhaften Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin, Cortisol), was den Blutdruck auf Werte von 150–160 mmHg treiben kann.
    Schwindel durch Hyperventilation & Anspannung: Die Angst führt oft zu einer unbewussten, flachen Atmung (Hyperventilation) und einer extremen Anspannung der Nackenmuskulatur. Beides kann Schwindelgefühle auslösen oder verstärken, die organisch gar nicht mehr vorhanden wären.
    Fokussierung: Betroffene achten extrem auf jede kleine Schwankung ihres Körpers, was normale Gleichgewichtsreaktionen als bedrohlichen Schwindel interpretieren lässt.

    3. Diagnose und Abgrenzung

    Es ist eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet:
    Organische Ursachen (wie Herz, Innenohr, Neurologie, Blutdruckregulation) müssen ärztlich untersucht und idealerweise ausgeschlossen oder behandelt werden.
    Bleiben Schwindel und Unsicherheit bestehen, obwohl organisch „alles in Ordnung“ ist, und besteht ein klarer zeitlicher Zusammenhang mit dem Sturzereignis, liegt vermutlich das Post-Sturz-Syndrom vor.

    4. Behandlung

    Der Teufelskreis muss durchbrochen werden, da er sich nicht von selbst löst:
    Vertrauen wiedergewinnen: Gezieltes Gangtraining und Gleichgewichtsübungen (z. B. in der Physiotherapie) unter sicherer Aufsicht, um dem Körper zu zeigen, dass er stabil ist.
    Psychotherapeutische Unterstützung: Bei starker Ausprägung kann eine Verhaltenstherapie helfen, die Angst vor dem Sturz zu reduzieren.
    Hier käme möglicherweise vorübergehend ein AD ins Spiel.
    Blutdruckmanagement: Oft normalisiert sich der Blutdruck von allein, sobald die Angstkomponente durch Therapie und Erfolgserlebnisse beim Training nachlässt. Blutdrucksenker sollten in diesem Kontext vorsichtig dosiert werden, um keine echte orthostatische Dysregulation zu provozieren.
    Risiken der Blutdrucksenkung:
    Verstärkung der orthostatischen Dysregulation: Wenn der Blutdruck medikamentös gesenkt wird, während der Körper noch unter einer Angst-bedingten Fehlregulation oder einer leichten Volumenmangel-Situation leidet, kann dies beim Aufstehen zu einem zu starken Blutdruckabfall führen.
    Folge: Der Schwindel nimmt zu, die Sturzgefahr steigt paradoxerweise an. Der Patient fühlt sich „schlapp“ und unsicherer, was die Sturzangst weiter befeuert.
    Mangelnde Durchblutung: Ein zu schnell gesenkter Druck kann die Gehirndurchblutung in kritischen Momenten (Aufstehen) verschlechtern.

    Zusammenfassend: Das Post-Sturz-Syndrom ist eine Angststörung mit körperlichen Folgen, die hohen Blutdruck und den Schwindel erklären kann, wenn keine andere organische Ursache gefunden wird.
    Es ist behandelbar, erfordert aber aktives Training und oft psychologische Begleitung.
    Die reine Medikamentengabe (Blutdruck + Antidepressivum) behandelt nur die Symptome, nicht die Ursache der Unsicherheit. Ohne Gangtraining, Gleichgewichtsübungen und Exposition (sicheres Bewegen trotz Angst) bleibt die motorische Unsicherheit bestehen.
    Der Patient lernt nicht, seinem Körper wieder zu vertrauen. Sobald die Medikamente abgesetzt werden (oder nicht mehr voll wirken), ist die Angst sofort wieder da.


    Zu guter Letzt sollen das nur Anregungen für Dich sein, die zeigen, dass es zahlreiche Gründe für deinen Zustand gibt.
    Und da gibt es noch etliche weitere Ursachen, die ich nicht erwähnt habe.

    Das mit der 3-Sekunden-Regel und der orthostatische Dysregulation fand ich besonders interessant.

    Ich selbst habe in der Reha erlebt, etliche waren eh wegen plötzlicher Burnout-Symptomatik da, dass eine Frau aus einer anderen Gruppe mit schwerer posttraumatischer Belastungsstörung aus psychischen Gründen seit Jahren im Rollstuhl sitzt und nicht mehr laufen kann. Hätte mir früher gar nicht vorstellen können, dass das möglich ist.
    Ich habe aber auch erlebt, dass eine andere Frau, selbst Heilpraktikerin, mit schweren, psychisch bedingten Schmerzzuständen aus der Schmerzgruppe dort eine mentale Technik erlernte, die sie wieder schmerzfrei machte.
    Auch wenn immer gesagt wird, dass alles zu schnell auf die Psyche geschoben wird, ist jeder von uns eine Einheit aus Geist, Psyche und Körper und wahrscheinlich viel mehr psychisch bedingt, als wir uns eingestehen wollen.

    Gleichzeitig kann ich mir durchaus vorstellen, dass Du momentan total verunsichert bist, da der Schwindel seit Monaten nicht weg geht.
    Bei der Hitze, die eh auf den Kreislauf geht, könnte das noch unangenehmer sein.
    Und das geht natürlich auch dann an die Psyche, wenn man kein Post-Sturz-Syndrom hat.<X
    Ich wünsche Dir in jedem Fall, dass Du bald die Ursache und eine Lösung findest.

    Da fällt mir noch ein, der den meisten hier gut bekannte Dr. Schiffmann hatte doch eine Schwindelambulanz in Frankfurt.:/
    Wenn alle Stricke reißen und man gar keine wie auch immer geartete Ursache findet, gibt es auch noch Schwindelambulanzen, wo genauere Untersuchungen vorgenommen werden, um den Grund für den Schwindel herauszufinden. : https://klinikradar.de/schwindel

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber

  • Also Die Mama, ich muss schon sagen, ich bin sehr beeindruckt von Deiner Recherche und Deinen detektivischen Fähigkeiten. :):thumbup:Hut ab! Ich finde das sehr spannend und habe den Eindruck, Du bist sogar ein besserer weiblicher Sherlock Holmes als ich. ;)8) Ich habe auch ähnlich wie Du überlegt und gedacht, was die möglichen Ursachen für Emera' s gesundheitliche Probleme angeht. Vielleicht und hoffentlich kann sie in Deinen sachlichen Informationen für sich hilfreiche Hinweise finden. Deine Überlegungen klingen sehr logisch. Und sie ist ja zum Glück auch nicht gerade begeistert von der ärztlichen Behandlung.