Portulak - gute Quelle für Omega 3 (ALA), Vitamin E, Glutathion ...

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • bermibs 24. Juni 2026 um 10:05

    Hat den Titel des Themas von „Portulak - mehr Omega 3 als Lachs...... pro Blatt! Und produziert EPA, Vitamin E, Glutathion.....“ zu „Portulak - gute Quelle für Omega 3 (ALA), Vitamin E, Glutathion ...“ geändert.
    • Offizieller Beitrag

    Hallo Marmotta,

    Portulak enthält so gut wie keine langkettigen Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA), dafür reichlich kurzkettige (ALA). Deshalb sind Portulak und Lachs nicht direkt vergleichbar.

    Im Alter kann der Körper zunehmend weniger ALA in EPA/DHA umwandeln, so dass die direkte Aufnahme von EPA/DHA auch wichtig ist.

    Liebe Grüße
    Bernd

  • „Mehr Omega-3 als Lachs“ als Titelbild in dem verlinkten Video ist aus meiner Sicht milde gesagt naiv und nutzlos.

    Wie Bernd erwähnt, enthält Portulak – wie alle anderen Pflanzen auch – nur Omega-3-Fettsäuren in Form von Alpha-Linolensäure (ALA).
    Der Mensch hat Mängel vor allem bei Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Zwar kann der menschliche Körper ALA in EPA/DHA umwandeln, dieser Prozess ist jedoch äußerst uneffizient und kaum der Rede wert.

    Portulak - gute Quelle für Omega 3 (ALA)

    Die Umwandlungsrate zu EPA liegt im Durchschnitt bei etwa 7,5 %, die zu DHA bei etwa 2,75 %.
    Portulak enthält ungefähr 350 mg ALA pro 100 g.
    Um 2.500 mg (Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen) an EPA/DHA allein durch die Umwandlung im Körper zu erhalten, wäre der Verzehr von rund 7 kg Portulak notwendig. Das ist utopisch.
    Beim Vorliegen von chronisch-entzündlichen Erkrankungen müsste man sogar das Doppelte an EPA/DHA – und damit auch an Portulak – ansetzen.

    Portulak - gute Quelle für Vitamin E, Glutathion ...

    Portulak gehört, wie Spinat, Mangold oder Rhabarber, zu den Pflanzen mit einem relativ hohen Oxalsäuregehalt. Oxalsäure bindet im Darm Mineralstoffe, sodass der Körper sie schlechter aufnehmen kann. Zudem begünstigt sie Entzündungen und die Bildung von Nierensteinen.

    Darüber hinaus kann Portulak verhältnismäßig viel Nitrat aus dem Boden speichern. Nitrat wird beim Transport, bei falscher Lagerung oder im Körper durch Bakterien in schädliches Nitrit umgewandelt.

    Es ist naheliegend, Oxalsäure und Nitrat vor dem Verzehr zu reduzieren. Dabei können je nach Reduzierungsmethode auch Glutathion zerstört und ausgeschwemmt werden, und von Vitamin E ginge ebenfalls einiges verloren.

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    Das Kollektive Bewusstsein - die maßgebende Kraft, die die Qualität unseres gesellschaftlichen Lebens bestimmt.
    Unsere Gedanken, Gefühle, Emotionen, Überzeugungen etc. fließen in das Kollektive Bewusstsein ein.
    Die Außenwelt ist ein Spiegel von uns selbst. Wollen wir im Außen etwas verändern, fangen wir bei uns selbst an.

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  • Bin keine Expertin, deshalb musste ich erst nach Infos suchen. Die langkettigen und die kurzkettigen Fettsäuren sollen unterschiedliche Funktionen haben, daher sind wohl beide wichtig. Nicht alle kurzkettigen werden in langkettige umgewandelt. Das wird wohl daran liegen, dass ohne die kurzkettigen bestimmte für die Gesundheit wichtige Dinge nicht möglich sind, z. B. die Darmgesundheit. Hier wird es wohl erklärt:

    Zitat

    Kurzkettige Fettsäuren (SCFAs wie Acetat, Propionat und Butyrat) entstehen, wenn Darmbakterien unverdauliche Ballaststoffe fermentieren. Sie dienen der Darmschleimhaut als Hauptenergiequelle, wirken stark entzündungshemmend, regulieren das Immunsystem, stärken die Darmbarriere und unterstützen den Fett- sowie Zuckerstoffwechsel.

    Die wichtigsten Wirkungen im Detail:

    1. Energie & Darmgesundheit

    • Hauptnahrungsquelle: Die Darmschleimhaut, insbesondere die Dickdarmzellen, deckt einen Großteil ihres Energiebedarfs durch Butyrat (Buttersäure).
    • Intakte Darmbarriere: SCFAs fördern die Bildung sogenannter "Tight Junctions". Diese Proteine halten die Darmzellen dicht zusammen, was vor dem "Leaky-Gut-Syndrom" (durchlässiger Darm) schützt.
    • pH-Wert-Regulation: Durch das Ansäuern des Darmmilieus verhindern sie die Ausbreitung schädlicher Keime und fördern das Wachstum nützlicher Bakterien.
    Zitat

    2. Immunsystem & Entzündungen

    • Entzündungshemmung: Sie aktivieren bestimmte Rezeptoren (G-Protein-gekoppelte Rezeptoren) auf Immunzellen, die antientzündliche Prozesse in Gang setzen.
    • Immunmodulation: Sie fördern die Bildung von regulatorischen T-Zellen (Treg-Zellen). Dies hilft dem Körper, Fehlfunktionen (wie Autoimmunerkrankungen oder Allergien) besser zu regulieren.

    3. Stoffwechsel, Gewicht & Gehirn

    • Appetitregulation: Propionat signalisiert dem Gehirn über Hormone ein früheres Sättigungsgefühl und kann so Heißhunger reduzieren.
    • Fettverbrennung: SCFAs kurbeln den Fettabbau an und verbessern die Insulinsensitivität, was vor Typ-2-Diabetes schützen kann.
    • Darm-Hirn-Achse: Sie unterstützen die Funktion des Nervensystems, beeinflussen die Produktion von Neurotransmittern positiv und können neuroprotektiv wirken.
    Zitat

    Wie Sie die Produktion anregen:

    Die beste Methode zur Steigerung ist eine ballaststoffreiche Ernährung. Die Hauptquellen für die bakteriellen Helfer sind resistente Stärke, Inulin und Pektin. Konkrete Lebensmittel sind:

    • Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Bohnen)
    • Vollkornprodukte, Haferflocken und Leinsamen
    • Gemüse wie Topinambur, Schwarzwurzeln, Chicorée, Zwiebeln und Knoblauch

    Weiterführende Informationen zu den Mechanismen finden Sie beim IMD Berlinˍ oder in Artikeln der PTA-Forum Fachinformationˍ.

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (24. Juni 2026 um 15:12)

  • Sind kurzkettige oder langkettige Fettsäuren besser? Es gibt kein grundsätzliches "Besser" oder "Schlechter", da beide Fettsäurearten im Körper völlig unterschiedliche und lebenswichtige Aufgaben erfüllen.

    Zitat

    Kurzkettige Fettsäuren (SCFAs)

    • Entstehung: Werden nicht direkt über die Nahrung aufgenommen, sondern von den Darmbakterien gebildet, wenn Sie ballaststoffreiche Lebensmittel essen.
    • Vorteile: Sie sind essenziell für die Darmgesundheit, senken den pH-Wert im Darm (was schlechte Bakterien hemmt), versorgen die Darmschleimhaut mit Energie und wirken stark entzündungshemmend.
    • Quellen (über Ballaststoffe): Gemüse, Obst, Vollkornprodukte.
    Zitat

    Langkettige Fettsäuren (LCFAs)

    • Vorkommen: Bilden den Hauptbestandteil der meisten Nahrungsfette (wie Fleisch, Milchprodukte, Nüsse, Pflanzenöle).
    • Vorteile: Sie dienen als wichtige Bausteine für den Körper (z.B. für Zellmembranen) und als langanhaltende Energiequelle. Einige von ihnen (z.B. ungesättigte Omega-3-Fettsäuren) sind lebensnotwendig, da sie das Herz-Kreislauf-System schützen.
    Zitat

    Einteilung und chemische Struktur

    Fettsäuren bestehen aus Kohlenstoffketten, deren Länge ihre Eigenschaften bestimmt:

    • Langkettige Fettsäuren (LCFA): 14 bis 20 Kohlenstoffatome (z. B. Palmitinsäure, Stearinsäure).
    • Sehr langkettige Fettsäuren (VLCFA): 22 oder mehr Kohlenstoffatome (z. B. Docosansäure, Lignocerinsäure).
    • Unterschied zu anderen Längen: Im Gegensatz zu kurzkettigen (4–6 C-Atome) oder mittelkettigen Fettsäuren (MCT, 8–12 C-Atome), die direkt über das Blut zur Leber transportiert werden, müssen LCFA erst über das Lymphsystem in den Körperkreislauf geschleust werden.
    Zitat

    Wichtige Vertreter und Quellen

    • Einfach ungesättigte Fettsäuren: Z. B. Ölsäure. Kommen reichlich in Olivenöl oder Rapsöl vor.
    • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3 & Omega-6): Z. B. Linolsäure, EPA (Eicosapentaensäure) oder DHA (Docosahexaensäure). Hauptquellen sind fetter Seefisch (Lachs, Makrele) sowie hochwertige Pflanzenöle, Nüsse und Mikroalgen.
    • Gesättigte Fettsäuren: Z. B. Palmitinsäure. Enthalten in tierischen Produkten (Fleisch, Butter, Käse) sowie in Kokos- oder Palmöl.
    Zitat

    Gesundheitliche Bedeutung

    • Essenzielle Fette: Der Körper kann langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (wie Linol- oder Linolensäure) nicht selbst herstellen. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Sie sind wichtig für das Immunsystem, die Gehirnfunktion und zur Regulierung von Entzündungsprozessen.
    • Empfehlungen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, den Fokus bei der täglichen Fettzufuhr auf pflanzliche Öle und Nüsse zu legen. Gesättigte Fettsäuren sollten im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung nur in Maßen verzehrt werden.

    Und was folgt nun daraus? :/ Dass beide Arten, kurz und lang, wichtig sind, und daher sowohl pflanzliche als auch tierische Kost verzehrt werden sollte? Ich würde sagen, die Antwort lautet: Ja! :)

    2 Mal editiert, zuletzt von bermibs (24. Juni 2026 um 15:15)

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber

  • Ich verabscheue diese ganzen KI- Videos mittlerweile. Dort werden wichtige und richtige Informationen mit falschen Informationen gemischt, reißerische Aussagen wie "geheim, verboten, was du nicht wissen darfst", und so weiter" getätigt, und Wörter falsch ausgesprochen.

    So kommt heraus, daß das Gift Persien in Avocados für Hunde tödlich ist, und daß man Hunden niemals Melone füttern darf, weil das Grüne und die Kerne Gift enthalten.

    Auch mit Heilkräutervideos KI- erstellt von Kanalbetreiber Dr. soundso, die es gar nicht gibt, wird Youtube mittlerweile zugesch......

    Entschuldigt den Ausdruck, aber es regt mich wirklich auf. Ich blockiere solche Kanäle nur noch, und wenn ich dann doch mal wieder so ein Video aufrufe, wie das hier, habe ich wieder die ganze Vorschlagsleiste voll mit den Dingern. ;(

    Da gucke ich mir lieber Videos an, wo echte Menschen sprechen.

    "Egoismus ist nicht, wenn ich so lebe wie ich es wünsche, sondern wenn ich von Anderen verlange so zu leben wie ich es wünsche" Oscar Wilde

  • Portulak ist wirklich interessant und hat viele gute Inhaltsstoffe.
    Manche davon, wie die große Menge Oxalsäure sind allerdings weniger beliebt.

    Natürlich ist der Titel des Videos (pro Blatt) Unsinn, denn Lachs hat pro 100 gr. ab 1 Gramm Omega 3. Bei Zuchtlachs mit 2-3 Gramm sogar erheblich mehr.
    Portulak enthält pro 100 gr. ca. 300-400 mg ALA, mehr als anderes Blattgemüse, von denen der Körper dann ca. 10-15% in EPA umwandelt.
    Also nicht Portulak produziert EPA, von dem es laut Video Spuren enthalten soll, sondern der Körper wandelt das ALA zum Teil in EPA um.
    ALA ist ebenfalls eine gute und wichtige Substanz.
    Denke dabei zuerst an Leinöl und schon habe ich einen Artikel zu ALA.
    https:/ / www.zentrum-der-gesu…ng/omega-3-uebersicht/ala▹

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (24. Juni 2026 um 17:15)