Beiträge von Aloha.Nui

    Aloha.Nui, hallo Andrea, wie bereitet man Quinoa mit Apfelmus zu? Das ist ja so eine Art Körner, die soll man 15 Minuten kochen und was dann? Einfach unter das Apfelmus mischen? Noch irgendwie würzen?

    Hallo Heiterweiter,


    Quinoa ganz normal kochen nach Anleitung auf der Packung.

    Für Apfelmus koche ich Apfelkompott (mit ein wenig Zimt und Nelken) und stampfe/pürriere es zum Mus.

    Das hebe ich dann unter den Quinoa, bis das Ganze gut nach Äpfel schmeckt.


    Apropos schmecken: Falls dir der weiße Quinoa zu langweilig schmecken sollte, probier mal den Tricolore (weißer, roter, schwarzer Quinoa gemischt) - der ist etwas knackiger, und ich finde ihn echt köstlich. Ich kaufe den bei Hofer, könnte mir vorstellen, dass es ihn auch bei Aldi gibt.


    Guten Appetit! ;)


    LG

    Andrea

    Artikel über die Google-Schnittstelle, der mit folgendem Fazit beendet wird:


    "In Summe: Ob das Contact-Tracing mithilfe des Smartphones überhaupt sinnvoll – oder realistisch – im Kampf gegen die Verbreitung von Covid-19 ist, ist eine Frage, die man durchaus kontrovers diskutieren kann. Immerhin gibt es dazu bisher wenig Erfahrungswerte, die ein belastbares Zahlenmaterial für eine Analyse liefern könnten. Und selbst Apple und Google schrauben angesichts der Ungenauigkeit, die mit solch auf Bluetooth basierenden Lösungen einhergeht, mittlerweile die Erwartungen herunter und sprechen nur mehr von einer Unterstützung für die klassische Kontaktnachverfolgung mittels Befragung durch Gesundheitsbehörden. Was hingegen sehr wohl klar ist: Die Aufregung um die Installation von von Haus aus gar nicht genutzten Schnittstellen ist nicht viel mehr als Panikmache."

    Danke für die Beschreibung, wo man das findet. Wie Kaulli aber schon schrieb, ist das ja (bloß) die Schnittstelle und keine App.



    Ohne App und vor allem ohne Bluetooth und Standortermittlung (was ich ohnehin standardmäßig abgedreht habe) sollte die nichts können.

    Die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) beendet ihren Artikel "Ist Artemisia-Tee gegen Malaria sinnvoll oder Leichtsinn?" (aus dem Jahr 2016) mit den Worten:


    "Unbestritten wirkt also Artemisia-Tee in ausreichender Konzentration gegen Plasmodien; aber über das Ausmaß der Wirksamkeit und die Resistenzgefahr gehen die Meinungen dann weit auseinander. Auffällig ist, dass für westliche Forscher das Thema ein No-go ist; Forschung findet nur vereinzelt statt. Big Pharma ist ohnehin nicht interessiert."


    Wie überraschend ... *Ironie wieder off*


    Aus dem Mai 2020 stammt der DAZ-Artikel "Artemisia Annua: Forschung in Deutschland, ungeprüfter Kräutertee in Madagaskar".

    Danke, lavida42 - sehr interessant!

    Eine Beifuß-Anwendung inklusive Tee-Zubereitungen sollte keinesfalls leichtfertig erfolgen, da die Gefahr besteht, dass Resistenzen gegen Malaria auftreten.

    Ausfürhlicher Artikel über Artemisia, in dem die Wirkung und Anwendungsgebiete beschrieben werden und in dem u.a. steht:

    "Inhaltsstoffe von Artemisia annua

    Die Art Artemisia annua ist sehr gut erforscht. Bis heute konnten 245 verschiedene Wirkstoffe isoliert und nachgewiesen werden. Neben dem bekanntesten Inhaltsstoff, dem Artemisinin, sind das z.B. zahlreiche entzündungshemmende Polyphenole. Artemisia annua ist in der chinesischen Volksmedizin schon seit 2000 Jahren bekannt.

    [...]

    Unterdessen ist der Hauptwirkstoff der Pflanze, das Artemisinin, als Malariamittel patentiert und wird vor allem in China und Indien hergestellt. Es gilt als eines der besten Malaria-Medikamente überhaupt, aber wie bei allen Monosubstanzen sind auch hier schon Resistenzen aufgetreten.

    Weniger Resistenzen bei Einnahme der gesamten Pflanze

    Setzt man hingegen den Pflanzenextrakt ein, ist eine Resistenzbildung sehr viel weniger wahrscheinlich, weil die Pflanze noch 9 weitere gegen Malaria wirksame Substanzen enthält. Gegen einen einzelnen Wirkstoff (= Monosubstanz) kann sich der Malaria-Erreger (ein bestimmtes Plasmodium) vielleicht noch zur Wehr setzen und eine Resistenz entwickeln. Sieht sich der Erreger jedoch gleich mit einer ganzen Salve von Wirkstoffen konfrontiert, ist dies für ihn ungleich schwieriger. Leider arbeitet die Pharmaindustrie fast ausschliesslich mit Monosubstanzen, darum sind schon diverse früher gute Malariamittel heute fast wirkungslos. Es besteht die Gefahr, dass es mit Artemisinin ähnlich herauskommt.


    Bis heute sind beim Einsatz der ganzen Pflanze weltweit keine Resistenzen aufgetreten. Es ist darum wichtig, bei Malaria den Pflanzenextrakt und nicht nur ein Medikament einzusetzen. Die klinische Heilungsrate bei Malaria liegt bei 90-95%."


    Auch der Rest des Artikels ist interessant:
    vitalstoffmedizin.ch/index.php/de/wirkstoffe/artemisia

    Du hast du vielleicht auch Tips für den umgekehrten Fall?

    Also ich bekomme von Kaltem immer Magenschmerzen und Ohrenkribbeln,

    Aus ein, zwei Symptomen lässt sich leider nichts zuverlässig ableiten, da müsste ich raten, das macht natürlich keinen Sinn.


    Grundsätzlich ist es aber tatsächlich so, dass es warme Lebensmittel/Gewürze gibt, die Kälte-Symptomen entgegenwirken.


    Bei Magenschmerzen in Kombination mit Kälte würde ich im ersten Schritt mal vorerst alles Kalte weglassen und schauen, was sich verändert.

    Kaltes weglassen umfasst z.B.:

    • Kein schnelles Essen aus dem Kühlschrank (wenn schon unbedingt Kaltes/Rohes, dann wenigstens auf Zimmertemperatur)
    • Keine eisgekühlten Speisen oder Getränke
    • Wenig rohes Obst und Gemüse
    • Nichts thermisch Kaltes wie Zitrusfrüchte, Südfrüchte wie Bananen, Melonen, Gurken, rohe Tomaten, Rhabarber, Birnen
    • Kein Joghurt
    • Keinen Weizen


    Oft reicht das Weglassen von gewissen Dingen bereits, um gewisse Symptome zu verbessern.


    Weiters würde ich sanft wärmen und den Magen durch saftige Kochmethoden stärken: Zum Beispiel sind Karotten sanft warm und bei einem kalten Magen wohltuend. Überhaupt ist Wurzelgemüse empfehlenswert, z.B. als Ofengemüße.

    Weiters tun dem Magen Suppen und Eintöpfe sehr gut. Auch Kompotte tun dem Magen gut - die lassen sich auch gut mit wärmenden Gewürzen zubereiten: Zimt, Nelken, Sternanis.

    Auch Kümmel könntest du in Maßen probieren.


    Die hier genannten Dige sind relativ neutral/sanft und sollten nicht zu heiß sein, um etwaige Hitzeproblematiken zu verstärken.


    ACHTUNG: Wenn man im Internet nach wärmenden Lebensmitteln nach TCM sucht, findet man vorwiegend Artikel, die nicht im Detail zwischen (sanft) wärmenden und heißen Lebensmitteln/Gewürzen unterscheiden. Auch z.B. Fenchel ist warm - aber deutlich wärmer als z.B. Karotten und z.B. Pfeffer und Chili sind geradezu heiß.


    Kein Ingwertee mehr, was mache ich dann gegen meine Schmerzen?

    Die obigen Tipps beziehen sich wie erwähnt ausschließlich auf die MagenHitze, ohne andere Disharmonien berücksichtigen zu können.


    Stimmt: Ingwer, der bei MagenHitze deutlich zu heiß ist, hat auch sehr hilfreiche Eigenschaften (er zerstreut und öffnet die Oberfläche, was man z.B. gerade am Beginn von Verkühlungen braucht).


    Auch gegensätzlichen Disharmonien - wie Hitze in einem und Kälte in einem anderen Funktionskreis - kann man mit TCM sehr gut entgegenwirken. Dazu bedarf es aber einer umfassenden Diagnose, die alles und nicht nur Bruchstücke berücksichtigt.


    Ich würde euch beiden, Nelli und Heiterweiter empfehlen, eine/n gute/n TCM-Beraterin/-Berater aufzusuchen, die/der nach einer umfassenden Diagnose ein entsprechendes Konzept erstellen und individuell abgestimmte Ernährungsempfehlungen abgeben kann, die alle Disharmonien entsprechend berücksichtigen und die bei Bedarf auch durch die passenden Kräuter ergänzt werden, wenn Ernährung alleine nicht reicht.


    Siehe auch Ablauf und Eckpfeiler einer guten TCM-Ernährungsberatung .

    Habe Schüßler Salze 1, 3, 7, 8, 9, 10, 11 zuhause und einige homöopathische .......Bryonia D 12. Bryonia C30, Gelsemicum C30, Nux vomica C8.

    Passt da was?

    Das muss bitte jemand anderer beantworten, mit Schüßler Salzen und auch Homöopathie kenne ich mich nicht (genug) aus, um dazu etwas zu sagen.


    Enthält Zitronenöl, Orangenöl, Thymianöl, Weinsäure, Zitronensäure-Monohydrat, Alaun (igitt), Hühnerei denaturiert (was immer das auch ist), gehärtet. Dann noch medizinische Seife (grrrrr Seife??) und Ethanol.

    Würde gerne mal Andrea fragen, was sie dazu meint. Ist doch alles sauer, oder?

    Nach TCM wäre "Retterspitz Innerlich" nicht gerade das Erste, was ich bei MagenHitze empfehlen würde (schon alleine wegen dem Ethanol, denn Alkohol wirkt erhitzend).

    Aber siehe oben: Das muss man sich - unter Berücksichtigung aller Umstände - genau und persönlich ansehen. Aus der Ferne kann ich dazu nichts Sinnvolles bzw. wirklich Hilfreiches sagen.


    Liebe Grüße

    Andrea

    Ablauf und Eckpfeiler einer guten TCM-Ernährungsberatung


    Grundsätzliches über Ernährungslehre nach TCM findet sich ja bereits im Beitrag #6 weiter oben im Thread. Dort habe ich unter anderem auch geschrieben: "Es ist also wichtig, einen gut ausgebildeten TCM-Therapeuten zu wählen."


    ErnährungsberaterInnen nach TCM findet man im Internet mittlerweile relativ leicht. Die Frage dabei ist aber, woran sich eine gute Ausbildung festmachen lässt, worauf man bei der Wahl einer/eines Ernährungsberaterin/Ernährungsberaters nach TCM also genau achten sollte.


    Wie bereits weiter oben im Beitrag #1 kurz geschildert, hat die Traditionelle Chinesische Medizin mehrere therapeutische Säulen, und die Ernährungslehre ist eine davon - und zwar gleichbedeutend mit den anderen therapeutischen Säulen wie Akupunktur, Kräutertherapie etc. und für viele sogar die Basis, auf der andere Therapien aufsetzen: Die beste Akupunktur oder Kräutertherpie kann niemals die selben Ergebnisse erzielen, wenn parallel dazu die bestehenden Disharmonien weiterhin durch unpassende Ernährung verschlechtert werden.

    (Finde ich ziemlich logisch und habe ich persönlich auch tatsächlich ganz genau so erlebt: Nach einigen Jahren Kräutertherapie und Akupunktur bei verschiedenen Ärzten sind die meisten meiner Beschwerden erst nach der Umstellung meiner Ernährung dann endlich komplett verschwunden - einige nach wenigen Tagen [!], andere nach ein paar Wochen und Monaten.)


    Allen therapeutischen Säulen der TCM gemein ist, dass in China - ähnlich unserer westlichen Ausbildung zum Arzt - alle diese TCM-Ärzte zuerst ausführlich die TCM-Grundlagen erlernen und sich danach dann entsprechend auf ein oder mehrere Gebiete spezialisieren.

    Jeder dieser Mediziner kennt sich also entsprechend in der Diagnostik nach TCM aus und kann - seinem/seinen Fachgebiet/en entsprechend - Therapien anbieten.


    Bei der Ernährungsberatung nach TCM bedeutet das also, dass ein/e TCM-Ernährungsberater/in (genauso wie jeder andere Mediziner nach TCM) neben seinem Spezialgebiet folgendes beherrschen muss, um eine fundierte Diagnose nach TCM stellen zu können:


    Folgende Eckpfeiler sollten dementsprechend Bestandteil einer Ernährungsberatung nach TCM sein (vor allem beim Erstgespräch):

    • Ausführliches Gespräch, in dem nicht nur über aktuelle Symptome und Vorerkrankungen, sondern auch über das persönliche Umfeld (auch familiäres und berufliches) detailliert gesprochen wird. (Die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte ist ja wie bereits früher erwähnt wesentlicher Bestandteil einer guten Ernährungsberatung nach TCM.)
    • Abklärung der bisherigen Ernährungsgewohnheiten inkl. Vorlieben, Abneigungen und etwaiger Unverträglichkeiten
    • Zungendiagnose
    • Pulsdiagnose
    • Erklärung, wie die zukünftige Ernährung aussehen soll, was also weggelassen und was verstärkt gegessen werden soll - inkl. Erklärung, warum bzw. welche Wirkung diese Lebenmittel haben (immer bezugnehmend auf die bisherigen Ernährungsgwohnheiten)


    Wie auch ein guter westlicher Mediziner wird ein/e gute/r TCM-Ernährungsberater/in das Gespräch nicht einfach planlos plätschern lassen, sondern es durch sehr gezielte Fragen durch die wesentlichen Bereiche führen. Außerdem wird sie/er schon ab dem Eintreten die Klientin/den Klienten sehr genau beobachten - die Antlitzdiagnose/Körperbildanalyse läuft also quasi "nebenbei" ab.


    Anders als wir das aus der westlichen Medizin gewohnt sind, geben wir*) den Klienten keine Diagnose mit auf den Weg, sondern einen kurzen Abriss der Hauptpunkte und vor allem Informationen über deren Bedeutung in der Praxis - z.B. "Sie haben relativ viel Feuchtigkeit eingelagtert, die Lungen- und Magen-Bereiche sind aber recht trocken, d.h. Sie sollten sowohl bei den befeuchtenden als auch den trockenden Lebensmittel aufpassen. Am besten ist, wenn Sie..."


    *) "wir" = die Absolventen unseres Ausbildungsinstitutes; ob das alle TCM-Ernährungsberater/innen so halten, weiß ich nicht.


    Dass wir bewusst keine konktreten Disharmonien namentlich nennen, hat nichts mit Geheimniskrämerei zu tun, sondern mit dem Fakt, dass die Kenntnis einer oder auch mehrer Disharmonien nicht ausreicht, um ein individuell passendes Ernährungskonzept zu erstellen. Im Gegenteil kann dieses Wissen auch echt kontraproduktiv sein: Wenn dann jemand hergeht und z.B. nach "Lungen Yin Mangel" googelt, findet er zwar sicher Tipps, wie man diesen ausgleichen kann, jedoch werden dabei nicht auch die anderen vorhandenen Disharmonien entsprechend berücksichtigt, wodurch im schlimmsten Fall andere Disharmonien verschlechtert werden können.

    Es ist also weniger wichtig, dass ein Klient den Namen der Disharmonien genannt bekommt, sondern dass er lernt, wo die Knackpunkte sind, was er dagegen tun kann und wie bzw. woran er Verbesserungen und auch Verschlechterungen erkennen kann.


    Zusätzlich dazu, dass bereits während des Gesprächs erklärt wird, welche Lebensmittel/Getränke/Gewürze empfehlenswert sind und welche nicht, bekommt der Klient dann auch noch ein schriftlich ausgearbeitetes, ganz individuell zugeschnittenes Konzept zugeschickt, so wie grob im Beitrag #19 774-link1n-png "Konkretes Umsetzungskonzept bei Reflux / Sodbrennen = MagenHitze/MagenFeuer" angeführt.


    TCM-Ernährungsberatung hat also viel mit Coaching und Bewusstseinsschaffung zu tun, und das Ziel ist, dass der Klient anhand seiner Erfahrungen früher oder später selbst erkennt, was ihm gut tut und was nicht, seine Ernährung selbst entsprechend anpassen kann und sich lediglich bei gröberen Änderungen wieder an die/den TCM-Ernährungsberaterin/-Ernährungsberater wendet.


    Eine/n TCM-Ernährungsberater/in würde ich persönlich also auswählen, indem ich mir vorab telefonisch genau seine/ihre Vorgangsweise schildern/erklären lasse.

    So, was soll ich jetzt frühstücken?

    z.B. Quinoa mit Zucchini, Champignions und anderem Gemüse; Gemüse-Omlett; Quinoa mit Apfel-Kompott u.v.m.


    Keine Sorge, es ist immer noch ein Haufen köstlicher Dinge übrig ;)


    Wie schon oben erwähnt:

    Weitere Details und einen detaillierten Ernährungsplan mit Auflistungen, was man nicht und was man schon essen kann, findest du im TCM-Thread vor allem im Beitrag #19 774-link1n-png "Konkretes Umsetzungskonzept bei Reflux / Sodbrennen = MagenHitze/MagenFeuer".


    LG

    Andrea

    Könnt ihr mir sagen, was ich jetzt essen darf und was nicht? Morgens nehme ich nach wie vor meinen Alnatura Haferbrei, Alantura Waldbeere Hafercrunchy (total lecker) gemischt mit etwas Trockenfrüchten (Cranberry und 2 Datteln). Alles in Hafermilch, da ich keine Kuhmilch mehr konsomiere.

    Alles, was du schilderst, klingt nach einer Disharmonie nach TCM namens MagenHitze. (Wie ich schon erwähnt habe, ist das eine sehr weit verbreitete Disharmonie.)

    Aus meiner Ausbildung heraus und aus eigener Erfahrung kann ich dir in so einem Fall empfehlen, zumindest jetzt mal eine Zeit lang striktest alles zu meiden, das diese Hitze befeuert. Dazu zählt vor allem:


    • Scharf/heiße Gewürze wie z.B. Pfeffer, Chili, Curry, Ingwer, Paprikapulver, Rosenpaprika, Tabasco, Bertram, Galgant
    • ganz wichtig: Knoblauch, Zwiebel, Porree/Lauch, Frühlingszwiebel, Bärlauch
    • Fenchel, Kümmel (auch in Tees)
    • falls du Fisch essen solltest: Lachs, Thunfisch, Meeresfische, Scampi, Garnelen
    • Schimmelkäse
    • Hafer/Haferflocken (!)

    Ich bin auch ein Fan von Hafer, besonders Flocken und Crunchy, aber leider ist das einfach viel zu warm bei MagenHitze.

    Auch Hafermilch würde ich auf jeden Fall zumindest vorerst weglassen.


    Auch trocknende Lebensmittel/Gewürze etc. sind bei MagenHitze kontraproduktiv und zu meiden, weil eine trockene Umgebung (noch) leicht(er) überhitzt. Daher solltest du nach TCM auch folgendes eine Zeit lang (mindestens 2 Wochen) komplett weglassen:

    • Kaffee / auch Milchkaffee – Milch befeuchtet; Kaffee trocknet; diese beiden Eigenschaften heben einander nicht auf, sondern wirken beide gleichzeitig.
    • Malzkaffee, Schwarzer/Grüner/Weißer/Sencha-Tee, Lapacho-Tee, Yogi-Tee, Rotbusch-Tee, Chai
    • Bittere Blattsalate wie z.B. Rucola, Radicchio, Endivien
    • Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte wie z.B. diverse Bohnen, Erbsen, Linsen, auch Humus, Maroni
    • Dinkel, Gerste, Hirse, Braunhirse, Goldhirse
    • Alle Getreideflocken (z.B. Quinoa-Flocken) (Haferflocken sind diesbezüglich eine Ausnahme, sie wirken nicht trocknendn, sondern befeuchtend/verschleimend, sind aber so oder so thermisch zu warm)
    • Salbei, Thymian, Brennnessel, Pfefferminze, Kamille, Kardamom, Kurkuma, Schafgarbe, Löwenzahn
      ACHTUNG: auch auf Bestandteile von Kräutertees achten; enthalten (fast) alle auch trocknende Kräuter
    • Stangensellerie, Spargel – wirken harntreibend und trocknen á la longue
    • Trockene Lebensmittel wie Kekse, Zwieback etc. und vordergründig Salziges wie Popcorn, Chips etc.

    In letzter Zeit esse ich gerne und oft Broccoli oder Blumenkohl, ist das jetzt schlecht oder gut? Ich mag das sehr, vor allem überbacken mit veganem Käse. Ist Eis erlaubt? Vor allem Milcheis? Oder sollte ich Käse und Milchprodukte komplett meiden?

    Broccoli und Blumenkohl sind nach TCM von der Thermik her absolut in Ordnung und sind als sogenannte Blutbildner sogar sehr empfehlenswert.


    Milch und Milchprodukte sind nach TCM befeuchtend - was man in manchen Situationen sehr gut brauchen kann, in anderen aber absolut nicht. Einer der häufigsten Punkte, bei dem aus Sicht der TCM auf jeden Fall dringend von Milchprodukten abzuraten ist, ist zum Beispiel hartnäckiges Übergwicht. (Ich weiß natürlich nicht, ob das auf dich zutrifft - bitte nicht als Unterstellung, sondern als allgemeine Feststellung verstehen ;)) Ebenfalls ein Indiz für Feuchtigkeit ist eine geschwollene Zunge - sollte sie in die Höhe geschwollen sein oder seitlich am Rand Zahnabdrücke aufweisen, sollte man auch auf Milchprodukte verzichten.


    Ehrlich gesagt habe ich bis jetzt überhaupt noch niemanden gesehen, für den Milch und Milchprodukte (außer vielleicht ganz gezielt und für ganz kurze Zeit, max. ein paar Tage) wirklich empfehlenswert wären.


    Mit Eis ist das aus Sicht der TCM so eine Sache: In kleinen Mengen ist es bei MagenHitze vielleicht gar nicht so schlecht, weil es tatsächlich kühlend wirkt, was ganz gut passen würde. Anfangs, in der strikten Phase (mind. 2 Wochen), würde ich eher gezielt die kühlende Wirkung gewisser Kräuter zu nutzen.


    Bewährt hat sich z.B.:


    Tee aus Melisse, Passionsblume, Hopfen, Rosenblüte, Johanniskraut; diese Kräuter können einzeln als Tee zubereitet werden oder in der Apotheke zu gleichen Teilen gemischt werden (z.B. je 20 g)

    Pro ¼ Liter Tee 1 gehäuften Teelöffel mit kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen; kühlt die innere Hitze, beruhigt den Geist und entspannt.


    Weitere Details und einen detaillierten Ernährungsplan findest du im TCM-Thread vor allem im Beitrag #19 "Konkretes Umsetzungskonzept bei Reflux / Sodbrennen = MagenHitze/MagenFeuer".


    Ich kann nur sagen, dass meine MagenHitze, unter der ich recht lange und mal mehr, mal weniger gelitten habe, innerhalb kürzester Zeit weg war, nachdem ich meine Ernährung entsprechend angepasst habe.

    Mein Sodbrennen, aber auch mein ständiges Hüsteln (bzw. phasenweise auch wirklich starkes Husten, obwohl Lunge bestens okay war) und mein geröteter/entzüdeter Rachen sind seither Geschichte.


    Empfehlenswert ist es jedenfalls, die u.a. Dinge nicht nur zu reduzieren, sondern wirklich eine Zeit lang komplett wegzulassen. Wie bei einem echten Feuer: Selbst, wenn man immer wieder nur ganz kleine Holzstückchen hinein wirft, brennt/glost das Feuer weiter. Es kann erst dann ausgehen, wenn man lange genug gar kein Holz hinwirft...


    Jedenfalls baldige Besserung und alles Gute

    Andrea


    PS: Im TCM-Thread wird es zwar ohnehin mehrfach erwähnt, ich möchte aber trotzdem noch einmal drauf hinweisen, dass solche Tipps halt nur einen konkreten Teil des Ganzen berücksichtigen (können). Die TCM ist aber grundsätzlich eine ganzheitliche und individuell abgestimmte Methode, dazu ist es aber notwendig, wirklich alle Rahmenbedingungen zu kennen. Wenn jemand zusätzlich zur MagenHitze auch noch in einem anderen Funktionskreis an Kälte leidet (z.B. ständig friert, kalte Hände/Füße hat u.v.m.), kann es sehr wohl sinnvoll sein, sehr gezielt Wärme zuzuführen und wohldosiert bestimmt wärmende Lebensmittel einzusetzen. Um nicht nur einen Teil, sondern das Ganze betrachten und berücksichtigen zu können, bedarf es aber einer einer ausführlichen Diagnose (Zungen-/Puls-Diagnose, ausführliches Gespräch). Dazu würde ich den Besuch bei einem gut ausgebildeten Ernährungsberater nach TCM empfehlen.

    https://orf.at/stories/3165180/


    Die Wiener Statistikbehörde (MA 23) hat nun die bisher vorliegenden Daten dahingehend analysiert, ob seit dem Ausbruch insgesamt mehr Menschen als üblich in der Bundeshauptstadt gestorben sind. Das Ergebnis lautet: Nein.


    „Wir haben keine Übersterblichkeit in Wien bisher“, sagte MA-23-Chef Klemens Himpele im APA-Gespräch. Diese Aussage stimmt für die unter 65-Jährigen genauso wie für den Bevölkerungsteil ab 65 Jahren, der als Covid-19-Risikogruppe gilt. Und sie trifft zumindest bis inklusive der 17. Kalenderwoche, also bis zum 26. April, zu.


    Nachtrag: Ausführlicherer Artikel unter https://apps.derstandard.at/pr…ebersterblichkeit-in-wien

    Mein Verdacht: Eine chronische Entzündung, Histamin, Östrogendominanz, Stress, Rauchen, Wechseljahre und Progesteronmangel.

    Trifft da vielleicht was zu?

    Auf die Gefahr hin mich laufend zu wiederholen: Bei chronischen Entzündungen und auch Wechseljahrbedingten Symptomen kann man mit TCM-Ernährung extrem viel erreichen.


    Mein Zahnfleischbluten/Zahnfleischentzündungen und meine Wechseljahrbeschwerden (wenig Hitzewallungen, aber ausgesprägte innere Unruhe und Schlafstörungen bei diagnostizierter Östrogendominanz) habe ich dann schlussendlich mittels Ernährung nach TCM Ernährungslehre wegbekommen.


    Vielleicht hast du ohnehin mein Beitrag #4 hier im Thread gelesen - dort findest du noch mehr dazu.


    Alles Gut

    Andrea

    Haare werden über das Blut sozusagen ernährt. Wie sieht deine Ernährung aus?

    Das kann ich aus Sicht der TCM nur bestätigen: Haare und Blut hängen ganz eng zusammen. Bei Blutmangel aus Sicht der TCM (was sich nicht 1:1 mit Anämie im westlichen Sinne übersetzen lässt, sondern eine weiterreichendere Disharmonie bezeichnet) kann u.a. auch Haarausfall ein Symptom sein.


    Haarausfall ist nach TCM ein Symptom eines sehr substantiellen Mangels (üblicherweise über einen Blutmangel hinausgehend).

    Die genaue Lokalisation der betroffenen Stelle am Kopf kann - über den Verlauf der Meridiane - ebenso Aufschluss darüber geben, welche Funktionskreise (mit)betroffen sind.


    Mit Ernährung nach TCM und in schwereren Fällen unterstützend mit Kräutern (auch westlichen Kräutern, nicht nur chinesischen) kann man Mängel und Überschüsse im Körper sehr gut ausgleichen und oft erstaunliche Resultate erzielen bei Krankheiten, an denen sich die westliche Medizin erfolglos die Zähne ausbeißt.


    Mehr zum Thema TCM findest du u.a. hier im Forum im Grundsatzartikel LINK: "Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Grundlegendes und Details zur TCM Ernährungslehre".


    Ich würde an deiner Stelle einen gut ausgebildeten Ernährungsberater (w/m) nach TCM-Ernährungslehre aufsuchen. Im Zuge solch einer Ernährungsberatung nach TCM wird u.a. mittels Puls- und Zungendiagnostik eine genaue Diagnose nach TCM erstellt, die Disharmonien erkannt und priorisiert und auf deine persönlichen Vorlieben abgestimmt ein Ernährungskonzept erstellt, das deine individuellen Mängel und Überschüsse ausgleicht. Priorisiert werden neben den Ursachen vor allem die Bereiche, in denen der größte persönliche Leidensdruck des Klienten herrscht. Und je nach Problem bzw. Ursache können Symptome auch schon nach wenigen Stunden oder Tagen merklich besser werden.


    Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!


    Liebe Grüße

    Andrea

    es wird ja auch in Österreich ein Statistisches Bundesamt geben. Da schaue dir einmal die Statistik aller Todesfälle unabhängig von Ursache an.

    In Österreich ist das das Statistische Zentralamt, und ich habe jetzt nach elend langem Suchen endlich mal eine Index-Seite der Gestorbenen in Österreich gefunden, die zwar leider keine Grafiken zeig, aber immerhin Excel-Sheets mit Zahlen: Gestorbene / Index-Seite


    Dort findet man u.a. Gestorbene in Österreich (ohne Auslandssterbefälle) ab 2016 nach Kalenderwoche, Altersgruppe und Geschlecht Vorläufige Ergebnisse für 2019 und 2020. Dort kann man ganz gut div. Dinge selbst errechnen, zum Beispiel:


    Zeitraum insgesamt Gestorbene
    KW 1-15, 2020 26.310
    KW 1-15, 2019 25.607
    KW 1-15, 2018 27.265
    KW 1-15, 2017 27.052
    KW 1-15, 2016 23.848


    Als Grafik (2020 links 2016 rechts):



    Aus der Original-Excel-Dateien lassen sich natürlich auch Grafiken erstellen - wobei links die KW 15 2020 steht und ganz rechts die KW 1 2016:


    In der ZIB1 wurde der "langjährige Schnitt" als Vergleich herangezogen - und das sah dann so aus:



    Diesen "langjährigen Schnitt" habe ich nicht gefunden.


    Ich werde da noch weiter recherchieren.


    Danke jedenfalls für die netten und hilfreichen Antworten!


    LG

    Andrea

    Ich bin gerade sehr erstaunt gewesen, in der heutigen ZIB1 Zahlen von Euromomo zu sehen, die sehr wohl aktuell eine deutliche Übersterblichkeit zeigen:


    Screenshot:


    Link zum gesamten Beitrag: ORF TVThek ZIB1 27.4.2020 19:30 Uhr (tvthek.orf.at/profile/ZIB-1/1203/ZIB-1/14049688)


    Bei 12:15 (siehe Screenshot) beginnt der Beitrag, in dem Zahlen von Euromomo, Statistik Austria, Financial Times etc. gezeigt werden, die die bisherige Sterblichkeit mit den aktuellen Zahlen vergleichen.


    Alles manipuliert und verfälscht?

    Euromomo, hier vielfach als zuverlässig bestätigt, auch?

    https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/#


    Ich weiß echt schon nicht mehr, was ich glauben soll ...


    Ratlose Grüße

    Andrea