Beiträge von Aloha.Nui

    Sehr interessant, Bernd, danke.


    Icv muss zugeben, ich vermeide Magnesiumstearat auch so gut es geht. Aber ich meine mich auch erinnern zu können, dass Ragusa irgendwann mal jemanden von einem ihrer Lieblingslabore erwähnte, der auch meinte, dass Magnesiumstearat nicht annähernd so übel ist, wie ihm nachgesagt wird. War da nicht was, Gabriele, oder erinnere ich mich falsch?

    Mara 1963. Die Schlafstörungen haben im Wechsel angefangen, also vor über 10 Jahren bei mir. Auf die Ursache ist noch niemand draufgekommen, es wurde ja immer nur das "Symptom" behandelt.

    Sabine, das klingt alles seeeehr ähnlich dem, was ich erlebt habe: Habe meine Schlafstörungen seit dem Beginn des Wechsels vor ca. 3 Jahren. Ich habe so ziemlich alles Pflanzliche probiert und auch so ziemlich alles, was man bei Vitamin Express rund um das Thema Schlaf, Nervosität, Stress etc. bekommt. Manches hat zumindest phasenweise geholfen, ich habe aber gemerkt, dass diese innere Unruhe eine tiefere Ursache haben muss und mit beruhigenden Mitteln einfach nicht kom,plett in den Griff zu bekommen ist.


    Habe auch einen Östrogen-Dominanz-Test gemacht (Ergebnis: Meine Östrogen- und Progesteron-Spiegel sind in Ordnung, nur ist das Progesteron im Verhältnis zum Östrogen vermindert). Habe daraufhin kurz sogar eine Hormonersatztherapie in Betracht gezogen. Meine Ärztin hat mir aber erzählt, dass sie dieses Thema seit Jahren beobachtet und dass sie nicht mehr davon überzeugt ist, dass diese innere Unruhe rein ein Thema der Hormone ist, da sie viele Frauen hat, bei denen diese innere Unruhe begonnen hat, als die Hormonspiegel und auch das Verhältnis Östrogen:Progesteron noch völlig in Ordnung war.


    Aus meiner TCM-Ausbildung weiß ich mittlerweile, wo diese innere Unruhe herkommt (vor allem Herzblut- und HerzYin-Mangel, dadurch kommt der Shen nicht zur Ruhe). Dies sind nicht meine einzigen Disharmonien - im Moment bearbeite ich besonders die grundlegende LeberQi-Stagnation und den MilzYang-Mangel, die mir beide ebenfalls zusetzen, und eben den Funktionskreis Herz, der für die innere Ruhe zuständig ist.


    Der Herzblutmangel ist bereits behoben, der HerzYin-Mangel deutlich besser, fast weg - und das hat zur Folge, dass die innere Unruhe untertags schon so gut wie weg ist. Jetzt muss sich das alles noch besser verankern und stabilisieren, dann werden auch die nächtlichen Probleme verschwinden.


    Ich bin überzeugt, damit endlich am richtigen Weg zu sein und die Ursache in den Griff zu bekommen statt nur die Symptome (mäßig erfolgreich) zu bekämpfen.


    Aloha Nui: Was nimmst du alles zum Leber entgiften?

    Angefangen habe ich mit Li ver Detox *) von Vitamin Express, dann habe ich mit Chlorella und Zeolith/Bentonit weitergemacht. Seit Dezember letzten Jahres nehme ich Alpha Liponsäure 600 mg, und speziell das hat meine Leberwerte stark verbessert. Mittlerweile sind meine Leberwerte top und absolut im Normalbereich.

    Ich nehme auch Vitamin C, Vitamin B Komplex, Vitamin D3+K2, Astaxanthin/OPC (abwechselnd), MSM, Zink, Krillöl, Weihrauch, Magnesium, Chrom, Silizium, Q10, und es sind mittlerweile nicht nur meine Leberwerte in Ordnung, sondern auch meine Cholesterinwerte und überhaupt mein gesamtes Blutbild.


    Als nächstes geh ich gezielt meinen Omega 3 Index an.


    *) Dieser Englisch-Filter nervt irgendwie ziemlich: Was, bitte, ist am englischen Wort für "Leber" denn so schrecklich, dass ich mich mit einem Leerzeichen drüberschummeln muss???

    Ich habe davon eine noch bessere Magenfunktion. Allerdings hatte ich bei Cordyceps Sinensis Pulver (abgefüllt in Kapseln) alleine mehr Energie als wie vom Komplex.

    Wie gesagt habe ich mich bisher noch nicht speziell mit Heilpilzen beschäftigt - wusste gar nicht, dass es da auch einen Komplex gibt, sondern kannte nur Einzelpräperate. Soviel ich weiß, hat ja jeder Heilpilz eine bestimmte Wirkung und somit auch konkrete Indikation, wann man ihn einsetzen soll.


    Ein Freund von mir hatte Darmkrebs und wurde nach der Chemo u.a. mit Vitamin C, Curcuma und einem Heilpilz behandelt (weiß nicht welchem konkret) - geht ihm wieder sehr gut.


    Damit werde ich mich ganz sicher mal beschäftigen - aber erst, wenn ich meine Selbsterfahrung mit TCM Ernährung und Kräutern soweit abgeschlossen habe, dass ich auch wieder etwas Neues ausprobieren kann (bei zu vielen Neuerungen erkenne ich sonst die Ursache für die Veränderungen/Verbesserungen nicht).

    Warum sollte Melatonin auf die Leber gehen? Das Problem ist viele kriegen auf Melatonin Depressionen.


    Das Wichtigste ist die Leber vollumfänglich zu entgiften, weil genau daraus resultiert die Lethargie.


    Inwiefern genau Melatonin die Leber belasten soll, weiß ich auch nicht. Aber grundsätzlich stimme ich dir zu, dass Entgiftung der Leber etwas Wichtiges ist. Habe ich vor 2 Jahren oder so gemacht, seither geht's echt bergauf mit mir.

    Mit Vitalpilze bin ich Tagsüber geistlich da und am Abend schlafe ich wie ein Baby. Gibt es in Form von einem Komplex.


    Pilz Komplex - 1190 mg pro Tagesdosis - 120 Kapseln - 23,5% bioaktive Polysaccharide - 7 hochwertige Pilzextrakte - Vegan - Ohne Magnesiumstearat - Made in Germany https://www.amazon.de/dp/B07QD…_r_fm_apa_i_.g9ZDbCRYSQC4

    Mit Vitalpilzen habe ich mich bis jetzt (noch) nicht intensiver beschäftigt, finde das Thema aber sehr spannend.

    Von einem Freund habe ich eine Informationsseite dazu bekommen, wo man sowohl Infos zu den einzelnen Pilzen findet als auch zu gewissen Krankheiten und welche Heilpilze man dafür nehmen kann.

    https://www.heilenmitpilzen.de/krankheiten/


    Ein Alternativmediziner (Onkologe, Orthomolekularmediziner, TCM-Arzt u.v.m.), den ich damals wegen Sodbrennens aufsuchte und der u.a. auch sehr gerne Heilpilze einsetzt, hat er mir aber extra keine verschrieben, weil er meinte, dass Heilpilze den Magen etwas belasten, wenn man da bereits angeschlagen sind.

    wegen einem Tee braucht man/frau Johanniskraut gar nicht erst zu probieren...wenn man wirklich die Wirkung gegen die Depression haben und spüren will,so sollte man eine Warte-und Übergangszeit von 4-8 Wochen ansetzen.

    Verstehe nicht genau, was du damit sagen willst.


    Die Wirkung von Tees sollte jedenfalls echt nicht unterschätzt werden - ich war mir dessen früher auch nicht bewusst, wurde jetzt aber im Zuge meiner TCM-Ausbildung eines Besseren belehrt und erlebe gerade am eigenen Leib, dass Kräuter deutlich mehr bewirken können als ich früher dachte.


    Und selbst, wenn es bestimmt eine gewisse Zeit braucht, bis man sich von Nachwirkungen solcher Mitteln wie Trittico u.ä. erholt hat, so heißt das doch wohl nicht, dass man in dieser Zeit nicht mal probieren braucht, etwas zu finden, das einem hilft.

    Habe einige Zeit "Tryptophan Relax 500" von "Vitality" genommen und möchte nun das "5 HTP" probieren. Dieses gibt es in 50, 100 und 200mg. Welche Dosis wäre gut für mich?

    Habe auch zuerst "Tryptophan Relax 500" von "Vitality" genommen und bin dann auf 5 HTP von Vitamin Express umgestiegen mit 50 mg. Habe dann die Dosis so lange gesteigert, bis es geholfen hat - das war bei 4 Stk, also 200 mg. Deswegen bin ich dann auf die (preisgünstigeren) 200 mg umgestiegen. Allerdings wirkt eine 200 m-Kapsel bei mir nicht so gut wie vier 50 mg-Kapseln. Und auch zwei 100 mg-Kapseln haben mir nicht so gut geholfen wie vier 50 mg-Kapseln.

    Ich nehme an, dass es mit den Co-Faktoren zusammenhängt, die in den 50 mg-Kapseln enthalten sind (Magnesium, Vitamin C, Pantothensäure, B6, Zink), nicht aber in der 200 mg-Kapseln.

    In den 100 mg-Kapseln sind die Co-Faktoren zwar auch enthalten, aber vielleicht für mich doch zu wenig.


    Ich würde dir echt empfehlen, es auszuprobieren, was für dich am besten hilft.

    Habe vor Jahren mit 1mg Melatonin begonnen, habe keine Wirkung bemerkt, erst ab 3mg tut sich was. Es geht auf die Leber? Wieder eine Sorge mehr,...

    Geht mir ähnlich: Ab 3 mg wirkt's.


    Nein, mach dir keine Sorgen. Sorgen sind kontraporduktiv. Und 3-5 mg sind laut meiner Ärztin auch unbedenklich. (Wobei sie vorsichtig ist und ich daher davon ausgehe, dass da noch Luft nch oben wäre ;-))


    Aloha. Nui: Habe gelesen, dass Baldrian auf die Leber geht, wenn man ihn länger nimmt. Will dich aber nicht verunsichern.

    Ich habe ohnehin vor ihn bald wieder loszuwerden ;-)

    Mal mit Melatonin probiert 0,5mg ?

    0,5 mg Melatonin sind für jemanden mit Schlafstörungen ein Tropfen auf dem heißen Stein.


    Allerdings hat mir meine Ärztin erklärt, dass zu hohe Dosen Melatonin die Leber belasten.Deswegen schaue ich, nicht mehr als 3-4 mg zu nehmen, damit sollte ich auf der sicheren Seite sein.

    Wegen dem Johanniskraut bin ich jetzt verunsichert, werde mal einen Tee probieren und schauen, wie er wirkt.

    Hast du Schilddrüsenprobleme? Wenn nicht, würde ich mich nicht verunsichern lassen.


    Einige Leute in meinem Umfeld nutzen Johanniskraut sehr erfolgreich und problemlos.

    Und auch ich nutze Johanniskraut im oben erwähnten Tee und Dekokt - und mein TSH-Wert ist mit 1,35 μIU/ml (Referenzwert 0.27 - 4.20 μIU/ml) völlig okay, nicht erhöht und hat sich im Verhältnis zur Zeit bevor ich mit Johanniskraut begonnen habe auch tatsächlich nicht erhöht.


    Natürlich darf man nicht von einer Person den Rückschluss ziehen, dass sowas nie passieren kann, eh klar!


    Aber wenn ich denke, wie weit verbreitet der Einsatz von Johanniskraut ist und wie gut es hilft, glaube ich wirklich, dass Panikmache nicht angebracht und echt kontraproduktiv ist.

    Abends nehme ich zum Schlafen: Magnesium , Gaba, 3mg Melatonin und Tryptophan . Trotzdem schlafe ich nicht gut!

    Wäre 5HTP besser als Tryptophan?

    Ich habe offenbar eine ähnliche Odyssee hinter mir: Deine Auflistung liest sich wie eine Aufzählung der Dosen auf meinem Nachtkästchen ;-)


    Meiner Erfahrung nach ist es eine sehr persönliche Sache, ob 5HTP besser wirkt oder Tryptophan - ich glaube, das muss man echt ausprobieren. Einigen Leuten hilft das eine besser, anderen das andere. Vielleicht gibt es auch eine Erklärung dafür, das weiß ich nicht, ich habe nur sehr viele Erfahrungsberichte gelesen, die das so geschildert haben. Bei mir hat es sich verändert: Anfangs hat das Tryptophan recht gut geholfen, dann immer wenigerm dann bin ich auf 5HTP umgestiegen, was dann eine Zeit ganz gut geholfen hat.


    Mittlerweile nehme ich zum Schlafen: Magnesium, ca. 4 Std. vor dem Schlafengehen 2 x Baldrian 450 mg, 2 Std. später noch 2 x 450 mg Baldrian, 30 Minuten vor dem Schlafengehen 1 Better Sleep von Ökopharm oder Valeriana Night, direkt im Bett 3 mg Melatonin (Lutschtabletten).

    Untertags den oben beschriebenen Tee bzw. Dekokt.

    Wirklich perfekt ist das aber alles nicht. Habe es auch lange mit Akupunktur probiert, das greift aber erst jetzt endlich so richtig, wo ich auch die Ernährung nach TCM ungestellt habe, so dass ich meine Disharmonien nicht weiterhin "befeuere".


    Schlafprobleme können hatrtnäckig sein - nicht aufgeben und durchprobieren, bis du das für dich passende gefunden hast.


    Alles Gute und liebe Grüße

    Andrea

    mich würde mal eure Meinung zu den Blutwerten interessieren ich kenn mich da nicht so aus.
    Der Arzt hat nur gesagt das ist ohne Medikamente fast nicht möglich.

    Was sagt ihr zu dem Unterschied und das die Cholesterin Werte wieder im Normalbereich sind?

    Hallo Roland,


    ich verstehe ehrlich gesagt nicht, worauf du hinaus willst: Ich interpretiere das Einringeln der Cholesterinwerte so, dass es dir vor allem um diese geht.

    Aber wozu willst du da noch unsere Meinung? Du warst ja offenbar schon beim Arzt, der sich vermutlich gefreut hat, dass sich die Werte nun im Normbereich befinden.


    Und ob diese Verbesserung ohne Medikamente erfolgt ist (und das somit möglich ist, auch wenn es sich der Arzt vielleicht nicht vorstellen kann), weißt du ohnehin selbst.


    Und was sollen wir schon zu dem Unterschied und dazu sagen, dass die Cholesterinwerte wieder im Normbereich sind, außer dass das natürlich erfreulich ist...?


    Etwas ratlose Grüße

    Andrea

    Was Johanniskraut mit TSH macht,weiß ich nicht wirklich,aber es ist definitiv,auch aus meiner eigenen ERfahrung,eines der besten und sichersten pflanzlichen Stimmungsaufheller,die ich kenne.


    Das Einzige,worauf man achten muss,ist,dass Johanniskraut auf das CYP3A4 Leberenzym wirkt,so dass gewisse Medikamente und Stoffe schneller abgebaut werden,also kürzer und schwächer wirken.

    Stimme ich dir voll zu.


    Ergänzung: Auch auf die erhöhte Sonnensensitivität muss man aufpassen.


    Details siehe den Link in einem meiner Posts weiter oben.

    Aloha Nui, ich habe mich schon bei einem TCM- Arzt angemeldet, ich finde die TCM sehr spannend! Allerdings würde ich lieber gerne westliche Kräuter nehmen, habe schon gehört, dass die "chinesischen" belastet sind.

    Sehr gut, dass du zu einem TCM-Arzt gehst!


    Wegen der chinesischen Kräuter brauchst du dir keine Sorgen machen, wenn sie von einem guten Lieferanten bezogen werden. Diesbezüglich sollte dich dein TCM-Arzt auch informieren können, welche Hersteller in Deutschland gut sind. Er sollte dir auch eine vertrauensürdige Apotheke nennen können, von der er weiß, dass sie eben nur gute Qualität beziehen und anbieten.


    In Österreich sind das die Firmen Plantasia und Doskar, die mir sowohl von meiner TCM-Ärztin empfohlen wurden als auch tatsächlich die Lieferanten meiner TCM-Apotheke sind.


    Bisher kannte ich nur chinesische Kräuter als Granulat (sehr praktisch: muss man einfach nur mit heißem Wasser aufgießen, fertig) - jetzt in meiner TCM-Ausbildung beschäftige ich mich erstmalig auch mit westlichen Kräutern und bin ganz begeistert, was man damit alles erreichen kann.


    Dein TCM-Arzt sollte dir also wahlweise chinesische oder auch westliche Kräuter verschreiben können. Welche Kräuter er wählt, sollte davon abhängen, welche Disharmonien er findet und behandeln möchte/muss. Wenn du ihm vertraust, kannst du ihm auch bei der Wahl der Kräuter vertrauen ;-)

    Es gibt pflanzliche Zubereitungen und Wirkstoffe,die auch beruhigend und schlaffördernd wirken,ohne abhängig zu machen.

    Bei Interesse einfach persönliche Nachricht schreiben.

    Bitte schreib doch die sicherlich interessanten Infos hier im Thread - interessiert ja auch andere Leute. Danke!


    Liebe Grüße

    Andrea

    Ich habe gerade in anderem Zusammenhang eine sehr gute Website mit ausführlichen Beschreibungen von Kräutern inkl. deren Wirkungen gefunden. Dort finden sich auch vorgefertigte Teemischungen und Rezepturen für einige Symptome, u.a. auch für Depressionen, wobei nicht alle Formen von Depressionen in einen Topf geworfen, sondern recht differenziert betrachtet werden.


    Falls dich Kräuter/Tees grundsätzlich ansprechen, schau dort dort mal vorbei - vielleicht findest du noch eine passende Kräutermischung:


    https://www.heilkraeuterbuch.de/symptome-d-e/

    Hallo Sabine,


    zuerst mal Hut ab znd Gratulation! Ist sicher nicht einfach, soetwas wie Trittico einfach so abzusetzen! Ich bin absolut kein Experte auf diesem Gebiet und weiß auch nicht, ob der Körper diesbezüglich besser mit abruptem Absetzten oder besser mit schrittweisem Ausschleichen zurechtkommt - da können dir andere bestimmt aus der Praxis was dazu schreiben.


    Es gibt bestimmt auch was Homöopathisches, das dich in dieser nicht einfachen Zeit unterstützen kann - vielleicht hat Ragusa da ein paar Tipps.


    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir ein paar kleine Tipps geben:


    Wie sieht dein Vitamin D Spiegel aus? In meiner unmittelbaren Umgebung haben 3 Leute durch einen Spiegel um die 100 ng/ml ihre Depressionen drastisch verbessert.


    Weiters kann ich bzgl. der inneren Unruhe und der Schlafprobleme eine Teemischung empfehlen:


    Je 20 g

    - Hopfen

    - Passionsblume

    - Melisse

    - Rosenblüten

    - Johanniskraut


    Bekommt man in der Apotheke oder im Kräuerhaus.


    1 Teelöffel pro 1/4 Liter Wasser, kann man 1 Liter über den Tag verteilt trinken.


    Noch intensiver wirkt es, wenn man die Mischung als Dekokt zubereitet:


    • 100 g Kräuter in ca. 1 Liter kaltem Wasser mindestens 30 Minuten ziehen lassen (geht auch über Nacht).
    • Dann aufkochen und 20 Minuten köcheln.
    • Den Sud abgießen und beiseite stellen.
    • Die Kräuter dann noch einmal mit ca. 1 Liter heißem Wasser übergießen und erneut 20 Minuten köcheln.
    • Diesen Sud zum ersten Sud dazu mischen.
    • Die Kräuter sind danach komplett ausgekocht und können entsorgt werde.
    • WICHTIG: Ausschließlich Emaille-, Glas- oder Keramik-Topf verwenden - kein Edelstahl, Gusseisen o.ä. (das Metall reagiert sonst mit den Kräutern, das ist unerwünscht).

    Man erhält daraus ca. 1,7 Liter Dekokt (je nachdem wie gut man die Kräuter ausgepresst). In Glasflaschen gefüllt, hält es sich ein paar Tage im Eiskasten und kann portionsweise erwärmt werden - wieder beachten: Emaille, Glas, Keramik.


    Du könntest es mit täglich 3 Tassen (je 1/4 l) Dekokt probieren - um 11 Uhr, 19 Uhr und 21 Uhr - und schauen, ob dir das hilft.


    Das sind beruhigende Kräuter, Johanniskraut auch stimmungsaufhellend, die als Tee gut wirken und als Dekokt noch besser.


    Du könntest dir 2 x Dekokt aus jeweils 100 g machen und 4 Tage probieren. Manche Apotheken machen auch Dekokte, allerdings meist von chinesischen Heilkräutern und nicht unbedingt auch von westlichen Kräutern.


    Da Depressionen mit Feuchtigkeitsproblematik zusammenhängt, ist weiters empfehlenswert, befeuchtende und bindende Lebensmittel zu vermeiden oder wenigstens (stark) zu reduzieren: Schweinefleisch, Milch und Milchprodukte, Nudeln, Brot, alles Stärkehaltige wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken und jedenfalls Paniertes und mit Käse Gratiniertes.


    Empfehlenswert sind Reis (in Maßen, kann sonst evtl. zu stark entwässern) und jede Menge Champignons/Pilze (nicht paniert, sonder gedünstet/abgebrutzelt) und Zucchini, Melanzani, Spinat, Mangold und Hühnchen.


    Sehr hilfreich ist auch Bewegung - auch, wenn es schwer fällt: Bewegung hilft auch, Feuchtigkeit loszuwerden - am besten Bewegung mit allen 4 Extremitäten wie Langlaufen oder Nordic Walking, aber auch simples Spazieren gehen hilft.


    Klingt alles nach Kleinigkeiten, und es gibt ganz sicher noch andere, bestimmt auch noch hilfreichere Dinge - aber auch diese "Kleinigkeiten" können dich unterstützen und dir einfach gut tun.


    Ich wünsche dir jedenfalls alles erdenklich Gute, Kraft und Durchhaltevermögen!


    Alles Liebe

    Andrea

    ich verstehe nicht,wieso hier Markennamen von NEM Produzenten genannt werden dürfen?

    Weil es zum Teil sehr schwierig ist herauszufinden, welche NEMs qualitativ wirklich gut sind - und Empfehlungen von Leuten, die sich auskennen, helfen.


    Wir haben hier aber auch sehr gute ubd engagierte Moderatoren, die sehr gut zwischen Empfehlungen durch aktive Forenmitglieder und einfach nur Werbung unterscheiden können. Letztere wird konsequent gelöscht.

    Bei denen reicht vielleicht schon eine einzige Birne (sehr kalt), um sofort Durchfall zu bekommen.


    Wenn sie ihre Mitte stärken, etwas gegen den MilzYang Mangel tun (zB mit trocken angeröstetem und erst danach gekochten Basmati-Reis), können sie dann später auch Rohkost besser vertragen.

    Ergänzung um Missverständnissen vorzubeugen:


    Es handelt sich hierbei lediglich um ein von anderen Disharmonien losgelöstes Beispiel. Keinfalls ist nach TCM zuvor angerösteter und erst danach gekochter Basmatireis ein Allheilmittel gegen Durchfall - vielmehr kann es in bestimmten, mit Kälte assoziierten Fällen helfen.


    In anderen Fällen wiederum kann auf diese Art zubereiteter Reis andere vorhandene Disharmonie mit Trockenheit/Säfte-/Yin-Mangel verstärken.


    Grundsätzlich sind in der TCM alle Lebensmittel und Kräuter immer im Zusammenhang mit dem Gesamtbild zu betrachten, und nicht alle Lebensmittel und Kräuter tun allen Menschen gleich gut.


    Zum Beispiel der sehr beliebte Ingwer, dem viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden und der auch hier im Forum schon oft bei unterschiedlichen Problemen als mögliche Lösung erwähnt wurde und wird:


    Ingwer ist sehr heiß und öffnet die Poren. Das ist z.B im Zusammenhang mit Verkühlungen ein beliebter Tipp.

    Allerdings hilft Ingwer nicht allen Leuten, sondern ist für manche im Gegenteil sogar echt problematisch - vor allem für solche Menschen, die ohnehin schon ein Hitzeproblem haben.


    Aber selbst für Menschen mit übermäßig viel Hitze kann Ingwer u.U. genau das Richtige sein - zumindest kurzzeitig.


    Wir hatten am Wochenende eine Klientin, die irgendwo gelesen hat, dass Ingwer so gesund ist, und daraufhin ständig Ingwertee und Ingwerwasser getrunken hat. Mit dem Ergebnis, dass ihr vorher schon vorhandener Yin- und Säfte-Mangel echt ausgeufert ist.


    Sowas ist wirklich nicht empfehlenswert.


    Wir sollten viel mehr auf unseren Körper hören und ihn aufmerksam beobachten, um Veränderungen wahrzunehmen. Achtsamkeit ist ganz wichtig.

    warum soll Rohkost schwächen?

    Hallo Bernd,


    Die TCM geht zurück auf jahrtausende alte Beobachtungen aus der Natur - die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln (Vitamine etc.) spielten damals keine Rolle und werden auch heute in der TCM nicht beachtet. Vielmehr geht es in der TCM ausschließlich um die Wirkung von Lebenmitteln auf die Funktionskreise.

    Die TCM kennt auch keine Anatomie in unserem Sinne, sondern erklärt sich die Zusammenhänge und Abläufe im Körper auf Basis der Funktionskreise mit seinen Zang- und Fu-Organen, die jedes für sich eine Funktion innerhalb des Verdauungskreislaufs haben und alle gemeinsam für die Gewinnung der Nachgeburtlichen Energie zuständig sind.


    Die einzelnen Organe bzw. Funktionskreise (man kann die Zang- und Fu Organe trotz größtenteils gleicher Bezeichnungen wie z.B. Leber oder Magen oder Milz nicht 1:1 mit unseren Organen/unserer Anatomie gleichsetzen) reagieren unterschiedlich gut bzw. schlecht auf die unterschiedlichen Thermiken (wie Kälte, Wärme) und auch Geschmäcker und ihre Wirkungen (wie z.B. sauer, bitter etc.).


    Die Mitte (= Funktionskreise Milz & Magen) bildet den Beginn der Nahrungsaufbereitung und damit dem Gewinn der Essenzen/der Energie aus der Nahrung. Der Magen braucht es warm - wenn er Kaltes oder Rohes verarbeiten muss, verbraucht er viel mehr Kraft/Energie/Qi, um die Nahrung zuerst auf Körpertemperatur zu bringen, damit er sie verbreien und verarbeiten kann. Dieser zusätzliche Energiebedarf schwächt ihn - das kann so weit gehen, dass der Körper aus der Nahrung nicht genug Energie bekommt und dann somit an die Reserven/die Substanz gehen muss, die dann immer weniger wird.


    Nach TCM soll man 3 x täglich warm essen, wobei die Hauptmahlzeit die Morgenmahlzeit sein sollte - siehe Allgemeine Empfehlungen nach TCM-Ernährungslehre.


    Es ist dies ein komplett anderes und für uns durchaus anfangs ungewohntes Erklärungssystem. Aber es funktioniert - kann ich aus eigener Erfahrung aus der Praxis bestätigen. Hat mich selbst echt überrascht, wie tiefgreifenden Einfluss und weitreichende Wirkung Ernährung hat, wo jetzt nach ein paar Wochen strengem Essen nach TCM (persönlich auf meine Disharmonien zugeschnitten) plötzlich Dinge besser werden, an denen ich zum Teil seit Jahren laboriere ...


    Das alles, was ich hier über TCM schreibe, ist einfach eine Zusammenfassung und Beschreibung einer erprobten und mich sehr überzeugenden naturheilkundlichen Methode, besonders bezogen auf Ernährung. Das heißt aber nicht, dass TCM für jede/n das Passende ist. Es gibt noch andere Ernährungskonzepte, und jede/r muss das für sich passende finden.


    Allerdings sind die meisten Menschen dermaßen von Rohkost entwöhnt, dass sie nur langsam wieder einsteigen könnten. Aber es wäre durchaus möglich.

    Ich bin der Auffassung, dass Rohkost die Verdauung stärkt und nicht schwächt.

    Rohkost ist nicht grundsätzlich schlecht, keine Frage. Auch die TCM sagt nicht, dass man nie Rohkost essen soll.


    Aber es kommt einfach ganz stark auf den IST-Zustand, also die aktuellen Disharmonien an, ob man Rohkost verträgt oder nicht. Zum Beispiel bei einem MilzYang-Mangel (= eh schon zu wenig Yang/Hitze im Körper --> zB Verdauungsreste im Stuhl) wird Rohkost kontraproduktiv sein. Solche Menschen sollten wenig Rohkost essen. Bei denen reicht vielleicht schon eine einzige Birne (sehr kalt), um sofort Durchfall zu bekommen.


    Wenn sie ihre Mitte stärken, etwas gegen den MilzYang Mangel tun (zB mit trocken angeröstetem und erst danach gekochten Basmati-Reis), können sie dann später auch Rohkost besser vertragen.


    Liebe Grüße

    Andrea