Die Ozontherapie - Anwendung, Wirkung und
Nutzen
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Die Ozontherapie bedient sich der desinfizierenden, keimtötenden und durchblutungsfördernden Wirkung des
Reizgases Ozon. Das energiereiche Ozon wird aus reinem Sauerstoff gewonnen und lässt sich aufgrund seiner kurzen
Halbwertzeit nur begrenzte Zeit lagern.
Das Ziel der Therapie: Die Optimierung der Sauerstoffversorgung des Organismus und der Blutzirkulation im Gewebe
als Gesamtes. Sauerstoffunterversorgung führt zu chronischer Mattigkeit sowie physischem, psychischem und mentalem
Leistungsabfall. Ozonbehandlungen sollen auch die Immunabwehr stärken sowie die Anfälligkeit, eine Allergie zu erwerben, senken.
Verschiedene Konzepte der Ozontherapie
Bei der großen Ozon-Eigenbluttherapie wird in einer zwanzig bis neunzigminütigen Behandlung
Blut entnommen, mit der Sauerstoffverbindung Ozon angereichert und erneut in die Vene gespritzt oder als
Tropfinfusion verabreicht. Intra-arterielle Injektionen in die Beinschlagader werden wegen möglicher Emboliegefahr
inzwischen weniger durchgeführt.
Die so genannte kleine Ozon-Eigenblutbehandlung kommt mit wenigen Millilitern Blut und dessen
Anreicherung aus, welches anschließend direkt in einen Muskel (etwa den Gesäßmuskel) injiziert wird: In kleinsten
Mengen aktiviert es Stoffwechsel und rote Blutkörperchen so, dass deren Bindungsfreudigkeit an Sauerstoff
gesteigert wird. Das Blut fließt besser, Gewebe und Organe werden optimal mit Sauerstoff versorgt.
Die rektale Ozon-Begasung versorgt Patienten mittels Darm-Katheter mit dem
Ozon-Sauerstoff-Gemisch, das mit der Darmwand reagiert, etwa als Mittel gegen Verstopfung.
Weiter kann ozonisiertes Öl auf infizierte Wunden und pilzbefallene Hautareale aufgebracht
werden.
Alternativ lassen sich Wunden diabetischer Beingeschwüre, Operationswunden, Fisteln und Platzwunden mittels
Ozon-Beutelbegasung von Keimen und Pilzen befreien: Wunden heilen problemloser ab.
Arthrose und akute Bandscheibenleiden können mittels radiologisch kontrollierter Ozoninjektionen durch den
Neurologen behandelt, - etwa in die Facettengelenke der Wirbelkörper oder in die Bandscheiben. Dieses Verfahren ist
aber extrem selten.
Am häufigsten sind die große und die kleine Ozon-Eiegnbluttherapie, sowie die Ozon-Beutelbegasung.
Heilwirkungen des Ozons
Man vermutet, dass bei der Ozontherapie die Gleitfähigkeit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) durch die Oxidation verbessert wird
und diese den Sauerstoff dadurch weniger stark an sich binden. Dadurch soll der Sauerstoff leichter
ans Gewebe abgegeben werden können.
Außerdem soll Ozon auf die Nervenbahnen wirken und die Neubildung von Gefäßen anregen.
Obwohl Ozon selbst als giftig gilt, soll es entgiftend wirken: Leber und Nieren werden angeregt, Blutfett
und Harnsäure schneller abgebaut. Tierversuche an Ratten zeigten, dass in die Bauchhöhle gegebenes Ozon
Schädigungen der Leberzellen zu vermindern imstande war.
Italienische Forscher konnten 2005 außerdem positive Wirkungen des äußerlich angewendeten Gases bei
Hautproblemen und Störungen der Durchblutung vermelden.
Befürworter der Ozontherapie benennen neben Virusinfekten und Durchblutungsstörungen auch
Krampfadern, Gelenkschmerzen, Asthma, Allergien und sogar Krebs als Indikationen: Hier kann die immunaktivierende Ozontherapie
begleitend zu Chemotherapie und Bestrahlung zum Einsatz kommen.
Diverse Formen gestörter Blutzirkulation von Kopfbereich, Herz und Beinen gehen meist mit einem großen
Leidensdruck für die Betroffenen einher, die speziell unter offenen, schmerzenden Beinen und Schwindel, aber auch
wachsender Vergesslichkeit und Unbeweglichkeit leiden. Ozon verspricht auch Linderung für viele Patienten, die an
der Schaufensterkrankheit oder rheumatischen Erkrankungen
leiden.
Sogar Zahnärzte setzen Ozon zur Kariesbehandlung (und anschließender Remineralisierung), Desinfektion des
Wurzelkanals und Sterilisierung von Zahnbereichen ein - eine Behandlung ohne den verhassten Bohrer, die von den
gesetzlichen Kassen aber derzeit nicht getragen wird. Ozonisierte Flüssigkeiten dämmen Zahnfleischentzündungen
und Parodontitis ein.
Wann Vorsicht geboten ist …
Bei akuten Herzbeschwerden, inneren Blutungen,
Blutgerinnungsstörungen, einer Überfunktion der Schilddrüse,
während der Schwangerschaft und bei einer Allergie gegen Ozon sollte die Ozontherapie dagegen nicht angewendet
werden. Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln sowie mit Vitamin-C-Präparaten können ebenfalls
nicht ausgeschlossen werden.
Während die gesetzlichen Krankenkassen bei Lungenpatienten die Kosten für eine Sauerstoff-Langzeittherapie
übernehmen, erstatten sie derzeit keine Kosten für die kombinierte Verabreichung von Sauerstoff und Ozon.
Alle Formen der Ozontherapie lassen sich sehr gut mit weiteren
alternativmedizinischen Therapieverfahren wie z. B. der Homöopathie, der Akupunktur, der Neuraltherapie und der Phytotherapie kombinieren.
Ähnliche Heilverfahren: Eigenbluttherapie - Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
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