Der Weg zur „Überwachung“ – Der Covid-19-Index-Wächter von Walgreens

Walgreens ist die größte Apothekenkette in den USA. Diese hatte sich Mitte Januar 2022 in Zusammenarbeit mit der Aegis Sciences Corporation dazu entschlossen, ein neues Covid-19 Tracking-System aufzustellen, den „Walgreens COVID-19 Index“
(walgreens.com/businesssolutions/covid-19-index.jsp).

Dieses Tool hat sich zur Aufgabe gemacht, gegenwärtige und neu auftauchende Corona-Varianten in Echtzeit nachzuverfolgen. Darüber hinaus gibt das Tool auch Auskunft, zu welchem Prozentsatz „Geimpfte“ und „Ungeimpfte“, letztere differenziert in einmal, zweimal oder dreimal „geimpft“, von einer Infektion betroffen sind. Und hier gibt es interessante, aber wenig überraschende Ergebnisse:

Wenig überraschend deshalb, weil die Walgreens-Daten aus der Praxis mit den Daten übereinstimmen, die es im Gesundheitssicherheitsbericht der britischen Behörden und Daten aus Israel gibt. Und das heißt: Je mehr „geimpft“ wird, desto höher wird das Infektionsrisiko.

Walgreens, die selbst „Corona-Impfungen“ anbieten und aktiv unterstützen, muss diese Ergebnisse überrascht haben. Denn am 11. März 2022 nimmt man auf Seite 5 Stellung zu den Ergebnissen. Und die fällt so aus:

„Das Team hat festgestellt, dass die Positivitätsraten unter ungeimpften Personen, die im Balkendiagramm zu sehen sind, im Vergleich zu geimpften Personen niedriger zu sein scheinen.“

Aber es kann nicht sein, was nicht sein darf. Daher geht es so weiter:

„Außerdem scheinen Wiederholungstests bei Personen, die in den letzten 90 Tagen bereits positiv waren, die Ergebnisse zu verfälschen.“

Also die Echtzeit-Erfassung muss einen Haken haben, da das gewünschte Ergebnis zugunsten der Genspritzen nicht zustande gekommen ist?

Weiter auf der Leiter:

„Das Team führte zusätzliche Analysen durch, in denen die Merkmale der Patientenpopulation nach Impfstatus und die Auswirkungen des Ausschlusses der jüngsten COVID-19-Fälle (5,0 % der Gesamttests) untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die ungeimpfte Gruppe in der Regel jünger und gesünder ist, weniger Symptome aufweist und im Vergleich zu den geimpften Gruppen seltener eine direkte COVID-19-Exposition oder kürzliche Reisen angibt.“

Langsam kommen wir unserem Wunschziel näher, oder vielleicht doch nicht? Denn Walgreens hat nach Alterskategorien aufgeteilte Ergebnisse bereitgestellt, die zeigen, dass in allen Altersgruppen die „Ungeimpften“ weniger von der Infektion betroffen sind als die einmal oder mehrmals „Geimpften“. Wie kann man das in den Griff bekommen? Vielleicht so?

Man schafft einfach eine definierte Untergruppe, die in diesem Fall aus „kürzlich aufgetretenen Covid-19-Fällen“ besteht, die dann das zu zeigen vermag, was man zuvor auch gerne gesehen hätte:

„Nach Kontrolle der kürzlich aufgetretenen COVID-19-Fälle zeigen die Ergebnisse, dass die ungeimpfte Gruppe eine um 17,1 % höhere Positivitätsrate aufweist als die Gruppe mit 3 Impfdosen. Die Kontrolle weiterer Faktoren führt zu einem noch größeren Unterschied zwischen den Gruppen.“

Leider lässt sich dieses, für die „Corona-Impfungen“, so hervorragende Ergebnis nicht in den Charts ablesen, die Walgreens auf Seite 3 seines Indexes veröffentlicht hat. Hier „verfälschen“ angeblich die alten Echtzeit-Daten das „impf-günstige“ Ergebnis. Immerhin bemerkenswert, denn die Daten sind aktuell bis zum 18. April 2022. Der Kommentar stammt von Mitte März 2022. Das heißt, dass die neueren Ergebnisse danach (ca. einen Monat umfassend) entweder keinen entscheidenden Einfluss auf das Gesamtergebnis hatten oder selbige praktisch genau so ausfielen, wie die Ergebnisse aus den vorangegangenen Zeiträumen.

Da stellt man sich die Frage, warum die älteren Daten ein falsches Bild anzeigen, während nur die jüngeren Daten, die nur einen Bruchteil der Datenmenge ausmachen können und hier noch nicht einmal angezeigt werden, die wahren Verhältnisse widerspiegeln?

Mögliche Erklärung: Narrativ, ick hör dir trapsen…

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Beitragsbild: 123rf.com – Shao-Chun-Wang

Dieser Beitrag wurde am 22.04.2022 erstellt.

René Gräber

René Gräber

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