Kupfermangel bei andauernder Zink-Einnahme?

  • Sehr geehrter Herr Gräber,


    seit Jahren nehme ich täglich 10mg Zink (Unizink 50 von Köhler Pharma) ein. Nun lese ich in einer Veröffentlichung der genannten Firma, es könne dabei ein Kupfermangel entstehen.


    Wie beurteilen Sie diese Aussage? Ich würde mich freuen, von Ihnen kurz zu hören.


    Vielen Dank.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Bernd Reich

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs () aus folgendem Grund: Code entfernt

  • Es trifft zu, dass Zink (auch Selen) Kupfer bindet und dadurch ein Kupfermangel entstehen kann. Daher sollte man auch das Mineral Kupfer einnehmen, aber nicht zusammen mit den genannten Zink und Selen, sondern zumindest zeitverschoben.

    Kupfer ist sehr wichtig zur Stabilisierung der Blutgefäße. Es verhindert die Bildung von Aneurismen (Aussackungen der großen Blutgefäße), Schlaganfälle und weitere Probleme auch mit den Venen.


    Kupfer ist ein essentielles Spurenelement. Alle Körpergewebe benötigen es für normale

    Stoffwechselfunktionen. Es ist hervorragend geeignet zur Reduzierung von Entzündungen,

    zur Stärkung des Bindegewebes, zur Wiederherstellung der Haarfarbe und des oxidativen

    Energiestoffwechsels sowie zur Bekämpfung von Parasiten und Krebs und kann sogar die

    Gehirn- und Leberfunktionen verbessern.


    Such mal im Internet nach den Aufsätzen "Tote Ärzte lügen nicht" und "KUPFER SALICYLAT".


    Auch im Zusammenhang mit Bormangel gibt es eine Reihe von Gesundheitsproblemen, welche die Schulmedizin aber nicht durch Mangelausgleich kuriert, sondern den Mangel forciert indem durch ein staatliches Verbot der Bezug des Minerals Bor über Borax unmöglich gemacht wurde. Die Konsequenz daraus ist eine Goldgrube für alle Knochenklempner geworden, für massenhafte Anwendung von künstlichen Gelenken.

  • Mir ist nur bekannt dass Selen , Kupfer u. Zink um die gleichen Rezeptoren "kämpfen" . Darum sollte man diese drei Spurenelemente Nie gemeinsam einnehmen. Zudem sollte man bei jahrelanger Zinkgabe ab und zu den Cuwert im Vollblut testen lassen u. ggf .ergänzen.

    Seltsam in diesem Zusammenhang sind Komplexmittel, die u.a. diese drei Spurenelemente gemeinsam in einer Tablette vereinen.

    LG Gabriele

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

    Einmal editiert, zuletzt von René Gräber ()

  • Seltsam in diesem Zusammenhang sind Komplexmittel, die u.a. diese drei Spurenelemente gemeinsam in einer tablette vereinen.

    Ich bin mir bei diesen Mittel immer unsicher, ob die Stoffe für den Köper überhaupt bioverfügbar sind und ziehe Pflanzliches vor, da ist auch das drinnen, wovon man eventuell nicht weiß, dass es einem fehlt.

    Ich verlasse mich dann darauf, dass der Körper schlauer ist als ich und das auswählt, was er braucht, auch Dinge, die noch gar nicht erfoscht sind.

  • kannst du ja nach einiger Zeit mit einer Vollblutanalyse feststellen. Zinkmangel macht sich durch Krämpfe bemerkbar- leider auch weil Krämpfe auch bei Ma-,Cu-,Fe-mangel auftauchen.man kann die ganzen Substanzen natürlich auch als Schüßler Salz nehmen.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • kannst du ja nach einiger Zeit mit einer Vollblutanalyse feststellen...

    Blut ist nur ein Teil des Körpers und es wird auch nur ein Teil des Blutes analysiert, meistens venöses Blut und morgens nüchtern, nachdem man nichts gegessen hat.


    Wird da zwischen schädlichem Kupfer (Pflanzenschutzmittel) und nützlichem bioverfügbarem unterschieden? Man sieht auch nicht, ob Kapillare verstopft sind und Nährstoffe nicht da ankommen, wo sie hinsollen.

  • Bei der Vollblutanalyse werden die Werte aus Heparinblut bestimmt. Im Normalfall werden bestimmte Blutwerte aus dem zentrifugiertem Mix aus Blut u. Plasma ermittelt. Es gibt nun aber 6 Mineralien (Cu, Fe, Ka,Mg, Se u. Zink), die ihre Hauptarbeit intrazellulär verrichten und dort stärker vertreten sein sollten. Wenn ich diese aus dem Mix bestimme, hat das keine Aussagekraft über ihre Masse in der Zelle.

    Die von dir angesprochenen Bioverfügbarkeit ist ein Problem. Jedes Mineral , besonders die 6 genannten, haben spezielle Transporter ins Zellinnere

    2 Beispiele:

    - bei Magnesium auf - citrat oder - gluconat achten . Magnesiumcarconat bleibt vor der Zelle liegen.

    - bei Zink auf Orotat oder Aspartat achten.

    Zudem sollten bestimmte Mineralien zeitversetzt eingenommen werden, weil die Rezeptoren identisch sind.

    Ich stimme dir zu, der Mensch besteht im Ganzen aus mehr als Blut. Unser sichtbarer Körper setzt sich aber aus Mineralien, Hormonen, Enzymen u. Proteinen zusammen.

    Du siehst,ich komme aus der SM Bereich Orthomolecular

    LG Gabriele

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Zudem sollten bestimmte Mineralien zeitversetzt eingenommen werden, weil die Rezeptoren identisch sind.

    Aber weiß der Körper nicht selber, was er wo einbaut und was nicht, wenn er alles in Form von Pflanzen, Algen und z.B. einem unraffiniertem Meeressalz bekommt?

    Ich sehe das Problem eher in Einzelgaben.

  • 1.) Im Normalfall=gesunder Mensch

    Wenn denn unsere Ernährung noch alle Mineralien, Vitamine ,.. in ausreichender Menge u. unbelastet bei sich hätte ....ja. (Wildlachs mit viel Vit.-D ist hoch mit Quecksilber belastet. Aquakulturen ohne Planktonnahrung fehlt D3!)

    Rene hat zu den Vitalstoffen in Pflanzen einen guten Bericht geschrieben .(bitte im Forum suchen. habe beim verlinken noch tech. Probleme!)

    2.) In diesem Forum haben wir es fast immer mit Menschen zu tun, die aufgrund irgendwelcher Belastungen/Mängel nicht mehr gesund sind. Du bist eine rühmliche Ausnahme

    Wenn ich hier auf natürlichem Weg (Pflanzen, Algen) Mangelerscheinungen beseitigen will, wie lange dauert das wohl? (. Außerdem ..Algen unbelastet..Hmmm! Von bestimmten Herstellern ja ..Aber teuer! Finde die Sango- Koralle auch toll aber Pazifik und Fukushima..)

    Ich bestreite nicht den Sinn einer vernünftigen Ernährung. Aber Mangelzustände liegen weit außerhalb der Norm. Bei jeder Vergiftung beginnend bei Übersäuerung, Streß, Nikotin oder auch Alkohol in Maßen setzt der Körper Vitalstoffe zum Schutz ein. Wir merken dies nicht ,bis es zu krankhaften Zuständen kommt.

    Was soll ich wovon u. wieviel essen, um aufzufüllen?

    Lieblingsbeispiel ist hierzu sicherlich Vit.D.

    LG Gabriele

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Du bist eine rühmliche Ausnahme...

    Ich hab lange gebraucht und musste viel lernen, dahin zu kommen, wo ich heute bin, ich war vor 20 Jahren kranker und weniger fit als heute.


    Anfangs hab ich auch einige Nems gekauft, die liegen immer noch im Schrank, ich hatte kein gutes Gefühl, Kapseln zu schlucken und nicht zu schmecken und zu riechen, was ich esse.

    Aber ich lerne viel von der NEM-Fraktion: was immer in Kapseln beworben, verkauft und gekauft wird, versuche ich in Form von natürlichen Lebensmittel zu essen. Klar ist das auch nicht giftfrei, aber das sind Kapseln meistens auch nicht.

    Was soll ich wovon u. wieviel essen, um aufzufüllen?

    Ich denke es ist einfacher, das mit Lebensmittel abzudecken als mit Einzelgaben, weil eben in Lebensmittel auch das drinnen ist, wovon wir noch nicht wissen, dass wir es brauchen.

  • Graz /Umgebung ist eine schöne Ecke . War mal 14 Tage im Kloster Vorau.

    Und dann noch tw. autark sein bei Lebensmitteln ...cool. Aber nicht vergleichbar mit einer norddeutschen Großstadt, wo du noch nicht mal beim Bauern auf dem Wochenmarkt sicher bist, wo der Kram herkommt. Bewusst einkaufen heißt dann Alnatura oder Alecco .. zu hohen Preisen. Wenn ich Patienten mit Vitalstoffmängeln habe ( tw. wegen extremer Ernährungsformen!) , gehe ich bei der Behandlung auf Nr. sicher , das beinhaltet auch Laborkontrollen. Das bedeutet NEM bis Beseitigung der Mangellage und dann wieder

    GESUNDES Essen!

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Bewusst einkaufen heißt dann Alnatura oder Alecco .. zu hohen Preisen....

    Ich kann ja auch nur teilweise anbauen, das erfordert sehr viel Zeit (damit auch Geld) und geht auch nur saisonal. Das deckt also nur einen Teil ab. Sehr viel könnte man auch in einer Wohnung selber machen, z.B. Fermentieren oder Keimen.

    Ich greife deshalb auch sehr oft auf Produkte von Alnatura o.ä. oder im Winterhalbjahr auf pflanzliche Lebensmittel wie Südfrüchte, Nüsse, Kerne, Samen, exotische Gewürze,.... aus der Ferne zurück, das ist immer noch billiger als krank zu sein und auch billiger als viele Nahrungsergänzungsmittel.


    Billig und teuer sind relative Begriffe, davon anhängig, auf welcher Seite man steht. Als Produzent von Biolebensmittel ist es ein sehr karger Lohn, für der Konsumenten scheint es teuer, weil er die Arbeit, die dahintersteht nicht sieht oder sehen will.

    EIn Erlebnis: Eine betuchte ältere Dame beschwert sich bei der Marktfrau, wie teuer doch die Himbeeren seien. Sagt die Marktfrau: "Fahren sie doch in den Wald und pflücken sich selber welche!" :) Ich musste echt schmunzeln, denn ich würde meine Beeren, die ich ernte, niemals verkaufen wollen, da füttere ich lieber die Hühner damit.

    Man muss doch auch sehen, dass die Marktfrau neben dem Anbau, der Ernte unter der Woche, dann am Samstag am Stand steht (bei uns ist das so).