Ist psychologisches Coaching im Beruf empfehlenswert?

  • Hallo zusammen liebe Leute,

    mal was anderes, was aber wohl die meisten hier kennen…:D ich arbeite seit gut zwei Jahren als Assistent der Geschäftsführung in einem Medienunternehmen in Wien und hab ein recht offenes Verhältnis zu meinem Chef.

    In letzter Zeit merkt man bei uns im Team ziemlich, dass die Luft ein bissl draußen ist: Aufgaben zieeeeeeehen sich, Eigeninitiative ist weniger geworden….und mein Chef jammert mich oft voll, dass er auch nicht so recht weiß, wie er das Team wieder motivieren soll. Jetzt überlegt er, ob ein externes psychologisches Coaching Sinn machen könnte, also jemand Neutrales, mit dem die Mitarbeiter vielleicht offener reden als mit der Führungsebene. Ich bin da ehrlich gesagt unschlüssig, da Jobfrust ja oft einfach an der Bezahlung lieht und wollte mal hören: Hat jemand von euch im Job schon (gute?) Erfahrungen mit Coaching oder ähnlichen Angeboten gemacht?

    Kann das helfen, wenn Motivation oder Zusammenarbeit stocken …oder eher eine Alibimaßnahme? :D

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Ja, Coaching ist sinnvoll. Dennoch würde ich genauer hinschauen, worum es dabei konkret geht und welche Kompetenzen der Coach mitbringt. Aus meiner Sicht sollte es auch um die Themen wie Berufung, (Selbst)liebe, Dankbarkeit, Gesundheit .. etc. gehen.

    Ein Mitarbeiter, der nicht in seiner Berufung tätig ist, wird früher oder später an Motivation verlieren. Es geht dabei um mehr als nur eine Tätigkeit zur Existenzsicherung - eine Berufung folgt einer tieferen, inneren Bestimmung. Berufung vereint Leidenschaft, Sinn und Erfüllung und schafft dadurch langfristige Motivation und Zufriedenheit.

    Ein unausgeglichener Mitarbeiter, der die Bedürfnisse seines Körpers - wie ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung – vernachlässigt, wird früher oder später an Leistungsfähigkeit einbüßen und anfälliger für Fehler sowie Krankheitstage sein.

    Der Chef ist davon nicht ausgenommen. ;)

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    Das Kollektive Bewusstsein - die maßgebende Kraft, die die Qualität unseres gesellschaftlichen Lebens bestimmt.
    Unsere Gedanken, Gefühle, Emotionen, Überzeugungen etc. fließen in das Kollektive Bewusstsein ein.
    Die Außenwelt ist ein Spiegel von uns selbst. Wollen wir im Außen etwas verändern, fangen wir bei uns selbst an.

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  • Hat jemand von euch im Job schon (gute?) Erfahrungen mit Coaching oder ähnlichen Angeboten gemacht?

    Kann das helfen, wenn Motivation oder Zusammenarbeit stocken …oder eher eine Alibimaßnahme?

    Eher schlechte. Das Problem hierbei ist oft, daß solche Maßnahmen herüber kommen, wie Kindergartenerziehung mit Gruppenzwang, wo die Mitarbeiter krampfhaft motiviert lernen sollen miteinander zu reden, und zu arbeiten. Gerade kreative Menschen fühlen sich hierbei bevormundet.

    Was bei uns damals eher geholfen hat war das miteinander reden und zuhören auf Augenhöhe, statt von oben herab, und die Einrichtung eines anonymen Beschwerdekastens, der dann auch anonym in der monatlichen Besprechungsrunde abgehandelt wurde.

    Das Hauptproblem liegt aber oft nicht im Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis, sondern im gesellschaftlichen, wo die meißten Menschen bemerken daß das ganze System nur noch murks ist, und jeder das Gefühl der Machtlosigkeit hat. Aber auch darüber kann man versuchen offen und positiv zu reden, ohne sich gegenseitig hochzuschaukeln, damit die Menschen zumindest merken, sie sind nicht allein.

    "Egoismus ist nicht, wenn ich so lebe wie ich es wünsche, sondern wenn ich von Anderen verlange so zu leben wie ich es wünsche" Oscar Wilde

  • Das Hauptproblem liegt aber oft nicht im Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis, sondern im gesellschaftlichen, wo die meißten Menschen bemerken daß das ganze System nur noch murks ist, und jeder das Gefühl der Machtlosigkeit hat. Aber auch darüber kann man versuchen offen und positiv zu reden, ohne sich gegenseitig hochzuschaukeln, damit die Menschen zumindest merken, sie sind nicht allein.

    Das denke ich auch.

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber

  • In letzter Zeit merkt man bei uns im Team ziemlich, dass die Luft ein bissl draußen ist: Aufgaben zieeeeeeehen sich, Eigeninitiative ist weniger geworden….und mein Chef jammert mich oft voll, dass er auch nicht so recht weiß, wie er das Team wieder motivieren soll. Jetzt überlegt er, ob ein externes psychologisches Coaching Sinn machen könnte, also jemand Neutrales, mit dem die Mitarbeiter vielleicht offener reden als mit der Führungsebene. Ich bin da ehrlich gesagt unschlüssig, da Jobfrust ja oft einfach an der Bezahlung lieht und wollte mal hören: Hat jemand von euch im Job schon (gute?) Erfahrungen mit Coaching oder ähnlichen Angeboten gemacht?

    Kann das helfen, wenn Motivation oder Zusammenarbeit stocken …oder eher eine Alibimaßnahme? :D

    Ich kann diese Unsicherheit auf jeden Fall gut nachvollziehen. Dass Coaching im Job richtig was bewegt hab ich schon erlebt. Wiederum hab ich auch gehört, dass komplett verpuffen kann. Meines Erachtens hängt es weniger am Thema Motivation oder Bezahlung, sondern daran, ob es von allen Seiten wirklich als Raum, in dem man ehrlich reden darf, gedacht war, also, ohne dass es später irgendwo landet.

    Wiederum merkt das ein Team sofort, wenn das nur eingeführt wird, weil „man halt was tun muss“. Wenn aber jemand von außen kommt sowie zuhört, und nicht bewertet und auch nicht reparieren will, kann sich erstaunlich viel lösen. Mit Geld hängt das natürlich auch zusammen, klar. Aber oft staut sich ja vorher schon anderes. Weiß dein Chef eigentlich, was er sich konkret davon erwartet? Oder ist es eher so ein Griff nach dem nächsten Strohhalm?

  • In letzter Zeit merkt man bei uns im Team ziemlich, dass die Luft ein bissl draußen ist

    Habt ihr euch schon Gedanken darüber gemacht, woran das liegt?

    Normalerweise haben solche Durchhänger einen oder mehrere Gründe.

    Ist der Reiz des Neuen verflogen?

    Gab es Streit?

    Fühlt sich der eine oder die andere nicht mehr für voll genommen, unterschätzt, benachteiligt, überfordert, weniger wertgeschätzt, o.ä. ?

    Jetzt überlegt er, ob ein externes psychologisches Coaching Sinn machen könnte, also jemand Neutrales, mit dem die Mitarbeiter vielleicht offener reden als mit der Führungsebene.

    Für mich liest sich das so, als hätte sich im Miteinander der Kollegen oder im Verhältnis Chef - Mitarbeiter etwas geändert. Und zwar nicht zum Positiven.

    Bevor nicht bekannt ist, woran es liegt, daß es nicht mehr rundläuft, bringt ein Externer m.M. nach nicht viel.

    Wenn der Chef schon meint, die Mitarbeiter würden sich evtl. lieber einem Fremden anvertrauen als ihm, dann kennt er doch das Problem bereits. Irgendetwas scheint im Team nicht zu stimmen, wenn die Leute Angst davor haben, Probleme offen anzusprechen.

    Lache das Leben an und es knurrt zurück.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne. ( Jean Paul )

  • ... ich arbeite seit gut zwei Jahren als Assistent der Geschäftsführung in einem Medienunternehmen in Wien ....

    Ein Medienunternehmen ist ein Unternehmen, das Medieninhalte wie Informationen, Nachrichten, Unterhaltung und Werbung produziert, bündelt und verbreitet.
    Von einem Medienunternehmen erwarte ich, dass dort kritische, gut informierte und kreative Menschen arbeiten.

    Das ist heutzutage doch schon schwierig, weil es abseits von Mode, Tieren und Naturfilmen fast keine unpolitischen Themen mehr gibt, mit denen man sich in die Nesseln setzen kann.
    Muss gerade an die Wiener Vorstadtweiber denken, von denen derzeit die letzte Staffel bei uns läuft. Auch da war neben anderen Themen das Gendern schon inkludiert. Das ist auch schon eine politische Aussage, die viele ablehnen.

    Bei den Nachrichten gibt es wohl auch schon etliche KI-Artikel. Da passiert in jedem Fall einiges.
    Was früher Tage dauerte, bis es um die Welt war, ist heute sehr schnell am anderen Ende der Welt und oft schreibt nur einer vom anderen ab.

    Zudem gibt es in jedem Land noch die von der Politik absolut nicht gewünschten Themen und Meldungen.

    Früher unterlag bei uns vieles der freien Meinungsäußerung, was auch gerichtlich klar und sehr umfassend definiert ist.
    Aber mittlerweile wurden und werden viele Aussagen kriminalisiert.
    Es gibt bei uns zwar kein offizielles Gedankenstrafrecht, aber durch Debanking, Sanktionierung von Journalisten und Berichterstattern (die nicht lügen, aber Unerwünschtes sagen oder schreiben), Plattformdruck und Meldestellen entsteht unausweichlich ein System, das abweichende Meinungen systematisch kriminalisiert.
    Die Grenze zwischen Strafverfolgung und Meinungskontrolle verschwimmt dadurch immer mehr – besonders, wenn politisch unliebsame Äußerungen als „Hassrede“ (oder andere Straftaten) klassifiziert werden.
    Auch die Einordnung als Rechts passiert heute ganz schnell.
    Das ist in Ö vielleicht nicht so ausgeprägt wie in D, aber es dürfte auch eine Rolle spielen.

    Wahrscheinlich ist auch bei Euch mit der Plandemie eine Art Bevölkerungsspaltung erfolgt. Erst waren es die Ungeimpften, dann die Putinversteher, deren Ansichten einfach mit einem Etikett abgebügelt wurden und werden, damit bis heute keine ernsthaften öffentlichen Diskussionen mehr entstehen können und wenn, vielleicht nicht folgen-, aber wirkungslos verhallt.

    Dann noch das Thema Deindustrialisierung und Arbeitslosigkeit.
    Österreich erlebt seit mehreren Jahren einen fortschreitenden industriellen Niedergang, der mit steigender Arbeitslosigkeit und Armut einhergeht. Die Arbeitslosenquote lag im Jänner 2025 in Tirol schon bei 8,6 %.
    Niederösterreich: https://noe-aktuell.at/arbeitslosigke…deroesterreich/
    Die Wirtschaft stagniert. Laut ÖGB sind 1,53 Millionen Menschen (16,9 %) armuts- oder ausgrenzungsgefährdet (2024).
    Schon in 2024 wurde geschrieben: 41% der Industriebetriebe haben in den letzten drei Jahren bereits Teile ihrer Wertschöpfungskette in "moderatem, starkem oder sogar sehr starkem Ausmaß" ins Ausland verlagert. Und der Trend dürfte sich weiter verstärken. In Deutschland liegt dieser Anteil schon bei 66%.: : https://marie.wko.at/unternehmertum…-abwandert.html

    Dazu noch der Völkermord in Israel. Ich habe kaum Videos von Gaza gesehen. weil ich es so schrecklich finde, aber eins, da hebt ein Vater aus Gaza sein kopfloses Baby hoch. Gleichzeitig weiß ich, wir in Europa schicken auch Waffen nach Israel.
    In Frankreich z.B. haben 100 Anwälte einen Antrag zur Untersuchung der Regierung wegen Teilnahme am und Provokation des Konflikts beim Europäischen Gerichtshof eingereicht.
    https://www.theinteldrop.org/2025/07/29/ove…den-truth-bomb/▹

    Das ist längst noch nicht alles. Dazu gibt es ja ständig noch unterschiedliche Meldungen die Panik erzeugen können oder vielleicht auch sollen.
    Es wäre eher seltsam, wenn die Welt, in der wir leben, keinen Einfluss auf die Kreativität und Schaffenskraft von interessierten, kreativen Menschen hätte. Wir befinden uns meiner Ansicht nach in einer eher lähmenden Situation.

    Wenn gegen die ethischen Regeln des Nürnberger Kodex verstossen wird, indem man vorhandene wirksame Heilmittel, Medikamente und Vorsorgemaßnahmen unterdrückt, um ungeprüfte experimentelle gentechnische Substanzen verimpfen zu können, sind wir bei Alarmstufe Rot.

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs (9. Februar 2026 um 17:32)

  • Ja, Coaching ist sinnvoll. Dennoch würde ich genauer hinschauen, worum es dabei konkret geht und welche Kompetenzen der Coach mitbringt. Aus meiner Sicht sollte es auch um die Themen wie Berufung, (Selbst)liebe, Dankbarkeit, Gesundheit .. etc. gehen.

    Ein Mitarbeiter, der nicht in seiner Berufung tätig ist, wird früher oder später an Motivation verlieren. Es geht dabei um mehr als nur eine Tätigkeit zur Existenzsicherung - eine Berufung folgt einer tieferen, inneren Bestimmung. Berufung vereint Leidenschaft, Sinn und Erfüllung und schafft dadurch langfristige Motivation und Zufriedenheit.

    Ein unausgeglichener Mitarbeiter, der die Bedürfnisse seines Körpers - wie ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung – vernachlässigt, wird früher oder später an Leistungsfähigkeit einbüßen und anfälliger für Fehler sowie Krankheitstage sein.

    Der Chef ist davon nicht ausgenommen. ;)

    Da ist schon viel wahres dran, was du sagst. Die Kollegen würden sich dem Coach einiges mehr erzählen als dem Chef, besonders was so Themen wie Selbstfürsorge, Balance oder Gesundheit angeht. Chef hat sich auch dazu bereiterklärt am Coaching teilzunehmen, wenn es zustande kommt. Er will sich selbst davon überzeugen und natürlich auch schauen, was bei ihm so für Themen auftauchen würden und wie er daran arbeiten könnte.

  • Manchmal kann es schon helfen Miteinander statt Übereinander zu reden.

    Da hast du eh Recht. Ein Meeting gabs schon aber irgendwie ist da nicht wirklich was rausgekommen. Vielleicht sollte er nochmal mit dem einzelnen das Gespräch suchen, ich werds ihm mal vorschlagen. Danke!

    Eher schlechte. Das Problem hierbei ist oft, daß solche Maßnahmen herüber kommen, wie Kindergartenerziehung mit Gruppenzwang, wo die Mitarbeiter krampfhaft motiviert lernen sollen miteinander zu reden, und zu arbeiten. Gerade kreative Menschen fühlen sich hierbei bevormundet.

    Danke für das teilen deiner Erfahrung. Mein Chef und ich haben uns eh schon den Kopf darüber zerbrochen, wie wir es bei den Kollegen am besten ansprechen, ohne so zu wirken, als würden wir sie dazu zwingen. Uns wäre jetzt eingefallen, dass wir vielleicht ein Vorabtreffen vereinbaren und sie den Coach mal kennenlernen, sich dann aber noch immer netscheiden können, ob sie nun teilnehmen wollen oder nicht. So einen Beschwerdekasten haben wir tatsächlich schon angedacht als Zusatzmaßnahme. Wir wollen einfach versuchen einen Raum für sie zu schaffen in dem sie merken, sie sind nicht alleine mit ihren Problemen.

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber

  • Wiederum merkt das ein Team sofort, wenn das nur eingeführt wird, weil „man halt was tun muss“. Wenn aber jemand von außen kommt sowie zuhört, und nicht bewertet und auch nicht reparieren will, kann sich erstaunlich viel lösen. Mit Geld hängt das natürlich auch zusammen, klar. Aber oft staut sich ja vorher schon anderes. Weiß dein Chef eigentlich, was er sich konkret davon erwartet? Oder ist es eher so ein Griff nach dem nächsten Strohhalm?

    Mein Chef hat sich schon klare Vorstellungen gesetzt, was dieses Coaching bewirken soll. Er möchte die „blinden“ Flecken erkennen, lernen zuzuhören und hinzuschauen, wenn jemand etwas mit sich herumträgt. Nur dafür müssen die Mitarbeiter eben auch mitspielen. Was sie mit dem Coach besprechen würde er prinzipiell dann schon gerne wissen aber eigentlich geht es ihm eher darum, dass die Mitarbeiter jemanden haben, der neutral auf die Sache schauen kann und mit ihnen an Problemen arbeiten kann.

  • Habt ihr euch schon Gedanken darüber gemacht, woran das liegt?

    Normalerweise haben solche Durchhänger einen oder mehrere Gründe.

    Ist der Reiz des Neuen verflogen?

    Gab es Streit?

    Fühlt sich der eine oder die andere nicht mehr für voll genommen, unterschätzt, benachteiligt, überfordert, weniger wertgeschätzt, o.ä. ?

    Das sind eben die Fragen, die wir uns gerade stellen und die wir uns erhoffen bald zu lösen. Das es konkreten Streit gab würde ich eher verneinen, da hätte ich im Team nichts mitbekommen auhc der Chef nicht. Was wir uns gedacht haben was ein Punkt sein könnte ist vielleicht Überforderung, manche wollen das halt dann nicht zugeben, weil sie der Meinung sind, dass sie das eh schaffen. Oder vor dem Chef nicht zugeben, dass etwas gerade zu viel wird. Genau deshalb wollen wir uns da jemand externen dazuheolen.

    Für mich liest sich das so, als hätte sich im Miteinander der Kollegen oder im Verhältnis Chef - Mitarbeiter etwas geändert. Und zwar nicht zum Positiven.

    Es ist halt doch nochmal was anderes mot jemandem zu reden, der eine neutrale Sicht auf etwas hat, als mit dem Chef selbst, besonders wenn es ums Privatleben geht. :/

  • Ein Medienunternehmen ist ein Unternehmen, das Medieninhalte wie Informationen, Nachrichten, Unterhaltung und Werbung produziert, bündelt und verbreitet.
    Von einem Medienunternehmen erwarte ich, dass dort kritische, gut informierte und kreative Menschen arbeiten.

    Ja, bin ich schon bei dir, das driftet aber ziemlich vom eigentlichen Thema weg. Mein Ausgangspunkt war ja nicht die große Weltlage oder Medienethik, sondern ganz konkret unser Team, bei dem die Motivation nachgelassen hat und über ein Coachingf nachgedacht wird. So gesellschaftsentwicklungen können sicher im Hintergrund mitschwingen aber sie erklären mir jetzt nicht automatisch was bei uns im Haus gerade nicht rundläuft.

  • Es ist halt doch nochmal was anderes mot jemandem zu reden, der eine neutrale Sicht auf etwas hat, als mit dem Chef selbst, besonders wenn es ums Privatleben geht.

    Das stimmt schon.

    Allerdings gehöre ich zu denen, die der Ansicht sind, daß das Privatleben weder meinen Vorgesetzten noch meine Mitarbeiter oder Kollegen was angeht. Das trenne ich strikt.

    Und einem Externen würde ich mein "Innenleben" schon gar nicht offenlegen.

    Ich weiß schon, daß viele Menschen psychologische Hilfe brauchen und auch gerne annehmen. Ich selber gehöre da nicht dazu.

    Lache das Leben an und es knurrt zurück.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne. ( Jean Paul )

  • Mein Chef hat sich schon klare Vorstellungen gesetzt, was dieses Coaching bewirken soll. Er möchte die „blinden“ Flecken erkennen, lernen zuzuhören und hinzuschauen, wenn jemand etwas mit sich herumträgt. Nur dafür müssen die Mitarbeiter eben auch mitspielen. Was sie mit dem Coach besprechen würde er prinzipiell dann schon gerne wissen aber eigentlich geht es ihm eher darum, dass die Mitarbeiter jemanden haben, der neutral auf die Sache schauen kann und mit ihnen an Problemen arbeiten kann.

    Das ist das schon ein starkes Signal, wenn er wirklich lernen will hinzuschauen und zuzuhören. Weil das klingt nach echter Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten und eben nicht nach „wir motivieren euch jetzt mal“. Gleichzeitig gilt es genau diesen sensiblen Punkt zu beachten: Denn es geht innerlich eine Tür zu, sobald Mitarbeitende das Gefühl bekommen, Inhalte wandern zurück zur Führung. Coaching funktioniert nur, wenn Vertraulichkeit auch tatsächlich gelebt wird. Vielleicht wäre es sinnvoll, bevor es startet was er zu hören bekommt und was bewusst nicht. Ein guter Coach moderiert genau diese Grenze. Dann kann es tatsächlich mehr sein als nur ein Impuls von außen.

  • Naturheilkunde Newsletter von Rene Gräber