Schilddrüsenblutwerte 

Schilddrüsenblutwerte - Verständlich Erklärt

Die Schilddrüse produziert lebenswichtige Wachstums- und Stoffwechselhormone. Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) werden in der Schilddrüse hergestellt und gelangen über den Blutkreislauf zu den Zielorganen.

Das Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH) wird in der Hirnanhangdrüse gebildet und reguliert die Jodaufnahme der Schilddrüse ebenso wie deren Hormonproduktion. Da es aber seinerseits unter anderem selber durch die Schilddrüsenhormone reguliert wird, zeigt ein normaler TSH-Wert an, dass die Schilddrüsenfunktion nicht gestört ist.

Gemessen werden bei der Untersuchung die freien Hormone und die Gesamtmenge von T3 und T4 im Blut, also zusätzlich solche Schilddrüsenhormone, die an Proteine gebunden vorliegen. Bei einer Erhöhung von T3 und T4 spricht man von einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Dies hat meist eine Erniedrigung des TSH zur Folge. Ist TSH hingegen ebenfalls erhöht, so ist die Hyperthyreose sekundär, das heißt die Ursache liegt nicht bei der Schilddrüse selber. Entweder liegt es an einer Schilddrüsenhormonresistenz oder an einem TSH-produzierenden Tumor. Beides kommt allerdings äußerst selten vor. Ist nur der Triiodthyroninwert erhöht, so spricht man von einer T3-Hyperthyreose.

Das Gegenteil ist eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), bei der zu wenig Schilddrüsenhormone gebildet werden. Hier steigt der TSH-Wert an. Handelt es sich allerdings um eine sekundäre Hypothyreose, so ist die Funktion der Hirnanhangdrüse gestört.

Entsprechen die Werte nicht der Norm, so werden oft weitere Untersuchungen angeführt. Ist die Schilddrüse beispielsweise entzündet (Thyreoiditis), so lässt sich dies durch bestimmte Antikörper nachweisen. Durch Krebserkrankungen der Hormondrüse sind bestimmte Proteine im Blut nachweisbar.

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