Die Schädelakupunktur nach Yamamoto
Die Schädelakupunktur nach Yamamoto (auf englisch: YNSA, für Yamamoto New Scalp Acupuncture) ist ein
vergleichsweise neuartiges, aus Japan stammendes Akupunkturkonzept.
Mittels der Schädelakupunktur nach Yamamoto werden akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparates, u. a.
im Bereich von Wirbelsäule, Knien und Schultern, erfolgreich therapiert. Auch Migräne und Clusterkopfschmerzen
scheinen auf diese Form der Akupunktur gut anzusprechen.
Bereits in den 1960er Jahren begründete der Arzt Toshikatsu Yamamoto sein Heilkonzept, das dieser
permanent, z. B. hinsichtlich der Ypsilon-Punkte oder der Bauchdecken- und Halsdiagnostik, weiterentwickelte und
systematisierte.
Nachdem Yamamoto in Japan und den USA studiert und praktiziert hatte, arbeitete der ausgebildete Anästhesist in
der Gynäkologie der Universität Köln. 1995 wurde er zum Präsidenten des ICMART (International Council of Medical
Acupuncture and Related Techniques) ernannt.
Begeistert von den Heilerfolgen der traditionellen chinesischen
Medizin (TCM), hatte sich Yamamoto zunächst entschlossen, japanischen Reisbauern, die bei ihrer Arbeit stets
bis über die Knie im Wasser stehen mussten, auf diese Weise Erleichterung ihrer Gelenkbeschwerden zu verschaffen.
Die erhofften Ergebnisse blieben jedoch weit hinter den Erwartungen des engagierten Mediziners zurück.
Im Verlauf von Eigenstudien während seiner Zeit als Chirurg entdeckte Yamamoto Erstaunliches: Er fand heraus,
dass spezielle Bereiche der Stirnbasis mit speziellen Organen in konkreter Verbindung standen. Dabei handelte es
sich allerdings um Punkte, wie sie in der existierenden chinesischen Akupunktur nicht zu finden sind, denn die
Schädelakupunktur arbeitet nicht mit den Zielpunkten der klassischen Akupunktur.
Der Mediziner erkannte, dass bestimmte auf Stirn, Schläfen und Schädeldecke befindliche Areale erst
offensichtlich werden, wenn sich entsprechende Störungen und Blockaden im Organismus bereits manifestiert haben.
Diese Störungen lassen sich als Schwellungen ertasten oder äußern sich in Form von Eiterbildung oder verstärkten
und gut lokalisierbaren Schmerzerfahrungen.
Die Schädelakupunktur nach Yamamoto gilt als frei von Nebenwirkungen. Sie kann bei nahezu allen neurologischen
Beschwerden und vielen weiteren Krankheitsbildern angewandt werden. Dazu gehören:
• Parkinson, Multiple Sklerose und Alzheimer,
• Lähmungen und Schlaganfall-Folgen,
• Allgemeine Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Organe,
• Entwicklungsstörungen bei Kindern (so genannte Geburtsstörungen),
• Kreislaufstörungen,
• Tinnitus,
• Schmerzbekämpfung im Bereich der Tumorerkrankungen.
Auch bei akut auftretenden Schmerzen hilft die Schädelakupunktur recht schnell: Schmerzende Gelenke lassen sich
meist direkt im Rahmen der Therapiesitzung weitgehend normal und ohne Schmerzen bewegen.
Wie verläuft und funktioniert die Schädelakupunktur nach Yamamoto ?
Der Therapeut sticht wenige, d. h. lediglich meist zwei bis drei feine Akupunkturnadeln, im Bereich der
Stirn-Haargrenze flach und geringe Millimeter tief. Schon mittels weniger Nadeln wird die Eigenregulation des
Körpers energetisch wirksam angeregt.
Eine weitere Alternative bieten spezifische Stimulationsgeräte. Und Kinder müssen keine Angst vor dieser Methode
und ihren Nadeln haben: Sie können mittels Laser behandelt werden.
Medikamente überflüssig?
Prospektive Studien an den Universitäten Bonn und Aachen belegen, dass während der Therapie mit YNSA die
Einnahme starker Arzneimittel objektiv begrenzt werden konnte.
Wenngleich sich dieses besondere Konzept schnell und vergleichsweise einfach erlernen lässt: Therapeuten, die
mittels YNSA behandeln möchten, benötigen für dieses spezielle Fachgebiet in jedem Fall eine gesonderte Ausbildung
in der Schädelakupunktur nach Yamamoto.
Des Weiteren können ausgewählte zusätzliche Heilmaßnahmen aus Naturheilkunde und Physikalischer Therapie die
Schädelakupunktur harmonisch und sinnvoll ergänzen.
Und: Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach. Auch einige gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich in bestimmten
Fällen an den Kosten dieser Behandlung.
Heilverfahren die ähnlich sind, aber auch mit der Schädelakupunktur verwechselt werden: Akupunktur - Elektroakupunktur - Elektroneuraltherapie
- Ohrakupunktur - Schröpfen -
Shiatsu - Fußrefelxzonenmassage
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