Der Begriff der Allopathie: Bedeutung und Herkunft

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Mit Allopathie (früher Allöopathie) bezeichnete der Artzt Samuel Hahnemann alle herkömmlichen Behandlungsmethoden in Abgrenzung zu der von ihm entwickelten Homöopathie.

Als Kurzformeln kann man den Unterschied zwischen Homöopathie und Allopathie wie folgt auf den Punkt bringen:

  • Homöopathie behandelt Ähnliches mit Ähnlichem
  • Allopathie setzt Gegenmittel zur Behandlung der Krankheit ein

Allopathische Therapien, so kritisierte Hahnemann, seien willkürlich gewählt und würden allenfalls an den Symptomen herumdoktern, ohne die Ursache der Krankheit zu behandeln.

Oft zögen diese "allopathischen" Therapien schlimmere Begleiterscheinungen nach sich, als die eigentliche Erkrankung und brächten noch größeres Leid für die Patienten.

Diese Kritik war im 19. Jahrhundert durchaus berechtigt. Damals gingen die Ärzte vor allem noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts  recht brachial vor.

Gerne und häufig verordnete man Aderlässe und drastische Abführkuren oder führte Erbrechen gewaltsam herbei. Noch schlimmer erging es jenen Patienten, denen Ärzte zur Linderung von Kopfschmerzen die Stirn einritzten oder gar Löcher in die Schädeldecke bohrten. Diese Maßnahmen erinnern "moderne Menschen" wohl eher an Foltermethoden.

Die Wandlung des Begriffs der Allopathie

Heute wird der Begriff "Allopathie" von der Naturheilkunde als Synonym für die Schulmedizin an sich benutzt.

Deren Behandlungsformen sind natürlich differenzierter geworden und weit subtiler als oben beschrieben.

Doch in einem Punkt sollte Hahnemann leider Recht behalten: Die Nebenwirkungen mancher chemischen Medikamente können schlimmer sein, als die Symptome der ursprünglichen Erkrankung.

Hier sei die Frage gestattet, warum wir in Deutschland jedes Jahr angeblich mindestens 58.000 Tote durch Arzneimittelnebenwirkungen haben? Das ist eine Kleinstadt pro Jahr!

Dennoch soll den schulmedizinischen Therapien hier keineswegs ihre Daseinsberechtigung abgesprochen werden.

Vor allem in der Notfallmedizin ist diese unverzichtbar. Denn nicht immer reicht es aus, die Selbstheilungskräfte auf sanfte Art und Weise zu stimulieren. Und bei manchen Infektionen können Antibiotika durchaus lebensrettend sein.

Wünschenswert wäre, dass Homöopathen und Schulmediziner ihre Scheuklappen ablegen und gegenseitige Berührungsängste abbauen könnten - zum Wohle der Patienten.

 

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