Rotatorenmanschette und ihre Funktion bei der Armbewegung

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Was ist die Rotatorenmanschette?

Die Rotatorenmanschette ist eine bei der Bewegung des Oberarms sehr wichtige Muskelgruppe. Vier wichtige Muskelsehnen, nämlich der Musculus subscapularis, der Musculus infraspinatus, der Musculus supraspinatus und der Musculus teres minor bilden zusammen die Rotatorenmanschette, also die sogenannte Muskel-Sehnen-Kappe, und tragen miteinander zur Gesamtfunktion dieses Sehnen-Muskelkomplexes bei. Diese Funktion liegt in der Oberarmbewegung.

Was ist bemerkenswert an der Rotatorenmanschette?

Bei der Rotatorenmanschette tragen besonders die Sehnen, die Muskeln und die Gelenkkapsel, also eine Struktur aus Bindegewebe, zur Stabilität des ganzen Gelenkes bei. Der Begriff Manschette besagt, dass so die in Bewegung zueinander stehenden Knochen, nämlich der Oberarmkopf (Humerus) und die Schultergelenkpfanne (Glenoid) von außen abgesichert werden. Die vier Muskelsehnen umgeben das Gelenk, halten den Oberarm in der Schultergelenkpfanne und schützen so die gesamte Artikulation. Die Muskeln und Sehnen dieses Gelenkes sind stärkeren Abnutzungen und Verschleißerscheinungen ausgesetzt als die Knochen selbst

Wie führt die Rotatorenmanschette zur Oberarmbewegung?

Der Musculus spinatus geht von der Vorderseite des Schulterblatt zur Vorderseite des Oberarmkopfes. Dieser Muskel dreht den Oberarm nach innen und adduziert ihn. Der von der Rückseite des Schulterblattes unter dem Schulterdach (Acromion) zum seitlichen Oberarmkopf gehende Musculus supraspinatus trägt mit zur seitlichen Armhebung und zum Drehen nach außen bei. Für die Außendrehung am wichtigsten ist jedoch der Musculus infraspinatus, der hinter dem Musculus spinatus folgt. Der Musculus teres minor geht vom Schulterblatt-Seitenrand ebenfalls zum seitlichen Oberarmkopf. Er spielt eine Rolle bei Drehungen nach außen und beim Heranziehen des Oberarmes.

Welche häufigen Pathologien treten in der Rotatorenmanschette oft auf?

Der Musculus supraspinatus wird sehr leicht geschädigt, da er unter dem Schulterdach (Acromion) hindurchgeht. Wird er dabei eingeklemmt, so entzünden sich die Supraspinatus-Sehne und der dort befindliche Schleimbeutel (Bursa). Diese akute Schleimbeutelentzündung heißt Bursitis subacromialis. Die dazu führende, chronisch verlaufende, allmählich schlimmer werdende Schulterdachenge wird als Impingementsyndrom bezeichnet. Anlage- und/oder verschleißbedingt entstanden, kann diese Schulterdachenge zu sehr schweren Schulterproblemen bis hin zur Schultersteife führen. Die Rotatorenmanschette kann auch durch falsche Bewegungen oder Unfälle stark geschädigt werden. Die Kapselstrukturen, die vier Muskelsehnen, die Bursa sowie auch die benachbarten Muskeln können verletzt werden, reißen und so unterschiedliche operative Eingriffe erforderlich machen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2012 aktualisiert