Organspende...??

  • und man auch keine Schmerzmittel erhält,

    So etwas wird ja gegeben, beispielsweise das Schmerzmittel Fentanyl. Wirkt gut 100 mal stärker als Morphium. Ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, geben die meisten Explantationsärzte zur Sicherheit aber trotzdem. Zusätzlich wird noch Propofol als Muskelrelaxans gegeben, um eventuell auftretende Muskelreaktionen während der Organentnahme zu verhindern.


    und die Ärzte wüssten, woran sie sind, falls sie einen sterbenden Menschen vor sich haben.

    Das wissen die Ärzte eigentlich auch so, denn bei dieser Frage werden die Angehörigen auf jeden Fall involviert.

  • Das Problem dabei ist und bleibt, dass diese Organe aus lebenden Körpern in der Regel unter Vollnarkose entnommen werden. Biologisch tote Organe sind für die Transplantation nicht geeignet und damit vollkommen wertlos.

    Für die Definition "klinisch tot" wurden willkürliche Kriterien geschaffen, um überhaupt lebende Organe entnehmen zu können.

    Aufgrund dieser schwierigen Sachlage habe ich in meiner Patientenverfügung auf die Verwendung fremder Organe für mich verzichtet.

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Das Problem dabei ist und bleibt, dass diese Organe aus lebenden Körpern in der Regel unter Vollnarkose entnommen werden. Biologisch tote Organe sind für die Transplantation nicht geeignet und damit vollkommen wertlos.

    Für die Definition "klinisch tot" wurden willkürliche Kriterien geschaffen, um überhaupt lebende Organe entnehmen zu können.

    Aufgrund dieser schwierigen Sachlage habe ich in meiner Patientenverfügung auf die Verwendung fremder Organe für mich verzichtet.

    genauso sehe ich das auch und werden deinen letzten Satz noch meiner Patientenverfügung zufügen.:thumbup:

    Alles Gute für deine OP am Dienstag und schnelle Genesung Bernd;)


    LG

    Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.

    Die Energie folgt der Aufmerksamkeit ( Buddha)



  • Da ich heute wieder mal ein Gespräch zum Thema Organspende hatte und dabei gemerkt habe, dass die Menschen überhaupt nicht wissen, wovon sie reden, hier mal so einige Fakten zur Organspende. Ist ja vielleicht ganz interessant für diejenigen, die sich bisher noch nicht so richtig damit beschäftigt haben. Immerhin haben wir ja auch "Fremdleser" hier.

    Auch habe ich mich heute extrem geärgert, nachdem ich mir einen neuen Organspendeausweis besorgt und mir das Ding dann nochmals richtig durchgelesen hatte.

    Dort steht doch wortwörtlich: "Für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen / Gewebe zur Transplantation in Frage kommt, erkläre ich ...."


    Dieser Satz ist nicht nur eine Frechheit, für mich grenzt die Aussage schon an Betrug, wird den Menschen dadurch doch suggeriert, sie seien bereits tot, wenn die Organe entnommen werden. Und genau dies ist eben NICHT der Fall! Niemals, never ever!


    Als Tod wurde ja bisher der sogenannte Hirntod angesetzt, dies hat sich aber etwas geändert - heute spricht man von einem irreversiblen Ausfall der Hirnfunktionen, also einem neurologischen Ausfall von Großhirn, Kleinhirn und Stammhirn. Gehirngebundene Reflexe sind hierbei ausgefallen.

    Das Blinzeln, wenn einem ein Staubkörnchen ins Auge fliegt, gehört beispielsweise zu einem gehirngebundenen Reflex. Oder auch das Husten beim Verschlucken.


    Nun gibt es aber auch noch Reflexe, die nicht gehirngebunden sind und diese haben auch noch Patienten, die nach alter Definition Hirntod sind:


    * Die Nieren arbeiten und scheiden Urin aus

    * Der Stuhlgang funktioniert

    * Wunden heilen

    * Das Herz schlägt von sich aus

    * Es gibt einen Puls und einen Blutdruck

    * Hirntote werden zwar beatmet, der Gasaustausch zwischen Lungenbläschen und Blut funktioniert aber von selbst

    * Hirntote können geimpft werden und reagieren darauf entsprechend

    * Frauen können in diesem Zustand sogar noch schwanger werden

    * Schwangere können gebären, ihr Kind austragen. Jährlich kommt es bei ca. 10 hirntoten Frauen zu einer Geburt.

    * Hirntote müssen ernährt werden, sie brauchen Flüssigkeit

    * Der Zellstoffwechsel funktioniert

    * Die Temperaturregelung funktioniert, Hirntote können Fieber bekommen

    * Der Kniesehnenreflex funktioniert, also der Reflex nach Schlagen mit einem Reflexhämmerchen unter die Kniescheibe. Der monosynaptische Dehnungsreflex wird dabei dann direkt im Rückenmark umgeschaltet


    Per medizinisch-rechtlicher Defintion sind nun aber grundsätzlich alle Formen eines Reflexes Teil der Lebensäußerungen. Hirntote sind demnach also beatmete Schwerstverletzte, sie sind letztlich lebende Patienten, die im Sterben liegen.


    Bis heute weiß auch die Neurologie nicht, ob Hirntote noch Gefühle, Empfindungen haben oder nicht. Ich bin allerdings davon überzeugt, wenn ich mir Erfahrungen von Eltern anhöre, die ihre hirntoten Kinder zur Transplantation freigegeben haben. Anschließend waren sie jahrelang psychisch schwer angeschlagen, nachdem sie sich nach der Organentnahme von ihrem Kind verabschieden wollten und im ersten Moment dachten, dass das gar nicht ihr Kind sei, so verzerrt waren die Gesichtszüge. In einem Fall hatte der Sohn während der Organentnahme schlohweiße Haare bekommen, der Junge war aber seit Geburt dunkelhaarig.


    Allerdings können wir "froh" sein, dass es in Deutschland die Hirndefinition gibt, was der deutschen Geschichte der Euthanasie geschuldet ist. In vielen europäischen Ländern und auch in den USA gibt es das nicht, da wird munter drauflos explantiert. Sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, wenn der nächste Urlaub ins Ausland ansteht. In Österreich beispielsweise ist jeder automatisch Organspender, auch Touristen.

    Sollte man sich gegen eine Organspende entscheiden, ist es immer sinnvoll, seinen Organspendeausweis bei sich zu haben.


    Übrigens - es heißt so schön "Organ"spende, kaum jemand weiß allerdings, dass bei einer Vollspende über 280 Organe / Gewebe entnommen werden können. Nicht nur Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse oder Herz - auch Augen, Bindegewebe, Haut, Knorpelmasse, Rückenmark, Knochen und Innenohrteile, wie die Gehörknöchelchen usw. werden dann entnommen. Generell werden allerdings Gewebe häufiger transplantiert als Organe.


    Nebenbei ist der Aufruf zu mehr Organspende völlig unsinnig, da noch lange nicht jeder Hirntote auch Organspender sein kann, beispielweise Patienten mit einer Sepsis, Krebskranke oder auch ehemalige Krebskranke.

    Und es können natürlich nur Hirntote explantiert werden, die zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus liegen. Hirntote zu Hause oder in einer Palliativeinrichtung können nicht (mehr) spenden.

    Zudem gibt es heute schon fast 20% Re-Implantierte. Also Menschen, bei denen das erste implantierte Organ nicht mehr funktioniert (Abstoßungsreaktion) und sie deshalb ein weiteres Mal "unter´s Messer" mussten. Und die Zahl derer steigt kontinuierlich.

    (Rockefeller bekam sechsmal ein neues Herz, das siebte gab es dann aber nicht mehr)


    Alles nicht sehr erfreulich, auch und gerade für Menschen, die auf eine Transplantation hoffen, ich finde allerdings, dass auch solche Patienten so etwas wissen müssen.

    Und die Aussage der Ärzte "Sie brauchen ein neues Herz, eine neue Niere, neue Leber, ist natürlich völliger Blödsinn. Die implantierten Organe kommen nicht direkt frisch von Amazon, sondern haben schon eine ganze Weile in einem anderen Körper gelebt, haben also auch so ihre "Gebrauchsspuren".

  • Als Tod wurde ja bisher der sogenannte Hirntod angesetzt,

    Diese Thema ist leider noch viel weitreichender, als ich bisher geahnt hatte.

    Laut Wissenschaft und Juristen, haben wir nämlich gar keine Würde, wie sie im Grundgesetz so schön undefiniert bleibt. Unsere Würde ebenso unser Wille ensteht lediglich durch Gedankenkonstrukte im Hirn. Wird das Hirn also für tot erklärt, verlieren wir gleichzeitig auch unseren Willen und unsere Menschenwürde.

    Wir haben bereits freie Fahrt in das erweiterte materialistische Denken eines Dekard aufgenommen, daß nämlich nicht nur die Tiere, sondern wir selbst ebenso nur Maschinen sind.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • ja, man kann das wirklich bis ins Letzte diskutieren. Was ich beispielsweise auch nicht angesprochen habe ist das Seelische. Menschen haben ja wohl eine Seele, diese sitzt aber nicht im Herzen, oder im kleinen Zeh, oder im Ohrläppchen, sondern in jeder einzelnen Körperzelle. Alle diese Zellen ergeben dann das Ganze, die komplette Seele.

    Was passiert nun aber mit der Seele des Organspenders, dem fehlt ja nun ein Teil.

    Und was passiert mit dem Organempfänger, der nun den Teil einer fremden Seele bekommt? Ist dadurch vielleicht zu erklären, weshalb Vegetarier nach einer Organspende zu Fleischessern wurden oder jemand danach zu einem absoluten Motorradfreak wurde, weil der Spender Motocrossfahrer war?

  • Noch mehr interessiert mich die Frage, ob der Empfänger die Qualen der Entnahme spürt?


    Ich mache mir diesbezüglich wegen der Massentierhaltung Gedanken, denn die Hormone die ins Fleisch übergehen, wenn das Tier panische Angst hat, oder den Streß bei einem Transport, und und und, gehen die auf den Menschen über, wenn er dieses Fleisch ißt?

    Verändert es das Wesen des Menschen? Dann müßte es bei der Organtransplantation genauso sein?

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Noch mehr interessiert mich die Frage, ob der Empfänger die Qualen der Entnahme spürt?

    Nachdem, was ich oben schon dazu geschrieben hatte - also die Erlebnisberichte der Eltern von Organspendern - bin ich davon überzeugt. Nicht anders ist es doch zu erklären, wenn diese Eltern davon erzählten, dass die Gesichter irgendwie einen verzerrten Gesichtsausdruck hatten. Und wie ist es möglich, dass in dem anderen Beispiel der Junge nach der Explantation auf einmal schlohweiße Haare hatte? Obwohl so etwas nach medizinischen Erklärungen eigentlich nicht möglich sein soll?

  • Beispiel der Junge nach der Explantation auf einmal schlohweiße Haare hatte?


    genau diese Geschichte kenne ich auch von der Mutter. Sie hatte verlangt, ihren Sohn noch einmal zu sehen und sie ist seitdem traumatisiert und bereut ihre Zusage zur Organentnahme unendlich. Sie hat einen dicken Ordner, alles vom Krankenhaus gesammelt und ihr älterer Sohn ist Arzt geworden und recherchiert jetzt alles nach und nach. Zu was Hirntote noch fähig sind, ist bekannt und in den Medien zu lesen. Dass das Thema mit der Organtransplantation solche Ausmaße annehmen wird, hätte man nie für möglich gehalten, als Barnard das 1. Herz transplantiert hatte.

  • Noch mehr interessiert mich die Frage, ob der Empfänger die Qualen der Entnahme spürt?


    Ich mache mir diesbezüglich wegen der Massentierhaltung Gedanken, denn die Hormone die ins Fleisch übergehen, wenn das Tier panische Angst hat, oder den Streß bei einem Transport, und und und, gehen die auf den Menschen über, wenn er dieses Fleisch ißt?

    Verändert es das Wesen des Menschen? Dann müßte es bei der Organtransplantation genauso sein?

    Zu der Frage kann ich dir das Buch 'Peace Food' von Rüdiger Dahlke empfehlen. Er ist ja in der Veganer und Alternativ Szene recht bekannt. Er sagt: Ja, wir nehmen all das Leid und die Hormone (vor allem von Masttieren) durchs Fleisch in uns auf. Nicht ohne Konsequenz .....

    LG Ramona

  • Dass das Thema mit der Organtransplantation solche Ausmaße annehmen wird, hätte man nie für möglich gehalten, als Barnard das 1. Herz transplantiert hatte.

    Die Ausmaße sind noch größer - nachdem es in Tierexperimenten geglückt war, haben bereits 2016 Ärzte in Erlangen eine Transplantation der Gebärmutter angeboten, zum ersten Mal in Deutschland. Im Jahr 2014 brachte eine Mutter in Göteborg weltweit das erste Mal überhaupt mit einer gespendeten Gebärmutter ein Kind zur Welt.

    Bei solchen Transplantationen gibt es allerdings die zwei- bis dreifach größere Anzahl an schiefgelaufenen Transplantationen, man schätzt die Dunkelziffer dabei noch um ein Vielfaches höher.

    Die Impfpflicht ruft? Sagt ihr, ich rufe zurück!

    2 Mal editiert, zuletzt von Dirk S. ()

  • Ich denke der ist das egal.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Es gab in unseren Kreisen beispielsweise Hebammen in die andere Richtung, die Verstorbenen begleitet haben, und danach erst wurde der zurückgebliebene Körper verbrannt.

    Ich denke, die katholische Kirche hat nicht ganz uneigennütz dafür gesorgt, daß diese "Hebammen" auf den Scheiterhaufen kamen, und die Leichenverbrennung an sich gerissen hat, bei welcher nun, so denke ich, die Seele das Gefühl haben muß im Fegefeuer gelandet zu sein.

    Nun wird auch noch das Märchen um die Widergeburt vom Papsttum abgeschafft, sodaß man sich anscheinend nicht mehr sorgen muß, unter welchen Höllenqualen die nicht vorhandene Seele ins Jenseits übertreten muß.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Es gab in unseren Kreisen beispielsweise Hebammen in die andere Richtung, die Verstorbenen begleitet haben, und danach erst wurde der zurückgebliebene Körper verbrannt.

    bei uns im Krankenhaus hatte ich bei Sterbenden ein besonderes Ritual.

    Wenn eine Person verstarb, habe ich das Fenster aufgemacht, damit die Seele ins Freie fliegen konnte.

    Jedenfalls habe ich das vom Tibetanischen Totenbuch und dem Buddhismus mitgenommen und fand diese Idee sehr schön.


    Auch Patienten berichteten mir die reanimiert wurden, das sie von oben ihren Körper gesehen haben und nicht mehr zurück wollten.

    Manche waren sogar richtig sauer das sie wieder im Krankenbett aufgewacht sind und die Reanimation erfolgreich war.

    Ich denke das ist eher eine Glaubensfrage und ich glaube jedenfalls das eine Seele sich wohl fühlt, wenn sie wieder nach Hause fliegen darf.:saint:


    LG

    Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.

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  • Auch Patienten berichteten mir die reanimiert wurden, das sie von oben ihren Körper gesehen haben und nicht mehr zurück wollten.

    Manche waren sogar richtig sauer das sie wieder im Krankenbett aufgewacht sind und die Reanimation erfolgreich war.

    Vielleicht aus dem Grund, weil der Körper in solch einem Moment jede Menge Hormone und Halluzinogene ausschüttet, beispielsweise DMT, das Dimethyltriptamin. Wird vom Körper auch bei der Geburt ausgeschüttet.

  • Das ist nicht einfach unglaublich und traurig, das ist eine saumäßig-rotzfreche Unverschämtheit! Und genau so muss man das auch mal in der Öffentlichkeit mit Nachdruck publizieren!

    Die Notlage von Menschen wird ausgenutzt, ist beim Thema der Impfung aber nicht anders.

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis jemanden, der im Krankenhaus arbeitet und zufälligerweise mal solch einen OP-Saal nach einer Explantation gesehen hat - der Raum sah aus wie ein Schlachtfeld!


    Nebenbei - die Mutter im Video spricht am Ende des Intervies von ihrem anderen Sohn, der mittlerweile Arzt ist und sich den von ihr erwähnten Ordner angesehen hat. Mit ihm gibt es ebenfalls irgendwo auf YT ein Interview.


    Und so, wie dieser Prof. Frey, Nierentransplanteur aus Berlin, über den sie spricht, reagiert - nämlich ziemlich unsicher, was Transplatationen in der eigenen Familie angeht - genauso zurückhaltend sind Ärzte auch beim Thema Impfung der eigenen Familie. In vielen Fällen zumindest.