Organspende...??

  • Ich habe verspätet den Taunus-krimi" Die Lebenden und die Toten" mit Ulrich Tukur gesehen, in dem es um Organspende ging.


    Ich bin ein gläubiger Mensch, Feuerbestattung war aus hygienischen Gründen immer klar und mit einem Organspende-ausweis konnte ich noch als Fast- Tote für die Lebenden da sein. Auch war vor Jahren ein Familienmithlied selber auf eine Spende angewiesen gewesen.

    Also war zersägt und ausgenommen zu werden nur ein kosmetischer Hinderungsgrund. Alles klar für die Patientenverfügung!


    Nach diesem Krimi sehe ich das anders:

    Die Angehörigen, besonders die junge Tochter, wurden derart subtil unter Druck gesetzt, ihre Einwilligung zu geben, weil leider keine Patientenverfügung vorlag, das ich nur an ein Schlachthaus denken konnte, indem noch mit den Toten Geld erwirtschaftet wird.


    Schade für die Kranken aber unter diesen schamlosen, respektlosen Bedingungen sag ich "Nein!" zu einem Organspende.-Ausweis und werde dies in meiner Patientenverfügung so festlegen.

    .

    Wie denkt ihr darüber?


    Gruß Gabriele

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Das ist die Realität und Spahn wollte doch anordnen, dass alle Menschen sich als Organspender unterziehen.

    Aber da hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht denke ich und viele haben sich diesbezüglich ziemlich aufgeregt.

    Nach dem Organspendeskandal in Deutschland sind die Menschen vorsichtig geworden.

    Haben wir jedoch wirklich darauf Einfluss?


    Um das herauszufinden müßte man beim Bestatter direkt noch einmal nach der Person sehen, ob dieser unversehrt und ohne frische Narben am Körper, seine Organe auch mit nimmt, bevor er in den Ofen kommt.

    Aber welche Familie macht das schon?


    Jedenfalls bin ich der Meinung, es sollte jedem Menschen überlassen sein sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

    Und eine Familie dann madig zu machen beim Tod eines Angehörigen, die Organe entnehmen zu dürfen, ist nicht nur würde sondern auch respektlos einem Toten gegenüber.

    Für mich ist das Körperverletzung am Toten.

    Grabschändung ist ja auch strafbar.


    LG

    Man muss dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

  • Organspende stand für mich nie zur Diskussion.

    Die Organe werden nicht Toten sondern Lebenden unter Vollnarkose entnommen. Die Definition für "klinisch tot" ist eine willkürliche, um überhaupt die Organentnahme legitimieren zu können. Organe von biologisch toten Menschen sind schlichtweg wertlos, da sofort die Verwesung beginnt.


    Worüber man diskutieren kann wäre eine Lebendspende, z.B. eine Niere für einen Familienangehörigen.

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • der Versuch mit den Innereien von Schweinen vielleicht nicht schlecht ?

    Soweit mit bekannt, ist das Schwein der Anatomie des Menschen am ähnlichsten.

    Die Diabetiker spritzen ja auch Insulin vom Schwein.

    Worüber man diskutieren kann wäre eine Lebendspende, z.B. eine Niere für einen Familienangehörigen

    das würde ich bedingungslos unterschreiben.

    Ich würde auch meinen Kindern ein Stück Leberlappen vermachen.:saint:

    Diese soll ja auch nachwachsen, weil sie eine hohe Regenerationsfähigkeit hat.

    Darüber wird nicht aufgeklärt.

    LG

    Man muss dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

  • Blutspenden, Lebendspenden an Verwandte und sich als Knochenmarkspender registrieren lassen, dass war und ist für mich im Einflussbereich des Spenders, doch dieses würdelose verwerten eines Körpers , der künstlich in Funktion gehalten wird , fühlt sich für mich einfach falsch an-

    Auch ich bin ein spiritueller,gläubiger Mensch für den die Seele real ist .

    Und über alle Zeiten hinweg , wurde der Tod eines Menschen mit Abschied von seinem Körper in Ritualen begangen, die für mich auch etwas mit dem Abschied der Seele von diesem ihren Körper zu tuen hat. Dieser Abschied kann sich über Tage hinziehen und so sollte das auch sein und nicht in einem bürokratischen Akt auf einem Krankenhausflur oder vor einem Schreibtisch.

    Körper und Seele sind im Leben eins und ihr Abschied von einander, sollte wenn möglich, gebührend

    begangen werden. Und ja , es geht natürlich auch um die Menschen, die zurückbleiben, aber vorallem um die Seele des Menschen, die sich möglicherweise nicht orientieren kann.... aber da kommt meine Zeit als schamanisch Arbeitende durch......... Jeder Tod/Übergang hat seine Zeit und es ist die Frage , wie weit wir Menschen da geradezu gewaltsam einfluss nehmen sollten, ohne das , was und ausmacht, zu verlieren.

  • Ich war auch bis vor kurzem dafür. Jemand Bekanntes ist seit 23 Jahren mit einer Spenderleber versorgt und es geht ihm super. Nach so vielen Jahren ist das aber nicht der Normalfall. Auch ich habe inzwischen so viel im Internet darüber recherchiert, viele negative Fälle, darum ist jetzt mein Ausweis mit einem "nein" versehen. U. a. habe ich von einer Mutter gelesen, sie wurde auch richtig unter Druck gesetzt, denn sowas eilt ja, vor allem für die Organemfänger. Nun ist ihr 2. Sohn Arzt geworden und hat die ganze Akte aufgerollt und da wurde festgestellt, dass der "hirntote" Sohn wohl noch was gespürt haben soll. Die Fachärzte sagen, hirntot ist hirntot, aber so ist es wohl nicht. Diese Zuckungen auf der Liege, wo die armen Leute "ausgeweidet" werden, sind real und finden nicht nur im Unterbewusstsein statt. Auch wenn hirntote Menschen nicht mehr lebensfähig wären, ist es nicht so, dass sie nichts mehr spüren. Und solange keine Schmerzmittel vor dem Ausweiden verabreicht werden, kann man das nicht gut heißen. Ich habe mir verschiedene Videos angeschaut, auch von einer ehemaligen OP-Schwester, die hat auch grausige Dinge geschrieben. Daher glaube ich nicht, dass die Menschen das nicht mehr spüren. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn todkranke Menschen endlich von ihrem schweren Leiden mit einer Lebendspende erlöst werden könnten, sie können schließlich nichts dafür, dass es so läuft wie es läuft. Aber ich finde, da geht es tatsächlich um Menschenrechtsverletzung der Spender.

    Das ist inzwischen meine Meinung.

  • Zitat:

    Ich würde auch meinen Kindern ein Stück Leberlappen vermachen.:saint:

    Diese soll ja auch nachwachsen, weil sie eine hohe Regenerationsfähigkeit hat.

    Darüber wird nicht aufgeklärt.


    Darüber wird erst im Krankenhaus aufgeklärt, wenn der Fall auftritt. Denn dazu gibt es ja nicht viel zu sagen, Lebern wachsen nach und das ist ja eine Lebendspende für beide Betroffene.

  • also ich kann ja mal erzählen und das entspricht der Wahrheit.


    Da war eine Frau gestorben und sollte am nächsten Tag zum Pathologen wegen dem Befund.

    Wir brachten die Frau spät abends in die Pathologie und am nächsten Tag saß diese als der Pathologe kam. auf dem Obduktion-Tisch.

    Lebend <X


    Und mit dem Hirntod ist das so ne Sache und würde ich nicht so schnell unterschreiben.

    LG

    Man muss dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

  • Wie Bernd schrieb: " Hirntod" ist NICHT= tot sondern eine rechtliche Klausel , um an Lebenden Organem. entnehmen zu können.War mir vorher nie so bewusst!!:/

    :!:Wurde auch erst 1985 mit dem TransplantationsG als Begriff entwickelt!

    Bin mal gespannt , was meine Tochter als angehende Medizinjuristin dazu sagt.


    Schönen Dank für eure hilfreichenAufklärungen!

    Gruß Gabriele :S

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

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  • Auch ich konnte mich nie mit dem Thema Organspende erwärmen. Erst recht nicht mehr, als ich mich informiert hatte und wusste, wie das von statten geht.


    Wie meine Vorredner schon schrieben

    - Organspende heißt nicht, dass man bereits tot ist

    - würdevolles sterben ist nicht mehr möglich


    Somit habe ich für mich beschlossen, dass ich weder Organspender sein werde aber auch kein Organ empfangen möchte (was in meinen Augen auch die einzig richtige Kehrseite der Medaille sein kann).

  • Ein schwieriges Thema, welches mir auch sehr unter die Haut geht, weil ja immerzu Werbung damit gemacht wird, daß man somit Kindern helfen kann.

    Sind diese Kinder dann wirklich glücklich, und können ein normales Leben führen?


    Mein ehemaliger Mitmieter wurde leider mit 76 Jahren am Gehirn operiert, weil er einen kleinen Tumor hatte, das alleine finde ich schon verwerflich genug, allerdings wurde er vor der Operation noch dazu gedrängt einen Organspendeausweis auszufüllen.

    Ich wollte ihn noch von der Operation abbringen, aber der Arzt hat ihm solche Angst gemacht, daß er meinte, die OP muß sein.

    Die Operation hat er zwar überlebt, aber er war danach nicht mehr serselbe, und ich mußte mit ansehen, wie es täglich mehr ein Stückchen bergab mit ihm ging.

    Möge er in Frieden ruhen, diesem Gesundheitssystem traute ich vorher schon kaum noch, nun aber noch weniger, und auch wenn diese Ärzte nicht wissen sollten was sie tun, wünsche ich ihnen dennoch, daß sie keinen Frieden finden solange sie es tun.

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Ich war mal als Mutter in so einer Situation und meine Tochter was schwer krank mit ner Autoimmun-Hepatits.

    Die kleine Maus lag lange in der UNI und die Ärzte sagten damals, es würde wahrscheinlich auf eine Lebertransplantation hinausgehen, sollte sich der Zustand nicht verbessern.

    Und wenn man die kleinen Kinder da liegen sieht mit einer frischen Transplantation wird einem schon anders ums Herz.

    Zum Glück ist uns das erspart geblieben und hatten super Ärzte und meine Tochter wurde gesund.


    Nur wie hätte ich mich entschieden wenn es darauf hinaus gegangen wäre?

    Wir waren uns einig ich hätte ein Stück meiner Leber für mein Kind gespendet, das wäre nämlich auch gegangen in dem Fall.

    http://www.klinikum.uni-muench…n/lebendspende/index.html

    Ich würde auch ein Niere spenden für meine Kinder.

    Jedenfalls für meine Kinder/Enkelkinder würde ich spenden.


    Vor ein paar Tagen habe ich gelesen das ein Mann sich ein riesen Tattoo auf die Brust tätowieren lassen wird mit der Aufschrft:

    Ich bin kein Organspender!

    Auch ne Möglichkeit:D

    LG

    Man muss dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskraft ()

  • Besonders gefährdet / begehrt sind Personen mit Blutgruppe 0 als Universalspender.


    Ärzte werden durch das juristische Konstrukt" Hirntod" vom Vorwurf des Todschlags bei Organentnahmen befreit.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


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  • Besonders gefährdet / begehrt sind Personen mit Blutgruppe 0 als Universalspender.

    Na da sagst du was<X Sehr begehrt diese Blutgruppe.


    Vielleicht ist dieser Hirntod auch nur so etwas wie eine Zwischenstation, zwischen Leben und Tod?

    Wer hat das recht dieses zu entscheiden?

    Die Schulmedizin entscheidet zwischen Leben und Tod!


    Hat man bei Hirntoten vielleicht auch mal versucht:

    "Klangmatratze, Stehbett, Physiotherapie und sehr viel Zuwendung zu geben?"

    Das glaube ich kaum, denn Krankenhäuser sind nichts weiter als ein wirtschaftlicher Zweig im Eigeninteresse.

    Und hier kommen Organe grade recht.

    https://www.youtube.com/watch?v=JUlW1FbrV7A


    Ich habe mal ein Buch gelesen über Nahtoderfahrungen und Menschen, die schon auf der anderen Seite waren und wieder zurück gekommen sind. Möglicherweise ist das so ein ähnlicher Zustand bei Hirntoten?

    Und die Patienten kriegen alles mit.

    Soll ja auch Patienten geben die ihrer eigene Operation mitbekommen haben und konnten sich durch die Narkose nicht äußern.

    Anschließend haben sie dann erzählt was der Arzt am OP-Tisch gesagt hat.

    Das macht mich alles sehr betroffen:(


    LG

    Man muss dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.

  • Die Art der Organentnahme ist für mich menschenunwürdig.


    Und was mir hier auch wieder auffällt: Fehlinformation der Betroffenen und Angehörigen.

    Mitleidsheischende Werbung soll überreden und weichkochen... - wie es tatsächlich aussieht, dazu braucht es einen Blick hinter die Kulissen.

    Es fehlen - wie in so vielen Bereichen - sachliche Info`s. Aber es geht ja wieder um Profit :evil:.

  • Soll ja auch Patienten geben die ihrer eigene Operation mitbekommen haben und konnten sich durch die Narkose nicht äußern.

    Anschließend haben sie dann erzählt was der Arzt am OP-Tisch gesagt hat.

    Ja weil man bei der Narkose Schlafmittel und Schmerzmittel bekommt, in diesen Fällen wurde zu wenig Schlafmittel gegeben, daher bekam der Patient es mit. Schlimmer ist, wenn zu wenig Schmerzmittel gegeben wird, das ist fatal, der Mensch auf dem OP-Tisch kann sich nicht äußern und kriegt die Operationsschmerzen mit. Es kommt manchmal vor, dass einer nicht nach Chema F die Dosis benötigt, sondern mehr benötigt. Nur soviel, obwohl es nicht direkt zum Thema passt.

  • Zitat von Lebenskraft:"Ich habe mal ein Buch gelesen über Nahtoderfahrungen und Menschen, die schon auf der anderen Seite waren und wieder zurück gekommen sind. Möglicherweise ist das so ein ähnlicher Zustand bei Hirntoten?"

    Das Buch von E. Kübler-Ross? Kenne ich auch mehrere,.

    Mein Verbandschef war vorher 5 Jahre Intensiv-Pflegder und hat häufiger reanimieren müssen.

    Auf Nachfrage bei denen , die dann zurückkamen, hat KEINER solche Erlebnisse gehabt, wie in den K.-Ross Büchern beschrieben. Seltsam!!!

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Mein Verbandschef war vorher 5 Jahre Intensiv-Pflegder und hat häufiger reanimieren müssen.

    Auf Nachfrage bei denen , die dann zurückkamen, hat KEINER solche Erlebnisse gehabt, wie in den K.-Ross Büchern beschrieben. Seltsam!!!

    Vielleicht wollten sie es ihm nicht erzählen, weil er die Frage seltsam gestellt hat?