"Gruppennützliche Arzneimittelforschung"

  • Interessant!

    Auszug aus dem Ärzteblatt habe ich meiner Tochter zugesandt, deren Prof. in einer Ethikkomission sitzt.

    Bin gespannt auf die Reaktion.


    Andererseits werden durch solche Aktionen evtl. die Tagedosen angepasst an den Gesundheits-/Alterszustand der Betroffenen.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Diese Rede erinnert an das Thema " Organspende". Auch hier wurden betroffene Patienten +Angehörige ungenügend aufgeklärt.


    Vllt. eine Möglichkeit, um die Arztgläubigen in unserer Gesellschaft wachzurütteln!

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Lieschen, das ist leider nicht so ganz neu, wie man vielleicht meint. Kaum jemand weiß heute, dass mehr als ein Drittel derArzneimittelforschung in den Dritte Welt Ländern gemacht wird. Aus Kostengründen und der großen Masse an willigen Probanten, die zumeist noch Analphabeten sind. Die dann oftmals überhaupt nicht wissen, worum es eigentlich geht, was mit ihnen gemacht wird. Nicht selten sterben Teilnehmer durch die Studien. Solche Studien sind grundsätzlich ein Verstoß gegen die Helsinki-Deklaration des Weltärztebundes, wonach Pharmatests nur erlaubt sind, wenn der Proband vollständig über die Risiken der Versuche aufgeklärt wurde.


    In Indien beispielsweise sind Studien gut 20 bis 50% günstiger, klinische Forschung wird daher in Zukunft noch stärker exportiert. Gesprochen wird hierbei von einem "neuen Kolonialismus". Interessanterweise ist aber gerade Indien das einzige Land der Welt, in dem seit 2005 die Verletzung der guten klinischen Praxis eine kriminelle Straftat ist und nicht bloß ein zivilrechtliches Vergehen. Da aber die indischen Ethik-Kommissionen lediglich auf dem Papier existieren und keinerlei Prüfungen der Studien vornehmen, mischen alle kräftig mit: Novartis, Bayer, Pfizer, Boehringer Ingelheim.

    Indische Ärzte verdienen an solchen Tests mehr als durch ihre eigentliche Tätigkeit, teilweise allein 3500 Euro als Vorabzahlung. Das entspricht in etwa einem Jahresgehalt an staatlichen indischen Krankenhäusern.

    Das WDR brachte am 10. September 2012 dazu eine Reportage mit dem Titel "Pharma-Sklaven".


    Wir sollten dabei nicht vergessen, dass es auch in der DDR in den 1980er Jahren durch 50 Unternehmen zu Studien kam, an denen hauptsächlich Patienten in Krankenhäusern teilnahmen, ohne davon gewußt zu haben. Erst nach Bekanntwerden von etlichen Todesfällen wurden diese heimlichen Studien abgebrochen.

  • Wir sollten dabei nicht vergessen, dass es auch in der DDR in den 1980er Jahren durch 50 Unternehmen zu Studien kam, an denen hauptsächlich Patienten in Krankenhäusern teilnahmen, ohne davon gewußt zu haben. Erst nach Bekanntwerden von etlichen Todesfällen wurden diese heimlichen Studien abgebrochen.

    Meine Tante hatte Brustkrebs und sollte ein Medikament bekommen dass sie nicht kannte (War Stationsschwester in einer Uniklinik). Sie fragte ihren FA und der antwortete, er würde ihr nicht empfehlen das zu nehmen weil dieses Medikament noch gar nicht zugelassen sei, vermutlich sei sie ein Versuchskaninchen. Er verschrieb ihr dann etwas Anderes mit dem er schon Lange Erfahrung hatte.

    Ich könnte wetten dass sie nicht die Einzige ist bei der das versucht wurde.

  • Meine Tante hatte Brustkrebs und sollte ein Medikament bekommen dass sie nicht kannte (War Stationsschwester in einer Uniklinik). Sie fragte ihren FA und der antwortete, er würde ihr nicht empfehlen das zu nehmen weil dieses Medikament noch gar nicht zugelassen sei, vermutlich sei sie ein Versuchskaninchen. Er verschrieb ihr dann etwas Anderes mit dem er schon Lange Erfahrung hatte.

    Ich könnte wetten dass sie nicht die Einzige ist bei der das versucht wurd


    mal aus dem Nähkasten geplaudert.8)

    Ich war mal im Dauernachtdienst beschäftigt und wie das früher so war, stellten wir die Tabletten noch selber.

    Nachts!

    Heute werden die ja in der zuständigen Hausapotheke gestellt um das Personal zu entlasten.


    Ich kann mich noch zurück erinnern, das manche Patienten Tabletten bekamen die extra standen und auch dokumentiert werden mussten, wer welche Tabletten von welcher Pharma-Firma in den Tabletten-Dispenser bekam.

    Auch bekamen manche Patienten Placebo, anstatt die eigentlichen Tabletten die vorgesehen waren.

    Das wurde morgens genau kontrolliert und weiterhin dokumentiert.

    Später erfuhr ich dann von einer Kollegin hinter vorgehaltener Hand, das es neue Tabletten waren die an Patienten ausprobiert wurden und noch in einer Studie laufen.


    Was da hinter unserem Rücken wirklich abläuft wird totgeschwiegen.

    Am besten die eigenen Tabletten immer mir ins Krankenhaus bringen und gut darauf aufpassen.

    LG


    Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.

    (Teresa von Avila)

  • Naja,dann...wenns schon immer so war....dann brauchen wir uns ja nicht mehr aufzuregen! (Ironie)

    wer ins Krankenhaus kommt wird krank.

    Und ich möchte nicht wissen was meine Mutter nachts als Cocktail im Altenheim kriegt?

    Ganz traurig alles.


    Nachtrag:

    Ich will das jetzt nicht so verallgemeinern, jedoch sollte der Patient sehr gut auf sich aufpassen.

    Noch besser die Angehörigen immer ein Auge darauf haben.:love:


    https://www.ndr.de/ratgeber/ge…,klinikaufenthalt100.html

    Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.

    (Teresa von Avila)

    3 Mal editiert, zuletzt von Lebenskraft () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Nur,dass es nicht Entscheidungsfähige sind,deren Missbrauch für Medikamentenversuche von zb auch einem Betreuer akzeptiert werden kann.

    Und alle reagieren,als sei ein Eis runtergefallen.Ooops,tschuldigung,lass mal neues kaufen.

    Diese Abgestumpftheit ist doch grausig,mein Freund hat mir halb Panikmache unterstellt....

    8|=O

    Naja,irgendwann trifft es alle und dann hats wieder keiner gewusst.

    Gute Nacht!<X

  • Diese Abgestumpftheit ist doch grausig,mein Freund hat mir halb Panikmache unterstellt....

    Ja. Wie war das: Das Leben ist manchmal eine Mischung aus Langeweile und Überforderung. Die Langeweile macht apathisch und auf die Überforderung reagiert man lieber nicht.

    Deshalb verbreite bloß keine Panik! Erstens ist das unbequem und zweitens können wir eh nichts dagegen tun... (ironisch gemeint):|

  • Pass wirklich auf,dass sie Deine Mutter nicht heimlich mit Neuroleptika vollhauen damit sie "pflegeleicht" ist!

    Neuroleptika sind für Senioren KEINE Leitlinie,fördern den mentalen Abbau und können buchstäblich "tödlich" werden.Lass Dir öfter mal den Medi-Plan zeigen!;)

    Wäre nicht das erste Mal.....:(:thumbdown:

  • Pass wirklich auf,dass sie Deine Mutter nicht heimlich mit Neuroleptika vollhauen damit sie "pflegeleicht" ist!

    Moin,

    darauf haben wir keinen Einfluss befürchte ich, denn nachts sind die Heime abgeschlossen.

    Bei 40 dementen Patienten auf einer Station und nur 2 Nachwachen haben wir keine Sicht ins Geschehen.

    Ich bin mal morgens ganz früh gekommen( unerwartet) und meine Mutter saß total verpeilt im Frühstücks-Tisch.

    Sie war nicht wach zu kriegen.

    Da war sie echt abgeschossen und habe das auch den Pflegern gesagt, dass ich so etwas nicht möchte.

    Bin ja die Person und Betreuung mit Richterbeschluss.


    Ferner hängen unter den Betten rote breite Bänder die darauf schließen lassen, dass die Leute nachts fixiert werden.

    Das hat mir unsere Fußpflege gesteckt und habe da mal unter die Betten geschaut.

    Fein zusammengerollt waren da echt breite Bänder die auf Fixierung schlossen.

    Sieht aus wie ein ganz breiter Gürtel mit Verschluss und wenn der angelegt wird, kommen die alten Menschen nicht mehr aus dem Bett.

    Nachweisen kann man es nicht, aber herausfinden darf ich es auch nicht.

    Ohne richterlichen Beschluss schon überhaupt nicht.

    Jedenfalls ist das Heim jetzt ein wenig vorsichtig und ich keine so gern gesehene Person die ihre Mutter besucht und nach dem rechten schaut.


    Auf jeden Fall kriegt man da selber Angst alt zu werden und macht sehr nachdenklich.

    LG

    Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.

    (Teresa von Avila)

  • Und alle reagieren,als sei ein Eis runtergefallen.Ooops,tschuldigung,lass mal neues kaufen.

    Diese Abgestumpftheit ist doch grausig,mein Freund hat mir halb Panikmache unterstellt....

    8|=O

    Naja,irgendwann trifft es alle und dann hats wieder keiner gewusst.

    Schon wahr, Lieschen, einfach nur noch zum Ko...


    Bin gestern Abend nach dem Einschalten des Fernsehers zufällig in einer politischen Talkshow gelandet. Gast war unter anderen auch Christian Lindner von der FDP. Die Moderatorin kam kurz auf die Freitagsdemos der Schüler zu sprechen, worauf dieser Lindner fast ausgerastet ist mit dem Hinweis, es gäbe eine Schulpflicht und Umweltschutz wäre etwas für Politologen und Profis, aber nichts für Schüler, denen der Durchblick fehlt. Angesprochen auf seine gut 1.000 Twitterkritiken nach seinen früheren, wohl ähnlichen Aussagen, meinte er, dass es ja nur 1.000 Beiträge wären bei über 82 Milionen Einwohnern. Das könne man ja wohl nicht wirklich ernst nehmen. Ich wäre fast in den Fernseher gehechtet! Wie arrogant muss solch ein Mensch eigentlich sein?


    Wenn es um die Schuldenbremse geht, müssen die nachfolgenden Generationen als Begründung für unliebsame politische Entscheidungen herhalten, da sind sie dann gut genug. Machen sie sich aber über die Zerstörung ihrer zukünftigen Umwelt Gedanken, sind diese Generationen einfach nur blöde und haben keine Ahnung.


    Es waren Politologen mit ihren "Profis" und politischen Handlangern, die uns DDT, Radioaktivität, Asbest, Contergan, Gentechnik, Nanotechnik, Handystrahlung und jetzt wieder Glyphosat als harmlos verkauft haben. Es sind Politologen, die bis heute kein vernünftiges Gesundheitswesen hinbekommen - eine Gesundheitsreform jagt doch immer noch die nächste. Es sind Politologen, die es nach wie vor nicht schaffen, die desaströsen Zustände in den Schulen abzustellen und für vernünftige Kitaplätze zu sorgen.


    Ich fand es bei dieser Talkschow aber vortrefflich, dass eine eingeladene Cathrin Kahlweit, Korrespondentin der SZ in London, diesem Herrn Linder rotzfrech ins Gesicht sagte, dass sie stolz wäre, wenn ihre Kinder an den Freitagsdemos teilnehmen würden. (Wobei ich jetzt nicht weiß, wie alt ihre KInder sind)


    Es wird Zeit, gerade solch einem Christian Lindner mal einen offenen Brief zu schreiben, der es in sich hat ....