Wünsche an die Mediziner von morgen.

  • Liebe Ärztinnen und Ärzte,


    Ich sehe es als gutes Zeichen, wenn Sie es bis hierher geschafft haben, auf diese tolle Homepage, wo Heiler sind und Menschen, die sich der alternativen Heilmedizin angeschlossen haben.

    Weltweit steigt die Zahl der chronischen Krankheiten.

    Immer mehr Patienten wenden sich deshalb der Heilmedizin zu.

    Sind Körper und Seele vielleicht doch feiner verwoben, als die Schulmedizin annimmt?


    Die Wirkung von Heilung hängt davon ab, mit welchen Worten, welcher Haltung und welcher Zuwendung es den Menschen verabreicht wird.

    Am besten schreibt ihr einmal auf, warum ihr Medizin studieren wollt und was ihr anders machen wollt, als eure Kollegen.

    Schaut in jedem Semester auf den Zettel und checkt, ob ihr auf der richtigen Spur seid.

    Wofür es sich lohnt dieses Studium wirklich zu wagen.


    Begegnet und berührt die Menschen so, wie es ihnen gut tut.

    (Was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu)

    Und pflegt bitte euren Humor!

    Humor beginnt übrigens immer da, wo der Spaß aufhört.

    Humor ist nichts Oberflächliches, sondern das tiefe Verständnis davon, dass Dinge manchmal nicht zu ändern sind, dass das Leben gleichzeitig schön und schrecklich ist, und dass wir aus Staub kommen und zu Staub werden und dazwischen viel Staub aufgewirbelt wird.


    Verschenkt da wo ihr könnt,ein Lächeln und eine Berührung.

    Zieht andere mit!

    Humor soll übrigens auch zur Heilung beitragen:saint:

    https://www.youtube.com/watch?v=bvm5EJmdaoE


    LG

    „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort.Dort treffen wir uns.“

    (Rumi)





  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Warum studieren Sie Medizin? Das fragt Priv.-Doz. Dr. biol. hom. Harald Jurkat die Studierenden in Gießen.

    Der Psychologe leitet am Fachbereich Medizin der dortigen Universität die Berufsfelderkundung und ist in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie tätig. Seine Erfahrung: Die Studenten haben in erster Linie idealistische Motive. Das gesellschaftliche Ansehen oder die Verdienstmöglichkeiten seien sekundär. „Viele studieren Medizin, weil sie später gute Ärzte werden wollen“, sagt er. Als Eigenschaften eines guten Arztes werden genannt: empathisch sein, zuhören, kompetent sein.


    Nach Jurkats Einschätzung spielen auch negative Vorerfahrungen mit Ärzten bei den Studierenden eine Rolle. Daraus resultiere der Wunsch, es einmal besser machen zu wollen. „Dadurch bringt man sich natürlich ganz schön unter Druck“, betont Jurkat. Studien belegen: Die Depressionsrate bei Ärzten am Beginn des Berufslebens ist höher als bei der gleichaltrigen Allgemeinbevölkerung. „Das liegt sicher auch an dem überdurchschnittlichen Idealismus, den Ärzte im Vergleich zu anderen Berufsgruppen haben“, ist Jurkat überzeugt. Natürlich spielen aber auch der Zeitdruck und die mangelnde Wertschätzung durch Vorgesetzte eine Rolle.


    Das Bild vom idealen Arzt verändert sich im Laufe der Berufstätigkeit. Für Berufseinsteiger steht zunächst einmal die Kompetenz in Diagnostik und Therapie im Vordergrund. Je länger die Ärzte tätig sind, desto häufiger werden menschliche Zuwendung und kommunikatives Geschick genannt. Das hat der Psychologe Jurkat in mehreren empirischen Untersuchungen herausgefunden. Den Anspruch der Patienten empfinden die Ärzte als hoch, besonders die Erwartung, „allzeit bereit“ zu sein. Ärzte mit längerer Berufserfahrung gaben häufiger als jüngere Kollegen an, es sei wichtig, Grenzen zu setzen.


    Wenn Berufseinsteiger die Arbeit in der Klinik beginnen, fehlt es nicht an guten Vorsätzen. Trotzdem werden manchmal aus motivierten Absolventen in wenigen Jahren ausgebrannte Zyniker. Viele Ärzte gewöhnen sich Dinge wieder ab, die sie einmal richtig fanden – zum Beispiel die ausführliche Anamnese. Der US-amerikanische Kardiologe und Friedensnobelpreisträger Prof. Dr. Bernard Lown findet das fatal. In seinem Buch „Die verlorene Kunst des Heilens“ schreibt er: Etwa 75 Prozent der Diagnosen kann man durch eine gute Anamnese stellen, weitere zehn Prozent nach einer körperlichen Untersuchung. „Die Anamneseerhebung ist der wichtigste Aspekt des Arztseins“, meint er. Doch in der täglichen Arbeit wird sie zunehmend nebensächlich. Hier regieren die Technik und das Spezialwissen. „Da es unökonomisch ist, viel Zeit mit dem Patienten zuzubringen, wird die Diagnose mittels Ausschlusskriterien gestellt“, bemängelt Lown. Mit diesem Vorgehen wollen sich die Ärzte auch juristisch absichern. Allerdings ist eine solche Medizin nicht immer mit dem Grundsatz „Primum non nocere“ vereinbar – dem Patienten zunächst einmal nicht schaden.


    Und was sagen die Patienten?

    Ihnen ist vor allem eins wichtig: Zeit.

    Sie wünschen sich einen Arzt, der Zeit hat, zuzuhören und zu erklären.

    Das ist das Ergebnis einer europäischen Studie, an der vor einigen Jahren das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA-Institut) beteiligt war. Weitere Kriterien: Die Patienten möchten möglichst schnell einen Termin bekommen – insbesondere, wenn es sich um etwas handelt, das aus ihrer Sicht dringlich ist. Sie legen außerdem Wert darauf, dass die Vertraulichkeit gewahrt bleibt. Die Patienten wollen, dass der Arzt ihnen verständlich sagt, was ihnen fehlt. Und selbstverständlich erwarten sie, dass der Arzt fachlich auf dem neuesten Stand ist. Befragt wurden für die Studie Patienten in Hausarztpraxen. Die Ergebnisse seien aber auch auf Facharztpraxen und Krankenhäuser übertragbar, erläutert Prof. Dr. med. Dipl.-Soz. Joachim Szecsenyi vom AQUA-Institut.


    Patienten wollen die Aufmerksamkeit ihres Arztes.

    Sie wollen ihm vertrauen können – besonders wenn sie sich in einer Situation ausgeliefert und hilflos fühlen.

    Ärzte werden immer einen Wissensvorsprung haben. Zugleich findet ihre Arbeit aber unter Zeitdruck statt. Dörner will dies als Ausrede jedoch nicht gelten lassen. Man solle dem Patienten die volle Aufmerksamkeit schenken, auch wenn man nur fünf Minuten Zeit habe. Er warnt vor der Trennung „sprechender“ und „handelnder“ Medizin. Eine Gefahr sieht er darin, den Patienten einfach auszufragen. „Dann erfahre ich nicht seine, sondern meine Wahrheit“, so Dörner. Der Frankfurter Chirurg Dr. med. Bernd Hontschik gibt jedoch in seinem Buch „Körper, Seele, Mensch“ zu bedenken:

    „Nachdem aber die Ärzte zu Technikern erzogen wurden, wie können sie nun als Ärzte handeln?“


    Patienten wollen heutzutage Mitentscheiden!

    Wenn es einen annähernd objektiven Maßstab für den guten Arzt gibt, dann sicher die Fachkompetenz. Die meisten anderen Kriterien beziehen sich auf das Arzt-Patienten-Verhältnis. Das kann man in drei Modelle einteilen*:


    paternalistisches Verhältnis: väterlich-fürsorglich; der Arzt ist der überlegene Experte.

    Er entscheidet für den Patienten zu dessen (vermeintlichem) Besten.

    Partnerschaftsmodell: Der Arzt begleitet und berät den Patienten und hilft ihm, zu einer eigenen Bewertung zu kommen.

    Bei anhaltendem Dissens respektiert er die Patientenentscheidung.


    Konsumentenmodell: sachlich; der Arzt ist in erster Linie der technische Experte. Entscheidungen liegen allein beim Patienten.

    „Jedes dieser Modelle hat in bestimmten Situationen seine Berechtigung“, sagt Prof. Dr. med. Bettina Schöne-Seifert, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Universität Münster. Zum Beispiel könne in Notfallsituationen das paternalistische Verhältnis durchaus erforderlich sein. In anderen Fällen habe auch das Konsumentenmodell seine Berechtigung, etwa wenn nur eine kleine Warze am Nasenflügel entfernt werden soll. Bei dem Begriff Konsumentenmodell geht es im Übrigen nicht in erster Linie darum, dass der Patient Behandlungen bezahlt. Entscheidend ist, dass der Arzt als reiner Fachexperte aufgesucht wird. Das kann auch bei bestimmten Konsiliaruntersuchungen gelten. „Dann wünscht und erwartet niemand, dass der Arzt ein enger Vertrauter wird“, meint Schöne-Seifert.


    In vielen Situationen stehen die drei Modelle zur Auswahl. „Wenn es um tiefgreifende Entscheidungen, schwerwiegende Diagnosen und eine langfristige Behandlung geht“, sagt Schöne-Seifert. Dann wird heute mehrheitlich das partnerschaftliche Modell als Ideal gesehen. Der Arzt soll den Patienten ernst nehmen. Dieser hat das Recht, den Sachverhalt so gut wie möglich zu verstehen und ohne Druck zu entscheiden.


    Der barmherzige Samariter ist zwar kein Arzt, aber sein Handeln steht für Mitmenschlichkeit.

    Gesellschaftliche Grundvorstellungen bestimmen das Arztideal. Hierzulande gehen sie auf christliche und humanistische Werte zurück. Doch das Bild verändert sich auch mit dem Zeitgeist. Ein Beispiel: Die Gesellschaft geht heute anders mit Kindern um als noch vor 100 Jahren. Entsprechend erwartet man von Ärzten, dass sie Kinder respektvoll behandeln. Die Vorstellung von gutem ärztlichen Handeln hängt also vom Menschenbild einer Gesellschaft ab. „Die Frage nach dem guten Arzt hat im Endeffekt auch mit der Frage danach zu tun, was man generell als guten und respektvollen Umgang miteinander ansieht“, erläutert Schöne-Seifert.


    Die Gesellschaft debattiert nicht regelmäßig darüber, was ein guter Mensch ist. Analog findet im Gesundheitswesen keine Diskussion über den guten Arzt statt. Trotzdem ist der Arztberuf etwas Besonderes. Zumindest ist in der Bevölkerung die Annahme verbreitet, dass Ärzte den hippokratischen Eid schwören. Vermutlich hat das weniger mit dem Eid selbst zu tun, dessen Inhalt kaum bekannt sein dürfte. Darin drückt sich eher der Wunsch aus, dass es ein ärztliches Ethos gibt. „Und ich halte es auch für berechtigt, wenn die Öffentlichkeit sich das Bekenntnis zu einer bestimmten ärztlichen Grundhaltung wünscht“, betont Schöne-Seifert.


    Eine Art Eid ist das Genfer Gelöbnis des Weltärztebundes von 1948, das bereits mehrfach überarbeitet wurde. In einer modifizierten Form wurde es in die (Muster-)Berufsordnung aufgenommen (siehe Kasten). Persönlich leisten muss man es nicht, doch es enthält zentrale ärztliche Grundsätze. Gleiches gilt für die Berufsordnung. Verankert ist hier die Pflicht zu Verschwiegenheit, Aufklärung und Fortbildung. Ärzte sollen ihr Handeln am Wohl des Patienten ausrichten. Sie dürfen bei ärztlichen Entscheidungen keine Weisungen von nichtärztlichen Dritten annehmen. Schließlich geht es in der Berufsordnung um Integrität: „Der ärztliche Beruf ist kein Gewerbe.“


    Wie sieht ein solches Vorbild aus?

    Steht am Ende doch der „Halbgott in Weiß“? Fachlich hervorragend, immer den richtigen Ton treffend, stets kollegial, freundlich und empathisch. Man kann von Ärzten nicht erwarten, Übermenschen zu sein. Auch sie machen Fehler. Häufiger als andere Berufsgruppen sind sie in fachlich oder emotional schwierigen Situationen. Die Medizinethikerin Schöne-Seifert gibt zu bedenken: „Der Schaden, den Ärzte anrichten können, wenn sie Charakterschwächen haben, ist tendenziell größer als bei vielen anderen Berufen.“ Darüber müssten sich Ärzte bei der Wahl ihres Berufes und Arbeitsfeldes klar sein. Verfüge ein Arzt über wenig Empathiefähigkeit, habe das andere Folgen als bei einem

    Informatiker.

    https://www.aerzteblatt.de/arc…ie-Was-ist-ein-guter-Arzt

    LG

    „Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort.Dort treffen wir uns.“

    (Rumi)