Phosphorus: Das homöopathische Arzneimittelbild

Mittelherkunft und arzneiliche Wirkung von Phosphorus

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Eines der wichtigsten Grundbausteine des Lebens ist Phosphor. Er ist einer der wichtigsten Bestandteile einer jeden Zelle und kommt damit im ganzen Körper vor. Ebenso wichtig sind einige seiner Salze wie z. B. das Adenosintrophosphat. Es ist mit zuständig für die Energiebildung in den Muskeln. Kalzium wird erst durch Phosphor aktiviert. Durch diese Wichtigkeit kann aus Phosphor ein sehr wirksames Medikament hergestellt werden.

Phosphorus oder auch gelber Phosphor genannt gibt es als Globuli, Tabletten oder Dilutionen in verschiedenen Potenzen.

Die Krankheitsbilder, die gezielt mit Phosphorus behandelt werden, sind äußerst vielfältig. Die häufigsten Symptome und Beschwerden sind: 

  • Kälteempfindlichkeit, die Patienten brauchen Wärme. Die Krankheitssymptome werden durch Kälte verschlechtert. Kopfschmerzen werden aber umgekehrt durch kalte Luft gemildert. Symptome wie Übelkeit und Magenschmerzen werden ebenfalls durch Kälte verbessert, also durch Aufnahme von kalten Getränken. Aber sobald sich diese im Magen erwärmt haben, werden sie wieder erbrochen.
  • Brennende Schmerzen zwischen den Schulterblättern. Brennen entlang der Wirbelsäule. Brennen von Handflächen. Brennen im Mund, in der Speiseröhre oder im Magen. Ferner intensive Hitzegefühle im Rücken.
  • Ausgeprägte Blutungsneigung auch von kleinen Wunden. Empfindlichkeit gegen Stöße mit schnellem Entstehen von blauen Flecken. Blut befindet sich in Absonderungen aus der Nase oder im Urin. Häufige Neigung zu Nasenbluten, das sehr helle und flüssige Blut scheint nicht zu gerinnen. Auch Zahnfleischbluten wird häufig beobachtet.
  • Charakteristische Symptome weisen auch Magen und Darm auf. Patienten verlangen kalte Getränke, Eis oder Ähnliches. Der Drang nach stark gewürzten oder salzigen Speisen ist verstärkt vorhanden. Das Essverhalten ist unkontrolliert, auch nachts werden Speisen zu sich genommen, wobei Fisch besonders beliebt ist. Auch trinkt der Kranke äußerst viel, teilweise in Unmengen. Isst der Patient nichts, bekommt er sehr schnell ein flaues Gefühl im Magen und wird körperlich schwach. Auch der Rückfluss nimmt stark zu, sodass die Speisen wieder in den Mundraum hochkommen. Oft wird beschrieben, dass der Kranke meint, der Darmausgang wäre geöffnet, was aber in Wirklichkeit nicht der Fall ist.
  • In der Nacht schlafen Gliedmaßen ein, wenn der Patient auf der falschen linken Seite liegt. Auf der rechten Seite zu schlafen bedeutet aber eine Besserung des Leidens.
  • Angstgefühle in der Dämmerung oder im Dunkeln, oder aber vor Gespenstern, die in den Räumen vermeintlich zu sehen sind. Dazu kommt Furcht vor Unwettern oder Gewittern. Daraus entstehen bei den Kranken dann u. a. Kopfschmerzen. Jeder Wetterumschwung verschlechtert den gesundheitlichen Zustand. Die bei den meisten Patienten vorhandene Ruhelosigkeit wird durch Angst noch verstärkt. Sie müssen ständig in Bewegung sein, quasi hyperaktiv.
  • Unwohlsein, wenn die Patienten keine Ansprache haben, also alleine sind. Deshalb suchen sie Gesellschaft. Körperliche Kontakte wie eine Massage verbessert ihr Krankheitsbild.
  • Gleichgültigkeit gegenüber geliebten Menschen oder Verwandten bei fortgeschrittener Erkrankung. Der Erkrankte verkehrt seine Ruhelosigkeit in Apathie, wird also körperlich und geistig langsam, seine Bewegungen und Sprache ebenso.

Phosphorus hilft auch bei folgenden Erkrankungen:

  • Schwindel aus verschiedenen Anlässen wie schnellem Drehen, bei plötzlichen Kopfbewegungen, beim Herabsehen oder bei Überanstrengung der Augen.

Phosphorus ist auch bei Schwangeren und Kindern anwendbar, eine zu hohe Dosierung ist aber grundsätzlich immer zu vermeiden.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 24.07.2012 aktualisiert

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