Allergie
Antikörper E 25 Xolair
Eigentlich sollte der neue IgE-Antikörper E 25 gegen schweres allergisches Asthma schon 2001 auf den US-Markt
kommen. Doch wegen zu kleiner Studien forderte die USArzneimittelzulassungsbehörde FDA weitere Daten an. Nachdem
die drei Hersteller neue Studien an über 4.000 Probanden vorgelegt hatten, wurde E 25 unter dem Handelsnamen Xolair
im Juli 2003 zunächst in den USA zugelassen.
Der Antikörper E 25 (Wirkstoff: Omalizumab) gilt als revolutionäre Entwicklung, weil er die freien
IgE-Antikörper bereits im Blut bindet. So dockt E 25 genau an der Bindestelle des IgE an, die sonst an der
Mastzelle festmacht. Damit verhindert E 25 bei Allergenkontakt (z. B. Pollen) die Histaminausschüttung, die sonst
die allergische Entzündung der Bronchialschleimhaut verursacht. Das neue Medikament wird alle 2 bis 4 Wochen vom
Arzt unter die Haut gespritzt.
Der Antikörper E 25 gilt als gut verträglich
Nach Angaben der Hersteller hat E 25 nur wenige Nebenwirkungen.
Zu den häufigsten zählen Virus- und Atemwegsinfektionen sowie Kopfschmerzen. Ob die mit 0,5 % leicht erhöhte
Tumorrate bei den mit E 25 behandelten Studienteilnehmern mit der Anti-IgE-Therapie zusammenhängt, konnte nach
Auskunft der Hersteller bislang nicht belegt werden.
In der nicht mit E 25 behandelten Vergleichsgruppe hatte die Tumorrate bei 0,2 % gelegen.
Zwar deuten die bisherigen Studienergebnisse daraufhin, dass E 25 auch bei schwerem Heuschnupfen wirksam ist,
eine Zulassung für diese Indikation wurde aber noch nicht erteilt.
Im Juli 2009 äußerte die amerikanische Zulassungsbehörde FDA jedoch Zweifel an der Sicherheit
des Mittels. Im Rahmen einer noch nicht abgeschlossenen Patientenstudie mit 7500 Teilnehmern sei es
bei Xolair zu einem unverhältnismäßig hohem Anstieg an Herzkrankheiten und Kreislauferkrankungen gekommen: unter anderem
Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und
Thrombosen. Die FDA prüft, ob tatsächlich Xolair dafür verantwortlich ist.
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