Wenn man nur noch zu Zweit ist, verändern sich die Mengen der Portionen gegenüber dem, was man früher als Familie auf den Tisch brachte, doch ganz erheblich. Wenn es früher Huhn gab, wurde mind. ein Huhn pro Mahlzeit kalkuliert.
Jetzt mache ich aus einem Huhn mehrere Mahlzeiten, nachdem mein Mann trotzdem schon mehrfach ein ganzes Huhn mitgebracht hat.
So habe ich das erste Mal Hühner zerteilt und war dazu übergangen aus dem Rest, also den Flügelspritzen und dem Körper mit den Resten am Rücken eine Suppe zu kochen.
Aber hat das vielleicht wie die Hühnersuppe geschmeckt, die ich von vereinzelten Essen kannte? Nö. Natürlich nicht.
Ich hatte schon überlegt, das ein Suppenhuhn sicher mehr Geschmack hat.
Aber jetzt hatte ich plötzlich ein Huhn und es war Neujahr.
Jedes Jahr das Gleiche. Man stößt um Null Uhr an, und danach steht die angebrochene Flasche so lange im Kühlschank, bis ich die Reste in irgendwelchen Essen verkocht habe.
Diesmal nicht.
Denn es gibt doch Champagnerhuhn.
Dazu wird das Huhn wie üblich zerteilt, und erst einmal 40 Minuten gekocht, als würde man Hühnersuppe machen.
Danach werden die gewünschten Hühnerteile pro Mahlzeit in der Pfanne in Butter gebraten und auch wenn ich es mir bei gekochter Hühnerhaut nicht vorstellen konnte, geht das sehr gut.
Die Soße habe ich nach Rezept ganz klassisch mit Mehlschwitze 30 g Mehl/30 gr. Butter, 1/4 Liter Sekt/Schaumwein, 1/4 Liter Hühnerbrühe, Thymian, Salz, Pfeffer, Sahne extra zubereitet und einkochen lassen.
Die Champignons und das Eigelb, die eigentlich an diese Soße gehören, habe ich weggelassen, weil ich sie für 2 Essen benutzt habe.
Die Hühnerteile, Brüste und Schenkel halbiert, habe ich mit 1 Packung Tiefkühl-Suppengemüse (da stört vielleicht die Petersilie), 1 Möhre, 1 Zwiebel, 1 Stück selbst eingefrorener Petersilienwurzel, plus einigen Gewürznelken, 1 großen Lorbeerblatt, 1 TL Pfefferkörnern und jede Menge Thymian in 1,5 Liter Wasser aufgekocht, noch 1 TL Salz zugefügt und 40 Minuten köcheln lassen.
Diese Brühe wurde wirklich sehr gut.
Nachdem ich die Hühnerteile und den 1/4 Liter Brühe für die Soße entnommen hatte, habe ich später den Rest vom Huhn dazu, nochmal 1,5 Liter Wasser, nochmal Salz und ein Stück frischen Ingwer. 3 Stunden köcheln lassen. (wäre wohl dabei nicht nötig.) Danach alles durchs Sieb, also das ausgekochte Gemüse weg und frisches Gemüse dazu, nochmal kurz durchgekocht, zum Schluss abgeschmeckt und noch das Hühnerfleisch dazu.
Ich schreibe Euch das, da sie uns besonders gut geschmeckt hat und in der Tat geschmacklich die beste Hühnersuppe war, die ich bisher gekocht habe.
Nachdem man die Hühnerteile nach 40 Minuten kochen wie gewohnt weiterverwenden und sogar braten kann und gekochtes Hühnerfleisch auch für Hühnerfrikassee optimal ist, überlege ich, ob ich mit dem Huhn jetzt immer so verfahre und zukünftig die gekochten, statt der rohen Hühnerteile vorbereite und einfriere.![]()
Natürlich muss ich unbedingt auch noch irgendwann ein Suppenhuhn probieren.![]()
Vielleicht habt ihr ja auch noch ein richtig gutes Hühnersuppenrezept.![]()

