Kalium gegen Osteoporose & Hypertonie

  • Physiologische Bedeutung

    Neben Natrium hat Kalium große Bedeutung für die Regulation des Blutdrucks.[53][54] Epidemiologische Studien belegen, dass eine erhöhte Kaliumaufnahme mit einer Blutdrucksenkung einhergeht und das Risiko für Schlaganfälle reduziert. Die blutdrucksenkende Wirkung von Kalium wurde auch in Supplementierungs­versuchen nachgewiesen.[55][56][57][47][58][59][60][61][62]

    Eine blutdrucksenkende Wirkung konnte auch allein durch die so genannte DASH (Dietary Approaches to Stop Hypertension) Diät (reich an Vollkorn-Getreideprodukten, Obst, Gemüse, Geflügel, Fisch und Nüssen) erreicht werden. Diese Diät enthält im Gegensatz zur üblichen Kost weniger Kochsalz und gesättigte Fette, relativ viel Kalium, aber auch mehr an anderen Nährstoffen wie Magnesium und Calcium, die auch für eine blutdrucksenkende Wirkung mit verantwortlich gemacht werden.[63][64][65] Aus diesem Grunde sollte eine obst- und gemüsereiche Kost (reich an Kalium) in Kombination mit einer moderaten Senkung der Natriumzufuhr empfohlen werden, da sich ein Verhältnis Natrium zu Kalium von 1 oder weniger günstig auf den Blutdruck auswirkt. Eine Angleichung der Kaliumzufuhr an eine hohe Natriumaufnahme ist nicht sinnvoll.[66] Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt die blutdruckerhöhende Wirkung von Natrium.[67]

    Kalium hat außerdem einen positiven Einfluss auf den Knochenstoffwechsel, da eine höhere Kaliumzufuhr eine erhöhte Calciumausscheidung verhindert, die durch eine hohe Kochsalzzufuhr hervorgerufen wird. Kalium fördert somit die renale Calciumretention in der Niere und verhindert den Calciumabbau aus den Knochen.[68][69][70] In diesem Zusammenhang sind auch der Einfluss des Begleitanions, der Zusammensetzung der Nahrung und des Lebensalters auf den Säuren-Basen-Status zu beachten.[71][72][73][74][75][76][77] Für Kaliumcitrat ist in klinischen Studien nachgewiesen, dass es dem Calciumverlust über die Niere und dem Calciumabbau aus den Knochen entgegenwirkt.[78][79][80] So zeigte eine prospektive kontrollierte Interventionsstudie bei 161 postmenopausalen Frauen mit Osteopenie, dass die partielle Neutralisierung einer diätinduzierten Säurebelastung (mittels 30 mmol Kaliumcitrat pro Tag, entspricht 1,173 g Kalium) über einen Zeitraum von zwölf Monaten die Knochendichte signifikant erhöht und die Knochenstruktur deutlich verbessert. Kaliumcitrat wirkte dabei genauso effektiv wie Raloxifen, ein Östrogen-Rezeptor-Modulator, der bei der Behandlung und Prävention von Osteoporose bei postmenopausalen Frauen eingesetzt wird.[78]

    Kalium gehört zu den wichtigsten Elektrolyten der Körperflüssigkeit und ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mitverantwortlich. Bei Leistungssportlern kann es durch übermäßiges Ausschwitzen von Kalium zu Krämpfen und Erschöpfungszuständen kommen.

    Kaliumreiche Nahrungsmittel wirken harntreibend/entwässernd. Bei dialyse­pflichtigen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist es wichtig, dass sie stark kaliumhaltige Lebensmittel meiden, da es bei Hyperkaliämie zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen kann.

    Die in den Vereinigten Staaten zu Hinrichtungen verwendete Giftspritze enthält unter anderem Kaliumchlorid, welches zu einer Lähmung der Herzmuskulatur und damit zum Tode führt.

    HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Für jegliche von mir gegebene medizinische Fachliteratur an Dritte, die aus Pro- und Kontrastudien oder aus Überzeugung basieren. Ebenso distanziere ich mich vom Konsum, Verkauf oder Vermittlungen illegaler Substanzen. Beiträge und PN-Nachrichten unter Vorbehalt und ohne Gewähr im Hinblick auf Dritte.


    Gesunde Grüße

    Medico

  • Beitrag von Modena ()

    Dieser Beitrag wurde von René Gräber gelöscht ().
  • Was passiert wenn man zu viel Kalium nimmt?

    Exitus letalis <X

    Eine Hyperkaliämie äußert sich häufig unspezifisch, gelegentlich durch Parästhesien oder Muskelzuckungen. Im weiteren Verlauf sind Herzrhythmusstörungen und Bradykardien typisch, es kann zum Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperkali%C3%A4mie


    LG

    Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.

    Die Energie folgt der Aufmerksamkeit ( Buddha)



    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskraft ()

  • Hallo Mara,

    ganz so gefährlich ist die Supplementierung von Kalium nicht. Bis 2.000 mg gibt es überhaupt keine Bedenken. Diesen Tagesbedarf vertritt sogar die DGE. Burgerstein und Gröber gehen in ihren Handbüchern bis 5.000 mg täglich.

    Mangel kann sich unter anderem durch

    Müdigkeit

    Verstopfung

    Schwindel

    Muskelschwäche

    Veränderungen der Herztätigkeit (Arrhythmien oder gesteigerte Herzschlagfrequenz)

    Absinken des Blutdrucks und des Blutzuckers

    äußern.


    Gute Kaliumlieferanten sind unter anderem (mg auf 100 g):

    Sojamehl 1.870

    Weiße Bohnen 1.310

    Linsen 810

    Spinat 635

    Bananen 345


    Auszug aus Burgerstein:

    Zufuhrempfehlungen

    Die aktuelle Empfehlung für eine adäquate Zufuhrmenge für Kalium lautet 4,7 g (AI/DRI, 2005) bzw. 4 g (DACH, 2013) /Tag. Die ungefähre durchschnittliche Zufuhrmenge in der Bevölkerung liegt zwischen 3 und 4 g/Tag. Eine ausreichende Versorgung mit Kalium kann bei einer vollwertigen Ernährungsweise mit einem hohen Anteil von Frischkost erreicht werden.


    Überdosierung

    Ein Kaliumüberschuss kann zu Herzrhythmusstörungen, Schwäche- und Angstzuständen, Blutdruckabfall, Verwirrung sowie zu einer Gefühllosigkeit der Hände und Füße führen. Nach der Einnahme von Kaliumpräparaten kann es in seltenen Fällen zu Durchfällen und Erbrechen kommen. Personen mit Nieren- oder Herzerkrankungen sollten deshalb Kaliumpräparate nur unter Aufsicht eines Arztes einnehmen.


    Liebe Grüße

    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Dann lass ich es mal lieber<X


    LG

    Ja wenn man Kaliumchlorid direkt in die Vene injiziert.


    Ich nehme täglich 1000mg Kaliumcitrat und es tut mir super gut!!

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    Gesunde Grüße

    Medico

  • Ich dachte bisher dass Kalium ausreichend über die Nahrung zugeführt werden kann.

    Ich denke es noch immer...

    Die Bevölkerung nimmt sogut wie immer mehr Natrium auf als Kalium. Aber JA geht über Nahrung.

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    Gesunde Grüße

    Medico