Gamma-GT: Gamma-Glutamyl-Transferase - Verständlich Erklärt

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Gamma-Glutamyl-Transferase (auch: Gamma-GT, bzw. gGT genannt), ist ein Enzym, das bei Blutuntersuchungen indirekt zum Nachweis von Leberschäden und Lebererkrankungen dient.

Das Gamma-GT liegt membrangebunden in den Leberzellen vor und gelangt schon bei kleinsten Verletzungen des Organs in die Blutbahn. Bei gesunden Frauen liegt der Wert unter 39 U/l, bei Männern ist er niedriger als 66 U/l.

Erhöhtes Gamma-GT wird für eine genaue Diagnose immer zusammen mit anderen Leberwerten betrachtet. Es steigt aber proportional zur Schwere der Leberschädigung.

So ist ein leicht erhöhter Gamma-GT-Wert ein Indikator für Fettleber, eine unkomplizierte Virushepatitis oder das Pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose). Starke Erhöhung des Enzyms kann Hepatitis, Leberzirrhose, Lebertumore oder -metastasen, aber auch eine Schädigung durch Medikamente zur Ursache haben.

Auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) kommt in Frage. Sehr stark erhöht ist das membrangebundene Enzym bei Alkoholmissbrauch, Schädigung durch Giftstoffe, eine Gallenstauung (Cholestase), Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) oder der Gallengänge (Cholangitis). Auch eine schwere Virushepatitis hat ein vermehrtes Auftreten des Leberenzyms im Blut zur Folge.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 31.07.2012 aktualisiert