Frankreich begrenzt Einweg-Plastik durch Verbote

Kaum eine Großveranstaltung, kaum eine Imbiss-Bude, Cafe oder Bierstand kommen mehr ohne sie aus: Becher, Teller, Tassen und Besteck aus Plastik.

Das Schlimme daran: nach kurzem Gebrauch landet der Kunststoff im Müll, auf Deponien und in freier Natur. Recycelt wird der geringste Teil davon.

Es ginge auch anders, nämlich mit biologisch abbaubaren Materialien, Papptellern und Holzbesteck, das es ja gibt. Aber die wenigsten Gastronomie-Betriebe nutzen die umweltfreundlichen Alternativen. Denn immer noch sind die Produkte aus bioorganischen Materialien um rund 20 % teurer als die Plastik-Varianten. Wegen des hohen Kostendrucks in der Gastronomie-Branche sind die ökologiebewussten Betriebe im Nachteil.

In Frankreich sind ab 2020 alle Plastik-Produkte dieser Art komplett verboten. Dann bekommen auch private Konsumenten die kurzlebigen Kunststoff-Teile nicht mehr im Supermarkt. Verabschiedet wurde das Gesetz im August 2016 und soll mit einer Übergangsfrist zur betrieblichen Umstellung erst 6 Jahre später volle Gültigkeit erlangen. Zwar werden die Einweg-Artikel nicht abgeschafft, dürfen aber nur noch aus biologisch abbaubaren Rohstoffen bestehen. Vorbei sollen dann die Zeiten sein, in denen die Franzosen jedes Jahr fast 5 Milliarden Plastik-Becher wegwarfen.

Der damalige Präsident François Hollande wollte sein Land an die Spitze des Kampfes gegen den Klimawandels stellen. Das Gesetz mit dem Namen “Energy Transition for Green Growth Act” hat auch eine effizientere Verwertung von Lebensmitteln zum Ziel. Lebensmittelhändler müssen dann unverkaufte Ware, die noch nicht verdorben ist, einer sinnvollen Verwendung zuführen. Oft können die Reste noch zu Tierfutter verarbeitet oder verkompostiert werden. Die rund 2 Millionen Tonnen Lebensmittel, die jährlich im französischen Restmüll landen, sollen so erheblich reduziert werden.


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Beitragsbild: pixabay.com – stux