Politisch motivierte Lockdowns? Beispiel: Israel

Meinungsfreiheit? Oder politisch motivierte Lockdowns

Am 25. September 2020 veröffentlichte die „Süddeutsche Zeitung“ einen Beitrag über den Lockdown in Israel und die Frage, welche Rolle der Lockdown bei Protesten und Demonstrationen spielt.

Nachdem sich die Mainstream-Presse bislang durch Konformität mit dem Regierungsnarrativ ausgezeichnet hat und dadurch zu einer Art Sprachrohr beziehungsweise Propagandaeinheit der Regierung mutierte, zeigt dieser Beitrag der „Süddeutschen Zeitung“ eine erfreulich andere Gangart.

Was war geschehen?

Am 24. September 2020 berichtete die „Süddeutsche Zeitung“, dass Israel den „zweiten Lockdown verschärft“. Der Grund sei, wen wundert es noch, steigende „Fallzahlen“, die das Land bald an den „Rand des Abgrunds bringen“ würden.

Der Premierminister mit der dreckigen Wäsche

Der Beitrag der „Süddeutschen Zeitung“ beginnt mit etwas ganz anderem, mit der dreckigen Wäsche von Israels Premierminister Netanjahu. Wenn man dem Bericht glauben darf, dann scheinen er und seine Frau keine Probleme mit Korruption und Vorteilsnahme zu haben. Sie schämen sich nicht einmal, bei einem Besuch in den USA ihre dreckige Wäsche von zu Hause „kofferweise“ mitzubringen und von den Gastgebern waschen zu lassen. Wozu? Um Reinigungskosten in Israel zu sparen? Oder ist das vielleicht doch nur eine Spinnerei der Aluhutträger?

Laut „Süddeutscher Zeitung“ scheint es immerhin Bestätigungen für die Richtigkeit dieser Berichte von US-Offiziellen zu geben. Und der wird ausgerechnet von Netanjahu gekontert, dass es hier ja nur ein Schlafanzug gewesen sei, der gereinigt wurde.

Wie bitte? Nur einen einzigen Schlafanzug im Gepäck bei einer mehrtägigen Reise in ein fernes Land? Oder hatte er Albträume von Demonstrationen und Protesten gegen ihn gehabt, bei dem so viel in die Hose gegangen ist, dass eine Reinigung dringend erforderlich war?

Denn diese Proteste und Demonstrationen gegen ihn gibt es, nicht zuletzt, weil er wohl in mehreren Korruptionsprozessen angeklagt ist. Die Demonstranten fordern seinen Rücktritt, und das jetzt schon seit Wochen und Monaten.

Vor diesem Hintergrund käme ein totales Demonstrationsverbot wie gerufen, oder? Nur, wie kann man Demonstranten am Demonstrieren hindern, wenn Demonstrationen Teil des Bürgerrechts sind?

Und hier kommt Covid-19 und dessen angebliche 2. Welle geradezu wie gerufen. Wie macht man dies?

Antwort: Man testet signifikant mehr als üblich und bekommt dadurch signifikant mehr positive Ergebnisse. Man verschweigt, dass diese Häufung an positiven Ergebnissen das Resultat von vermehrten Tests ist.

Man verschweigt, dass diese Tests falsch-positive Ergebnisse liefern, die bei der gegenwärtigen Lage, wo Grippeviren und Coronaviren so gut wie inaktiv sind (die Grippesaison hat noch nie im Oktober stattgefunden), praktisch 100 % ausmachen.

Und man verschweigt, dass positive Teste bestenfalls eine genetische Sequenz nachweisen und kein Virus. Denn inaktive Viren und Virustrümmer würden ebenfalls einen positiven Test bewirken, ohne dass der Betroffene infiziert oder infektiös wäre.

Und zuletzt muss man verschweigen, dass selbst eine Infektion nicht gleichzusetzen ist mit Erkrankung. Dies ist eine Erkenntnis, die weder neu ist, noch durch die Schulmedizin jemals geleugnet wurde – bis zu dem Tag, wo Covid-19 und das Infektionsgesetz auftraten.

Und diesem allgemeingültigen Schema entsprechend berichtet Netanjahu von „steil ansteigenden Infektionszahlen“. Schlimmer noch: „In Relation zur Größe der Bevölkerung sind sie [die Infektionszahlen A.v.m.] mit zuletzt 7755 neuen Erkrankten pro Tag die höchsten weltweit.“ Und damit hatte man den idealen Sündenbock, den bereits verhängten Lockdown noch weiter zu verschärfen.

Keine Frage, dass unter diesen Voraussetzungen die üblichen Demonstrationen und Proteste in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr stattfinden können. Denn die Bürger dürfen sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Die Polizei hat dafür Sorge zu tragen, dass dies strikt eingehalten wird. Versammlungen im Freien sind auf 20 Teilnehmer und weniger beschränkt.

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Der politische Charakter des Lockdown

Obwohl die „Süddeutsche Zeitung“ ebenfalls fälschlicherweise von „7755 neuen Erkrankten pro Tag“ spricht, ist es bemerkenswert, dass der Beitrag im weiteren Verlauf nicht in die gleiche Kerbe schlägt, wie dies sonst der Fall gewesen ist und wie man erwarten könnte. Denn auch in Deutschland werden routinemäßig positive PCR-Ergebnisse als „Erkrankung“ etikettiert.

Der Autor zeigt im weiteren Verlauf auf, dass die strenggläubigen Juden bislang in der Lage waren, Einschränkungen in ihrer Religionsfreiheit zu verhindern. Dies ist umso bemerkenswerter, da angeblich gerade in dieser Gruppe das Virus sich rasant verbreiten würde. Darum wäre diese Gesellschaftsgruppe jetzt ebenfalls von den Verschärfungen betroffen.

Aber dann doch wieder die Retourkutsche in Form von Ausnahmen, die für die Gotteshäuser an jüdischen Feiertagen gelten. Ich gehe einmal davon aus, dass Netanjahu von dieser Bevölkerungsgruppe keine Demonstrationen erwartet. Also kann man es hier etwas lockerer angehen lassen, oder?

Der Autor des Beitrags schreibt dann weiter, zu meiner Überraschung, dass die Opposition von Netanjahu an einen rein politisch motivierten Lockdown glaubt, wo Beten erlaubt ist, aber Demonstrieren verboten wird. Der Lockdown und seine Verschärfung sind aus der Taufe gehoben worden, um die andauernden Proteste gegen den Ministerpräsidenten zum Schweigen zu bringen, so der Kommentar der Opposition.

Und ebenso zitiert wird ein „Corona-Beauftragter“ der Regierung. Denn sogar der hält die Verschärfungen für überflüssig.

Wie es aussieht, haben diese Bestimmungen die Protestler nicht davon abhalten können, auch weiterhin zu demonstrieren. Was früher zu Fuß unternommen wurde, wird jetzt in Autos per Konvoi durchgeführt. Im Auto sitzende Autofahrer können keine Infektionsquelle sein. Von daher entsprechen sie den Anforderungen des Lockdowns. Und statt lautstarken Rufen wird jetzt lautstark gehupt.

Fazit

Die „Süddeutsche Zeitung“ scheint ein wenig begonnen zu haben, die Lockdown-Maßnahmen ein wenig zu hinterfragen und zu dem Schluss zu kommen, dass so ein Lockdown für Politiker eine tolle Maßnahme ist, Kritiker zum Schweigen zu bringen.
Was jetzt noch fehlt, das ist der Schluss auf Lockdown-Maßnahmen anderer Länder, wo genau dies ebenfalls der Fall gewesen zu sein scheint. Jedenfalls drängt sich der Verdacht auf. Denn die Lockdown-Maßnahmen haben in Hongkong die Demos beendet, in Frankreich die Demos der „Gelbwesten“ beendet, die Demos von „Fridays for Future“ beendet und so weiter.

Fazit vom Fazit: Wenn die „Süddeutsche Zeitung“ diesen weiterführenden Schluss mit in ihr Kalkül einbezogen hätte, dann wäre die Pressewelt für mich fast wieder in Ordnung (gewesen).

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Beitragsbild: 123rf.com – juergen faelchle

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