Amerikanische Soziologen der University of California haben sich mit den Ursachen von Mobbing unter Teenagern beschäftigt und nachgewiesen, dass die Erlangung eines hohen Status das Hauptmotiv für das belastende Verhalten darstellt.

Zwei Soziologen untersuchten über ein Jahr das soziale Verhalten von Teenagern und analysierten die ausbrechende Gewalt, Beschimpfungen oder das Verbreiten von Gerüchten. Die These, dass genau dadurch ein hoher Status zu erreichen ist, wurde bestätigt.

Um ihn zu halten, ist indes kein Mobbing mehr nötig: Haben es die Betreffenden erst in die obersten zwei Prozent der Hierarchie geschafft, werden sie wieder friedlich. Der Status ist dann etabliert und muss nur noch gelegentlich verteidigt werden.

An deutschen Schulen wird man die Erkenntnisse bestätigen. Auch hier ist Mobbing kein neues Phänomen. Lehrer und Sozialpädagogen warnen jedoch davor, es mit kurzzeitigen Streitereien zu verwechseln, selbst wenn diese zu Gewaltausbrüchen führen sollten. Mobbing findet generell längerfristig, nachhaltig und andauernd statt. Auch in Gesetzen, die den sozialen Umgang unter Kollegen regeln, ist dies so definiert.

Unter Teenagern wirken oft lang anhaltende Hänseleien, neuerdings auch das anonyme Anprangern und Beleidigen über Internetforen belastender auf die Opfer als “nur” kurzfristige Gewaltausbrüche. Dabei kann Mobbing rein äußerlich relativ harmlos daherkommen, wenn etwa Mädchen über eine Mitschülerin kichern.


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Beitragsbild: pixabay.com – geralt