Plastikmüll bedroht das Mittelmeer

Wie Forscher seit geraumer Zeit immer wieder warnen, ist Plastik Segen und Fluch zugleich. Seine lange Haltbarkeit stellt uns vor ständig neue Probleme, vor allem, wenn es um die Entsorgung von Plastikmüll geht. Alarmierende Ergebnisse liefert nun eine von der Vereinigung Mittelmeer in Gefahr (MED) aus eigenen Mitteln durchgeführte Studie.

Wasserproben, die entlang der Küsten von Frankreich, Spanien und Italien gesammelt wurden, zeigen einen bedrohlich hohen Anteil mikroskopisch kleiner Plastikpartikel. Sie dienen Plankton als Nahrung, welches wiederum von Fischen gefressen wird und auf diesem Umweg auch auf unseren Tischen landet. Hochrechnungen zufolge schwimmen etwa 500 Tonnen dieser winzigen Plastikteilchen im Mittelmeer – eine Entwicklung, die nicht mehr umkehrbar ist.

Von besonderer Wichtigkeit ist daher, die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll, der beispielsweise von Touristen an den Stränden vergessen oder durch den Wind auf das Meer getragen wird, so schnell wie möglich zu stoppen. Zu diesem Zweck hat die MED unter dem Motto „un million de clicks pour la Méditerranée“ („eine Million Mausklicks für das Mittelmeer“) eine Internet-Aktion ins Leben gerufen, deren Ziel es ist, mit der notwendigen Anzahl an Unterschriften ein EU-Bürgerbegehren möglich zu machen.

Auf diese Weise, so hoffen die Aktivisten, können neue, umweltfreundliche Vorschriften in Sachen Verpackung, durchgesetzt werden, die eine weitere Verschmutzung zumindest des Mittelmeers zukünftig eindämmen wird

René Gräber

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