Die Stammzellforschung steht vor einem Scherbenhaufen

Die Stammzellforschung steht vor großen Problemen bei der Reprogrammierung von Stammzellen. Die Zellen weisen in den Anfangsstadien untypische Mutationen auf und entwickeln sich nicht wie gewollt in die verschiedenen Gewebe. Dabei sollte dieses Verfahren eine Alternative für die embryonale Stammzellforschung werden.

Der Unterschied zur embryonalen Stammzellforschung

Bisher ist es Forschern erfolgreich gelungen Stammzellen aus der Blastozyste eines Embryos zu isolieren und diese wachsen zu lassen. Da dieses Verfahren jedoch umstritten ist, bemühte sich die Wissenschaft, Stammzellen aus gewöhnlichem menschlichen Gewebe wie zum Beispiel Blut- oder Hautzellen zu gewinnen. Durch ein spezielles Verfahren, welches sowohl mit der Zugabe von Genen als auch ohne arbeitet, sollen die Zellen in ihren Ursprungszustand versetzt werden. Solche Zellen werden auch iPS-Zellen (induced pluripotent stem cells) genannt. Bei diesem Vorgang stehen die Forscher jedoch vor erheblichen Problemen.

iPS Zellen mutieren

Jeanne Lorings Labor in La Jolla, sowie das Forscherteam um Joseph Ecker berichten nun, dass die iPS-Zellen gefährliche Mutationen aufweisen. Diese sollen sogar Krebs auslösend sein und häufig bereits bei der Reprogrammierung auftreten.

Das Problem wird hier in den iPS-Zellen selbst vermutet. Normalerweise schützt die Zelle alle Gene, welche nicht abgelesen werden sollen, durch molekulare Kappen. Bei den iPS-Zellen scheint dies nicht einwandfrei zu funktionieren. Die Zelle scheint noch Informationen ihres Ursprungsgewebes zu tragen und gibt die Informationen somit falsch weiter.

Doch auch die embryonalen Stammzellen zeigten bei Untersuchungen gravierende Gendoppelungen auf. Die Forscher zweifeln nun daran, ob diese Zellen sich überhaupt für medizinische Zwecke eignen werden.

Weiter forschen

Auch wenn dieses Problem bisher nicht gelöst werden kann, so sind die Forscher zuversichtlich. Nun muss ein Weg gefunden werden, die Gene der Stammzellen stabilisieren zu können. Reprogrammierte Stammzellen müssen demnach öfter erneuert werden, da sie ein kürzeres Verfallsdatum aufweisen als gedacht. Die Forscher müssen nun genauer hinschauen und alle Faktoren für eine erfolgreiche Reprogrammierung erneut durchgehen. Schließlich hat es zehn Jahre gedauert, bis die embryonalen Stammzellen erfolgreich beim Menschen eingesetzt werden konnten.

René Gräber

René Gräber

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