Verschreibungsstopp für Tetrazepam

Seit 1. August 2013 sind 26 in Deutschland zugelassene Medikamente, die bei akuten Muskelverpsannungen sowie Spastiken eingesetzt werden und auf dem Wirkstoff Tetrazepam basieren, von einem Verschreibungsstopp betroffen.

Nachdem die französische Arzeimittelbehörde bis Juni 2012 über 1.616 Verdachtsberichte wegen unerwünschter Nebenwirkungen, darunter mindestens 11 Fälle mit Todesfolge, gesammelt hatte, nahm auch das Bundesinstitut für Arzneitmittel und Medizinprodukte eine Neubewertung des Wirkstoffes Tetrazepam vor und stellte einerseits ein ungünstiges Risko-Nutzen-Verhältnis fest und beurteilte andererseits den therapeuthischen Nutzen als unsicher, weshalb das Institut ein Ruhen der Zulassung bis zum Jahr 2015 veranlasste.

In Frankreich wurden als häufigste Nebenwirkungen extreme, zum Teil lebensbedrohliche Hautreaktionen beobachtet. Darunter befanden sich entzündliche Hauterkrankungen wie Erythema multiforme oder das Lyell-Syndrom. Besonders tückisch ist, dass diese Nebenwirkungen auch erst nach längerer Einnahmedauer auftreten können.

Die Herstellerfirma Sanofi hat nun an alle Ärze und Apotheken einen sogenannten Rote-Hand-Brief verschickt und sie über den Verschreibungsstopp informiert. Patienten, die bereits längere Zeit Medikamente mit dem Wirkstoff Tetrazepam einnehmen, sollten sich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen. Eventuell muss die Dosis des jeweiligen Medikaments langsam reduziert werden, um unangenehme Absetzerscheinungen zu vermeiden. Als Alternative zu Tetrazepam empfiehlt die Stiftung Warentest Betroffenen Diazepam, welches ebenfalls der Gruppe der Benzodiazepine angehört. Allerdings rät sie nur zu einer kurzfristigen Einnahme von Diazepam, um das Risiko einer Abhängigkeit zu minimieren.

René Gräber

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