RKI-Chef Wieler denkt über die Abriegelung von Risikogebieten nach

Herr Wieler - Pressekonferenz des RKI

Lothar Wieler ist davon überzeugt, dass unser übertriebenes Bedürfnis nach Mobilität einen der Hauptfaktoren für die entfesselte Pandemie darstellt. So äußerte sich am Herr Wieler am 15.10.2020 in einem Interview, das auf Phönix zu sehen war.

Aus diesem Grunde ist er ein klarer Befürworter des Beherbergungsverbots. Bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen plädiert Wieler dafür, Risikogebiete ganz und gar abzuriegeln.

Dem Nachrichtensender Phoenix teilte Wieler mit, dass er so etwas noch am Anfang des Jahres 2020 für völlig undenkbar gehalten hat. Doch unsere Mobilität sei angeblich DER Treiber der Pandemie.

Die allgemeine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, sowie das Beherbergungsverbot hält Wieler sogar für unabdingbar. Er rechne mit 10.000 Neuinfektionen pro Tag (die wir ja bereits haben), wenn die Corona-Maßnahmen nicht drastisch verschärft werden.

Dass viele der aktuellen Maßnahmen nur lasche Empfehlungen seien, kritisierte er scharf. Wir brauchen in der Sache viel mehr Verbindlichkeit. In unseren Nachbarländern steigen gerade die Infektionszahlen mit beängstigender Geschwindigkeit immer weiter und produzieren schwere Krankheitsverläufe.

Wieler meint darin ein übles Phänomen zu erkennen, nämlich, dass harte Maßnahmen in der Bevölkerung keine Akzeptanz fänden. Daher brauchten wir jetzt dringend die richtige Balance.

Da uns diese Pandemie noch viele Monate begleiten werde, müssten wir „optimale Maßnahmen“ dagegen sehr sorgfältig abwägen. Noch sei das deutsche Gesundheitssystem nach Wielers Einschätzung sehr stabil, da es über ausreichende Ressourcen verfüge. Leider sei der öffentliche Gesundheitsdienst in den letzten Jahrzehnten „heruntergespart“ worden, dennoch sei unser System leistungsfähiger als jene in vielen anderen Ländern.

Die Abriegelung von Risikogebieten stellt sich Wieler so vor, dass Corona-Hochburgen wie Berlin, München, Köln, Cottbus, Mainz oder Bremen von der Polizei oder dem Militär abgeschottet werden sollten.

Allerdings scheint Herr Wieler da etwas vergessen zu haben: In Deutschland ist es der Bundeswehr untersagt Aufgaben der Polizei zu übernehmen – aus gutem Grund (Ich hoffe, zu gegebener Zeit erinnern sich alle daran).

Nun gut: Letztlich hat Herr Wieler mit dem zweiten Lockdown im November das bekommen, was man haben wollte: Kontaktbeschränkungen für alle Bürgerinnen und Bürger und weitere Verbote und Zwangschließungen von betrieben (Gastronomie, Fitnessstudios, usw.)

In Madrid hat Gesundheitsminister Salvador Illa eine ganz ähnliche Maßnahme damit begründet, dass ja die Regierung tatsächlich „nichts unternommen“ habe. Auf diese Weise soll nun verhindert werden, dass das hohe Infektionsniveau der spanischen Hauptstadt auf den Rest des Landes überschwappt.

Diese Ausprägung des Notstandes, den die Regionalregierung übrigens ablehnt, soll zunächst zwei Wochen durchgehalten werden. Inzwischen sind in der Region um Madrid schon acht weitere Städte abgeriegelt worden. Wer dennoch seine Heimatgemeinde verlassen „muss“, darf das nur unter Vorlage eines triftigen Grundes.

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Beitragsbild: 123rf.com – Galina Peshkova

Quelle:

Phönix persönlich – Lothar Wieler bei Alfred Schier – youtube.com/watch?v=-pxoXSFEqXA

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  1. Avatar

    Abriegeln: Stacheldraht, Spanische Reiter, Bundeswehr und Gebirgsjäger aus Bayern.
    Kämpfen bis zum letzten Mann gegen das unbekannte Virus….ausrotten.

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