Hund frisst nicht mehr

  • Hallo,


    ich habe mal eine Frage zum Tier. der Hund meiner Mutter ist jetzt schon 9 Jahre alt und frisst in letzter Zeit schlecht. Das heißt, der Tierarzt hat ihn durchgecheckt und meinte, er hat nichts ungewöhnliches, sondern einfach seinem Alter entsprechend die Energie runter gefahren. Ich finde das jetzt auch nicht verwunderlich, denn er ist jetzt wirklich schon ein tapsiger Opa. Weil er einfach auch schon Probleme mit den Gelenken hat, nicht mehr so leichtgängig aufs Sofa hopst wie früher etc.

    Ich wollte einfach mal fragen, ob ihr eine Methode kennt, die Hunden im Alter hilft?

    Überall kleine Hocker aufstellen? Vielleicht mal Physio ausprobieren?

    Über Tipps und Kniffe freue ich mich.

    Die werden sofort zur Mama weiter geleitet!

    Kafka: Ein Buch muss die Axt für das gefrorene Meer in uns sein.

  • Kommt auf Rasse, Alter, Gewicht an, normalerweise ein Hund im besten Alter.


    Physio und Hocker bzw. Hundetreppe aufstellen wäre schon mal ein Anfang.


    Die Aussage vom TA halte ich für sehr flapsig. Auch für unsere 4-Beiner können

    wir eine Menge tun, jenseits von AB und Kortison.


    Wie wird er gefüttert? Wann wurde das letzte Mal geimpft.


    Gruß Hannah

  • der Hund meiner Mutter ist jetzt schon 9 Jahre alt und frisst in letzter Zeit schlecht...

    Ein Hund kann wie ein Mensch, Borreliose oder eine Schilddrüsenunterfunktion haben, ebenso kann er Mangel an etwas haben, gesunde Öle, Mineralsalze oder natürliches Jod. Auch kann ihm Industriesalz mit Fluorid schaden oder Schwermetalle von Impfungen.

    Er kann auch Gastritis haben, wenn er glutenhaltiges Getreide bekommt, zum Fleisch also lieber Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Haferflocken als Nudeln oder anderes Getreide.

    Vielleicht barfen?

  • Ich würde mit dem Hund zu einem Tierheilpraktiker oder ganzheitlichen Tiermediziner gehen, um eine zweite Meinung einzuholen.
    https://www.ggtm.de/tierhalter/tierarztsuche


    Bei uns auf der Hundewiese gibt es einen nicht ganz schlanken Labrador Retriever, bei dem die Borreliose erst sehr spät erkannt. Man hat ihn drei Monate vergeblich wegen Arthrose behandelt. Ich selbst hatte mehrer Hunde, bei denen Tierärzte richtig daneben lagen. Das ist nichts ungewöhnliches.
    Meistens haben Tierheilpraktiker auch gute Ideen wie sie dem Hund mehr Lebensqualität verschaffen können, z.B durch Ernährungsumstellung.

    Meine Hündin Mila, Terrier Mix mit langem Rücken, die sehr gut auf zwei Beinen betteln konnte, hatte öfters Problem mit dem Rücken.
    1. Normaler Tierarzt hat wortlos Kortison gespritzt.
    2. Ganzheitliche Tierärzt hatte dem Hund mit Akupunktur geholfen.
    3. Anderer Tierarzt wegen Urlaub von 2 aufgesucht, hat mir eine Tüte voller wirkungsloser Arzneien verkauft.

    Die Lösung war dem Hund mit einem Stück Amethyst den Rücken auszustreichen.

    "Jede neue Erkenntnis muss zwei Hürden überwinden: Das Vorurteil der Fachleute und die Beharrlichkeit eingeschliffener Denksysteme." - Herophilus8o

  • Er kann auch Gastritis haben, wenn er glutenhaltiges Getreide bekommt, zum Fleisch also lieber Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Haferflocken als Nudeln oder anderes Getreide.

    Seltsame Ernährungsvorschläge für einen Hund, der als Karnivore ja vom Wolf abstammt. Er gehört also zu den Fleisch- und Beutetierfressern. Mais, Getreide oder auch speziell der Weizen (Nudeln) haben im Hundefutter nichts zu suchen. Hunde sind keine Schweine, demzufolge auch keine Allesfresser. Ich habe auch noch nie etwas gehört von einer Gastritis bei einem wild lebenden Wolf. Nur bei den domestizierten Tieren kommen alle möglichen, menschengemachten Krankheiten vor. So, wie sich der Mensch falsch ernährt, so ernährt er auch seine Tiere.


    1996 veröffentlichten der Tierarzt Marc Torel und der Pharma-Manager Klaus Dieter Kammerer ein Referat über die Entstehung der Hüftdysplasie bei Hunden. Nach Auffassung der beiden Fachleute bestehen eindeutige Zusammenhänge zwischen der Ernährung von Hunden und deren Skeletterkrankungen. Eine nicht artgerechte Ernährung kann eine erhöhte Produktion von Wachstums-und Schilddrüsenhormonen haben und diese wiederum negative Auswirkungen auf deren Skelett.

  • Wir halten auch seit Jahrzehnten Hunde. Wichtig ist getreidefreies Futter. Getreide führt häufig zu Ekzemen im Fell. Ab und zu ein frisches Bio-Ei mit ins Futter und etwas Gemüse. Wir haben seither mit keinem unserer Hunde mehr Probleme. Unbedingt auf den Salzgehalt des Futters achten. Trockenfutter soll häufig für Nierenprobleme verantwortlich sein, deshalb füttern wir seit Jahren Nassfutter.

    Außerdem halte ich alle Hundefutter mit Huhn wegen Antibiotikarückständen für sehr bedenklich. Unsere zwei bekommen deshalb nur Rind und Lamm und ab und zu mal eins von unseren Hühnern.

    Bei Gelenkproblemen könnte Borax hilfreich sein.


    LG

    Gudrun

  • Wir können hier eigentlich nur Rätselraten betreiben, wenn wir nichts genaueres erfahren.


    Welche Rasse ist der Hund?

    Wie lange schon frißt er nichts mehr?

    Ist er immer, oder nur nach dem Auftsehen steifgelenkig?

    Was bekommt er sonst zu futtern?

    Trinkt er wenigstens ausreichend?

    "Früher war Alles besser!" Nein, aber Früher war vieles gut, und das wäre es noch heute, wenn man es so gelassen hätte."

  • Seltsame Ernährungsvorschläge für einen Hund, der als Karnivore ja vom Wolf abstammt. Er gehört also zu den Fleisch- und Beutetierfressern. Mais, Getreide oder auch speziell der Weizen (Nudeln) haben im Hundefutter nichts zu suchen.

    Ich hab ja gesagt, kein Getreide und keine Nudeln!

    Das ist üblicherweise in Dosenfutter drinnen oder wird oft auch zugefüttert.


    Gemüse und Beeren essen Hunde sehr wohl, auch Wölfe in der Natur und sie essen ja auch den Mageninhalt von Beutetieren und wenn sie keine Beute erwischen, eben auch Beeren und was sie sonst noch finden, aber auch keine Dosen und Trockenfutter.


    Deshalb hab ich auch vom Barfen gesprochen.


    Ich hatte selber zwei Hunde, hintereinander.

  • Gemüse und Beeren essen Hunde sehr wohl, auch Wölfe in der Natur und sie essen ja auch den Mageninhalt von Beutetieren und wenn sie keine Beute erwischen, eben auch Beeren und was sie sonst noch finden, aber auch keine Dosen und Trockenfutter.

    Ja, Hunde fressen auch Beeren, allerdings nur als eine Art Leckerlie. Habe noch nie gehört, dass sich beispielsweise Wölfe oder auch Wildhunde von Beeren ernähren. Und natürlich fressen sie auch den Mageninhalt ihrer Beutetiere. Katzen übrigens auch, wenn sie eine Maus fressen, die vorher Getreide gefuttert hat. Nur sind diese Mageninhalte der Beutetiere dann schon halb verdaut und die Mengen sind dabei dann unerheblich.

  • Habe noch nie gehört, dass sich beispielsweise Wölfe oder auch Wildhunde von Beeren ernähren. ..

    Ich hab auch an keiner Stelle gesagt, jemand soll seinen Hund mit Beeren füttern :)


    Ich hab gesagt, anstelle von Getreide soll man zum Fleisch besser Gemüse, Kartoffel, Reis oder auch Beeren dazugeben.

  • Der wesentliche Unterschied zwischen Hund und Wolf ist, dass der Hund, dass essen muß, was er vorgesetzt bekommt. Der Wolf kann bedarfsgerecht essen.
    Was genau der Wolf zu sich nimmt, wage ich nicht zu sagen.
    In der Nachbarschaft lebt ein Rhodesian Rigdeback Rüde, ein bildschöner und lieber Hund. Er heblich jünger als meine älteste Hündin. Er wird gebarft und hat eine gute Tierärztin. Allerdings sieht er aus wie der Tod auf vier Pfoten. Der Hund hat sehr stark im Laufe der Zeit abgebaut. Meine Hündin hat eine etwas bewegtere Krankengeschichte, aber sie hat sich immer wieder berappelt. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass der Ridgeback mit herzloser Härte erzogen wurde - Zuckerbrot und Peitsche.
    Egal was jetzt alles geschrieben wird. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass sich ein Tierheilpraktiker die Gesamtsitutation des Hundes anschaut und entscheidet was als erstes verändert werden muss.
    Der Hund ist 9 Jahre alt und eigentlich beginnt jetzt ein schöne Zeit. Die Bindung ist tief und fest. Und man kann den Hund nochmal richtig verwöhnen.

    "Jede neue Erkenntnis muss zwei Hürden überwinden: Das Vorurteil der Fachleute und die Beharrlichkeit eingeschliffener Denksysteme." - Herophilus8o

    Einmal editiert, zuletzt von Galgo ()

  • Hallo und WOW!


    Danke schon mal für die vielen Tipps. Ich habe das soeben mal meiner Mutter gezeigt, sie hat sich richtig gefreut und ich glaube, auch ein wenig Mut geschöpft. Denn ohne jetzt den Tierarzt schlecht zu machen (der ist nämlich wirklich gut), aber eben der Meinung ein altes Tier = keine umständliche Medizin, wenn es dem Ende zu geht. Klar, Schmerzen soll er nicht haben!

    Sie will jetzt wirklich die Ernährung von ihrem Scotti, großer Mischling aus Spanien noch mal angehen. Zwar bekommt der Gute hochwertiges Futter ohne Getreide oder Zucker pipapo, doch Barfen ist eine Überlegung wert!


    Doch ob das wirklich reicht? Aktuell ist er halt "schwergängig", tut sich bei Sprüngen auf Sofa und co schwer und frisst auch nicht mehr so viel wie früher.

    Laut: https://www.optimacbd.de/ soll CBD Öl bei Schmerzen und Appetitmangel helfen. Ich habe jetzt schon wirklich viel im Internet dazu gelesen, aber frage mich, ob man damit jetzt anfängt. Hier wurde ja eher geschrieben, dass man viel über die Ernährung helfen kann. Doch ob nun Barfen reicht?

    Einen Tierheilpraktiker haben wir leider nicht in der Nähe...

    Kafka: Ein Buch muss die Axt für das gefrorene Meer in uns sein.

  • Ich weiss nichts über Tierlabore im Vollblut, aber unser homöopathischer Tierarzt liess auch Mineralien bestimmen. Und was machen die Zähne?

    Alfalfa- Klee macht nach dem Winter bei den Schafen Appetit.

    Mit lieben Grüßen Gabriele


    "Die Mikrobe ist Nichts, das Milieu Alles!" (Béchamp)

  • Zitat v. RiesenkAlma:

    Denn ohne jetzt den Tierarzt schlecht zu machen (der ist nämlich wirklich gut), aber eben der Meinung ein altes Tier = keine umständliche Medizin, wenn es dem Ende zu geht. Klar, Schmerzen soll er nicht haben!


    Es geht hier nicht darum den Hund zu operieren sondern ihn schmerzfrei zu halten.


    Wie hat er das festgestellt? Was hat er euch für die Schmerzen mitgegeben? Wurde der Hund geröntgt?


    Wurde ein geriatrisches Blutbild erstellt?


    Eine Umstellung der Ernährung ist immer zu begrüßen, B.A.R.F. liegt aber nicht jedem Hundehalter.


    Es gibt aber hochwertige Reinfleischdosen von verschiedenen Anbietern, die man mit Gemüse anreichern kann.


    Hier eine Liste vom Verband der THP.


    https://www.thp-verband.de/ind…rapeuten/therapeutenliste


    Wenn Du eure PLZ einstellst kann ich euch vielleicht jemanden nennen.


    Wenn der Hund massive Schmerzen des Bewegungsapparates aufweist ist was im Argen.


    CBD-Öl ist eine Hilfe aber nicht die alleinige Lösung. Schmerzen sollten auf alle Fälle entsprechend

    behandelt werden.


    Gruß Hannah


    Ein Mittel das ich bei meinen Hunden mit Erfolg anwende ist:


    https://www.waldkraft.bio/arthridonum-h


    plus einiger NEM.

    Freiheit der Mut, du selbst zu sein. (Osho)

    2 Mal editiert, zuletzt von Eremitin () aus folgendem Grund: Satz eingefügt.

  • Mir ist gerade noch was eingefallen. Trinkt der Hund sehr viel Wasser? Hat er evtl. grützbeutelartige kleine Ablagerungen im Fell. Wie sieht das Fell im allgemeinen aus?

    Sollten diese Symptome vorliegen, würde ich den Hund auf Morbus Cushing untersuchen lassen. Auch fellfreie Flächen an den Gelenken können ein Symptom dafür sein.


    Bei Cushing produziert die Nebennierenrinde ununterbrochen Cortison (Cortisol?). Dies führt irgendwann dazu, daß der Hund zunehmend Wasser trinkt. Bei unserer Hündin ist es uns aufgefallen, weil sie zunehmend Probleme mit der Beinmuskulatur bekam. Kräfteverfall. Cushing ist durch einen guten Tierarzt sehr gut einzustellen. Unsere Bonnie hat Vetoryl (Zytostatikum) bekommen. Etwas schwierig ist die richtige Dosierung zu finden. Ist die Dosis dauerhaft zu hoch, kann der Hund am sog. Addisonsyndrom versterben. Es muß also regelmäßig beim Tierarzt kontrolliert werden.

    Die Ursache für Cushing ist fast immer ein Mikrotumor in der Hypophyse, dieser übersteuert dann die Nebennierenrinde.

    In den Niederlanden gibt es Kliniken, die das operieren. War uns zu gefährlich, da unsere Bonnie schon 14Jahre alt war. Mit 16,5 ist sie dann verstorben.


    Liebe Grüße


    Gudrun