Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) - selten diagnostiziert...

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Eine Schilddrüsenunterfunktion, der Fachbegriff lautet Hypothyreose, zählt zu den Stoffwechselerkrankungen und kann verschiedene Ursachen und Erscheinungsbilder haben.

Die Hypothyreose - was ist das?

Die Hypothyreose kann in seltenen Fällen angeboren sein, daher wird kurz nach der Geburt die Schilddrüsenfunktion getestet, damit eine notwendige Behandlung sofort erfolgen kann.

In den meisten Fällen wird sie aber im Laufe des Lebens erworben und tritt am häufigsten zwischen dreißig und sechzig Jahren auf, wobei wobei Frauen wesentlich häufiger betroffen sind als Männer. Insgesamt sind in Deutschland nach Schätzungen zwischen 0,25 und einem Prozent der Erwachsenen betroffen.

Ursache für eine erworbene Schilddrüsenunterfunktion ist meist eine Entzündung der Schilddrüse. Hierbei gibt es eine akute und eine chronische Form.

Eine chronische Schilddrüsenunterfunktion bezeichnet man auch als Hashimoto, es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung. Auch die Entfernung der Schilddrüse oder eine Strahlentherapie aufgrund einer Erkrankung der Schilddrüse, vor allem bei Krebs, kann eine Hypothyreose aulösen.

Ebenso auch eine falsche Dosierung der Medikamente zur Behandlung der Schildddrüsenüberfunktion. Ein extremer Jodmangel kann ebenfalls eine Ursache sein, dies ist in Deutschland jedoch sehr selten, da das Speisesalz und andere Nahrungsmittel mit Jod angereichert sind.

Es ist aber in der Diskussion, ob eine zu hohe Zufuhr von Jod auch Schilddrüsenerkrankungen auslösen kann. Die Ursache für eine Hypothyreose muss aber nicht zwangsläufig in der Schilddrüse selbst liegen. Die Schilddrüse wird auch von Hormonen gesteuert, daher kann eine Erkrankung der Hypophyse oder eine Schädigung des Hypothalamus ebenfalls entsprechende Symptome hervorrufen.

Selbst bei einer ordnungsgemäßen Funktion der Organe kann eine Hormonresistenz zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. Dabei handelt es sich aber um eine genetisch bedingte Erkrankung, die sehr selten ist.

Mindestens ebenso vielfältig wie die Ursachen für die Hypothyreose sind die Symptome, mit denen sie sich manifestiert. Eine latente Unterfunktion verursacht aber nicht immer Symptome, erst mit zunehmendem Schweregrad lassen sich oft verschiedene Symptome erkennen.

Zu den Symptomen gehören unter anderem allgemeine Schwäche, Müdigkeit und Antriebsarmut, ständiges Frieren, Apetitlosigkeit bei gleichzeitiger Gewichtszunahme, trockene und rissige Haut und Schleimhäute sowie Ödeme und ein niedriger Blutdruck. Da die Symptome so unspezifisch und vielfältig sind, ist eine Hypothyreose nicht leicht zu diagnostizieren.

Besteht ein Verdacht, kann eine Blutuntersuchung (Schilddrüsenblutwerte) Klarheit bringen. Auch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Szintigrafie kann zur Diagnostik eingesetzt werden.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 18.10.2011 bearbeitet