Rechtzeitig zu Beginn der Frühjahrsaussaat 2011 hat das US-amerikanische Agrarministerium das Anpflanzen von gentechnisch entwickelten Zuckerrüben unter bestimmten Bedingungen genehmigt, obwohl die ursprünglich vom Gericht als Entscheidungsvorlage geforderte Umweltverträglichkeitsanalyse noch nicht vorliegt.

Diese Entscheidung beruht auf entsprechenden Petitionen des amerikanischen global aufgestellten Agrarkonzerns Monsanto, der in gemeinsamer Kooperation mit dem deutschen Agrarunternehmen KWS Saat diese gentechnisch veränderte Zuckerrübenart der Marke Roundup Ready entwickelt hatte. Im Interesse der nach einem Anbaustop um Produktionsausfälle besorgten und in den Startlöchern sitzenden Farmer hat Monsanto nun diese Freigabe zur einsetzenden Pflanzsaison erwirkt.

Seitdem Farmern zum ersten Mal Gen-Zuckerrüben in den Ernten 2007 und 2008 zum Anbau zur Verfügung gestellt wurden, setzte sich deren Markteinführung in den USA und Kanada mit nie dagewesener Geschwindigkeit durch. 2010 betrug der Anteil aller gentechnisch modifizierten Zuckerrüben aus der Roundup Ready-Familie bereits 90 % der gesamten Zuckerrübenproduktion. Insofern wäre das weitere Beharren auf ein Anbauverbot eine Katastrophe für den Zuckerrübenmarkt gewesen, begründeten offizielle Seiten.

Der einschlagende Erfolg der biotechnologischen Landwirtschaft klärt sich mit dem enormen Produktivitätsgewinn für die Farmer. Durch gentechnisch optimierte Eigenschaften sind die Genpflanzen resistent gegen die Hauptfeinde des Rübenanbaus: Unkraut, Schädlinge und Krankheitsbefall jeglicher Art, womit sie den massiven umweltschädlichen Einsatz von Pestiziden überflüssig machen.

Die Anbauerlaubnis war noch letztes Jahr vom US-Bundesgericht mit der Forderung an das Agrarministerium aufgehoben worden, zunächst eine Umweltverträglichkeitsstudie durchzuführen. Doch der Oberste Gerichtshof hat nun dem Ministerium aufgrund der bevorstehenden Pflanzsaison die Erlaubnis erteilt, mittels einstweiliger Verfügungen die Anpflanzung von gentechnisch veränderten Zuckerrüben zuzulassen, solange an der Studie gearbeitet wird.

Deren Fertigstellung ist für Mitte nächsten Jahres geplant, und dann wird es allein dem Agrarministerium obliegen, anhand der Untersuchungsergebnisse zu entscheiden, ob der weitere Anbau von genveränderten Zuckerrüben bedingungslos verantwortet werden kann oder nicht.

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Beitragsbild: pixabay.com – distelAPPArath