Ausgerechnet das denkwürdige Corona-Jahr 2020 ist das Jahr der Klinikschließungen in Deutschland. Bisher geht es um 21 Häuser, Tendenz weiter steigend. Und die Regierung weiß angeblich von nicht?

Dass es den Kliniken finanziell gar nicht gut geht, und zwar auch schon vor Corona, darüber hatte ich bereits im September 2020 in meinem Artikel „Kliniken kriseln vermehrt wegen Corona“ berichtet: https://www.yamedo.de/blog/kliniken-kriseln-vermehrt-wegen-corona/

Dazu gibt es eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko (Die Linke) an die Bundesregierung:

Aus welchen Gründen haben nach Kenntnis der Bundesregierung die Intensivkapazitäten von Krankenhausstandorten in Deutschland seit Anfang August 2020 um mehr als 4.100 Betten und die Notfallreserve um mehr als 1.200 Betten abgenommen (laut DIVI-Intensivregister vom 4. August bis zum 22. Dezember 2020 von 30.952 auf 26.806 bzw. von 12.313 auf 11.097 (Notfallreserve), siehe www.intensivregister.de), und was hat die Bundesregierung seitdem unternommen, um diesem kontinuierlichen Trend entgegenzuwirken?“

Hier die Zahlen vom 21.1.2021, an denen sich seitdem kaum etwas verändert hat:

Intensivbettenbelegung 21.1.2021

Am 14. Januar 2021 bekam Hunko die folgende “Wischi-Waschi-Antwort”, die klar zeigt, dass immer mehr Klinikschließungen für die Bundesregierung überhaupt kein Thema ist, das zu irgendwelcher Besorgnis Anlass geben könnte:

Die Bundesregierung hat keine Kenntnis über die Schließung von Kliniken im Pandemiejahr 2020. Für die Sicherstellung der Versorgung in Krankenhäusern sind die Bundesländer zuständig. Ihnen obliegt es zudem, die Versorgungslage zu erfassen und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu ergreifen, damit notwendige Kapazitäten erhalten bleiben.

In dem DIVI-Intensivregister werden nur die täglich tatsächlich verfügbaren und betriebsbereiten Intensivbetten ausgewiesen. Daher sind die in der Frage skizzierten Schwankungen der betriebsbereiten Intensivbetten nicht ungewöhnlich, sondern werden dadurch bedingt, dass in die reale Einschätzung der Kapazitätslage alle Ressourcenaspekte, die an dem Tag der Meldung für den jeweiligen Intensivbereich vorliegen (zum Beispiel Personalausstattung, gesperrte Behandlungsplätze aufgrund von Isolationsbehandlung), einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund ist der Bundesregierung eine Reduzierung von Intensivbetten nicht bekannt. Auch anhand der Daten des DIVI-Intensivregisters kann ein Abbau von Intensivbetten nicht bestätigt werden.“

Fazit

In einer angeblich “bundesweiten Notlage” ist der Bundesregierung also nicht bekannt, dass Kliniken geschlossen werden?

Diese offizielle Antwort der Bundesregierung bestätigt, was bereits die Kanzlerin in einer Pressekonferenz zum besten gab: Die Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen im Januar 2021 sei eine “politische Entscheidung” gewesen.

Ja das ist klar, denn Studien und Daten zeigen, dass die Lockdowns eigentlich nichts bis wenig bringen, wie ich bereits mehrfach zeigte: https://www.yamedo.de/blog/wirkungslosigkeit-von-lockdown-maksen/

Vielleicht sollte man einmal auch den Regierenden ihr Gehalt (“Diät”) auf Kurzarbeitergeld-Niveau kürzen oder gleich auf Null wie für die Selbstständigen und Gewerbetreibenden denen man die Geschäfte geschlossen hat, damit man mal merkt wovon man spricht?

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