Das Jahr 2021 ist da. Und damit wird es Zeit, einen kleinen statistischen Rückblick auf das Covid-19-Jahr 2020 zu werfen. Es war das Jahr der Corona-„Pandemie“, in dem laut Regierung und Qualitätsmedien durch Covid-19 eine signifikante Zahl an Bundesbürgern ihr Leben verloren hatte.

2020 war auch ein Jahr der qualitätsmedialen Panikmache, die selbst zu Weihnachten kräftig auf das Gaspedal trat: Die „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlichte am 23. Dezember einen Beitrag einer „Wissenschaftsjournalistin“, die mit offiziellen absoluten Zahlen die Corona-Apokalypse voraussagt, mit noch mehr Toten, total überfüllten Intensivstationen, Langzeitschäden durch Covid-19 für die, die die Infektion überlebt haben und so weiter und sofort.

Ihre „wissenschaftsjournalistische“ Bewertung der Situation: „Covid-19 ist ein Totmacher. Noch nie in der Geschichte der Republik sind so viele Menschen in so kurzer Zeit an einer einzigen Krankheit gestorben.“ Frohe Weihnachten!

Eine nähere Analyse dieses Beitrags halte ich für überflüssig. Nur so viel: „Totmacher“ halte ich für eine Vokabel aus der Babysprache. Jedenfalls ist es kein Begriff, den man in der Wissenschaft antreffen kann.

Die Autorin schreibt munter vor sich hin, ohne Angabe von Quellen, wo sie ihre Ideen her bekommt. Sie erwähnt Statistiken, Kurven und Mortalitätszahlen und belegte Intensivbetten von irgend einem Mittwoch, ohne auch nur ansatzweise deren Quelle zu benennen.

Es tut mir leid das sagen zu müssen: aber das Ganze hat für mich die Qualität einer Schülerin, die vom Lehrer beauftragt wurde, für morgen einen Aufsatz zu schreiben. Dass diese Art der Berichterstattung, sogar als „Wissenschaftsjournalismus“ bezeichnet wird, scheint jetzt auch die neue Normalität in der offiziellen Presse im Land der Dichter und Denker zu sein?

Kommen wir zu den Zahlen…

Der Trick mit den absoluten Zahlen

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht auf seiner Webseite „Wöchentliche Sterbefallzahlen in Deutschland“ und vergleicht hier die Jahre 2016 bis 2020. Eine zusätzliche Kurve für „Covid-19“ zeigt in dramatischer Weise, wie augenscheinlich die Kurve für 2020 durch diese Covid-19-Kurve angehoben wird und damit zu einer Übersterblichkeit zu führen scheint.

Nebengedanken: Es scheint gerade in dieser Diskussion immer wieder vergessen zu werden, dass die Bestimmung, wer an Covid-19 gestorben ist, und wer mit Covid-19 infiziert wurde, zum größten Teil auf einem unzuverlässigen Test beruht, dem PCR-„Test“. Das alleine schon macht diese Zahlen bezüglich der Corona-Mortalität höchst suspekt. Warum die rote Linie für 2020, die die Gesamtmortalität angibt, so deutlich ansteigt, hängt nicht vom PCR-„Test“ ab und kann daher auch nicht mit unzuverlässigen Testergebnissen erklärt werden.

Was diese Betrachtungsweise außer Acht lässt, das ist die Tatsache, dass die Alterspyramide sich im Laufe der Jahre verschoben hat. Oder mit anderen Worten: Es gibt deutlich mehr Menschen über 80 Jahre alt als in den Jahren zuvor. Dies hat auch etwas damit zu tun, dass wir in den letzten Jahrzehnten mit einer steigenden Lebenserwartung zu tun hatten, was die Leute einfach älter werden lässt.

Diese Abbildung zeigt einen Vergleich der Altersstruktur von 2020 zu 2016. Man sieht deutlich, dass in den vier Jahren die Zahl der über 80-Jährigen (Männer und Frauen) deutlich zugenommen hat. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts ist der Anteil der über 80-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in den letzten zehn Jahren um 36 % gestiegen.

Wenn man dann noch davon ausgeht, dass mehr als die Hälfte aller Sterbefälle in Deutschland (560.000 von 960.000 für das Jahr 2020) in die Gruppe der 80-Jährigen und älter fällt, dann ist es nur logisch, dass (auch ohne Covid-19) hier eine höhere Sterberate zu erwarten ist als in den Vorjahren. Der Vergleich mit absoluten Zahlen würde für 2020 und auch für die Vorjahre Verzerrungen ergeben, die nichts über eine Übersterblichkeit für das jeweilige Jahr aussagen können.

Man sieht bei den absoluten Zahlen nur, dass im Jahr 2020 mehr Menschen gestorben sind, was sofort auf „Covid-19“ zurückgeführt wird. Man zieht noch nicht einmal in Betracht, dass diese erhöhte Sterblichkeit fast ausschließlich auf die Gruppe der 80-Jährigen und älter zurückzuführen ist, geschweige denn, dass hier ein größerer Pool an Individuen mit einer geringeren Lebenserwartung vorhanden ist.

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Eine Veröffentlichung der Ludwig-Maximilian-Universität in München sagt dazu Folgendes:

Analysen zur Übersterblichkeit in Deutschland beruhen zumeist auf absoluten Zahlen von Todesfällen in bestimmten Alterskategorien. Dies ist unproblematisch, solange sich über die Jahre hinweg wenig Veränderungen in der Altersverteilung zeigen, was auch für die meisten Altersgruppen gilt. Das trifft derzeit allerdings für die Altersgruppe der über 80-Jährigen nicht zu.

Und genau diese Altersgruppe der über 80-Jährigen ist für den signifikanten Anteil der Gesamtmortalität „verantwortlich“.

Berechnungen, in denen die Relationen stimmen

Die soeben erwähnte Veröffentlichung der Ludwig-Maximilian-Universität zeigte statt der absoluten Zahlen Sterbefallzahlen pro 100.000 für verschiedene Altersgruppen. In den dazugehörigen Kurven wurden die Jahre 2016-2020 verglichen, mit einer Zusatzkurve für 2020 ohne Covid-19.

Der Vergleich zeigte, dass es keine besonderen Auffälligkeiten für 2020 mit und ohne Covid-19 zu geben scheint. Hier stellvertretend für die anderen Jahrgänge die Kurve für die Altersgruppe 80+:

Für die anderen Jahrgänge sahen die Kurvenverläufe sogar noch günstiger aus (siehe Original Veröffentlichung).

Die Übersterblichkeit stellt die Differenz zwischen der aktuellen erhöhten Sterblichkeit und einem gewissen statistischen Durchschnitt der Vorjahre dar, der (auch beim Statistischen Bundesamt) wieder auf absoluten Zahlen beruht. Unter diesen Voraussetzungen ist, wie bereits weiter oben gesehen, die Übersterblichkeit keine große Überraschung.

Professor Gill von der Ludwig-Maximilian-Universität berechnete dazu statistische Erwartungswerte für die Jahre 2011-2020 und verglich sie mit den tatsächlichen realen Zahlen. Die folgende Tabelle ist auf „Heise.de“ veröffentlicht worden:

Bei einer Übersterblichkeit würde man eine deutliche Abweichung im positiven Prozentualbereich erwarten dürfen. Andeutungen dafür gab es in den Jahren 2013, 2015 und 2018. Für 2020 gibt es eine Abweichung vom Erwartungswert, der -0,75 % ausmacht, obwohl hier schon exponentiell angestiegene Covid-19-Todesfälle von rund 20 % pro Woche für die letzten sechs Wochen des Jahres 2020 veranschlagt worden sind.

Der Kurvenverlauf für das Jahr 2020 sieht dann wie folgt aus:

Hier treffen wir auch wieder auf das Phänomen, welches wir bereits in der ersten Grafik des Statistischen Bundesamt gesehen haben: Die grüne Covid-19-Kurve steigt – die Gesamtmortalität steigt parallel dazu. Ist dies jetzt ein Beleg dafür, dass Covid-19-Todesfälle wofür eigentlich verantwortlich sind?

Der parallele Verlauf (mit Ausnahme im Hochsommer) könnte dafür sprechen. Allerdings liegen hier, besonders Ende 2020, die tatsächlichen Todesfälle und die erwarteten Todesfälle nicht sehr weit auseinander, sodass hier die Todesfälle für Covid-19 bestenfalls nur einen sehr geringen Einfluss haben dürften. Bei einem signifikanten Einfluss von Covid-19 müsste die Schere zwischen Erwartungswert und tatsächlichem Wert viel weiter auseinanderliegen.

Außerdem stellt diese Kurve die Gesamtmortalität für alle Altersklassen dar. Hieraus wird nicht ersichtlich, welchen Anteil die Mortalität der über 80-Jährigen ausmacht. Der dürfte, wie bereits weiter oben gesehen, signifikant ausfallen.

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Noch weniger Übersterblichkeit

Bei Euro-Momo gibt es leider nur zwei Bundesländer, die ihre Daten für Euro-Momo bereitstellen, Berlin und Hessen. Nichtsdestotrotz, wenn wir es hier mit einer ausgesprochenen Übersterblichkeit in diesem Jahr zu tun hätten, dann müsste sich selbige auch im Kurvenverlauf für diese beiden Bundesländer nachweisen lassen. Aber auch hier gibt es Unregelmäßigkeiten:

Während Berlin zum Jahresende einen sehr flachen, normalen Mortalitätsverlauf aufweist, mit Tendenz zu einer leichten Untersterblichkeit, gibt es in Hessen einen kurzen, mächtigen Peak, der sofort in eine relativ ausgeprägte Untersterblichkeit abtaucht.

Hat dies etwas mit Covid-19 zu tun?

Wenn ja, gibt es dann Covid-19 nur in Hessen, nicht aber in Berlin? Oder welche Mechanismen sind für einen so unterschiedlichen Kurvenverlauf verantwortlich? Sind es vielleicht unterschiedliche Lockdown-Maßnahmen?

Oder gibt es mehr alte Menschen in Hessen, die kurz vor Weihnachten verstorben sind? Woran sind sie verstorben? All diese Fragen lassen sich aus diesen Kurven alleine nicht beantworten. Und mit Sicherheit wäre es absolut übereilt, auch hier wieder nur Covid-19 verantwortlich zu machen.

Denn wenn Covid-19 der absolute Killer wäre, warum zeigen diese Kurven eine Tendenz zur Untersterblichkeit? Müsste nicht das Killervirus die Kurven auf einem permanent überhöhten Level im Bereich der Übersterblichkeit halten?

Eine weitere Berechnung

Die folgende Berechnung der Mortalitätszahlen und der Über- beziehungsweise Untersterblichkeit beruht auf dem prozentualen Anteil der jeweiligen Jahrgänge. Das heißt, dass hier die absolute Zahl der jeweiligen Jahrgänge prozentual in Relation gesetzt wird zur Gesamtbevölkerung.

Das heißt auch, wenn in einer Altersgruppe mehr Menschen sterben, aber gleichzeitig mehr Menschen enthalten sind, dann gibt der prozentuale Anteil einen Richtwert über die Relation zur Mortalität in der gesamten Population (Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland).

Und so sieht die Einwohnerzahl für Deutschland für die Jahre 2012-2020 aus. Die letzte Spalte zeigt die prozentuale Änderung für die jeweilige Altersgruppe (für eine größere Ansicht auf die Grafik klicken):

Beachtlich ist hier die Steigerung für die Altersgruppen 80-89 Jahre und 90 Jahre und älter. Die prozentuale Steigerung liegt hier bei 32,0 und 39,8 %. Ich hatte Ähnliches bereits weiter oben schon einmal im Zusammenhang mit dem Statistischen Bundesamt erwähnt.

Die nächste Tabelle zeigt die absoluten Zahlen der verstorbenen für die jeweiligen Altersgruppen (für eine größere Ansicht auf die Grafik klicken):

Am Ende dieser Tabelle gibt es eine „Rangliste“ von 1 bis 9 (die letzten neun Jahre betreffend). Diese Rangliste bezieht sich auf 2020 im Vergleich zu den Vorjahren. Bei den 80 bis 90-Jährigen und den 90-Jährigen und älter liegt 2020 auf Rang 1, weil in beiden Altersgruppen die höchsten absoluten Zahlen für die Mortalität vorliegen.

Oder mit anderen Worten: Aufgrund der absoluten Zahlen wurde in den Vorjahren nie so viel gestorben wie in 2020. Auch hier ist der geneigte Panik-Fan versucht, diese Platzierung auf Covid-19 zurückzuführen.

Aber die zuvor gezeigte Tabelle zeigte bereits, dass gerade in diesen beiden kritischen Altersgruppen auch die absolute Anzahl für die dort aufgeführten Menschen sich deutlich erhöht haben.

Und jetzt sind wir wieder da, was ich vorhin bereits erwähnt hatte: Wenn sich die Teilnehmerzahl in einer Gruppe so deutlich erhöht, vor allem wenn sie im fortgeschrittenen Alter liegt, dann ist auch eine höhere Sterbefallzahl zu erwarten.

Wenn man diese prozentualen Anteile mit berücksichtigt, dann kommt eine Tabelle heraus, die so aussieht (für eine größere Ansicht auf die Grafik klicken):

Die roten Felder markieren hier den schlechtesten relativen Wert pro Jahrgang; die grün markierten Felder stehen für den besten Wert (geringste prozentuale Mortalität).

Das heißt an einem Beispiel erklärt, dass für den Jahrgang 80-89 Jahre im Jahr 2020 nur 7,54 % der über 4,8 Millionen 80-89-Jährigen verstorben ist. Und dieses Feld ist grün, weil in keinem anderen Jahr dieser Wert von 7,54 % unterschritten wurde. Deswegen zeigt die Rangliste hier die Nummer 9, also die geringste Mortalität seit 2012.

Und wir sehen für 2020 ein paar weitere grüne Felder, allerdings bei den jüngeren Jahrgängen. Aber immerhin, wenn eine „tödliche Pandemie“ durch das Land ginge, dürfte hier eine deutlich höhere Mortalität zu erwarten sein.

Die höchste Mortalität ist, wen wundert’s noch, in der Gruppe der 90-Jährigen und älter mit 23,5 %. Aber auch hier gibt es fünf verschiedene Jahre zuvor, in denen die Mortalität dieser Altersgruppe höher ausfiel als im Jahr 2020. Auch das ist keine „Visitenkarte“ für eine tödliche Pandemie!

Beim prozentualen Anteil der verstorbenen in Relation zur Gesamtbevölkerung liegt 2020 mit 1,15 % zusammen mit 2018 auf dem ersten Platz. Ob dies ein „Beweis“ für eine Pandemie ist, wo die Unterschiede zu einer Reihe der vorherigen Jahre relativ gering ausfällt, halte ich für unwahrscheinlich. Denn auch im Jahr 2018 belief sich der Wert auf 1,15 %. Und da hatten wir keine „Pandemie“.

Und hier noch eine Auswertung die es noch einfacher zeigt (für eine größere Ansicht auf die Grafik klicken):

Eine Statistik aus dem Ruhrgebiet

Eine Arbeit von Kowall, Stang und Jöckel belegt, dass im Ruhrgebiet keine Übersterblichkeit zu verzeichnen ist. Die drei Wissenschaftler vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie an der Uniklinik Essen ermittelten, ob es 2020 in Essen, Bochum und Dortmund eine Unter- oder Übersterblichkeit gegeben hat. Grundlage für die Berechnungen waren Daten des Statistischen Landesamtes NRW.

Zwei Parameter dienten zur Einschätzung der Lage. Die Standardisierte Mortalitätsratio (SMR) ist der Quotient aus beobachteten, absoluten Sterbezahlen geteilt durch die zu erwartenden Sterbezahlen gemäß der 3 Vorjahre. Eine SMR unter 1 indiziert eine Unter-, ein Wert über 1 eine Übersterblichkeit. Zur Berechnung der erwartbaren Sterbezahlen  berücksichtigen die Forscher auch die steigende Zahl der über 80-Jährigen. So wäre beispielsweise in Essen, wo deren Anteil an der Bevölkerung zwischen 2016 und 2020 um 13 % zunahm, auch ohne Covid-19 eine Übersterblichkeit eingetreten.

Die Monatsspezifische SMR für Bochum und Dortmund indiziert eine Übersterblichkeit nur für 3 Monate des Jahres 2020: August (11 %), November (9 %) und Dezember (7,5 %). Für die anderen 9 Monate wurde eine Untersterblichkeit festgestellt.

Der zweite Indikator der Mortalität ist die Kumulative SMR. Der Wert ergibt sich aus dem Quotienten der Sterbezahlen und der erwartbaren Mortalität bis zum Berechnungsmonat. Dabei werden beispielsweise für April alle Todesfälle bis zum 30.04. aufsummiert und durch die ebenso bis zum April aufsummierten präsumtiven Todesfälle geteilt. Der Wert für Dezember zeigt dann die Sterblichkeit für das gesamte Jahr an. Für Bochum und Dortmund ergibt sich so für 2020 eine Untersterblichkeit von 3,5 %, und zwar 2,5 % für Männer und 4,7 % für Frauen.

Die Autoren der Studie, die im Rheinischen Ärzteblatt (Heft 7/2021, Seite 23) veröffentlicht wurde, führen die Untersterblichkeit trotz Covid-19 auf mehrere Effekte zurück. So vermuten die Forscher, dass der Lockdown viele Todesfälle verhindert hat, weil die Menschen ihr Verhalten haben ändern müssen. So sind die Verkehrstoten in dieser Zeit um 18 % zurückgegangen und die Grippewelle ist praktisch ausgeblieben.

Die an Covid-19 gestorbenen Menschen waren zu einem Großteil schwer krank und alt, sodass die Infektion ihren Tod nur um Wochen bis einige Monate vorverlagert hatte. Auf der anderen Seite sei die Mortalität erhöht worden durch Patienten mit Krebs oder akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die wegen der Pandemie nicht behandelt wurden.

Trotz der Untersterblichkeit sei die Überforderung der Intensivstationen ein beachtenswertes Thema, wie die Autoren der Arbeit glauben. Zur Einschätzung dieser Entwicklung müsste ein Monitoring entwickelt werden, um solche Tendenzen besser erkennen zu können.

In den USA mussten die Zahlen revidiert werden

In den USA wurde bekannt, dass sogar Unfallopfer als Covid-Tote galten, wenn der PCR-Test positiv ausfiel. Doch auch viele aus anderen Gründen verstorbene “bereicherten“ so die Schreckenszahl. Das ging aus veröffentlichten E-Mails hervor, die Journalisten aus dem Gesundheitsministerium zugespielt wurden. Positive Tests schnellten auch deswegen in die Höhe, weil die Zyklusschwelle des Verfahrens sehr hoch angesetzt war.

Der Wert gibt die Wiederholungsrate an, mit der die Viren-DNA vervielfältigt wird. So schlägt der Test auch bei kleinsten Mengen von DNA-Bruchstücken positiv an, die sich lange im Körper erhalten, auch wenn die Infektion längst überstanden ist.

Nach der Kritik an solchen Praktiken mussten zwei Bezirke in Kalifornien die Todeszahlen im Nachhinein korrigieren. So reduzierten sich in Santa Clara  die an Covid-19 verstorbenen Menschen  um 22 % und in Alameda um 25 %.

Nach den Aussagen der Krankenschwester  Erin Olszewski aus New York sollen sogar die Testergebnisse von Patienten einfach von “negativ“ auf “positiv“ umetikettiert worden sein. Die Kliniken haben aufgrund finanzieller Zuwendungen aus dem Hilfe-Programm für Krankenhäuser ein erhebliches Interesse an einer hohen Zahl an Covid-Patienten. Die so entstehende künstliche Aufblähung der Fallzahlen räumte sogar CDC-Direktor Dr. Robert Redfield ein.

Fazit

Die letzte Grafik zeigt es ziemlich deutlich: Es gibt keine Übersterblichkeit in 2020! Es gibt eine erhöhte Mortalität aufgrund einer erhöhten Anzahl an über 80-Jährigen (eher über 90-jährigen), die in den letzten 8 bis 10 Jahren um über 36 % angestiegen ist. Eine höhere Anzahl an alten Menschen ist notwendigerweise verbunden mit einer erhöhten Sterbefallrate, da diese Menschen mit und ohne Infektion ihr natürliches Lebensende erreicht haben.

Und mit der signifikant höheren Zahl an sogenannten „Zivilisationserkrankungen“, die besonders in dieser Altersgruppe zu finden sein dürften, kommt ein weiterer Faktor hinzu, der die natürliche Lebenserwartung in diesem Alter mehr oder weniger einschränkt und somit dazu beiträgt, dass die Sterbefallzahlen dieser Altersgruppe mehr als 50 % der gesamten Sterbefallzahlen von Deutschland ausmachen.

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Dieser Beitrag wurde am 18.01.2021 erstellt und letztmalig am 30.07.2021 aktualisiert.