Pillengates warnt davor, dass die Fortschritte bei den weltweiten Impfstoffen nun in Gefahr sind?
Die Welt stehe vor einer globalen Gesundheitskrise, weil die Trump-Administration die Hilfe (zugunsten von GAVI) jetzt stark gekürzt habe?
Und er behauptet, dass ohne seine Impfprogramme die Neugeborenen in den ärmsten Ländern nicht überleben werden?
Seine Impfprogramme? Ohne die die Neugeborenen in den ärmsten Ländern nicht überleben würden? Sagt ausgerechnet derjenige, der noch vor kurzer Zeit behauptet hat, Indien sei eine "Art Labor", wo man Dinge ausprobieren kann, und wenn sie in Indien gelingen würden, man diese auch andernorts umsetzen könne, worauf es weltweit massenhaft Kritik hagelte.
Aber was soll man auch dazu sagen, wenn man weiß, dass bei GAVI nicht nur die WHO oder auch die Weltbank mit am Tisch sitzen, sondern unter den 28 Aufsichtsratsmitgliedern auch Führungskräfte sitzen, die ehemals für Sanofi, Novo Nordisk, Novartis oder auch Biogen gearbeitet haben. (Siehe Karen Sørensen und Ana de Pro Gonzalo).
Oder auch ein gewisser Budi Gunadi Sadikin, unter dessen Leitung Indonesien neue Impfstoffe einführte, darunter den Pneumokokken-Konjugatimpfstoff (PCV), den Impfstoff gegen humane Papillomaviren (HPV) und den Impfstoff gegen Rotaviren.
Letztlich - weder ein Gates, noch seine GAVi (sowie CEPI) sind demokratisch gewählte Optionen. Gates hat mittlerweile durch seine über Jahrzehnte aufgebauten Verflechtungen mit internationalen Organisationen und Konzernen wahnsinnig viel Macht angehäuft. Aber er ist kein Mediziner, er ist kein Politiker, er ist ein selbsternannter Philantrop, der wegen seiner früheren geschäftlichen Aktionen mit Microsoft in extrem schlechtem Licht stand und seine Berater ihm dann geraten hatten eine "wohltätige" Stiftung zu gründen, um sein Image wieder aufzupolieren.

