Nebennierenschwäche / Cortisolmangel - Nützliche Tipps?

  • Hallo! Ich weiß, dass es zu dem Thema bereits etwas gibt, allerdings wurde in dem Thread den ich gefunden hatte hauptsächlich gestritten.

    Mein Cortisolwert ist ziemlich im Keller und mir macht das ziemlich zu schaffen. Zusätzlich habe ich noch eine Dysbiose.


    Habt ihr vielleicht aus Erfahrung ein paar nützliche Tipps was ich tun kann, damit sich meine Nebennieren wieder erholen und mein Cortisolspiegel steigt?


    Danke!

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Lakritz ist der eingedickte Extrakt der Süßholzwurzel und stark gezuckert - also kein ideales Heilmittel. Süßholzwurzel schon :-)


    Bezüglich der Dysbiose haben wir hier m Forum einen lesenswerten Thread, der dir sicher viele Anregungen gibt:
    Darmdysbiose 


    Ich hatte dazu ebenfalls zahlreiche Beiträge veröffentlicht, u.a.:
    https://www.gesund-heilfasten.de/Darmsanierung.html


    Und bezüglich der Nebennierenproblematik rate ich mal zu meinem Grundsatzbeitrag:

    https://www.naturheilt.com/Inhalt/Nebennierenprobleme.htm

  • Rechtsregulat von Dr. Niedermaier

  • Hi Sammy,

    nur mal auf der stofflichen Ebene:


    Generell alle Mikronährstoffe optimieren.

    Speziell: "Nebennierencocktail" (Vitamin C, Salz, Kalium), Jod, B2, B3, Selen (also Nebenniere + Schilddrüse gleichzeitig behandeln).


    D3 Kreislauf (D3 + Magnesium + Bor + K2) spielt auch mit rein.


    Statt der NNR (Ich vermute Nebennierenrindenextrakt?) wären NN Peptide (z.B. Glandokort) einen Versuch wert.

    (Glandokort war bislang das Einzige, das mir nachhaltig geholfen hat punkto NN. Alles andere musste ich laufend einnehmen. Peptide sind ähnlich wie Drüsenpräparate. Sollten aber keine Neurotransmitter wie z.B. Adrenalin drinnen haben. Sondern nur Hormone, die die Drüsenfunktion wieder ankurbeln/die Drüse regenerieren.

    Es gibt für manche Peptide sehr vielversprechende Studien, die die Heilung der spezifischen Drüsen/Organe zeigen.

    Bei Glandokort hab ich diesbezüglich nichts gefunden. Kann also nur sagen, dass sie für mich bislang das Wirksamste waren.


    Allerings gingen bei mir die Drüsenpräparate gar nicht (ich wurde entweder zu unruhig/hibbelig, oder war im Stehen K.O.).


    Sonstige Ansätze (z.B. schauen, dass er Körper möglichst viel im parasympathischen Zustand ist) - was machst Du da/was hast Du schon probiert?


    lg togi

    Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.

    (Marie Ebner-Eschenbach)

  • Hallo! Danke für die ausführliche Nachricht! NNR Tabletten dienen zur Beruhigung, sind aber wohl auch speziell bei Nebennierenschwäche gut, sie enthalten:

    Ashwaganda-Extrakt, Rhodiola rosea Extrakt, Magnesium, Zink, Vitamin C/E, Niacin, Phathothensäure


    Ich bin öfter in ägnstlichen Zuständen und diese Tabletten helfen mir gut mich zu entspannen. Meinst du mit parasympathischen Zustand einen entspannten Zustand wo man wenig nachdenkt?


    Bzgl Glandokort: Fällt mir schwer da Erfahrungen zu zu finden. Ist das homeopathisch oder enthält das tatsächliche Hormone?



    Meine Nebennierenschwäche wurde über einen Cortisol Speicheltest ermittelt... ich merke halt dass ich oft Ängste habe, dann Cortisol/Adrenalin ausgeschüttet wird, Energie mobilisiert wird die mir dann später fehlt.. Ich bin im Moment sehr müde und schlapp, auch weil ich durch die Dysbiose viel Gewicht verloren habe... das ganze ist ziemlich schlauchend und manchmal fühl ich mich einfach nur zum heulen... Ich versuche gerade diesen Kreislauf des "immer wieder in Panik geraten -> Cortisolausschüttung -> Energie wird mobilisiert -> Dann später leere Energiespeicher, Erschöpfung -> usw" zu durchbrechen, damit ich einfach mal länger Entspannt bin und sich meine NN erholen kann.. ich weiß nicht ob das Sinn ergibt aber so fühlt es sich irgendwie an...



    Wie hast du das ganze denn letztlic hin den Griff bekommen? Dauerte es länger? :(


    Achja, ehe ich es vergesse: Was würdest du sagen, hat dir bei deiner NN am ehesten geholfen? Irgendwelche Mittel oder war es eher zu lernen zu entspannen, also irgendwelche Bewusstseinsübungen?

  • togian: Bzgl des Glandokort habe ich doch ein paar Erfahrungsberichte lesen können. Klingt gut! Kannst du mir vielleicht sagen wo man das am besten bestellt? Habe auf Amazon was gelesen dass dort Fakes verkauft werden, was dort öfter der Fall ist...



    Edit: Wegen dem obigen Beitrag: Tut mir leid, hatte ein paar Fragen gestellt die sich bereits aus deinem Eingangsposting beantworten liesen. War heute Morgen ziemlich durch den Wind. Also Glandokort enthält Hormone. Ich dachte das wäre bedenklich, könnte aber nicht sagen wieso, weil ich mich nicht auskenne.. mir ist es aber mittlerweile auch egal weil mich dieser Zustand regelmäßig in den Wahnsinn treibt. Konnte jetzt nichts schlechtes lesen, eher nur sehr gutes, also würde es eigentlich gerne mal probieren...

  • Hi Sammy,

    ich schreibe bewusst eine längere Antwort, weil ich weiß wie wichtig es für mich war das "Zusammenzupuzzeln" um zu verstehen, was da im Körper passiert. Pick Dir einfach raus, was für Dich passt. :)

    Ich muss den Post teilen, weil ich zu viel geschrieben habe :saint:


    Also mal Teil 1:

    NR Tabletten dienen zur Beruhigung, sind aber wohl auch speziell bei Nebennierenschwäche gut, sie enthalten:

    Ashwaganda-Extrakt, Rhodiola rosea Extrakt, Magnesium, Zink, Vitamin C/E, Niacin, Phathothensäure

    Bei dem Produkt bin ich nicht so glücklich mit dem DL-Alpha Tocopherol (=künstliches Vit E). Die Füllstoffe und Überzüge finde ich auch nicht so prickelnd.Das finde ich bei dem Preis nicht ok. Würde da den Hersteller anschreiben und darauf ansprechen (manchmal sind sie ja sehr offen für Feedback).

    (ich hab generell nichts gegen "künstliche" Vitamine. DL-Alpha ist eine Ausnahme. Eben weil es nicht "naturindent" ist, sondern eine andere Struktur hat als das natürliche).


    Meinst du mit parasympathischen Zustand einen entspannten Zustand wo man wenig nachdenkt?

    Ja, genau. Der Körper kennt in dem Bezug nur 2 Zustände:

    - sympathischer Modus (Kampf-/Flucht) - Adrenalin wird ausgeschüttet usw....und

    - parasympathischer Modus: Entspannung


    Wir alle sollten die meiste Zeit im parasympathischen Modus sein und nur im absoluten Notfall in den Kampf-/Fluchtmodus umschalten. Ich vermute mal, dass die Mehrheit der Menschheit da mittlerweile "falsch" unterwegs ist (einfach durch den Rhythmus der von außen vorgegeben wird).

    Die Dominanz des sympathischen Modus ist dafür verantwortlich, dass sich die Nebennieren auspowern.

    Im Stressmodus funktioniert die Verdauung nicht optimal, das Immunsystem ebenfalls nicht. (das ist ja auch verständlich. Wenn man vor einer Gefahr davonläuft, wäre es blöd vom Körper Ressourcen für die Verdauung zur Verfügung zu stellen. Also stoppt er die Magensäureproduktion, Enzymproduktion, Immunsystem kämpft nicht usw...) Und wenn man sich dann quasi in Sicherheit gebracht hat (Parasympathikus wieder dominiert), sollten all diese Dinge wieder anspringen.


    Jetzt wäre es natürlich schön, wenn man den Stress abstellen kann. Aber auch Verspannungen, WS Probleme, eSmog, Darmprobleme, Kiefer, Gifte, Traumata usw... - können den Körper im Stressmodus halten.

    Wenn die NN am Boden sind, ist man (bzw. war ich ) oft schon wegen kleinsten Abweichungen maximal gestresst und in Folge - so wie Du das schreibst - ausgepowert.


    Ab einem gewissen Punkt also nach "den Ursachen" zu suchen und sie abzustellen war quasi unmöglich (einfach weil so viel stresst). Also kann man den umgekehrten Weg gehen und sagen: egal wo der Stress herkommt: ich suggerier meinem Körper, dass alles entspannt ist und "trickse" ihn auf diesem Weg aus, auf den parasympathischen Modus zu wechseln und dort zu bleiben.


    Es gibt unzählige Methoden um das zu erreichen. z.B. 4x am Tag "durchklopfen" (Mentalfeldtechnik oder auch TFT/MFT/EFT...) - das "hält" jeweils ca. 6 Stunden an.

    Für mich hat sich GRINSEN am besten bewährt. Sobald man seine Mundwinkeln stark hochzieht für ca. 1 Minute oder mehr, beginnt man Stresshormone abzubauen (das Stressfass auszuleeren). Ich finde bei der Methode so praktisch, dass man sie de facto immer anwenden kann.

    z.B. bei einem anstrengende Telefonat kann man "nebenbei" problemlos grinsen. "Durchklopfen" in der Situation geht dann eher nicht.

    Letztens hab ich bei einer sehr mühsamen Besprechung gemerkt, dass ich dabei war die Nerven zu schmeissen (einfach weil sich das stundenlang im Kreis gedreht hat und nix weitergegangen ist). Da hab ich dann ganz offen gesagt, dass ich jetzt leider so komisch grinsen muss, weil ich ein Kieferproblem habe und das nur so entspannen kann. Hat mir enorm geholfen innerlich wieder ruhig zu werden.


    Vera Birkenbihl erklärt das so nett: Vera Birkenbihl - Freudehormone fressen Stresshormone

    (die "benötigte Videosequenz" ist nur 5-10 Minuten lang. Hab sie auf die Schnelle nicht gefunden. Es gibt sie aber auf y...tube).

    Gefunden: Vera Birkenbihl - Schlechte Laune muss nicht sein - Du hast die Wahl!

    ***

    bermibs: ich scheine ein "Naturtalent" der Formatierung zu sein - mir gelingt es NIE die Links blau einzufärben. :/

    Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass bei meinen Versuchen 100% reproduzierbar die Formatierung nicht übernommen wird. Sorry...

    ***


    Aber natürlich geht jede andere "Entstress-Methode" auch. Nur wichtig ist, das "in unserem Zustand" laufend zu machen, eben damit die NN heilen kann und nicht im Dauereinsatz/Dauerstress ist.


    Ich bin im Moment sehr müde und schlapp, auch weil ich durch die Dysbiose viel Gewicht verloren habe... das ganze ist ziemlich schlauchend und manchmal fühl ich mich einfach nur zum heulen... Ich versuche gerade diesen Kreislauf des "immer wieder in Panik geraten -> Cortisolausschüttung -> Energie wird mobilisiert -> Dann später leere Energiespeicher, Erschöpfung -> usw" zu durchbrechen, damit ich einfach mal länger Entspannt bin und sich meine NN erholen kann.. ich weiß nicht ob das Sinn ergibt aber so fühlt es sich irgendwie an...

    Das mit Deinem Darm ist in dem "Zustand" quasi "vorprogrammiert" - einfach weil die Verdauung durch den Stressmodus zu wenig Energie bekommt. Dadurch fehlen dem Körper Nährstoffe. Die "Klappen" zwischen den einzelnen Darmabschnitten schließen vermutlich nicht mehr richtig (eben weil Nährstoffe fehlen) und Bakterien wandern an falsche Stellen usw.

    Bzw. wenn die NN sehr erschöpft ist, fehlt auch Appetit. Ist das bei Dir der Fall?

    So oder so - meiner Erfahrung nach legt sich das von selbst, wenn die NN und SD wieder gut zusammenarbeiten/gut funktionieren. (davor hab ich jahrelang mit Essensumstellungen und Enzymen/Betain HCL/Darmbakterien/Ballaststoffen etc. "rumgetan" und es hat bei mir nie was richtig lang und gut und problemlos geholfen punkto Verdauung).

    Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.

    (Marie Ebner-Eschenbach)

    2 Mal editiert, zuletzt von bermibs ()

  • Rechtsregulat von Dr. Niedermaier

  • Teil 2:

    Um den Kreislauf zu durchbrechen, würde ich:

    1. "Mentaltechnik" ins Programm nehmen (z.B. das Grinsen). Bzw. hat mir auch der "Tiefschlafreflex" (iamon vom Strunz) super gut geholfen um mich auf "Einschlafen innerhalb von Sekunden" zu "programmieren" (davor hatte ich jahrzehntelang - seit dem ich ein Säugling war - massive Einschlafprobleme)

    2. laufend Salz, Vitamin C und bei Bedarf auch Kalium nachfüllen. (Bei Stress (wenn die NN schon ziemlich am Boden sind) schiebt der Körper Natrium raus um im Verhältnis kurzfristig möglichst viel Kalium "zum Puffern" zur Verfügung zu haben. Dadurch ist man dann aber noch erschöpfter. Da "fließt" nichts mehr im Körper, BD fällt im Stehen ab. Steigt im liegen usw.

    Zumindest bei mir war/ist das immer so, dass ich dann immer wieder super dringend aufs WC muss aber nur sehr wenig Urin kommt. Quasi eine "Reizblase".

    Salz und C nimmt man nach persönlichem Bedarf.

    Ich hab jahrelang immer C im 2stelligen Gramm Bereich gebraucht um funktionsfähig zu bleiben.

    Salz: Essen gut salzen, bzw. wenn es grad ganz schlimm ist, über den Tag verteilt Salzwasser trinken (da kann reichen ein paar 100mg Salz+C 3-4x/Tag. Oder bei mir waren es eben 20 Gramm C (Ascorbinsäure)+ 5 Gramm Salz über den Tag verteilt getrunken. Und Essen salze ich sowieso immer kräftig).

    Ich würde mit C und Salz starten und dann erst langsam Kalium dazu dosieren. (und es gibt da keine "richtige" Dosis für alle - einfach langsam rantasten an Deine optimale Dosis. Und die wird auch stark schwanken, je nachdem wie Dein Tag ist. Mit der Zeit bekommt man ein gutes Gefühl dafür).

    3. alle anderen Nährstoffe. v.A. B Vitamine, Magnesium, Jod (mit allen Co-Faktoren)


    Du könntest nur mal mit 1+2 starten und 3 in der Zeit in Ruhe recherchieren. Bzw. wird Glandokort vermutlich den Bedarf an Pkt. 3 verringern.


    Ich hab mit 1-3 ganz gut gelebt.

    Vor allem durch das Jod (das hab ich vor ca. 2 Jahren "entdeckt" ist es bei mir nochmal ein gutes Stück besser geworden.

    Bei mir wurde die NN nie untersucht. Ich hatte aber nach langem - nicht behandeltem - Infekt (Borreliose - das war vor ca. 12 Jahren) das Stadium erreicht, bei dem sich die Narben dunkelbraun färben und man aussieht als würde man aus dem Urlaub kommen (Haut schön getönt). Energie bei absolut 0 (der Weg vom Bett zum WC war ein unüberwindbarer Marathon. Ich hab dann vor der Klotür am Boden "kampiert", um es nicht so weit zu haben...). Also ziemliches Endstadium bei den NN (von der Symptomatik eine Addison Krise. Allerdings nur von mir - rückwirkend - anhand der Symptome "diagnostiziert").


    Im "normalen" Alltag konnte ich mit meinen 1-3 "Maßnahmen" gut funktionieren. Aber vor ca. 6 Jahren haben die nicht mehr gereicht (durch meine Schwangerschaft, bin ich mit dem Jod zu weit runter gerutscht. Dann noch der permanente Schlafmangel und das "Fremdgesteuert" sein...).

    Wenn ein spontaner massiver Stressanfall da war, den ich nicht kompensieren konnte, hat es mich "komplett umgeschmissen".

    z.B. wie ich einen (vermutlich tödlichen) Verkehrsunfall gesehen habe. Oder eine Notbremsung auf der Autobahn bei der vor mir eine ganze Reihe an Autos gecrasht sind (ich konnte rechtzeitig bremsen und uns ist nichts passiert, aber mein Körper konnte den "Schock" nicht kompensieren, ich habe es mit Mühe und Not "hinter" den Unfall geschafft und wäre innerhalb fast am Lenkrad vor lauter Erschöpfung eingeschlafen. Bin nur mit Mühe und Not von der Autobahn runter um Fahrerwechsel machen zu können. Also 0 "Reserveenergie" seitens NN).

    Oder auch so ein banales Erlebnis wie (sehr energiegeladen und gut gelaunt) mit meinem Sohn im Planetarium eine Show anzuschauen. Bei der wurde mir massiv übel, weil sich der Sternenhimmel so schnell gedreht hat. Also von top-fit zu völlig kaputt in ca. 45 Minuten.

    Die beschriebenen Erlebnisse haben jeweils ausgereicht um mich jeweils für ein paar Tage bettlägrig zu machen (ich hab da gar nicht gecheckt, was mit mir los ist - dachte an einen Infekt. Mir war kalt, die Nieren haben sich nicht gut angefühlt. Enorm erschöpft. Übelkeit. Kopfschmerzen. Benommen...).

    Also eh die "klassische" Symptomatik im "Endstadium der NN" - nur bin ich da jeweils so neben mir gewesen, dass ich nicht draufgekommen bin.

    Auch interessant - der Körper will da gar kein Wasser haben (erst wenn ich mich dann zwinge Salz zu nehmen, bekomme ich Durst und beginne wieder - langsam - zu leben).

    Aber so 2-3 Tage Bettlägrigkeit nach so einem Crash war Standard bei mir (dann mit Salz + C - dazu musste ich mich zwingen um es runterzubekommen - ging es dann aufwärts. Und meist an Tag 3 hatte ich dann wieder Appetit und konnte aufstehen und das Schlimmste war überstanden).


    Ich war auch dabei mir ein Notfallkit zu organisieren (Hydrocortison), als ich endlich verstanden hatte was bei so einem "Crash" bei mir passiert (dass die NN einfach 0 Pufferkapazitäten haben um "sowas Großes" wegzustecken.

    Bzw. hab dann auch recherchiert und überlegt einfach tgl. die benötigten Hormone einzunehmen (weil ich mit 1-3 einfach einen "Plafond" erreicht hatte/es nicht mehr weiter bessern konnte. Wobei meine NN ja trotz des massiven Crashs vor 12 Jahren so gesehen noch gut durchgehalten haben).


    Mein Stand ist, dass die Nebennieren physisch immer kleiner werden/"zusammenschrumpeln" und dann immer mehr von ihrer Funktion verlieren.

    Soweit verstehe ich zumindest die Schulmedizin.

    Aber bei den Schilddrüsen kennt die Schulmedizin auch nur den "Verfall möglichst stoppen". Die Option, dass sie wieder ganz normal groß werden und volle Funktion erlangen, ist da ja auch nicht am Programm. Und dennoch können die Schilddrüsen relativ leicht wieder heilen (dank Jod und Salz und Selen und...)


    Daher hoffe ich auch punkto der NN einen Weg zu finden sie möglichst wieder Richtung "Normal 0" anwachsen zu lassen.

    Und da kommt eben das Glandokort ins Spiel.

    Das ist bislang für mich das einzige Mittel gewesen, das "nachwirkt". Sonst hat die Wirkung immer nur angehalten, solang ich etwas genommen habe/geschaut habe, dass mein Körper immer genug davon hat (Vit C, Salz usw.).



    Generell nimmt man es kurmäßig ein. Also z.B. 1 Monat Einnahme. 3-6 Monate Pause und dann wieder Einnahme.


    Ich habe Glandokort Anfang des Jahres das erste Mal genommen und am Anfang richtig gemerkt dass z.B. meine Erschöpfung am Nachmittag (Je nach Winter/Sommerzeit von 14-15h bzw. 15-16h, der klassische "Tiefpunkt" innerhalb weniger Tage WEG war).

    Die ersten Wochen habe ich aber auch gemerkt, wenn ich es mal nicht eingenommen habe (also dürften da sehr wohl auch Hormone drinnen sein, die tgl. benötigt werden).

    Erst nach ca. 2 Packungen habe ich die Intervalle zwischen den Einnahmen immer mehr vergrößert (jeden 2 Tag 1ne Tablette, nur mehr an sehr stressigen Tagen 1 Tablette usw.) und da ich mit der Methode dann keinen Einbruch mehr hatte/keinen Unterschied gemerkt habe, wenn ich es nicht genommen habe, pausiere ich jetzt seit ca. 3 Monaten.

    Aber gut, dass Du mich erinnerst. Ich werde wieder antesten, ob ich es jetzt wieder mal 1 Monat nehmen soll.

    Ich hatte seit der Einnahme auch keinen Crash mehr (aber die kamen ja auch nicht so oft vor, also kann das ein Zufall sein). Ich bin aber generell nach sehr stressigen Tagen nicht massiv ausgelaugt. Mir reicht dann ein wenig Salz, ein wenig hinsetzen/bzw. ausstrecken/power Nap und ich bin wieder voll da.


    Mein Elektrolytverlust ist am Anfang (trotz Glandokort) geblieben. Nicht mehr so massiv, aber auch nicht weg. Ich musste also weiterhin viel Salz "nachschütten". (Vitamin C und andere NEMs bleiben bei mir auch eine Dauereinnahme). Aber nur das Salz "muss" sein - bei den anderen Sachen ist es nicht so dringend.

    Das mit dem Salz hat sich komischer Weise erst in den letzten Wochen gebessert, obwohl ich Glandokort da nicht mehr genommen habe (da muss ich noch ein wenig nachlesen und schauen woran das gelegen haben kann).


    Nur leider 1x/Monat (jeweils während der Mens) merke ich enorm meinen Energieabfall. Werde infektanfällig. Wenig belastbar usw... (da scheint aber auch die NN Kur wenig dabei geholfen zu haben). Aber an den Tagen brauch ich immer noch viel Salz dazu, um nicht wie ein nasser Fetzen rumzuhängen.



    Du siehst also, es gibt viele Optionen. Ich wollte auch nie "Hormone" nehmen. Denke mir aber mittlerweile, die halbe Welt schluckt Schilddrüsenhormone. Oder wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr gut funktioniert, na dann muss man halt Insulin nehmen.

    So seh ich das mittlerweile auch bei den NN - wenn ich es mit dem "do-it-yourself" Verfahren nicht stabilisieren kann, werde ich mich auf alle Fälle wegen einer entsprechenden Behandlung umschauen/schlau machen. (Ich hab vor einiger Zeit eine Dame in ihren 90ern kennengelernt, die quitschfidel war und seit vielen Jahrzehnten auch keine funktionierenden Nebennieren hat und eben auf Hormone/Neurotransmitter angewiesen ist).

    Nur schade, dass es kaum Ärzte gibt, die sich mit dem Thema auskennen.


    Bin schon gespannt, wie es bei Dir weitergeht! :)


    Sag, bist Du am Abend viel fitter als den restlichen Tag? (so ab 17-20 findet ein "Aufwachen" statt und Du fühlst Dich bis spät in die Nacht gut?).

    Oder ist die Erschöpfung bei Dir 24/7?

    Kannst Du gut ein-/durchschlafen? Kommst Du auf ausreichend Schlafstunden?

    Und bist Du männlich oder weiblich? (Vom Nic her tippe ich eher auf männlich. Wenn dem so ist, lass ich "Frauenthemen" ab jetzt weg ;))


    lg togi

    Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.

    (Marie Ebner-Eschenbach)

  • Ich versuchs ;) (nehms auch nur klitzeklein wenig persönlich, dass es all meinen Versuchen - mit Leerzeichen davor, mit Leerzeichen danach. Mit Zusatzbuchstaben danach/davor usw... widersteht...)

    Danke fürs Link suchen/ergänzen!

    lg togi

    Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.

    (Marie Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von bermibs ()

  • Also vielen Dank nochmals für die ganzen Tipps & Infos!


    NNR Tabletten: Möglich, dass es nicht alles ganz optimal ist, hilft mir aber sehr mit meinen Angstzuständen. Pflanzlich ist das mit Abstand das Beste was ich hatte, sogar besser als die Psychopharmaka die ich hatte (werde nie mehr welche nehmen..). Hattest du auch mit Angstzuständen zu kämpfen? Ich will das nicht zwingend auf die Nebennierenschwäche schieben.. kann auch mit der Dysbiose und der psychischen Überforderung mit diesem Zustand zusammenhängen. Ich habe halt überhaupt nicht verstanden was mit mir passiert und dachte schon der Tod wäre hinter mir her... :(



    Parasympathischer Zustand: Danke für die Erklärung. Ich arbeite seit über einem halben Jahr nicht mehr weil ich null belastbar bin und ich bin lange Zeit zwischen zwei Zuständen hin- und hergependelt:

    (1): Überlebensmodus, wo wohl viel Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet wurden. Ich war voller Angst und wusste nicht was mit mir passiert, konnte dann trotz Müdigkeit nicht viel schlafen (würde wenn überhaupt nur kurz einnicken und dann wieder aufschrecken als ginge es um Leben und Tod). Dieser Zustand würde dann ein paar Tage anhalten ehe es in (2) wechselt

    (2): Ich fange langsam wieder an mich zu beruhigen, schlafe wieder länger fühle mich dann aber auch ziemlich platt und habe so ein allgemeines "Schwächegefühl". Außerdem merke ich dann in diesem Zustand dass mich alles überfordert, jede noch so kleine Entscheidung kann mich überfordern / verängstigen, mich innerlich zittrig fühlen. Oftmals hat mich dieser Zustand dann früher oder später in Panik versetzt, wodurch ich wieder bei (1) gelandet bin.


    Ich hatte dann irgendwann den Gedanken dass ich da zwischen zwei Extremen hin- und herpendel. Ein normaler Mensch vmtl irgendwo in der Mitte ist. Seit dem versuche ich diese Angstzustände so gut es geht zu vermeiden. Ich dachte in (1) verbrauche ich mein Cortisol und in (2) erlebe ich dann die Symptome des Mangelzustands, aber ich weiß nicht ob das schlüssig ist.


    Das mit dem Grinsen kenne ich, ich habe sogar ein Stift im Auto den ich mir manchmal zwischen die Zähne schiebe ;) Klopfen tue ich auch, allerdings nur 1x am Tag, wusste nicht, dass der Effekt nach 6 Stunden verfällt :)


    Ich liebe im Moment den halben Tag auf der Couch und beschäftige mich mit ganz einfachen Dingen und versuche so entspannt wie möglich zu bleiben, in der Hoffnung, dass sich diese "Spiegel" wieder normalisieren :(




    Darm: "So oder so - meiner Erfahrung nach legt sich das von selbst, wenn die NN und SD wieder gut zusammenarbeiten/gut funktionieren."

    Also meinst du es wäre von der Priorität her am wichtigsten erst das problem mit der NN wieder in den Griff zu bekommen und der Darm folgt dann?

    Mein Problem ist halt dass ich wegen der Dysbiose schon viel Gewicht verloren habe und nun echt an einer Schmerzgrenze angekommen bin und irgendwie auch nur schwer noch zunehme, obwohl ich jeden Tag 6-8 Mahlzeiten esse und mich kaum bewege... :(


    Das mit den Bakterien an den falschen Stellen kann gut sein. Habe vor 3 Wochen mittels Stuhltest das Biotop untersuchen lassen und da wurde auch vermutet, dass evtl eine Fehlbesiedlung stattgefunden hat, durch Bakterien die aus dem Dickdarm in den Dünndarm gewandert sind...


    Ich nehme im Moment ein Probiotikum namens VSL#3 was ziemlich gut ist, aber richtig in den Griff bekommen tue ich es damit auch nicht. Wurde deine Verdauung besser, als es mit der NN besser wurde? Vielleicht hilft ja Glandokort indirekt dabei... ich hoffe es einfach mal..





    Salzen tue ich schon großzügig und jetzt nehme ich auch wieder Vitamin C. Ich habe vor ca 2 Monaten eine Therapie bei einem Orthomolekularmediziner begonnen. Der hatte auch den niedrigen Cortisolspiegel mittels Speicheltest bestimmt. Ich bekomme wöchentlich Infusionen und zu Beginn hat mir das auch super geholfen, ich habe mich nach kurzer Zeit wieder "fast normal" gefühlt, viel belastbarer, nicht mehr dieses Schwäche- und Stressgefühl und hatte auch kaum noch Ängste. Leider ist der Effekt irgendwie verpufft bzw hat es vor 3 Wochen eine Art "Crash" gegeben und alles ging wieder von vorne los. Aber wenn sowas eine Option für dich ist, könntest du es ja mal probieren. Die füttern einem über Infusion die ganzen Vitamine die die NN braucht um diese Hormone zu produzieren. Ich weiß nicht, wieso es mich jetzt wieder erwischt hat.. wahrscheinlich weil ich noch mal an Gewicht verloren habe und zusätzlich wieder größerem Stress ausgesetzt war.. womöglich hat das gereicht.. Wenn ich mir das von dir so durchlese, scheint es ja so zu sein, dass einzelne Ereignisse ausreichen können, um einen wieder völlig umzuhauen.. klingt garnicht gut :(




    Also die letzte Zeit kann ich wieder gut durschlafen und schalfe so 8 1/2 Stunden, aber eben nur wenn ich es schaffe ruhig zu bleiben. Sobald ich in Angst bzw diesen "Überlebensmodus" gerate, ist schluss mit schlafen... Morgends und Mittags hab ich idR am schwersten, d.h. Ängste und so eine Art "Schwächegefühl". Manchmal fühle ich das als körperliche Schwäche, also dass ich zittrig werde, ist aber eher selten. Es ist auch z.T. einfach eine Art "psychische Schwäche".. ich fühle mich schwach, bin es aber nicht wirklich und das Gefühl ist recht Sprunghaft. Vermutlich ist es eine Art Stresszustand. Ich merke jedenfalls, wenn ich mich entspanne und abgelenkt bin, fühle ich mich normal, dann reicht ein komischer Gedanke der mich überfordert und das Gefühl kommt zurück. Schwer zu erklären. Am Abend geht es mir meistens viel besser, ich kann dann oft wieder lachen und habe das Gefühl es ist alles wieder gut und ich verstehe nicht so recht was tagsüber eigentlich mit mir los war... Ist das bei dir auch so? Ist das typisch für NN?

    Ärzte schlussfolgern dann wohl oft gerne auf eine Depression oder eine psychische Erkrankung, weil dort diese Besserung am Abend auch oft auftritt, aber eigentlich glaube ich nicht, dass psychisch ernst krank bin oder gar depressiv. Wobei dieser Zustand auf Dauer schon auch sehr an meiner Psyche kratzt.

    Wie ist das denn bei dir? Achja, ich bin männlich :)




    Ich bin aktuell auch gewillt, es mit dem Glandokort zu probieren, auch wenn es Hormone enthält. Ich will eigentlich nicht noch Jahre in diesem Zustand fristen. Es muss da doch auch mal wieder Normalität einkehren und die Sache muss doch 100%ig ausheilen können, oder?

  • Hallo,


    ad. NNR Tabletten: wie gesagt, kannst dem Hersteller ja Feedback geben. Mehr als dass sich nichts ändert, kann ja nicht sein. :)


    Oje, dass kenn ich nur zu gut, dass der Körper einfach 0 Ressourcen hat, um mit Stress umzugehen. Das Blöde ist, dass allein das ja dann auch leicht wieder Stress auslöst. (War zumindest bei mir immer so).

    Deswegen meine "Taktiken" um meinem Körper zu suggerieren, dass er entspannt ist (einfach um "die Minimengen" an diesbezüglichen Ressourcen (Neurotransmittern) zu "hüten").


    Diesbezüglich hast Du ja auch schon einiges am Programm :thumbup::).

    Hilft Dir das Grinsen/Klopfen um runterzukommen/zu entspannen?


    Mein "Anker" wär da ergänzend: Vitamin C + Salz (+ ev. Kalium), allerdings mit den ersten 2 starten und Kalium erst langsam dazu dosieren.

    Vitamin C musste ich in den Jahren im zweistelligen Grammbereich nehmen, sonst wäre ich auch nicht vom Sofa gekommen. (da ist in den NNR Tabletten zu wenig drinnen).

    z.B. 1/2 Moccalöffel Vit C + 1/2 Moccalöffel Salz (als ca. 1 Gramm von jedem). Das 2-3x/Tag. (kann sein, dass Du das zusätzliche Salz nicht benötigst. Oder eben schon). Ich hab lange "nur gut gesalzen", bin dann aber auch auf "trinken" umgestiegen.

    Es kann natürlich sein, dass Du mehr extra Salz brauchst, oder auch viel weniger.


    Mein Gradmesser ist immer, ob ich noch Salz über die Haut/Tränen/Schweiß ausscheide oder nicht.

    Vitamin C habe ich - allein wegen meiner "Gäste" immer im zweistelligen Bereich genommen. Und sonst die ganze Nährstoffpalette (allerdings oral). Also hochdosiertes Multi + Omega 3, + D3 extra, + Magnesium usw...


    Hast Du das C nur als Infusion, oder begleitend auch hochdosiertes C oral genommen? (wenn die "orale Begleittherapie" gefehlt hat, wäre das eine Erklärung für den Crash). Falls Du C "hochdosiert" genommen hast - in welchen Dosen pro Tag?

    Es kann gut sein, dass "irendein" Infekt "steckt" und Dich das so erschöpft (das wäre meine erste Vermutung, wenn ich lese, dass Dir die C-Infusionen so geholfen haben).


    Jod/SD ist vermutlich auch ein Thema. Da kann ich das Buch von Sascha/Kyra Kaufmann (Hoffmann) empfehlen, um sich mal generell einzulesen. Oder über i-net Suche: Dr. Brownstein iodine oder Dr. Flechas iodine.


    Eventuell löst sich ja einiges bei Dir durch die Peptide. Kannst ja da mal schauen, wie sich das für Dich entwickelt.

    Drück Dir die Daumen, dass es Dir hilft.



    Darmtechnisch kenne ich mich - gefühlt - immer noch sehr wenig aus.

    Ich habe in den letzten Jahren natürlich auch viel rumprobiert. Mein aktuelles "Fazit":

    wenn der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist (eben weil Stress oder...) - leidet natürlich jede Zelle im Körper mit.

    Damit auch der Darm. z.B. die Schleimhäute sind nicht mehr korrekt aufgebaut.. Es gibt Klappen zwischen einzelnen Darmabschnitten. Die schließen dann nicht mehr richtig (z.B. bei B12 Mangel).

    Essensbrei wird nicht einheitlich weitergeschoben. Bleibt u.U. in manchen Bereichen länger liegen oder zu schnell ausgeschieden (weil Entzündungen da sind) oder...

    Damit "wandern" Bakterien an die falschen Stellen, Darm wird durchlässig usw...

    Ich hab JAHRE damit verbracht diverse Essensumstellungen zu machen, immer wieder viel weggelassen, viele Probiotika, Präbiotika...

    Manches hat ein wenig geholfen. Oder gut geholfen, dafür nur eine kurze Zeit lang usw...

    Für mich war diesbezüglich die "Lösung" das "Hochdosis Jodprotokoll" vom Dr. Brownstein. "Plötzlich" ist mein ewig geblähter Oberbauch "normal". Ich konnte/kann nun fast alles in beliebigen Mengen essen (Gluten, Fructose, Milchprodukte). Essen gehen bzw. Einladungen annehmen ohne mir Gedanken machen zu müssen was ich dort esse. Und vor allem das Buffet bei unserem Lieblingschinesen - da ging zeitweise nichts (hatte immer schlimme Folgen, wenn ich "um keine Spaßbremse zu sein" mitgegangen bin). Nun kann ich dort einfach alles durchprobieren mit 0 negativen Folgen.


    Nur kurz - da vermute ich folgenden Zusammenhang: der Körper hat von Kopf- bis Fuß Jodrezeptoren. Auch im Darm, auch in der Bauchspeicheldrüse usw.

    Wenn die "falsch" belegt sind (mit Fluorid oder ähnlichem) KANN der Darm gar nicht gut funktionieren (Darmschleimhaut optimal aufgebaut sein etc.). Des weiteren ist JOD bei vielen enzymatischen Prozessen notwendig - also auch da: ohne ausreichend Jod, fährt der Körper an allen Ecken und Enden ein Notprogramm.

    (und auch wenn man noch so gute Bakterien "füttert" - solang die "Basis" nicht passt...)

    War zumindest bei mir so.


    Isst Du alles, oder meidest Du bestimmte Nahrungsmittelgruppen?


    Bevor ich Glandokort genommen habe, war ich schon auf diesem vergleichsweise hohen Stabilitätsniveau. (aber eben mit den Nebennieren als "Nadelöhr" - daher kaum Reserve bei hoher, punktueller Stressbelastung). Und da vor allem - wie geschrieben - dem Problem, dass mein Körper (um vermutlich Schlimmeres zu vermeiden) - in so einer Situation alles Natrium rausschmeisst (um Kalium hoch zu halten??? - Weil Neurotransmitter und Hormone fehlen und er "so" versucht zu kompensieren? Ich verstehe nicht so wirklich was da passiert).


    Parasiten wären für Dich u.U. auch ein Thema? Hast Du das schon mal "probatorisch" entwurmt? Wenn ja, womit/hat es geholfen?

    (ist bei mir ein Dauerthema. Aber damit "lebe" ich einfach und weiß, dass ich mich vermutlich mein Leben lang immer wieder drum kümmern muss, sie "klein zu halten").


    Fortsetzung im nächsten Post...

    Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.

    (Marie Ebner-Eschenbach)

  • Rechtsregulat von Dr. Niedermaier

  • Fortsetzung:

    Zitat

    Also die letzte Zeit kann ich wieder gut durschlafen und schalfe so 8 1/2 Stunden, aber eben nur wenn ich es schaffe ruhig zu bleiben. Sobald ich in Angst bzw diesen "Überlebensmodus" gerate, ist schluss mit schlafen... Morgends und Mittags hab ich idR am schwersten, d.h. Ängste und so eine Art "Schwächegefühl". Manchmal fühle ich das als körperliche Schwäche, also dass ich zittrig werde, ist aber eher selten. Es ist auch z.T. einfach eine Art "psychische Schwäche".. ich fühle mich schwach, bin es aber nicht wirklich und das Gefühl ist recht Sprunghaft. Vermutlich ist es eine Art Stresszustand. Ich merke jedenfalls, wenn ich mich entspanne und abgelenkt bin, fühle ich mich normal, dann reicht ein komischer Gedanke der mich überfordert und das Gefühl kommt zurück. Schwer zu erklären. Am Abend geht es mir meistens viel besser, ich kann dann oft wieder lachen und habe das Gefühl es ist alles wieder gut und ich verstehe nicht so recht was tagsüber eigentlich mit mir los war... Ist das bei dir auch so? Ist das typisch für NN?


    Ärzte schlussfolgern dann wohl oft gerne auf eine Depression oder eine psychische Erkrankung, weil dort diese Besserung am Abend auch oft auftritt, aber eigentlich glaube ich nicht, dass psychisch ernst krank bin oder gar depressiv. Wobei dieser Zustand auf Dauer schon auch sehr an meiner Psyche kratzt.


    Ich bin aktuell auch gewillt, es mit dem Glandokort zu probieren, auch wenn es Hormone enthält. Ich will eigentlich nicht noch Jahre in diesem Zustand fristen. Es muss da doch auch mal wieder Normalität einkehren und die Sache muss doch 100%ig ausheilen können, oder?



    Allein, dass Du wieder schlafen kannst, ist super! Ich kenn das - man ist völlig erschöpft und der Körper lässt einen nicht schlafen. Grausam.

    Diese "Hochfahren" am Abend ist klassisch für die NNS. Geht mir - immer noch - so. Wenn ich kann wie ich will, bin ich ein "Abendmensch". Es ist aber auch schön wieder unter Tags "normal" alles erledigen zu können (das ging phasenweise bei mir auch nicht mehr - egal wie sehr ich mich "gepusht" hab. Es war einfach nichts mehr da, das hätte "gepusht" werden können.)


    Ad. Schulmedizin/Depression: Stress kostet Nährstoffe. Wenn Nährstoffe fehlen, kommt es zu vielen Symptomen. Eines davon kann die Depression sein. Die Depression (und andere Symptome) stressen den Körper (zusätzlich). Stress geht auf die Nebennieren. Also ein ewiger Kreislauf.

    (und ich vermute man wird bei allen "Chronikern" (egal bei welcher Erkrankung) den Hinweis finden, dass es gegen Abend besser wird.

    Und es ist ganz "normal" - wenn man keine Ressourcen mehr hat, ist man wegen Kleinigkeiten gestresst, bekommt komische Gedanken, Gedankenkarusell dreht sich ... (da kann z.B. ein Zinkmangel dahinter stehen - durch den Zinkmangel kann B6 nicht mehr aktiviert werden, B Mängel machen sich immer auch psychisch bemerkbar).


    Ein Dilemma ist, dass die Schulmedizin zwar Schilddrüsenhormone bereitwillig hergibt, wenn die Schilddrüse schwächelt. (da leider nicht schaut warum sie schwächelt und wie man das heilen kann, aber zumindest "erkennen sie das an").

    Wenn die Nebennieren schwächeln, wird das nicht gesehen, außer sie sind schon völlig platt (bzw. wurde mir in "dem Zustand" auch nur angeboten mal Antidepressiva zu probieren... Weil ich ja so gesund ausgeschaut habe mit meinem tollen "Teint" - so richtig erholt sah ich aus ^^).


    Ich denke mir Du bist auf einem guten Weg - alles was der Körper diesbezüglich nicht komplett heilen/selbst erzeugen kann, kannst Du von außen zuführen und damit vergleichsweise "normal" leben. (Normal unter " " - denn was ist schon "normal" ;))


    lg togi

    Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.

    (Marie Ebner-Eschenbach)

  • Danke für alles!


    Klopfen und Grinsen hilft mir ein wenig, aber richtig effektiv finde ich es nicht.


    Das mit dem Vitamin C finde ich interessant. Ich habe erst vor 3-4 Wochen einen ausführlichen Bluttest machen lassen, mit allen möglichen Vitaminem, Fett und Aminosäuren. Vitamin C ist deutlich im Mangel mit 2.5 ng/l (Folsäure ebenfalls ziemlicher Mangel). Das hat mich eh schon gewundert, weil ich ja immer Vitamin C über die Infusionen bekomme aber vielleicht reicht das einfach nicht... Ich wußte nicht, dass das für die NN so wichtig ist... vielleicht ist hier der Spiegel eingebrochen und ich fühle mich jetzt deshalb wieder so oft schwach... DAnke für den Tipp, dann werde ich das mal oral ergänzen mit 2g/Tag.. vielleicht reißt es das Ruder wieder rum :(


    Salz: Steht ja immer überall dass die Leute so gierig auf salzige Speißen wären. Ich salze bereits gut, habe aber jetzt nicht mehr Verlangen danach als vorher auch. Hattest du da ein großes Verlangen nach oder hast du es einfach unabhängig davon genommen, weil du wusstest dass es dir gut tun würde?



    Vielleicht probiere ich das mit dem Jod einfach mal, mal schauen, hab jetzt gerade so viele Sachen, dass ich erstmal die durchteste :)



    Vor Parasiten habe ich Angst und ich verstehe auch nicht ganz, wieso ich in letzter Zeit noch mal abgenommen habe und wieso es mir so schwer fällt wieder zuzunehmen. Bisher meinten immer alle Ärzte, das sowas ausgeschlossen ist, ohne es jemals richtig untersucht zu haben. Wie gehst du denn "probatorisch" dagegen vor?



    Ja, dass das mit dem schlafen wieder geht ist super... so kurze Nächte im Cortisol-Überlebensmodus sind echt keine Freude und ein Rezept für Wahnsinn. Ich bin langsam an einem Punkt, wo ich nicht mehr in Panik gerate, viel eher nurnoch Trauer und Sorge, dass es nicht mehr besser wird...


    Ich zieh den Hut vor dir, dass du das so lange durchgehalten hast und letztlich so gut damit zurecht kommst... Ich will nicht übermäßig klagen, ich weiß es gibt viel schlimmere Krankheiten, finde das ganze aber schon echt kräftezehrend und niederschmetternd... in den letzten Wochen wieder oft dieses Schwächegefühl und diese emotionale Labilität bzw diese Stresszustände.. einfach zum kotzen diese Zustände aber ich versuche es zu akzeptieren und nicht in Widerstand damit zu gehen, macht es ja nur schlimmer sonst :(

  • Hi Sammy,

    was tut sich bei Dir? Wenn es "nur" die NN sind, müsstest Du mittlerweile eine (deutliche?) Verbesserung spüren mit der Kombi Glandokort + C + Salz.

    Bin schon gespannt, wie es Dir ergangen ist.


    Klopfen und Grinsen hilft mir ein wenig, aber richtig effektiv finde ich es nicht.

    Wobei hilft es Dir (bzw. wobei nicht)? Kannst Du dadurch "runterkommen"?


    Das mit dem Vitamin C finde ich interessant. Ich habe erst vor 3-4 Wochen einen ausführlichen Bluttest machen lassen, mit allen möglichen Vitaminem, Fett und Aminosäuren. Vitamin C ist deutlich im Mangel mit 2.5 ng/l (Folsäure ebenfalls ziemlicher Mangel). Das hat mich eh schon gewundert, weil ich ja immer Vitamin C über die Infusionen bekomme aber vielleicht reicht das einfach nicht... Ich wußte nicht, dass das für die NN so wichtig ist... vielleicht ist hier der Spiegel eingebrochen und ich fühle mich jetzt deshalb wieder so oft schwach... DAnke für den Tipp, dann werde ich das mal oral ergänzen mit 2g/Tag.. vielleicht reißt es das Ruder wieder rum :(

    Ich glaub das mit dem C könnte ein sehr wichtiger Teil des Puzzles bei Dir sein.


    Generell: C ist kaum "vernünftig" messbar, da es eine sehr kurze Halbwertszeit hat (je nach Quelle 30 Minuten - in dem Fall ist man nach 4 Stunden bereits auf "Notreserve" bzw. andere Quellen sprechen von wenige Stunden Halbwertszeit - vermutlich auch "je nach Akutbedarf" unterschiedliche Zeiträume).

    So oder so - es gibt keinen "Speicher" der einen über Tage GUT versorgt.


    Das heißt aber auch, dass Du zwar nach der Infu einen hohen Spiegel hast, aber nach ein paar Stunden (ohne begleitende orale Hochdosistherapie) in einen massiven Mangel reinkippst. Das nennt sich "Rebound Effekt".

    Durch die Infusion startet Dein Körper benötigte Prozesse (z.B. Immunsystem beginnt wie wild zu arbeiten - Killerzellen fahren hoch etc.) - er kann die Prozesse aber unter Umständen nicht fertigmachen, weil Nachschub fehlt.

    Daher - Energie - und dann ein massiver Abfall (weil eben der Nachschub fehlt. Irgendwann dann auch keine kurzfristige Energie mehr, weil für dieses "Hochstarten" ja auch noch viele andere Stoffe notwendig sind, die dann vermutlich fehlen).


    Das ist wie bei Kettengliedern - das Immunsystem ist immer nur so stark wie das schwächste Glied "der Kette" es zulässt. Wenn z.B. C das schwächste Glied war, hast Du das bei der Infusion gemerkt (Energie ging hoch).

    Durch das Anfeuern des Immunsystems hat der Körper dann z.B. Zink verbraucht. Wenn da (Zink) kein ausreichender Nachschub erfolgt ist, war dabb Zink das "neue schwächste Glied" und daher konnte der Körper bei der Xten C Infusion, dann nicht mehr hochstarten (du hast keinen Effekt mehr durch das C gemerkt).


    Zink ist sehr wahrscheinlich, wenn Dich ein chronischer Infekt so viel Energie kostet. Aber es kann natürlich ein X-beliebiger Stoff sein der Dir (massiv) fehlt.


    Um Mal infektmäßig durchzuputzen (falls das mit Glandakort als "stand alone" nicht ausreichend geholfen hat), könntest Du eine Woche auf Vitamin C Darmtoleranz gehen (begleitet durch Zink und andere Mikronährstoffe) und schauen, ob das Deine chronische Belastung durchbricht.

    (die C Infusion tut in dem Kontext sicher gut, aber eben nur wenn sie entsprechend oral "begleitet" wird. Nur Infusion ohne die orale Begleittherapie, halte ich in dem Fall für eher kontraproduktiv - eben weil sie Ressourcen kostet und sich Dein Zustand ja damit (als stand alone) nicht verbessert hat.


    Eisenstoffwechsel, Schilddrüse sind ja auch noch so Kandidaten für Energiemangel... (aber jetzt mal Step by Step)

    Salz: Steht ja immer überall dass die Leute so gierig auf salzige Speißen wären. Ich salze bereits gut, habe aber jetzt nicht mehr Verlangen danach als vorher auch. Hattest du da ein großes Verlangen nach oder hast du es einfach unabhängig davon genommen, weil du wusstest dass es dir gut tun würde?

    Ich hatte - wie es ganz schlimm war - absolut 0 Bedürfnis nach Salz. Erst wie es dann wieder besser ging, kam der Salzhunger.

    Das geht bis heute so - wenn mal ein Crash da war, musste ich mich ans Salz "erinnern". Mein Körper hat mir da leider kein Signal gegeben. (Mein "Alarmzeichen", dass die NN Hilfe/Salz brauchen ist die "Reizblase" (also dauernd Pipi laufen für Kleinstmengen). Bzw. Müdigkeit/Erschöpfung/Lustlosigkeit/schwere Arme/Beine - auch das ist mein "mehr Salz Signal" (ohne dass ich Gusto darauf hätte).

    Ich kenne zwar einige, die Salzhunger haben (und das passt gut ver der Symptomatik bei ihnen), aber bei mir lässt die "somatische Intelligenz" mich da leider hängen.


    Vor Parasiten habe ich Angst und ich verstehe auch nicht ganz, wieso ich in letzter Zeit noch mal abgenommen habe und wieso es mir so schwer fällt wieder zuzunehmen. Bisher meinten immer alle Ärzte, das sowas ausgeschlossen ist, ohne es jemals richtig untersucht zu haben. Wie gehst du denn "probatorisch" dagegen vor?

    Punkto Abnahme könnte es von den NN kommen oder auch Zinkmangel (es gibt noch andere Mängel die sich massiv beim Gewicht bemerkbar machen. Fallen mir nur grad nicht ein.)

    Gluten könnte auch mit reinspielen. :/

    Und natürlich Parasiten...


    "Probatorische Entwurmung":

    Sanfte Methode wäre Kieselgur (Lebensmittelqualität!!!), um die Population klein zu halten/Biofilme abzubauen.

    Das tut auch gut, weil man den Körper mit Silizium füttert und die Darmschleimhäute Nährstoffe wieder besser aufnehmen können.


    Oder schulmedizinisch 2-3 "Entwurmungszyklen" (z.B. den Wirkstoff pyrantel - da nimmt man 1 Gabe, dann ein paar Tage später die 2te Gabe und dann ev. noch einen dritten Durchgang. Einfach damit "in der Zwischenzeit geschlüpfte" auch platt gemacht werden".

    Theoretisch sollte man eine Entlastung spüren, wenn was da war.

    Praktisch - wenn die "Besiedelung" schon länger anhält, kann es auch sein, dass Du unmittelbar wenig spürst, und Effekte erst später spürbar werden. Parasiten kosten den Körper Nährstoffe - und die füllt man nicht über Nacht auf.

    Obiges hilft nur gegen Darmparasiten. Man kann auch systemisch entwurmen, aber das wäre zu viel für den ersten Schritt.

    Ich würde mit dem Kieselgur starten.

    Ja, dass das mit dem schlafen wieder geht ist super... so kurze Nächte im Cortisol-Überlebensmodus sind echt keine Freude und ein Rezept für Wahnsinn. Ich bin langsam an einem Punkt, wo ich nicht mehr in Panik gerate, viel eher nurnoch Trauer und Sorge, dass es nicht mehr besser wird...


    Ich zieh den Hut vor dir, dass du das so lange durchgehalten hast und letztlich so gut damit zurecht kommst... Ich will nicht übermäßig klagen, ich weiß es gibt viel schlimmere Krankheiten, finde das ganze aber schon echt kräftezehrend und niederschmetternd... in den letzten Wochen wieder oft dieses Schwächegefühl und diese emotionale Labilität bzw diese Stresszustände.. einfach zum kotzen diese Zustände aber ich versuche es zu akzeptieren und nicht in Widerstand damit zu gehen, macht es ja nur schlimmer sonst :(

    Danke für die Blumen, aber da komm ich anscheinend cooler rüber, als ich bin :saint:.

    In Phasen in denen keine Besserung in Sicht war, war ich auch immer wieder "down". Wäre es ein Wunder, wenn nicht?

    Und mittlerweile, nach all den Jahren habe ich 0 Toleranz für meine Zipperleins. Jeder kleine Infektbeginn oder jede Unpässlichkeit die mich runterbremst lässt mich innerlich förmlich "platzen" vor Ärger und Frust, dass schon wieder was ist.

    Bzw. ja, Widerstand trifft es gut. Ich bin dann wie ein kleines, trotziges Kind dass sich das einfach nicht bieten lassen will. (und nein, das nützt mir dann im Fall des Falles natürlich wenig, aber da bin ich immer weniger lernfähig und versuch mit dem Kopf durch die Wand mein Wohlbefinden zu erzwingen.

    Ich merke, dass mir nach all den Jahren mittlerweile völlig die Geduld fehlt für körperliche Mätzchen (und ich hab fast jedes Monat eine Woche in der es mich mehr oder weniger zerbröselt... - Mens sein dank).

    Also verstehe ich Dich sehr gut. Vor allem, wenn man dann grad eine gute Phase hatte und dann WIEDER ein Einbruch kommt. Einfach nur zum <X

    (und ja, ich weiß es bringt nichts und dennoch...).


    Aber wenn ich mir anschau, "wo ich herkomme" und wie weit ich mittlerweile gekommen bin, dann freu ich mich einfach nur, wie schön das Leben sein kann. Und ich bin mir sicher, dass Du Deinen "Missing Link" zu mehr Energie sicher bald finden wirst! :)


    lg togi

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    (Marie Ebner-Eschenbach)

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  • Danke!


    Gestern hatte ich nach 3 Wochen zum ersten Mal kein Schwächegefühl, dafür aber andere Probleme. Insgesammt bin ich immernoch ziemlich am straucheln. Nehme schwer zu, habe jetzt öfter Blähungen und habe Angst, dass es SIBO sein könnte, weil die Möglichkeit in dem Befund des Stuhltests schon in Betracht gezogen wurde :(


    Klopfen und Grinsen beruhight mich zum Teil, vielleicht mache ich es nicht konsequent genug.



    Was du über die Infusionen schreibst, klingt sehr interessant. Dein ganzes Wissen über solche Prozesse ist echt beeindruckend. Der Heilpraktiker bei dem ich die Infusionen bekomme, meinte er könnte sich vorstellen, dass dadurch Entgiftungsprozesse gestartet werden, die dann zu solchen Schwächezuständen führe. Das wäre ja mehr oder weniger das gleiche, was auch du sagst. Mein Gefühl sagt mir im Moment, die Infusionen erstmal sein zu lassen, eben weil es mir danach in letzter Zeit oft eher schlechter geht.



    Ich behalte das mit der Entwurmung erstmal im Hinterkopf und wenn ich die anderen Sachen abgearbeitet habe, probiere ich das evtl noch aus. Ich nehme im Moment so viel ein und weiß oft nicht, ob es nicht zu viel ist.



    Du kannst wirklich stolz auf dich sein, dass du dir selbst so aus der Klemme geholfen hast und wieder so gut ins Leben zurück gefunden hast... :)

  • Hi Samy,

    ich vermute mal, dass SIBO da mehr oder weniger automatisch mit eine Rolle spielt. Einfach weil der Darm nicht so tut wie er soll, können Bakterien leichter an falsche Stellen wandern und sich dort ansiedeln bzw. wenn der Weitertransport nicht gut funktioniert (z.B. einzelne, entzündete Stellen da sind usw.) und der Nahrungsbrei dann tlw. zu langsam/tlw. zu schnell weitertransportiert wird...


    Ich hatte jahrelang das Problem, dass ich immer mehr oder weniger geschwollenen Oberbauch hatte - ganz weg war es nie. Mehr oder weniger egal, was ich gegessen habe. Nur bei sehr strenger Ketose war es gut bzw. ziemlich unauffällig (auch da kann ich mich an Tage erinnern, an denen es trotz sehr "sauberer" low carb Kost ein Thema gegen Abend war).

    Ganz "gelöst" habe ich das Rätsel nicht.

    Ich bin das Symptom zwar los, weiß aber bis heute nicht 100%ig, was es war.

    Ich vermute eine Mischung aus SIBO, u.U. schwacher Bauchspeicheldrüse/schwächelndem Zwölffingerdarm bzw. generell "schlaffem" Darm, vermutlich auch zu wenig Verdauungssäfte/Enzyme (also das beliebte "multifaktorielle" Geschehen ;)).

    Ich hab auch rein "gegen Sibo" vieles versucht - das meiste hat kurzfristig auch ein wenig geholfen.


    Wirklich gelöst hat es sich von selbst dann durch die Jod-Hochdosis. Da kann ich nicht sagen, ob rein das Jod als Nährstoff gereicht hat (weil ja auch die Darmzellen Jod brauchen), oder die Hochdosis notwendig war um - antibiotisch - im Dünndarm "aufzuräumen".

    Bauchspeicheldrüse hat auf alle Fälle vom Jod profitiert. Enzymproduktion deto..

    Alle Puzzlestücke habe ich noch nicht.

    Egal. Weg ist weg. :)


    Ich weiß natürlich nicht, ob das auf Dich in Deiner Situation übertragbar ist... Aber generell halte ich Jod für ein sehr potentes Mittel. Im US Am**on gibt es hunderte Erfahrungberichte unter "lugols" bzw. "iodoral" zu finden.

    Ich fand das Durchstöbern derselbigen enorm motivierend.


    Das mit dem C sehe ich weiter als potente Chance für Dich.

    Es war ja - zumindest lt. dem was Du hier im Thread schreibst - in letzter Zeit das einzige Mittel das Dir merklich geholfen hat?!

    Und daher sehe ich die "Botschaft"eher als: schauen, was der Körper braucht um das Vit C gut verwerten zu können/gut damit arbeiten zu können.

    (und nicht es wegzulassen).


    Hat Dir Dein Therapeut Entgiftungsmittel vorgeschlagen, wenn er Entgifung als Nadelöhr vermutet?
    (z.B. Kohle, Zeolith, Pektin, Kieselgur, Chlorella...)

    Sehr potent sind auch Kaffee-Einläufe. Die haben mir vor Jahren - neben C - sehr geholfen (Energie ging rauf, Kopfweh, div. Schmerzen weg - und das immer innerhalb weniger Minuten durch den Einlauf usw.).


    Ja, ich würd die Entwurmung auch erst mal "Hintenanstellen". Bzw. wenn, dann sanft mit Kieselgur starten (da mit kleinen Mengen starten, z.B. 1/2 TL und langsam hochfahren).


    Hat Dein Therapeut bzw. sonst jemand bei dem Du in Behandlung bist, eine Ahnung warum Du so viel Gewicht verlierst?

    Um die Autophagie (sofern eine Stattfindet) auf ein Minimum zu beschränken/den Abbau von Eiweiß an wichtigen Stellen zu stoppen, wären eventuell MAP was für Dich (MAP=Master Amino Acid Pattern). Da gibt es mittlerweile günstigere Nachbauten (selbe Zusammensetzung, aber viel günstiger als das Original).


    Ja, ich bin richtig froh, dass ich immer wieder einen Weg gefunden habe, meine Baustellen auszugleichen :). Auch wenn es manchmal mühsam ist die Puzzleteile richtig zusammenzustecken... Meine letzte "niedrig-Energie-Phase" hat doch in Summe ein paar Jahre gedauert... (und viele viele "Fehlversuche" gekostet).

    Aber auch das ist ein jeweils ein Lernprozess - Liste abarbeiten und jeder Fehlversuch ist ja auch eine Erkenntnis.

    Und zum Glück gibt es immer noch einen "Plan-B" - auch wenn man den eine Zeit lang vor lauter Bäumen nicht gleich findet.

    Und oft war es bei mir auch so, dass ich viel rumprobiert habe (und das Gefühl hatte monate-/jahrelang auf der Stelle zu treten - 2 Schritte vor und 2 zurück...) und dann, wenn es "das Richtige" war, ging es sehr schnell und war Nachhaltig.

    Ich hab da auch eine "Marotte" - ich brauch immer mindestens noch einen "Plan-B" in der Hinterhand, bevor ich was neues probiere. Einfach damit ich - wenn ein Weg nicht funktioniert - nicht "vor dem "Nichts" stehe.

    Also führe ich eine Liste mit Ideen. Und die hilft mir sehr,


    Insofern tu ich mir mittlerweile schwer, mit Heilversprechen die von "Geduld" bzw. "das dauert nun mal" sprechen.

    So hat es - zumindest bei mir - bislang noch nie funktioniert.

    Entweder die Wirkung zeigt sich schnell (innerhalb weniger Tage) oder es war für mich nicht das Richtige.


    Lieber Sammy, ich kann nur sagen - Kopf hoch! Du findest Deinen Weg sicher bald! :)

    (es gibt ja noch sooooo viele Ansätze!)


    lg togi

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    (Marie Ebner-Eschenbach)

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