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Krebs

Brustkrebs (Mammakarzinom): Symptome - Anzeichen - Therapie - Heilungschancen

Jährlich erkranken fast 60.000 Frauen an Brustkrebs (Mammakarzinom), Tendenz ansteigend. Dabei ist ein vermehrtes Wachstum ab dem 40. Lebensjahr (seltener auch um das 20. Lebensjahr) bzw. nach dem Klimakterium (Wechseljahre) mit einem Gipfel um das 62. Lebensjahr nachweisbar, ebenso ein gehäuftes Vorkommen in Industrienationen. Der sich durch sein recht aggressives Wachstum auszeichnende Tumor gilt als häufigste Krebserkrankung der Frau, findet sich daneben aber auch beim Mann (ca. ein Prozent).

Unterteilt man die Brust (durch eine waagerechte und eine senkrechte Linie, die durch die Mamille ziehen) in vier Quadranten, so lässt sich ein vermehrtes Wachstum im äußeren oberen Quadranten (ca. 55 Prozent aller Fälle) nahe der Achsel feststellen. Es folgen der obere innere Quadrant und die Brustwarze (Mamille) mit jeweils ca. 15 Prozent sowie der untere Bereich mit zehn Prozent außen und fünf Prozent innen. Hauptsächlich finden sich von den Brustdrüsenläppchen (= lobuläres Karzinom) oder aber von den Milchgängen ausgehende Tumoren (= duktales Karzinom). Mit 80 Prozent entwickelt sich das duktale Mammakarzinom, es zeichnet sich durch meist mehrere Geschwüre in der gleichen Brust aus. Seltener ist das lobuläre Karzinom, bei dem es zusätzlich zu weiteren Gewebewucherungen in der zweiten Brust kommen kann. Daneben finden sich auch seltene Krebsformen wie z.B. muzinöses, tubuläres, invasiv-papilläres oder inflammatorisches Karzinom.

Die Entstehung von Brustkrebs ist bisher nicht vollständig geklärt, die Entwicklung selbst geschieht über Jahre hinweg aus Vorstufen. Bestimmte Faktoren fördern Brustkrebs. Mit zunehmendem Alter wächst das Erkrankungsrisiko, familiäre Disposition erhöht dieses um das Zwei- bis Dreifache. Mittlerweile wurden Gene identifiziert, die die Entstehung begünstigen (u.a. BRCA1 und 2). Daneben wirken sich v.a. ein spätes Klimakterium, eine frühe erste Menstruation, späte bzw. keine Schwangerschaft, Hormontherapien (bei starker Wechseljahrssymptomatik), bereits durchlebter Brust- oder Ovarialkrebs sowie ein unsteter Lebenswandel (falsche Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Genuss von Nikotin und Alkohol) auf die Tumorbildung aus. Die Einnahme oraler Kontrazeptiva (Antibabypille) erhöht das Risiko nicht, in Kombination mit Rauchen zeigt sich aber ein begünstigender Einfluss auf die Entartung.

Das Frühstadium des Mammakarzinoms weist kaum Beschwerden auf. Meist lässt sich ein schmerzloser Knoten ertasten. Auch eine Größenzunahme der betroffenen Brust ist möglich. Im Verlauf kommt es u.a. zur Bildung einer Hautfalte im Bereich des Tumors (eingezogene Haut), zu vermehrter Wärme der Brust sowie einer Farb- oder Gewebeveränderung der Haut (z.B. Rötung, Orangenhaut durch Befall der Lymphbereiche). Hinzu kommen Absonderungen aus dem Tumorbereich bzw. der Brustwarze (Wasser, Eiter, Blut) sowie geschwollene Lymphknoten im Achselbereich. Allgemeinsymptome wie z.B. Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Fieber oder Gewichtverlust zeigen sich nur in sehr weit fortgeschrittenen Fällen. Kennzeichnend ist, dass es rasch zu einer Verbreitung (Metastasierung) kommt. Über die Lymphbahnen werden die verschiedenen Lymphknoten erreicht, über den Blutweg kommt es zu einer Infiltration von Knochen, Lunge und anderen Organen bis hin zum Gehirn.

Meist entdeckt die betroffene Person den Knoten selbst in der Brust (ca. 75 Prozent aller Fälle), z.B. beim Duschen. Neben der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung schulen Frauenärzte ihre Patienten, wie sie ihre Brust selbständig abtasten und somit untersuchen können. Bei Verdacht werden sofort weitere Untersuchungen durchgeführt. Die Mammographie erstellt eine Röntgenaufnahme des Brustgewebes. Sonographie und MRT können zusätzlich genutzt werden. Besonders aussagekräftig ist die Biopsie (Gewebeprobe).

Nach dem Befund erfolgt die Tumoreinteilung nach der TNM-Klassifikation (Tumor-Knoten/Nodus-Metastase). Je nach Größe und Lage des Karzinoms, sowie abhängig vom Lymphknotenbefall oder einer Metastasierung werden unterschiedliche Therapieansätze gewählt. Die brusterhaltende operative Therapie steht an erster Stelle. Liegt der Tumor nicht isoliert vor, sind Lymphknoten oder weitere Organe befallen, so erfolgt entweder die radikale Mastektomie mit späterer Brustrekonstruktion (meist aus einem Muskel, z.B. Latissimus dorsi) oder eine kombinierte andere Methode. Hierzu zählen Chemo- und Strahlentherapie sowie Hormon- und Immuntherapie.

Die Vorsorge empfiehlt eine regelmäßige Abtastung der Brüste ab dem 20. Lebensjahr. Ab dem 40. Lebensjahr ist eine Mammographie sinnvoll. Sie sollte ab dem 50. Lebensjahr im Zwei-Jahres-Rhythmus wiederholt werden. Je früher ein Knoten abgeklärt wird (auch gutartige Knoten sind möglich, z.B. Zysten), umso günstiger sind die Heilungschancen, abhängig vom Streuungsgrad. Nahezu 90 Prozent der früh diagnostizierten Mammakarzinome können heute geheilt werden (Fünf-Jahres-Regel).

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Rene Graeber

Chefredaktion: R. Gräber, Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge (SKA)

Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker


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"Nichts beschleunigt die Genesung so sehr wie regelmäßige Arztrechnungen..." Alec Guiness 


 

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