Antriebs- bzw. Lustlosigkeit - Ursachen, Symptome und Hilfen

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Nahezu jeder Mensch kennt das Gefühl der Antriebs- oder Lustlosigkeit.

Man fühlt sich schlapp, demotiviert und kann sich zu keinen konkreten, zielgerichteten Handlungen entscheiden. Dieses Symptom kann vielfache Ursachen haben, wobei nicht immer eine Erkrankung von Geist oder Körper im Vordergrund stehen muss.

Die Antriebslosigkeit wird gleichgesetzt mit den Begriffen Antriebsarmut oder auch Antriebsmangel.

Betroffene wirken müde und kraftlos. Das Umfeld vermutet meist einen psychischen Auslöser für diesen Zustand. Dabei ist die betroffene Person kaum in der Lage, Entscheidungen zu treffen oder sich für eine Sache zu begeistern. Diese Form von Demotivation führt zum Teil zu einem Rückzug aus dem täglichen Leben, verursacht eine Vereinsamung oder auch die Unfähigkeit, den Alltag ohne Hilfe zu meistern (bereits einfache Tätigkeiten, z.B. Aufstehen oder Einkaufen, werden unterlassen).

Ursachen

Viele Erkrankungen oder körperliche Störungen führen in ihrer Klinik den Begriff der Lustlosigkeit oder der Antriebsarmut mit sich. Hierzu zählen die Hypotonie (erniedrigter Blutdruck, z.B. bei einer Schilddrüsenunterfunktion, Morbus Addison), das Lungenemphysem - Lungenerkrankungen (Überblähung der Lunge, meist Folge einer Bronchitis), Krebserkrankungen (z.B. das Glioblastom, Mammakarzinom, Kolonkarzinom), Morbus Alzheimer, die verschiedenen Formen der Demenz, ein erniedrigter Blutzucker (z.B. bei Diabetes mellitus), das chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic fatigue syndrome – CFS), die Multiple Sklerose, Morbus Parkinson sowie im weiteren Sinne auch Schmerzen oder Gelenkerkrankungen (Gelenkschmerzen)(verursachen bei jeder Bewegung Schmerzen, werden gemieden und führen langsam zu einer Antriebsarmut, die sich auf Geist und Körper ausweiten kann).

Antriebslosigkeit lässt sich daneben bei vielen, die Psyche betreffenden Störungen finden. Genannt werden können vor allem die verschiedenen Formen einer Depression (unter anderem Winter- und Frühjahrsdepression), das Burnout-Syndrom, die Neurasthenie (Nervenschwäche) sowie die Posttraumatische Belastungsstörung (tritt ohne zeitliche Begrenzung irgendwann nach einem schwerwiegenden Ereignis auf).


Weitere Ursachen für ein demotiviertes Verhalten bzw. die spür- und sichtbare Lustlosigkeit sind z.B. ein Flüssigkeits- oder Elektrolytmangel, die Mangel- bzw. Fehlernährung, ein Mangel an Jod, Kalium oder Vitamin B, der andauernde Genuss von Alkohol oder Halluzinogenen (Drogen), unzureichender Schlaf oder ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus.

Auch das Übertreten der Frau in den Wechseljahres-Zyklus oder die Einnahme verschiedener Medikamente, die sich auf den Wachheits- oder Geisteszustand auswirken, sind in diesem Zusammenhang erwähnenswert.

Bedingt durch die vielfältigen Ursachen gestalten sich auch die Behandlungsstrategien sehr variabel. Ein Lösen aus der Demotivation kann z.B. durch Beseitigen der Grunderkrankung (Entfernung eines Tumors, medikamentöse Einstellung), eine psychologisch bzw. psychotherapeutisch angelegte Beratung oder auch durch eine Änderung von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten erfolgen.

Dieser Beitrag wurde letztmalig am 19.07.2012 aktualisiert