Antriebs- bzw. Lustlosigkeit - Ursachen, Symptome und Hilfen
Nahezu jeder Mensch kennt das Gefühl der Antriebs- oder Lustlosigkeit.
Man fühlt sich schlapp, demotiviert und kann sich zu keinen konkreten, zielgerichteten Handlungen entscheiden.
Dieses Symptom kann vielfache Ursachen haben, wobei nicht immer eine Erkrankung von Geist
oder Körper im Vordergrund stehen muss.
Die Antriebslosigkeit wird gleichgesetzt mit den Begriffen Antriebsarmut oder auch
Antriebsmangel.
Betroffene wirken müde und kraftlos. Das Umfeld vermutet meist einen psychischen Auslöser für diesen Zustand. Dabei
ist die betroffene Person kaum in der Lage, Entscheidungen zu treffen oder sich für eine Sache zu begeistern. Diese
Form von Demotivation führt zum Teil zu einem Rückzug aus dem täglichen Leben, verursacht eine Vereinsamung oder
auch die Unfähigkeit, den Alltag ohne Hilfe zu meistern (bereits einfache Tätigkeiten, z.B. Aufstehen oder
Einkaufen, werden unterlassen).
Ursachen
Viele Erkrankungen oder körperliche Störungen führen in ihrer Klinik den Begriff der Lustlosigkeit oder der
Antriebsarmut mit sich. Hierzu zählen die Hypotonie (erniedrigter Blutdruck, z.B. bei einer Schilddrüsenunterfunktion,
Morbus Addison), das Lungenemphysem - Lungenerkrankungen (Überblähung der Lunge, meist
Folge einer Bronchitis), Krebserkrankungen (z.B. das Glioblastom, Mammakarzinom, Kolonkarzinom), Morbus Alzheimer, die verschiedenen Formen der
Demenz, ein erniedrigter Blutzucker (z.B.
bei Diabetes
mellitus), das chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic fatigue syndrome – CFS), die Multiple Sklerose, Morbus Parkinson sowie im weiteren Sinne
auch Schmerzen oder Gelenkerkrankungen (Gelenkschmerzen)(verursachen bei jeder Bewegung
Schmerzen, werden gemieden und führen langsam zu einer Antriebsarmut, die sich auf Geist und Körper ausweiten
kann).
Antriebslosigkeit lässt sich daneben bei vielen, die Psyche betreffenden Störungen finden. Genannt werden können
vor allem die verschiedenen Formen einer Depression (unter anderem Winter- und Frühjahrsdepression), das
Burnout-Syndrom, die Neurasthenie (Nervenschwäche) sowie die Posttraumatische Belastungsstörung (tritt ohne
zeitliche Begrenzung irgendwann nach einem schwerwiegenden Ereignis auf).
Weitere Ursachen für ein demotiviertes Verhalten bzw. die spür- und sichtbare Lustlosigkeit sind z.B. ein Flüssigkeits-
oder Elektrolytmangel, die Mangel- bzw. Fehlernährung, ein Mangel an Jod, Kalium oder Vitamin B, der andauernde Genuss von Alkohol oder Halluzinogenen (Drogen), unzureichender
Schlaf oder ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus.
Auch das Übertreten der Frau in den Wechseljahres-Zyklus oder die Einnahme verschiedener Medikamente, die sich auf
den Wachheits- oder Geisteszustand auswirken, sind in diesem Zusammenhang erwähnenswert.
Bedingt durch die vielfältigen Ursachen gestalten sich auch die Behandlungsstrategien sehr variabel. Ein Lösen
aus der Demotivation kann z.B. durch Beseitigen der Grunderkrankung (Entfernung eines Tumors, medikamentöse Einstellung), eine psychologisch bzw.
psychotherapeutisch angelegte Beratung oder auch durch eine Änderung von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten
erfolgen.

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