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MCHC Blutwert einfach erklärt mit Laborbefund, roten Blutkörperchen und René Gräber als Experte

MCHC Blutwert – Zu niedrig oder zu hoch?

Der MCHC Blutwert gehört zu den Laborwerten, die viele Menschen erst bemerken, wenn auf dem Blutbild plötzlich ein kleines Plus oder Minus danebensteht. Dann beginnt die Suche: Was bedeutet MCHC? Ist ein niedriger Wert gefährlich? Was heißt ein erhöhter Wert? Und warum steht dieser Wert überhaupt im Blutbild?

Die wichtigste Antwort gleich vorweg: Der MCHC Wert ist kein Einzelwert, aus dem man allein eine Diagnose ableiten sollte. Er ist ein Baustein im Blutbild und wird erst dann wirklich interessant, wenn man ihn zusammen mit Hämoglobin, Hämatokrit, MCV, MCH, RDW, Ferritin und den Beschwerden des Patienten betrachtet.

MCHC beschreibt die durchschnittliche Konzentration des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin in den roten Blutkörperchen. Damit liefert der Wert Hinweise darauf, wie gut die Erythrozyten mit Hämoglobin gefüllt sind. Für die Beurteilung von Blutarmut, Eisenmangel und bestimmten Störungen der roten Blutkörperchen kann das hilfreich sein. Aber isoliert betrachtet ist dieser Wert häufig weniger spektakulär, als manche Laborzettel vermuten lassen.

Um zu verstehen, welche Werte bei einem Blutbild im Labor bestimmt werden, sollte man zunächst die Zusammenhänge und Begrifflichkeiten der Labormedizin kennen.

Das Blutbild

Bei der Erstellung eines Blutbildes werden nach der Entnahme des Blutes, meist aus der Armbeuge des Patienten, im Labor verschiedene Werte bestimmt. Grundsätzlich gibt ein Blutbild darüber Aufschluss, wie die zellulären Anteile des Blutes photometrisch und mikroskopisch beschaffen sind.

Der MCHC Wert ist ein Blutwert, welcher unter anderen neben den verschiedenen Zellen des Blutes (hierzu gehören die roten Blutkörperchen und weißen Blutkörperchen, die sogenannten Erythrozyten und Leukozyten, die Blutplättchen – Thrombozyten und die unreifen, roten Blutkörperchen, medizinisch Retikulozyten genannt) ermittelt werden kann.

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Was ist der MCHC Blutwert?

MCHC ist die Abkürzung für Mean Corpuscular Hemoglobin Concentration. Auf Deutsch bedeutet das: mittlere korpuskuläre Hämoglobinkonzentration.

Gemeint ist die durchschnittliche Konzentration von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der Sauerstoff bindet und im Körper transportiert. Ohne Hämoglobin gäbe es keinen sinnvollen Sauerstofftransport zu Gehirn, Muskeln, Organen und Gewebe.

Mehr Informationen zum Hämoglobin finden Sie in folgenden Beiträgen:

  • Hämoglobin zu hoch – Ursachen, Folgen und naturheilkundliche Unterstützung
  • Hämoglobin zu niedrig – Ursachen, Folgen und was Sie tun können

Die MCHC wird aus dem Verhältnis von Hämoglobin und Hämatokrit berechnet. Genau genommen fragt dieser Wert also: Wie konzentriert ist der rote Blutfarbstoff im Volumen der roten Blutkörperchen vorhanden? Gesundheitsinformation.de beschreibt die MCHC entsprechend als durchschnittliche Hämoglobinkonzentration der roten Blutkörperchen, berechnet aus Gesamt Hämoglobin und Hämatokrit.

Wichtig ist die Abgrenzung zu zwei anderen Werten:

MCH beschreibt die durchschnittliche Menge Hämoglobin pro rotem Blutkörperchen.

MCV beschreibt die durchschnittliche Größe der roten Blutkörperchen.

MCHC beschreibt die Konzentration des Hämoglobins in den roten Blutkörperchen.

Das klingt zunächst nach Laborakrobatik, ist aber praktisch wichtig. Denn eine Blutarmut ist nicht gleich eine Blutarmut. Manche roten Blutkörperchen sind zu klein, manche zu groß, manche enthalten zu wenig Hämoglobin, manche zerfallen zu früh. Die Erythrozytenwerte helfen dabei, diese Muster besser zu erkennen.

Das Blutbild: mehr als nur rote und weiße Blutkörperchen

Bei einem kleinen Blutbild werden vor allem die zellulären Bestandteile des Blutes untersucht. Dazu gehören:

  • rote Blutkörperchen, die Erythrozyten
  • weiße Blutkörperchen, die Leukozyten
  • Blutplättchen, die Thrombozyten
  • Hämoglobin
  • Hämatokrit
  • MCV, MCH und MCHC
  • häufig auch RDW, also die Verteilungsbreite der Erythrozytengröße

Der MCHC Wert wird also nicht „extra“ aus besonderem Verdacht bestimmt, sondern gehört meistens automatisch zu den Erythrozyten Indizes im Blutbild. MedlinePlus beschreibt MCV, MCH und MCHC ebenfalls als rote Blutkörperchen Indizes, die im Rahmen eines Blutbildes helfen, verschiedene Formen der Anämie zu unterscheiden.

Und genau hier liegt der Nutzen: Der MCHC Wert zeigt nicht „die Krankheit“, sondern hilft, ein Muster im Blutbild besser zu verstehen.

Normalwerte: Wann ist MCHC im Referenzbereich?

Als Orientierung gilt bei Erwachsenen häufig ein MCHC Referenzbereich von etwa:

33 bis 36 g/dl

Manche Labore geben leicht abweichende Bereiche an. Das ist normal, weil Messmethoden und Referenzbereiche je nach Labor variieren können. Entscheidend ist daher immer der Referenzbereich, der direkt auf dem Laborbefund steht.

Gesundheitsinformation.de gibt für Erwachsene ebenfalls 33 bis 36 g/dl als Orientierungsbereich an. DocCheck nennt als allgemeinen Referenzbereich 30 bis 36 g/dl und weist darauf hin, dass der jeweilige Laborreferenzwert maßgeblich ist.

Eine kleine Abweichung bedeutet also nicht automatisch Krankheit. Ich erlebe in der Praxis immer wieder, dass Menschen mit einem minimal veränderten Laborwert kommen und gedanklich schon halb auf der Intensivstation liegen. Das ist verständlich, aber selten hilfreich. Laborwerte sind Hinweise. Keine Orakel.

MCHC zu niedrig: Was kann dahinterstecken?

Ein niedriger MCHC Wert bedeutet: Die roten Blutkörperchen enthalten im Verhältnis zu ihrem Volumen zu wenig Hämoglobin. Man spricht dann häufig von einer hypochromen Konstellation, also von blasseren roten Blutkörperchen.

Typisch ist das vor allem bei Eisenmangel. Eisen wird für die Bildung von Hämoglobin benötigt. Fehlt Eisen, kann der Körper nicht genügend roten Blutfarbstoff bilden. Dann sinken häufig MCH, MCV und manchmal auch MCHC. MedlinePlus nennt bei erniedrigter MCHC vor allem Eisenmangelanämie und Thalassämie als mögliche Ursachen.

Mögliche Ursachen eines niedrigen MCHC Wertes sind:

  • Eisenmangel
  • chronische Blutverluste, zum Beispiel über den Darm oder starke Monatsblutungen
  • verminderte Eisenaufnahme im Darm
  • einseitige Ernährung
  • chronische Entzündungsprozesse mit gestörter
  • Eisenverwertung
  • Thalassämien und andere Störungen der Hämoglobinbildung

Besonders wichtig: Bei einem niedrigen MCHC Wert sollte man nicht reflexartig Eisen einnehmen, nur weil der Wert etwas niedrig ist. Zuerst muss man klären, ob tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt. Dazu reichen MCHC und Hämoglobin allein nicht aus.

Sinnvoll sind je nach Situation vor allem:

  • Ferritin
  • Transferrinsättigung
  • CRP, um Entzündungen einzuordnen
  • Hämoglobin
  • Hämatokrit
  • MCV und MCH
  • RDW
  • Retikulozyten
  • gegebenenfalls Vitamin B12, Folat und weitere Werte

Ferritin ist dabei besonders interessant, aber auch tückisch. Bei Entzündungen kann Ferritin erhöht oder scheinbar normal sein, obwohl funktionell Eisen fehlt. Deshalb gehört bei unklaren Befunden fast immer auch das CRP dazu. Der Körper ist eben kein Excel Blatt. Ein Wert allein erklärt selten das ganze Geschehen.

Welche Beschwerden können bei niedrigem MCHC auftreten?

Der niedrige MCHC Wert selbst verursacht keine Beschwerden. Beschwerden entstehen dann, wenn gleichzeitig eine relevante Blutarmut oder ein deutlicher Eisenmangel vorliegt.

Typische Hinweise können sein:

  • Müdigkeit
  • Leistungsknick
  • Blässe
  • Kältegefühl
  • Kurzatmigkeit bei Belastung
  • Schwindel
  • Herzklopfen
  • Kopfschmerzen
  • brüchige Nägel
  • Haarausfall
  • unruhige Beine

MedlinePlus nennt bei Anämie unter anderem Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Herzrhythmusstörungen, blasse Haut sowie kalte Hände und Füße als mögliche Beschwerden.

Aus naturheilkundlicher Sicht interessiert mich bei solchen Befunden nicht nur die Frage: „Wie viel Eisen fehlt?“ Sondern auch: Warum fehlt es? Wird zu wenig aufgenommen? Geht Blut verloren? Ist die Schleimhaut im Darm in Ordnung? Besteht eine stille Entzündung? Wie sieht die Ernährung aus? Wie ist die Verdauung? Gibt es Medikamente, die die Aufnahme beeinflussen? Wird Magensäure blockiert?

Gerade bei wiederkehrendem Eisenmangel lohnt sich diese gründlichere Betrachtung. Sonst füllt man den Tank immer wieder auf, während unten weiter ein Loch bleibt.

MCHC zu hoch: seltener, aber genauer zu prüfen

Ein erhöhter MCHC Wert kommt deutlich seltener vor als ein niedriger. Und gerade deshalb sollte man hier nicht vorschnell interpretieren.

Bei erhöhter MCHC geht es häufig um zwei Fragen:

Liegt wirklich eine krankhafte Veränderung der roten Blutkörperchen vor?
Oder handelt es sich um einen Messfehler beziehungsweise ein technisches Problem im Labor?

MedlinePlus nennt bei erhöhter MCHC vor allem hämolytische Anämie und hereditäre Sphärozytose. Bei einer hämolytischen Anämie werden rote Blutkörperchen schneller abgebaut, als der Körper sie ersetzen kann. Bei der hereditären Sphärozytose, auch Kugelzellanämie genannt, sind die roten Blutkörperchen verändert und dadurch weniger stabil.

Auch die Onkopedia Leitlinie zur hereditären Sphärozytose misst einem erhöhten MCHC Wert besondere Bedeutung bei, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass erhöhte MCHC Werte sowohl medizinische als auch technische Ursachen haben können. Dazu gehören unter anderem Kälteagglutinine, geronnenes Blut, Trübungen im Plasma und bestimmte Membranstörungen der roten Blutkörperchen.

Das ist ein Punkt, der in vielen Patienteninformationen untergeht: Ein erhöhter MCHC Wert ist nicht automatisch eine „schwere Diagnose“. Manchmal ist er zuerst ein Signal an das Labor: Bitte prüfen, ob die Messung plausibel ist.

DocCheck formuliert es ähnlich: Die MCHC verändert sich selten, weil MCV und MCH meist in die gleiche Richtung gehen. Einige Hämatologen betrachten die MCHC deshalb eher als Plausibilitätskontrolle und überprüfen bei Abweichungen zunächst das Hämatologiegerät.

Das klingt trocken, ist aber für Patienten beruhigend und für Behandler wichtig.

MCHC, MCH, MCV und RDW: zusammen lesen, nicht einzeln anstarren

Wer Blutwerte verstehen will, sollte nicht auf einen Einzelwert starren. Gerade beim Blutbild geht es um Muster.

Ein Beispiel:

MCV niedrig, MCH niedrig, MCHC niedrig: Das passt häufig zu Eisenmangel oder einer Störung der Hämoglobinbildung.

MCV hoch, MCH hoch, MCHC normal: Das kann eher in Richtung Vitamin B12 oder Folatmangel gehen.

RDW erhöht: Die roten Blutkörperchen sind unterschiedlich groß. Das kann bei Mangelzuständen oder Regenerationsprozessen vorkommen.

Hämoglobin niedrig: Jetzt wird die Frage nach einer tatsächlichen Anämie wichtiger.

Ferritin niedrig: Das spricht eher für leere Eisenspeicher.

CRP erhöht: Dann muss man Ferritin vorsichtiger interpretieren.

Genau deshalb reicht der Satz „MCHC zu niedrig“ oder „MCHC zu hoch“ nicht aus. Die eigentliche Frage lautet: Wie sieht das gesamte Blutbild aus? Und passt dieses Blutbild zu den Beschwerden des Menschen?

Was passiert nach einer Abweichung?

Wenn der MCHC Wert auffällig ist, sollte man zuerst nüchtern bleiben. Nicht im Sinne von Frühstück weglassen, sondern im Sinne von: keine Panik.

Ich erlebe häufig, dass Patienten mit Laborbefunden allein gelassen werden. Sie bekommen einen Ausdruck, sehen rote Markierungen und sollen daraus irgendwie schlau werden. Das ist keine Medizin, das ist betreutes Rätselraten.

Sinnvoll ist folgende Reihenfolge:

Zuerst den Wert im Zusammenhang mit MCV, MCH, RDW, Hämoglobin und Hämatokrit anschauen.

Dann prüfen, ob Beschwerden bestehen.

Dann Eisenstoffwechsel, Entzündungswerte und gegebenenfalls Vitamin B12, Folat und Retikulozyten ergänzen.

Bei deutlich erhöhtem MCHC auch an Messartefakte, Hämolysezeichen und seltenere Bluterkrankungen denken.

Bei Verdacht auf Eisenmangel nicht nur Eisen geben, sondern die Ursache suchen.

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend. Ein Eisenmangel kann durch Ernährung entstehen. Er kann aber auch durch Blutverlust, Darmentzündungen, schlechte Aufnahme, Magensäuremangel, Medikamente oder chronische Entzündungen bedingt sein. Wer nur Eisen auffüllt, aber die Ursache nicht sucht, behandelt manchmal nur den Laborzettel.

Naturheilkundliche Betrachtung bei auffälligem MCHC

Aus naturheilkundlicher Sicht geht es nicht darum, Laborwerte gegen die Schulmedizin auszuspielen. Das wäre Unsinn. Gute Labordiagnostik ist wertvoll. Aber sie wird erst dann wirklich stark, wenn man sie mit Anamnese, Ernährung, Verdauung, Schleimhaut, Entzündungslage und Lebensweise verbindet.

Bei niedrigem MCHC und Verdacht auf Eisenmangel denke ich unter anderem an:

  • Eiweißversorgung, denn Blutbildung braucht nicht nur Eisen
    Magensäure, denn sie ist wichtig für die Mineralstoffaufnahme
  • Darmschleimhaut, weil Aufnahme dort stattfindet
    stille Entzündungen, weil sie den Eisenstoffwechsel blockieren können
  • Menstruationsstärke bei Frauen
  • okkulte Blutverluste über den Darm
  • Leber, Milz und Knochenmark als Teil des Blutstoffwechsels
  • Vitamin B12, Folat, Vitamin B6 und Kupfer als ergänzende Faktoren

Therapeutisch kann Eisen sinnvoll sein, manchmal sogar notwendig. Aber auch hier gilt: Form, Dosis und Verträglichkeit zählen. Nicht jeder verträgt jedes Eisenpräparat. Manche bekommen Verstopfung, Übelkeit oder Bauchbeschwerden. In solchen Fällen muss man anders vorgehen, statt den Patienten mit dem Satz abzuspeisen: „Dann nehmen Sie es halt trotzdem.“

In der Ernährung sind je nach Situation eisenreiche Lebensmittel sinnvoll. Dazu gehören zum Beispiel Fleisch, Leber, Eigelb, Hülsenfrüchte, Hafer, Hirse, Kürbiskerne, Sesam, grüne Gemüse und Kräuter. Vitamin C kann die Aufnahme von pflanzlichem Eisen verbessern. Kaffee, schwarzer Tee und große Mengen Calcium direkt zur eisenreichen Mahlzeit können die Eisenaufnahme dagegen behindern.

Das sind einfache Dinge. Aber einfache Dinge sind nicht automatisch unwichtig. Im Gegenteil: In der Praxis sind sie oft der Unterschied zwischen „Laborwert bleibt schlecht“ und „endlich bewegt sich etwas“.

Der Lüscher Gedanke: Blut, Rot und Lebenskraft

In der ganzheitlichen Medizin wurde Blut nie nur als Flüssigkeit verstanden. Blut steht für Wärme, Bewegung, Versorgung, Kraft und Lebendigkeit. Diese symbolische Ebene ist nicht identisch mit Labormedizin, aber sie kann helfen, den Menschen nicht auf Zahlen zu reduzieren.

Hier lässt sich auch die 4 Farbenlehre nach Max Lüscher einordnen. In dieser Betrachtung steht die Farbe Rot für Aktivität, Kraft, Energie, Durchsetzung und Lebensimpuls. Rot ist die Farbe des Blutes, der Bewegung, der Tatkraft.

Wenn ein Mensch einen hohen Hämoglobingehalt oder kräftige rote Blutwerte hat, kann man ganzheitlich gefragt auch an Vitalität, Aktivität und Antrieb denken. Aber wichtig ist die saubere Grenze: Aus einem MCHC Wert allein lässt sich keine Persönlichkeit ableiten. Ein Laborwert ersetzt keine Menschenkenntnis.

Dennoch hat dieser Gedanke seinen Platz. Denn der ganzheitliche Ansatz fragt nicht nur: Welcher Wert ist erhöht? Sondern auch: Wie lebt dieser Mensch? Wie wirkt er? Wie ist seine Kraft? Wo ist zu viel Spannung? Wo fehlt Substanz? Wo ist der Körper erschöpft, obwohl der Befund noch halbwegs normal aussieht?

Das ist der Unterschied zwischen Laborverwaltung und Heilkunde.

Fazit

Der MCHC Blutwert beschreibt die durchschnittliche Hämoglobinkonzentration in den roten Blutkörperchen. Er kann Hinweise auf bestimmte Formen der Blutarmut, Eisenmangel, Störungen der Hämoglobinbildung oder seltenere Erkrankungen der roten Blutkörperchen geben.

Ein niedriger MCHC Wert passt häufig zu Eisenmangel oder einer hypochromen Blutarmut. Ein erhöhter MCHC Wert ist seltener und sollte besonders sorgfältig geprüft werden, weil auch Laborartefakte eine Rolle spielen können.

Der entscheidende Punkt lautet: MCHC nie isoliert beurteilen. Aussagekräftig wird der Wert erst im Zusammenhang mit MCV, MCH, RDW, Hämoglobin, Hämatokrit, Ferritin, Entzündungswerten und den Beschwerden des Patienten.

Und genau hier beginnt gute Medizin: nicht beim hektischen Behandeln eines einzelnen Laborwertes, sondern beim Verstehen des ganzen Musters. Der Laborzettel zeigt Zahlen. Der Mensch zeigt den Zusammenhang.

Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen kostenlosen Praxis-Newsletter „Unabhängig. Natürlich. Klare Kante.“ dazu an:


Beitragsbild: KI generiert

Wer schreibt hier?

René Gräber

Mein Name ist René Gräber. Ich arbeite seit 1998 in eigener Praxis für Naturheilkunde. In dieser Zeit habe ich viele Patienten mit unterschiedlichsten Beschwerden begleitet. Mein Ansatz verbindet klassische Naturheilkunde mit moderner Ernährungs- und Orthomolekularmedizin. Ich setze auf Verfahren, die den Organismus regulieren und stärken: Heilpflanzen, Vitalstoffe, Ernährung und Ausleitungsverfahren.

Auf Yamedo.de teile ich Fachwissen, Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen aus über 25 Jahren Arbeit in der Naturheilkunde.

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