Fehlgeburt nach Schmerzmitteln

Einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand zu halten, ist für viele Frauen eines der schönsten Erlebnisse. Leider endet nicht jeder positive Test mit einer Geburt.

Eine Fehlgeburt kann ein äußerst traumatisches Erlebnis für das betroffene Paar sein, besonders dann, wenn eine Frau mehrere Fehlgeburten verkraften muss. In vielen Fällen bleibt die Ursache für die Fehlgeburt unklar: Häufig sind embryonale Schäden für den Abort verantwortlich, auch eine Muttermundschäwche oder aufsteigende Infektionen können eine Fehlgeburt auslösen. Neue Studien haben nun erwiesen, dass auch bestimmte Schmerzmittel das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen können.

Generell sollten Schwangere mit der Einnahme von Medikamenten vorsichtig sein. Keinesfalls sollten Tabletten ohne Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, zudem sollte man bei moderaten Schmerzen wie Kopfschmerzen immer erst versuchen, diese durch Ruhe und Flüssigkeitszufuhr zu lindern.

Eine Studie der Universität Montreal hat nun gezeigt, dass Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen im Verdacht stehen, unter Umständen Fehlgeburten auszulösen. Im Rahmen dieser Studie wurden problemlose Schwangerschaftsverläufe mit solchen, die in einer Fehlgeburt endeten, miteinander verglichen. Untersucht wurden 4700 Schwangere mit Fehlgeburten sowie 47.000 Frauen mit problemlosen Schwangerschaften. Bisher galt die Meinung, dass bis zur 20. Schwangerschaftswoche problemlos Schmerzmittel eingenommen werden könnten. Die Studie kommt allerdings zu ganz anderen Ergebnissen:

Von den Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten, hatten 352 Schmerzmittel innerhalb der ersten 20 Schwangerschaftswochen verschrieben bekommen, das entsprach 7,5 Prozent. Bei den Frauen ohne Fehlgeburt hatten 1213 (2,6 Prozent) ein entsprechendes Rezept erhalten. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Einnahme von Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen das Risko eines Aborts begünstigen kann. Diese Schmerzmittel sollten also keinesfalls ohne ärztliche Absprache in Sachen Risikoabwägung eingenommen werden.

Bei moderaten Schmerzen gilt Paracetamol als Mittel der Wahl. Starke Schmerzen in der Schwangerschaft, die auch unter Paracetamol nicht besser werden, sollten generell ärztlich abgeklärt werden.

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René Gräber

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  1. Avatar

    Finde ich super, dass hier haeufig geschrieben wird.

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