Schützt das „schlechte“ LDL-Cholesterin uns vor Krebs?

23. Mai 2012 | Von | Kategorie: Allgemein

LDL-Cholesterin ist angeblich das „böse“ unter den Cholesterinwerten, dasjenige, welches für kranke Arterien und Herzgefäßerkrankungen sorgt. Daher gibt es eine Milliarden-Dollar-schwere Pharmaindustrie, die mit der Erfindung der Cholesterinsenker (Statine) für gesunde Arterien und Herzen sorgen will.

Jetzt zeigt sich jedoch, dass das „böse“ Cholesterin uns möglicherweise vor Krebs schützt. Es scheint nämlich so zu sein, dass Menschen mit einem natürlich niedrigen LDL-Spiegel ein höheres Risiko haben, im Laufe ihres Lebens an Krebs zu erkranken. Diese Entdeckung machten Forscher an der Tufts Medical Center in Boston (USA), was ein weiterer Bestandteil in der wachsenden Liste von gesundheitlichen Vorteilen des LDLs ist.

Die Forscher von Tufts verglichen 201 Krebspatienten mit 402 krebsfreien Patienten, die keine Statine einnahmen. Bei 4 verschiedenen Gelegenheiten und in einem Beobachtungszeitraum von fast 19 Jahren zeigten die Krebspatienten durchgängig einen deutlich niedrigeren LDL-Spiegel als die krebsfreien Patienten. Nachdem andere mögliche Ursachen für diese Beobachtung ausgeschlossen werden konnten, schlossen die Forscher, dass das LDL-Cholesterin einen beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung von Krebserkrankungen zu haben scheint. (Präsentation an der American College of Cardiology 61. Annual Scientific Session, in Chicago, 24. bis 27. März 2012).

Übrigens: Aus dem Jahr 2009 kommt eine Meta-Analyse auch aus dem Tufts Medical Center mit dem Titel: „Systematic review: association of low-density lipoprotein subfractions with cardiovascular outcomes.“ (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19349632). Hier zeigen die Forscher, dass die generalisierte Aussage, dass hohe LDL-Spiegel für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich seien, keinen prognostischen und wissenschaftlichen Wert hat. Es ist also gut möglich, dass hohe LDL-Werte nur eine Art Begleiterscheinung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellen und nicht deren Ursache.

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4 Kommentare
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  1. […] gibt aber ebenfalls Hinweise, dass das böse LDL uns möglicherweise vor Krebs schützt (Schützt das „schlechte“ LDL-Cholesterin uns vor Krebs?). Zusammen mit einem immer fragwürdiger werdenden Ruf der Statine, könnte die neue Substanz ein […]

  2. […] Schützt das „schlechte“ LDL-Cholesterin uns vor Krebs? – Cholesterin und Schutz? Da schlägt´s doch dreizehn! Dann hätte das Cholesterin doch eine Funktion… […]

  3. Erstaunlich, mein Mann ist vor 4 Jahren an Krebs gestorben. Er hatte einen ganz niedrigen LDL Cholesterinwert. Er war erst 45 Jahre als er starb.

  4. Tja, was soll ich dazu sagen? Nach einem Hinterwandinfarkt kurz vor seinem 60. Geburtstag im Jahr 2012 „musste“ mein Vater, er war bis zum Renteneintrittsalter Landwirt mit Milchviehbetrieb, verschiedenste Pillen einnehmen. Natürlich Statine, Blutdrucksenker, Blutverdünner, Magenschoner, usw. Nach dem Infarkt kam er sofort auf Reha. Ernährungsberatung, viel Bewegung, gesundes Essen. Top gestählt und voller Freude kam er zurück nachhause. Das Glück hielt so 6 Wochen circa. Dann ging es los. Mein Vater nahm seine Tabletten und das Unglück nahm schleichend seinen Lauf. Zunächst verfiel er wieder in seine alten Ernährungsgewohnheiten, aus dem kurzen täglichen Mittagsschlaf, auch genannt Powernapping, wurden schon mal 2 Stunden, Trägheit und Arbeitsunlust machten sich breit. Sprach man ihn darauf an, wurde er aggressiv. Überhaupt war er sehr schnell auf der Palme aus den verschiedensten Gründen und Kleinigkeiten. Seine Enkelkinder regten ihn nach 20-minütigem Besuch bereits tierisch auf. Er war gestresst vom Nichtstun und zu keiner Aktivität mehr zu gebrauchen. Es kam noch schlimmer. Im Mai 2017 stellte er sich ärztlich vor, da er undefinierte Schmerzen im Hüftbereich hatte. Also wurde er durchleuchtet und man fand den Übeltäter: Bronchialkarzinom, Stadium 4A bereits gestreut mit Hirnmetastasen. Auch hier fand zunächst eine Ganzhirnratio, Bestrahlung täglich 4 Wochen lang mit der Jahresdosis statt. Der Strahlenarzt entließ ihn mit den Worten: alles Gute für Sie! Essen und trinken Sie was Sie möchten und tun Sie noch das, worauf Sie Lust haben! Danach folgte die Chemotherapie 6 Zyklen alle 3 Wochen, der Tumor, der an der Lunge sitzt mit 10×4 cm war inoperabel. Auch das hat mein Vater brav durchgezogen. Schließlich wollte er ja das beste aus seiner Gesundheit herausholen. Er hat 15 Kilo abgenommen durch das Prozedere, das Essen schmeckte ihm nicht mehr, aber an der Herzmedikation wurde null verändert!!! Das wurde alles beibehalten. Die Onkologin interessierte es nicht, der Hausarzt hat die Rezepte ausgestellt…
    Es kam noch ein Antiepileptika dazu, weil er nachts einmal einen Anfall hatte. Dass jedoch Magnesiummangel und Vitamin- und Mikronährstoffmangel vorgelegen haben könnte, dafür interessiert sich die Schulmedizin nicht. Nein, es hieß, das müssen Sie zeitlebens nehmen. Dazu kamen dann noch die Bisphosphonate für den „Knochenaufbau“.
    Als Tochter habe ich den Ganzen Spiel lange zugesehen. Habe mich viel belesen, Tag und Nacht, habe alle Nebenwirkungen der Medikamente studiert, mir die Studien dazu betrachtet und im Dezember 2017 gestartet, nachdem es meinem Vater immer schlechter ging und schulmedizinisch außer Blut abnehmen, Blutdruck und Gewicht messen und Knocheninfusuinen nichts mehr zu tun war. Übrigens erhielt er zur Chemo ab Juli Methadon nach Dr. Friesen, was er bis heute nimmt. Zunächst wurde sein Vitamin D Spiegel aufgefüllt mit Hochdosispräparaten aus den Niederlanden. In D wird ja leider nur Dekristol verschrieben und das bekam mein Vater nicht. Er hatte ja Calcimagon mit 400 i. E. Säuglinge bekommen mehr…
    Ich suchte das für ihn beste Magnesiumpräparat heraus, was er 3 x täglich bis heute nimmt, sowie Magnesium transdermal. Vitamin K2 MK7 gibt’s auch dazu. Dazu bekommt er L-Carnitin, die B-Vitamine einzeln, B12 mit Folsäure, B6, B1 usw. alles in Hochdosis, dann OPC, Graviola, Vitamin C Infusionen, um nur ein paar Dinge zu nennen. Mittlerweile haben wir Juni 2018. im März 18 haben wir Pflegestufe beantragt. Er hat nun Pflegegrad 4. Hätte ich beinahe vergessen zu erwähnen, da meine Mutter mit der häuslichen Pflege überfordert war. Davor habe ich einen Reha-Antrag gestellt, worüber die Onkologin not amused war, aber auf meinen Druck hin, hat sie das Formular dazu, was ihr bisher unbekannt war, dann nach einer Woche doch ausgefüllt und an die Kasse geschickt. Ich muss dazu sagen, dass ich im Januar einen Reha-Platz in einer Klinik, die ich für gut hielt, reservierte für den 13.2.18 und deshalb die Zeit davonrannte. Der Antrag musste ja noch von der Kasse genehmigt werden und der MDK kommt zur LKK nur 2 x die Woche, um diese Anträge zu prüfen. Nun gut, während der Reha bekam mein Vater weiterhin alle natürlichen Mittelchen plus Astaxantin.
    Mit der Onkologin, bei der das letzte Mal im Januar war, habe ich mich gestritten, das Gespräch wurde nun im Mai bei einem erneuten Termin weitergeführt, allerdings diesmal etwas ruhiger. Ich wollte einfach nur einen Keto-Drink verschrieben haben, der zuckerfrei ist, aber nein, es sollte Fresubin sein, damit hätte man mehr Erfahrung. Mein Vater erbrach sich darauf und so habe ich das Zeug wieder zur Apo zurückgetragen und um ein neues Rezept und die Keto-Nahrung gebeten. Die Apo hat dies dann direkt mit der Onkologin geklärt, nachdem ich der Apo alle erforderlichen Daten gegeben habe.
    Um wieder den Faden zu finden: die Statine wurden zuerst eigenmächtig von meiner Mutter und mir abgesetzt. Alles andere auch, die Antiepileptika haben wir ausgeschlichen, immer natürlich unter genauer Beobachtung und der Kontrolle durch den Hausarzt, wobei man beim normalen Blutbild keinen relevanten Unterschied bemerkt.
    Insgesamt ist mein Vater wacher, fitter und ausgeglichener. Er nimmt wieder am Leben teil, nach der Reha Mitte März begann er wieder Zeitung zu lesen, was er nicht mehr konnte. Er hört auch wieder Musik. Geht täglich größere Runden spazieren mit seinem Rollator und ist zumindest im Gesicht und an den Armen braungebrannt. Wir haben seinen 76. Geburtstag gefeiert im Mai und hoffen, dass noch viele folgen werden. Beim Cardiologen waren wir jüngst auch vorstellig. Dieser meinte es sei alles in bester Ordnung und keinerlei Verschlechterung zum letzten Besuch vor einem Jahr zu erkennen und man könne nun einige Medikamente weglassen. Er weiß natürlich nicht, dass mein Vater nichts mehr von alledem nimmt. Der Besuch diente lediglich einer Bestätigung dessen, was wir uns getraut haben.
    Mein Vater „erträgt“ jetzt seine 13 Enkelkinder jeglicher Altersstufe wunderbar. Er ist viel fröhlicher, ausgeglichener, seine Aggressivität ist wie weggeblasen und er macht auch mal wieder einen Witz und freut sich am Leben. Sicherlich wird der Krebs nicht verschwinden, er ist insgesamt zurückgegangen, es ist auch keine schnell wachsende Krebsform. Aber insgesamt ist die Gemütsverfassung eine vollkommen andere, wie seit den Jahren vor dem Herzinfarkt. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass all diese Medikamente die Menschen kaputt machen und durch alle bekannten Umwelteinflüsse wir Nährstoffmängel aufweisen, die über die Nahrung nicht mehr adäquat aufgefüllt werden können. Wir versuchen weiterhin hier sehr viel gut zu machen. Sicher kommt vieles sehr spät und der Krebs ist nun da. Aber lieber noch eine gute Zeit zuhause verbringen, als an Maschinen angeschlossen im Krankenhaus.
    Statine wird kein Patient Solo einnehmen, ich traue mich zu behaupten, dass meistens noch Blutdrucksenker und Blutverdünner mit dabei sind, weil das Leitlinie ist. Die Kombination hat verheerende Auswirkungen. Insofern würde ich persönlich, nachdem ich derart viel nun weiß, niemals Medikamente einnehmen, sondern immer die natürliche Variante bevorzugen.
    Statine gehören sich meiner Meinung nach verboten!
    Bei dem Herzinfarkt 2012 und dem Setzen der Stents sollte doch dieser Lungentumor bemerkt worden sein. Der war damals jedoch nicht zu sehen, also muss er wahrscheinlich im Nachhinein entstanden sein. Hier bekomme ich nur betretenes Schweigen von Seiten der Ärzte. Soweit reicht es wohl nicht in der Schulmedizin.

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