Lipödem - Fragen und Möglichkeiten

  • Hallo miteinander


    Das Lipödem eine seltene und medizinisch noch nicht lösbare Aufgabe stellt mich in der Praxis selber vor Herausforderungen. Hat jemand für diese (echt schlimme) Krankheit Erfahrungen zur Therapie und Behandlung? Wie kann das naturheilkundlich betrachtet werden?


    MfG

  • Hat jemand für diese (echt schlimme) Krankheit Erfahrungen zur Therapie und Behandlung?

    Wenn sich vermehrt Wasser ins Gewebe einlagert, ist das vielleicht eine Reaktion des Körpers, Gift (welches auch immer) zu verdünnen, ähnlich wie bei einem Insektenstich.

    Eine Möglichkeit wäre, dass der Körper Fett von Grasfressern nicht in Energie umwandeln kann und im Bindgewebe speichert, eine schwache Form von Morbus Refsum (Störung im Phytansäure-Stoffwechsel).

    Abhilfe wäre dann Milchfett und Fett von grasfressenden Säugetieren zu meiden und beim Abnehmversuch mit Heilerde oder Algen zu binden.

  • Hallo Kaulli,

    das Problem bei den Fetten sehe ich nicht in der Vermeidung, da wir z.B. auch das einfach gesättigte Fett (z.B. Butter) benötigen. In der Ayurveda ist Butter (Ghee-Butter) ein Heilmittel.

    Das Problem tritt durch extreme Verschiebung der Verhältnisse auf und zwar bei Omega 6 zu Omega 3. Ideal wäre 1 : 1, noch gut ist 4 : 1. Alles was darüber geht ist nicht gut für die Gesundheit. Hier schließe ich Lipödem mit ein. Omega 3 verhindert/bremst z.B. die übermäßige Fetteinlagerung im Körper.


    Zur Eingangsfrage hat René auch zwei Beiträge geschrieben:

    https://www.naturheilt.com/Inhalt/Lipoedem.htm

    https://www.naturheilt.com/Inhalt/lymphstau-lymphoedem.htm

    Liebe Grüße

    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Hallo Kaulli,

    das Problem bei den Fetten sehe ich nicht in der Vermeidung, da wir z.B. auch das einfach gesättigte Fett (z.B. Butter) benötigen. In der Ayurveda ist Butter (Ghee-Butter) ein Heilmittel.

    Bernd,

    das mag für die meisten gelten, aber wenn jemand dieses tierische Fett nicht verstoffwechslen kann, dann lagert es sich im Bindegewebe ein und verbleibt dort. Der verträgt aber vielleicht andere pflanzliche gesättigte Fette.

    Das ist bei vielen Übergewichtigen so, bei manchen vielleicht nur an Hüfte, Bauch, Oberschenkel, Oberarmen. Schlanke haben dieses Problem nicht, da wird dieses tierische Fett in Energie umgewandelt.

  • Hallo Kaulli,

    soweit mir bekannt ist, kann der Körper nur körpereigenes Fett einlagern. Das wird aber nicht aus körperfremden Fett (auch tierisches) gewonnen sondern aus der Umwandlung von überschüssigen Kohlenhydraten. In diesen Prozess greift Omega 3 regulierend ein.

    Tierisches Fett ist insofern ungünstig, da es auf Grund der Getreidemast der Tiere sehr viel Arachidonsäure (Omega 6) und sehr wenig Omega 3 enthält.

    Liebe Grüße

    Bernd

    „Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.“ (Jean Anthelme Brillat-Savarin)

  • Hallo Kaulli,

    soweit mir bekannt ist, kann der Körper nur körpereigenes Fett einlagern.

    Aber was passiert dann mit dem Fett bei der Anlage zu Morbus refsum? Der Körper kann es ja nicht oder nur begrenzt abbauen, es reichert sich im Körper an. Phytansäure ist eine gesättigte Fettsäure, die der Mensch mit Milchprodukten und Fleisch von Grasfressern aufnimmt.

    Ich teste das oft mehr oder weniger schwer mit Bioresonanz. Schulmedizinisch wird selten danach gesucht.

    Da man die Ursache vom Lipödem nicht kennt, wäre es eine Möglichkeit, aber das ist nur eine Vermutung von mir. Da das Lipödem auch mit Hormonen zu tun hat, könnten eventuell auch die Hormone in der Kuhmilch etwas zu tun haben.


    Eine andere Erklärung wären Parasiten, wie Filiarien, die zur Krankheit Elephantiasis führen, aber ich weiß nicht, wo genau der Unterschied besteht.

  • Bernd hat ja schon auf meinen Beitrag hingewiesen:

    https://www.naturheilt.com/Inhalt/Lipoedem.htm


    Charakteristisch ist für das Lipödem ja, dass im Gegensatz zur Adipositas Hände und Füße eher nicht betroffen sind UND die Lipödem-Patienten Schmerzen haben. Zudem findet man oftmals auch eine Art "auslösendes" Ereignis bei den Patient(innen).

    Mittlerweile setzt sich das Lipödem in seiner "Anerkennung" endlich mal durch.


    Die Frage der Therapie: Betroffene favorisieren derzeit Operationen, die aus meiner Sicht auch durchaus zufriedenstellende Ergebnisse liefern, WENN der Operateur sich auch darauf spezialisiert hat. Wer sich u.a. darauf spezialisiert hat und den ich auch persönlich kenne, ist Falk Heck: https://www.lipo-clinic.de/


    Jetzt kommt das ABER: Es geht auch ohne OP. Das erfordert aber umfassende Maßnahmen wie ich das in meinem Grundsatzbeitrag zum Lipödem beschrieben habe. Ein elementarar Baustein ist das "Vollfasten" über mehrere Tage (wie u.a. in meiner Heilfasten Anleitung beschrieben) -- und das zwei Mal pro Jahr.