Überwintern oder Auswandern in wärmere Klimazonen aus gesundheitlichen Gründen

  • Vor 11 Jahren, bzw. am 27 September 2009 bin ich von Aschaffenburg am bayerischen Untermain mit meiner Frau auf die Philippinen ausgewandert.

    Nach 12 Jahren chronischer Borreliose und zum Schluss mit halbseitiger Lähmung stand ich vor einen schulmedizinischen Scherbenhaufen.

    Wöchentlich 3 x Kortisonspritzen und zusätzliche Schmerzmittel brachten nur noch stundenweise etwas Linderung. Von der Schulmedizin war ich bereits aufgegeben und ein Rollstuhl wäre für mich keine Option gewesen.


    Mit verantwortlich ist auch der lange Winter mit der nasskalten Übergangszeit in den Nördlichen Breitengraden wo den Körper in so einen Zustand versetzt.

    Das konstant mediterrane Klima und die Salz - Jodhaltige Luft möchte ich nicht mehr vermissen.


    Hier fand ich die Ruhe und konnte schrittweise meine ganzen Beschwerden aufarbeiten.

    Heutzutage bin ich wieder gesund und gehe nur noch einmal im Jahr zur Blutkontrolle und das war es. Mehr darüber kann man auf meiner privaten Seite nachlesen. Einfach auf mein Profil klicken.

    viele Grüße

    Eugen

    Täglich Kokoswasser trinken hilft die Blutfettwerte senken, reinigt auch noch Blut und Nieren, und hilft dir beim Gelenke schmieren. ( Eigenzitat )

  • Newsletter für Vitalstoffe von René Gräber

  • Franz-Anton

    Hat den Titel des Themas von „Überwintern oder Auswandern in wärmere Klimazonen“ zu „Überwintern oder Auswandern in wärmere Klimazonen aus gesundheitlichen Gründen“ geändert.
  • Ich pass hier nur zu 50% in dieses Thema. Ich lebe ebenfalls auf den Philippinen und dass jetzt seit 28 Jahren (1992). Aber es waren keine gesundheitlichen Gründe, die mich republikflüchtig haben werden lassen. Ich hatte nach 10-jähriger Testphase (= jedes Jahr Urlaub in der Heimat meiner Frau) den zwingenden Eindruck, dass ich mental mehr auf die Insel gehöre. Vielleicht war es auch eine unterbewusst prophylaktische Maßnahme gegen eine "Midlife Crisis", die es hier auf der Insel so gut wie nicht gibt.

    Es waren aber auch politische Bedenken mit von der Partie. Denn mit der Wiedervereinigung und der Rückverlegung der Hauptstadt nach Berlin sah ich Tore offen für mögliche Entwicklungen von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Wenn man mit einer Ausländerin verheiratet ist und ein Kind hat, dann macht man sich da etwas mehr Gedanken.

    Wenn man dann noch erleben muss, dass Ausländer-Sein hier auf der Insel das komplete Gegenteil ist, nämlich man wird oft zu sehr hofiert und besonders behandelt, dann gibt es aus dieser Sicht wenig zu überlegen. Diskriminierung von Ausländern ist hier ein Fremdwort. Es gibt allerdings hier Expats, die so etwas einfordern. Das ist eine andere Geschichte und stößt auf nicht viel Gegenliebe seitens der einheimischen Bevölkerung. Also ein bisschen benehmen muss man sich auch hier. Dann kommt man hier sehr gut durchs Leben.

    Hab ich es jemals bereut? Nein, sicher nicht. Es war die beste Entscheidung meines Lebens.

    Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse

  • Hallo Sascha,

    es steht jeden frei wo er leben möchte.

    Immer mehr Rentner zieht es hier her in das Land der 7100 Inseln.

    Und das hat auch seinen Grund!

    Der eine leidet an Gelenkbeschwerden oder hat nur eine schmale Rente wo nicht mal für die Miete reicht in Deutschland.

    Hier gibt es ganze Bungalow Resort direkt am Meer wo von einem Schweizer Investor betrieben werden. Da stehen verschiedene Größen zur Verfügung wo man langfristig mieten kann inclusive Hauspersonal.

    Wenn man etwas sparsam ist kommt man mit 800 € über die Runde und bei 1000 oder 1200 € hat man hier schon Luxus.

    Die Wassertemperatur vom Meer beträgt im Durchschnitt 30 Grad und das Vitamin D hat man fast täglich gratis, was will man mehr.

    viele Grüße

    Eugen

    Täglich Kokoswasser trinken hilft die Blutfettwerte senken, reinigt auch noch Blut und Nieren, und hilft dir beim Gelenke schmieren. ( Eigenzitat )

  • Lechz...ja, Anton. Wie gerne. Ich bin halt noch zu sehr an DE gebunden. Ich akzeptiere das auch und mir geht es vergleichsweise noch gut. Habe Sohn und Schwiegereltern hier, die meine Hilfe brauchen. Wie oft sind wir einfach zu stur an unsere Heimat gebunden...:saint:

    Glaube nichts, hinterfrage alles, denke selbst.

    LG

    Sascha <3

  • Rechtsregulat von Dr. Niedermaier

  • Hallo Mara,

    Natürlich will das alles gut überlegt sein, aber wie im meinen Falle hatte ich keine andere Wahl.

    Das wurde bei mir auch innerhalb der Familie besprochen mit meinen beiden Söhne.

    Diese sind schon längst erwachsen und bestens versorgt. Wir haben regelmäßig Kontakt über das Internet und waren auch schon mehrmals auf Besuch da.

    Meine Eltern waren zu diesen Zeitpunkt verstorben und es war alles geregelt.

    Mein letzter Hausarzt in Deutschland hatte hatte mir einen Umzug in wärme Gefilden im Sommer 2009 nahe gelegt, gehen sie doch in die Heimat ihrer Frau.

    Damals waren meine Leber und Nieren schon schwer geschädigt durch die vielen Medikamente und irgend wann wäre ich dann Dialyse pflichtig geworden oder würde vieleicht heute nicht mehr am leben.

    Die meisten können sich gar nicht vorstellen wie der Körber scheibchenweise entgleist wenn eine Borreliose voll ausbricht und da müssen genauso wie bei Krebs alle Register gezogen werden. Und ich hatte Glück die Rechnung war bei mir voll aufgegangen.

    viele Grüße

    Eugen

    Täglich Kokoswasser trinken hilft die Blutfettwerte senken, reinigt auch noch Blut und Nieren, und hilft dir beim Gelenke schmieren. ( Eigenzitat )

  • Ich freu mich für dich Eugen, dass du noch rechtzeitig die Reißleine ziehen konntest und es dir mittlerweile so richtig gut zu gehen scheint, mit deinem Papayblättertee :) und all den anderen guten Tipps, mit denen du dich selbst gesund gemacht hast, das finde ich fein!



    Mein letzter Hausarzt in Deutschland hatte hatte mir einen Umzug in wärme Gefilden im Sommer 2009 nahe gelegt, gehen sie doch in die Heimat ihrer Frau.

    Wenn deine Frau Philippinin ist liegt das ja nahe Eugen, dass ihr in ihre Heimat zieht.

    Gibts denn auch Nachteile im Vergleich zu eurem früheren Leben in Deutschland?


    Ich wünsche euch weiterhin alles Gute!

    Mara

    „Das ist die Seuche unserer Zeit. Verrückte führen Blinde.“
    – aus William Shapespeare: König Lear

  • Gibts denn auch Nachteile im Vergleich zu eurem früheren Leben in Deutschland?

    Vorteile und Nachteile sind immer subjektiv. Vorteile für mich könnten für dich glatte Nachteile sein, und umgekehrt.

    Hier gibt es keinen Schnee - Vorteil oder Nachteil? Für den Skihasen ein extremer Nachteil. Für den Rheumatiker ein paradiesischer Vorteil, weil die dauerhafte Wärme die Schmerzen signifikant lindern hilft.

    Wenn man in ein neues Land geht, dann muss man sich einleben, sich an die Gewohnheiten und Kultur der neuen Heimat gewöhnen, das heißt sie akzeptieren. Man darf nicht davon ausgehen, dass das neue Umfeld sich an mich anpasst.

    Wer von Deutschland in die Schweiz oder nach Österreich umzieht, der wird keine Probleme mit der Sprache haben. Wer auf die Philippinen umzieht und relativ gut englisch spricht, der wird auch hier kaum Kommunikationsprobleme haben, da die meisten Leute hier, sogar schon die Kinder, recht gut englisch sprechen können. Wenn man hier allerdings kein Englisch spricht und auch nicht die Landessprache, dann haben wir wieder einen Nachteil. Denn es macht keinen Spaß, hier dauerhaft mit einem Dolmetscher unterwegs zu sein. Und der Dolmetscher wird sehr wahrscheinlich auch nicht sehr viel Spaß haben. Die Fälle, die ich hier kenne, wo Expats kein Englisch sprechen konnten (Landessprache eh nicht), sind nach nur wenigen Jahren wieder zurück nach Deutschland.

    Kenntnisse der Landessprache sind ein gewaltiger Vorteil (hier auf der Insel). Die Leute hier sind sehr anerkennend, wenn jemand ihre Sprache spricht beziehungsweise sogar nur versucht, sie zu sprechen oder zu lernen. Die meisten Filipinos sind sehr überrascht, wenn sie jemanden treffen, der ihre Sprache spricht. Denn die meisten Ausländer verlassen sich halt auf ihre Englischkenntnisse und machen sich kaum die Mühe, die Landessprache zu lernen. Das ist sehr schade. Denn die Kommunikation mit den Einheimischen hier in Filipino ist eine komplett andere als nur in Englisch.

    Englisch spricht man mit willkommenen Gästen aus dem Ausland. Filipino spricht man mit seinesgleichen, auch wenn es sich um einen Ausländer handelt.

    Schöne Worte sind nicht wahr; wahre Worte sind nicht schön ::: Lao-tse